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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#26 von toy-doc , 30.05.2012 15:55

Moin Wolfgang!
Optimale Platzausnutzung! Toll!
Zwei Fragen:
Ist das ein WIAD-Kran?
Was ist das Grüne vorne rechts mit dem Bild einer US-Dampflok?
Gruß
toy-doc


Gruß
toy-doc


 
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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#27 von SR-Fahrer , 30.05.2012 16:42

Zitat von toy-doc
Moin Wolfgang!
Optimale Platzausnutzung! Toll!
Zwei Fragen:
Ist das ein WIAD-Kran?
Was ist das Grüne vorne rechts mit dem Bild einer US-Dampflok?
Gruß
toy-doc



Ja ist es!


Modellbahnergrüße
Klaus

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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#28 von Dietmar , 30.05.2012 19:22

Hallo

Detaillierte Anlage und Nostalgieanlage schließen sich ja nicht zwangsläufig aus.
Es wird seit den 50ern ausreichend Zubehör in Form von Häusern, Bäumen und Streumaterial angeboten das man eine Anlage der Zeit entsprechen ausstatten kann. Dazu gehört auch die berühmte Grassmatte und der Fertigtunnel, wobei letzter besser selber gebaut wird damit es nicht nur ein Pickel in der Landschaft ist.
Mir erschließ sich nach 5 Jahren alten Modellbahnforum immer noch nicht warum eine „Nostalgieanlage“ immer auf einem grau lackiertem Brett aufgebaut werden muss.
Das ist doch trostlos so eine graue nichtvorhandene Landschaft. Alles wirkt wie ein Vorführbrett mit einer Auswahl an M-Gleis das sich um einen Lokschuppen kringelt.
Viele „Nostalgieanlagen“ hier gleichen sich wie ein Ei dem anderen, ich habe jedenfalls subjektiv den Eindruck. Mir fehlt da oft etwas das individuelle.

Das soll jetzt keine Wertung sein, nur mein subjektiver Eindruck als ich die beiden Anlagen unten gesehen habe.
Der Unterschied zwischen dieser Anlage…



und dieser Anlage ..




ist, bei der oberen fährt der Zug durch eine Landschaft. Er fährt wirklich weg und kommt wieder an. Unterwegs kommt er an einem Güterbahnhof vorbei. optisch getrennt durch eine Häuserzeile. Hinter dem Bahnhof ist wirklich noch „Hinterland“ in Form einer Ortschaft. Das ist ja der Sinn einer Eisenbahn, Menschen und Fracht von ort zu Ort zu transportieren.
Das Ganze könnte man mit einer Packung Bäume noch mehr optisch trennen. Eventuell noch der obligatorische Tunnel. Auch eine Straße vielleicht sogar als Fertigfolie würde das Ganze noch beleben.
Bei der unteren Anlage fährt der Zug nicht weg, sondern er dreht auf einem großen Bahngelände seine Runden. Der Bahnhof (welche Funktion hat er?) steht mitten zwischen den Gleisen.
Natürlich hat jeder seine Vorlieben bezüglich einer Modellbahn. Das ist auch gut so.
Aber ich denke hier unter Gleichgesinnten kann man sich ja auch mal etwas kritischer äußern ohne dass der andere gleich eingeschnappt ist.
Landschaften gestallten ist nicht so schwer, da kann man oft mit wenigen Mittel sehr viel erreichen.
Grüße
Dietmar



Dietmar  
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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#29 von nodawo , 30.05.2012 19:38




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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#30 von nodawo , 30.05.2012 19:42

Hallo Elaphos,

Was mach ich nur mit Deinem Hinweis. Du hast ja recht aber der Name mit Hochstrich

stammt von meiner Tochter und steht jetzt schon 3 Jahre als Überschrift auf meiner

privaten HP.

Im Forum habe ich es jetzt einmal geändert.


Grüße

Wolfgang - nodawo




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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#31 von nodawo , 30.05.2012 19:49

Hallo Dietmar,

Du hast mit Deiner Gegenüberstellung vollkommen recht und ich bin auch

nicht verstimmt. Mir war damals analoger Spielspaß zum ausprobieren und testen

meiner Sachen wichtig und ich habe mich über meine kunterbunte Zusammenstellung

Blech und ein wenig Kunststoff ( Wiad Kran) erfreut.


