das Ende eines Geschäftes in Kulmbach > Modellbahn Schramm <

#1 von adlerdampf , 08.01.2011 13:50

Hallo Leute,

gestern war ich wegen der üblichen Neujahrsgrüße bei meinen Händler des Vertrauens in Kulmbach. Als ich dort ankam, wurde ich von Plakaten wie "20%, 30%, 50% "Schnäppchenverkauf und zu guterletzt Räumungsverkauf bis 31.3." begrüßt. Der Laden macht aus altersgründen zu. Es gibt keinen Nachfolger. Somit geht wieder ein Fachgeschäft verloren.
Da ich seit nunmehr 11 Jahren in Kulmbach wohne war dies meine einzige Anlaufstelle für unser Hobby. Auch was die Ersatzteilversorgung anging, konnte der gute Mann mir zu 95% helfen bzw. die Teile beschaffen. Entsprechend geknickt bin ich auch. Der nächsten Läden wären dann erst in Hof, Bayreuth oder Kronach. Jeweils ca. 50km entfernt und verkehrsmäßig nicht gerade ums Eck. Somit bleibt mir nur noch ein Geschäft in Nürnberg (das mir bekannt ist), da ich in Nürnberg häufiger bin als in einer der anderen genannten Städte.
Warum ich dies nun hier einstelle? Nun meine Ausbeute (irgendwie hat dies für mich einen bitterern Beigeschmack, da ich den Laden nun schon eine Zeit lang kenne) ist ausschließlich von Fleischmann.
Es ist eine Lokomotive BR 17 DRG, rund 30 Wageninnenbeleuchtungen verschiedenster Art sowie eine Anzahl von diversen Ersatzteilen kleinerer und größerer Art, angefangen von Motorteilen bis zu Gestängeteilen und dehren Bolzen/Nieten und was man sonst noch so brauchen kann, sowie drei Werkzeugen welche von Fleischmann verkauft wurden.

Und als "Schmankerl" ein Abschlußsignal für Nebengleise Sh 0, für die Garage.
Es sind vielleicht noch 30 Fleischmannwagen, eine Handvoll Modellgleise und noch das übliche "Kleinzeug" vorhanden. Auch von Märklin/Trix sind noch Loks/Wagen da, aber recht wenig im Vergleich mit anderen Geschäften. Bausätze, Signale, Figuren, Zubehör... solange Vorrat reicht.

Er ruhe somit in Frieden.


Herzlich gegrüßt aus der heimlichen Bierhauptstadt Deutschlands, Kulmbach
Karsten


Fleischmann H0, die einzig wahre Gleichstrombahn


 
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RE: das Ende eines Geschäftes

#2 von Bahnler1951 ( gelöscht ) , 09.01.2011 09:45

Hallo Karsten,

ja leider geht das so weiter - als ich richtig mit diesem Hobby anfing, hatten wir in Mannheim - war damals mein Wohnort,
sieben Modellbaugeschäfte, welche allsamt ein großes Sortiment der verschiedenen Modellbau-Hersteller anboten.

Jetzt hat Mannheim-Stadt gar keine derartige Läden mehr, lediglich im Außenbezirk ( Vorort ) gibt es noch einen Händler.
Aber es ist ja wohl so - im Zeitalter des PC machen viele von der elektronischen Betsellung Gebrauch, weil eine Beratung, sofern man diese auch manchmal gerne hätte, ist oft Fehlanzeige. Also informiert man sich Vorab selbst.

Hinzu kommen, wie schon in diesem Forum erwähnt, auch die horrenden Preisvorstellungen des Handels dem Kauf beim Händler oder
dem Kauf über Privat, zuvor. Gabz einfach, über der Plattform E-Bay kannst Du heute sehr günstige Erwerbungen vornehmen,
was natürlich den Sammlern von Modellen nicht gefällt. Die Häufigkeit der einen oder anderen "Seltenheit" nimmt ständig zu.
Also - Preisverfall.

Mal sehen, wo dieses Hobby mal sein wird - eventuell ein "Nieschenprodukt" ?

So Karsten, jetzt habe ich mich wach geschrieben ( bin eben erst aufgestanden ) und mache mich jetzt Startklar.