Bastler-Umbauer-Spieler-Sammler-Grüße

Wolfgang




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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#32 von Madog ( gelöscht ) , 31.05.2012 08:47

Es stimmt schon, dass sich viele Nostalgieanlagen sehr ähneln. Das liegt aber wohl daran, dass sie so gebaut werden, wie wir damals die Anlagen üblicherweise gebaut haben und es in den Gleisplanheften der diversen Hersteller gesehen haben. Eine "einfache" Platte, ein ein-oder zweigleisiges oval, ein oder zwei Überholungsgleise, und dann den verbleibenden Raum mit Abstellgleisen oder "Attraktionen", wie Drehscheibe oder Portalkran soweit ausgefüllt, dass gerade noch ein wenig Platz für Häuser, Grünzeug und den obligatorischen Stecktannen blieb. Nur ganz Verwegene wagten sich an einen Unterbau in Rahmen- oder Spantenkonstruktion, verschiedene Ebenen, die nicht durch die damals üblichen Brückenkonstruktionen erreicht wurden. Große Unterschiede gab es damals nicht, höchstens, ob man Grasmatten oder das wunderschöne Streu-Sägemehl von Faller verwendet hat.

Egal - Charme und Charakter hatten sie alle damals - und heute wieder!


Madog

RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#33 von Balthasar , 31.05.2012 15:32

Hallo Dietmar,

Du beschäftigst Dich jetzt genau mit dem Kern des Themas!

Zitat von Dietmar
Detaillierte Anlage und Nostalgieanlage schließen sich ja nicht zwangsläufig aus.


Sehe ich auch so.
Wer es mag findet zeitgenössisches Ausgestaltungsmaterial.

Zitat
Mir erschließ sich nach 5 Jahren alten Modellbahnforum immer noch nicht warum eine „Nostalgieanlage“ immer auf einem grau lackiertem Brett aufgebaut werden muss.
Das ist doch trostlos so eine graue nichtvorhandene Landschaft. Alles wirkt wie ein Vorführbrett mit einer Auswahl an M-Gleis das sich um einen Lokschuppen kringelt.


Müssen muss garnichts, aber alles hat seinen Reiz.
Die "landschaftslose" Anlage hat nach meiner Ansicht zwei Äste ihrer Herkunft:

1. Sehr alte Anlagen. Damals sah man wirklich nur die "Elektrische Eisenbahn" als Sinn der Sache.
Die vorhandenen Züge sollten nicht immer nur auf dem Boden fahren, eine Tischbahn war die logische Konsequenz.
Man muss sich auch vergegenwärtigen, dass damals eine solche Bahn den besonders gutsituierten Haushalten vorbehalten war.
Das teuer gekaufte Material mit Landschaft zu verdecken, oder mit Streumaterial zu basteln erschien da eher unpassend.

2. Die Messeanlage. "Vorführbrett" ist schon kein so falscher Ausdruck.
Funktion und Kombinationsmöglichkeiten des erhältlichen Materials sollten anschaulich gemacht werden,
auch da hätte Landschaft keinen Vorteil gebracht.

Bei allen Tischanlagen mit mehr oder weniger offensichtlichem "Kreisverkehr" findet die Reise im Kopf statt.
Und das funktioniert doch bei beiden von Dir verglichenen Anlagen:
Geh dabei von einem Spiel im Sitzen aus.
Während bei der Landschaftlich gestalteten Anlage der Zug hinter dem Dorf verschwindet,
fährt er bei der provisorischen Spielanlage ebenfalls aus dem Blickfeld.
Der Rest ist Phantasie, wie bei der Teppichbahn auch.

Ich selbst tendiere momentan mehr zu einer Ausführung mit Landschaft, in der Art der alten Märklin Gleisplanhefte.
Da gab es übrigens auch schon Ende der 50er Jahre Anlagen mit 2 Ebenen.