Schönen Sonntag

Thomas


Bahnler1951

RE: das Ende eines Geschäftes

#3 von eisenbahnlok18201 ( gelöscht ) , 09.01.2011 11:54

Hallo Karsten, hallo Thomas,
ich kann euer Mitleid zum Endes des Geschäftes in Kulmbach verstehen. Ich glaube sogar schon mal in dort gewesen zu sein, es lag in der Fußgängerzone gegen über dem damaligen Kaufhaus "Woolworth" im ersten Stock.
Ich hatte 1994/95 auch einmal in einem Geschäft für Modellbahnen und Spielwaren in Werdau (bei Zwickau) gearbeitet und dies dann auch abgewickelt. Hier war der Grund aber ein anderer, der Geschäftsinhaber hatte an der Reisebüro-Branche geleckt und hoffte damit mehr und leichter Geld verdienen zu können, was aber nicht so recht gelang und er ein Jahr später wieder aufgab. Er arbeitet heute nach mehreren Zwischenstationen als Autoverkäufer in einem VW-Autohaus. Da ich viele Waren an andere Modellbahnhändler verkaufte kam ich auch mit diesen ins Gespräch. Dabei stellte ich bei allen kaum Schadenfreude fest, es wurde sogar bedauert, dass wieder einer schloss. Manche sagten auch den Satz "Wer wird der nächste sein!"
Viele Grüße
Wolfram


eisenbahnlok18201

RE: das Ende eines Geschäftes

#4 von Empedokles , 10.01.2011 09:11

Womöglich ist mit Fleischmann's Untergang Eurem Geschäft ein Standbein weggebrochen?

Fleischmann hat der unheimlichen Bierhauptstadt Deutschlands immerhin ein Denkmal gesetzt:
Schon in dem ältesten mir vorliegenden Fleischmann-Katalog von 1954 gibt es Wagen Nr. 1211 "Kulmbacher Reichelbräu".
Das hat sich später fortgesetzt.
Leider ist mir nicht bekannt, in wievielen Varianten Fleischmann Werbung für Kulmbach und sein Bier produziert hat.

Habt Ihr diese Wagen gesammelt?

Empedokles


 
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RE: das Ende eines Geschäftes

#5 von ET426 , 10.01.2011 10:46

Hallo Karsten,

ist das der Schirner in der Pestalozzistraße? Wäre schade, ich war - als ich letztes Jahr beruflich ein paar mal in Kulmbach war - öfters bei ihm. Leider war nichts adäquates ausser einer Menge Ersatzteile für mich dabei. Aber alleine der Tresenbereich mit den vielen kleinen Schubladen hat mir sehr gut gefallen.

In der Stadt Apotheke drehte im Schaufenster zur Weihnachtszeit eine Modellbahn ihre Runden - ob die mit Schirner zu tun hat?

Grüße,
Flo



 
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RE: das Ende eines Geschäftes

#6 von adlerdampf , 10.01.2011 10:51

Hallo Empedokles, hallo Flo, hallo Leute,

die Anzahl der Kulmbacher Bierwagen, egal von welcher Brauerei und von welchem Hersteller, ist schier uferlos.
Von Fleischmann gab es eigendlich nur Wagen der Kulmbacher Reichelbräu. In Spur 0, H0 und N. In Spur 0 gab es glaube ich zwei Varianten, einmal mit und einmal ohne Bremserhaus. In Spur N eine Version auf Basis eines G10 ohne Bremserhaus. In H0 gab es viele. Für die Junior-Serie 7 Variationen (Bedruckungsvarianten), im Standartprogramm einen älteren G10 mit Bremserhaus in zwei (Druck-)Varianten, einen neueren ohne Bremserhaus in zwei Ausführungen mit einer Druckvariante, einmal ohne, einmal mit KKK. Desweiteren gab es einen geschlossenen Güterwagen mit Runddach in drei Varianten. Dann gab es noch einen Behältertragwagen der EKU.
Eine kleine Kulmbacher Bierwagenauswahl gibt es hier:
Bierwagen

@ Flo:
es ist der Laden in der Pestalozzistraße, und die Reste der Fleischmann H0 Ersatzteile sind nun bei mir.


Herzlich gegrüßt aus der heimlichen Bierhauptstadt Deutschlands, Kulmbach
Karsten


Fleischmann H0, die einzig wahre Gleichstrombahn


 
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RE: das Ende eines Geschäftes

#7 von aus_usa , 10.01.2011 12:41

Zitat von Empedokles

Leider ist mir nicht bekannt, in wievielen Varianten Fleischmann Werbung für Kulmbach und sein Bier produziert hat.

Habt Ihr diese Wagen gesammelt?



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