Zitat
Natürlich hat jeder seine Vorlieben bezüglich einer Modellbahn. Das ist auch gut so.
Aber ich denke hier unter Gleichgesinnten kann man sich ja auch mal etwas kritischer äußern ohne dass der andere gleich eingeschnappt ist.


So ist es!

Viele Grüße,

Mathais


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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#34 von Madog ( gelöscht ) , 31.05.2012 16:36

"Ich selbst tendiere momentan mehr zu einer Ausführung mit Landschaft, in der Art der alten Märklin Gleisplanhefte.
Da gab es übrigens auch schon Ende der 50er Jahre Anlagen mit 2 Ebenen."



Wenn man die Abbildungen in den alten Gleisplanheften sich mal genau anschaut, stellt man fest, dass sie oft auch auf diesen grau lackierten Platten aufgebaut waren. Für die Darstellung von Flüssen, oder aber auch Grünflächen, ist eifrig der Pinsel geschwungen worden, nicht immer wurde dass so "giftig" gefärbte Streumaterial verwendet. Dazu diese tollen Stecktannen ...

Spaß beiseite - ich finde, diese "halbnackten" Anlagen einfach toll!


Madog
zuletzt bearbeitet 31.05.2012 16:37 | Top

RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#35 von michael_borgert , 31.05.2012 19:00

Hallo liebe Kollgen,
Ihr sprecht mir ja soooo aus der Seele. Mal vorweg genommen: Ich bewundere die Kollegen, die ganz akribisch das nostalgische Spielzeug pflegen und aufarbeiten. Kompliment. Ich bewundere auch die Kollegen, die möglichst detailgetreu am Original orientiert arbeiten und wunderschöne Szenarien aufbauen. Hut ab.

Aber da hat man nun das ganze alte Blech-Material - evtl. bunt gemix mit anderen Herstellern und Detaillierungsgrad und wir lernen, dass die elektrische Eisenbahn heute hochgradig detailliert und natürlich digital und möglichst noch Computer gesteuert sein muss. Und natürlich muss alles mit Computerprogrammen entworfen werden. Zugegeben, letzteres ist eine Hilfe aber ohne zeichenstifft und Papier bleibt die Phantasie auf der Strecke.
Ich habe das große Glück, dass mein Vater damals ein Bastler war. Die 60ger Jahre Anlagen bei mir waren nicht die klassische Materialaustellung auf Spanplatte.
Zwei Etagen war schon aus Platzgründen angesagt und die Streckenführung war auf 3qm möglichst verschlungen. Natürlich war der Güterbahnhof fast direkt neben der surrenden Wassermühle beim aufgemalten Wasserfall, der aus einem selbstgeformten Pappberg entsprang (nass machen mit Kleister bestreichen und dann formen und trocknen lassen). Betriebskonzept hiess: Wir fahren im Kreis und dank Wendeschleife könnte man von links oder rechts kommen. Rangieren war immer ein Thema aber fand eigentlich nicht richtig statt. Einmal zusammengestellte Züge blieben zusammen.
Sicherlich war alles elektrisch schaltbar - aber wozu hat man Finger?

Meine Gleise sind mit Farbresten bekleckert, meine Blechwagen haben Schrammen und Dellen. Und das alles passt nicht so recht zu den kürzlich erworbenen hochgradig modellgetreuen Schnellzugwagen.
Na und? Hauptsache ich habe Spass. Ich kann ja niemanden zwingen, meinen Geschmack zu teilen und meine Kompromisse zu akzeptieren.
Aber ich habe einen Luxus und der heisst : Platz.

Ich möchte versuchen einen Mittelweg zu gehen:
- möglichst nicht direkt auf einer Spanplatte sondern in verschiedenen Höhen verlegte Gleise.
- möglichst mehrere Bahnhöfe mit verdeckten Kehrschleifen bzw. Endbahnhof. Das zwingt ein wenig zum Rangieren und zum manuellen Eingriff. Trotzdem kann man Durchgangsverkehr machen.
- möglichst verschiedene Szenarien die sich entweder 'logisch' anschliessen oder durch Sichtschutz optisch in Segmente getrennt werden.
- keine Nietenzählerei, kein Purismus
- Faller Stadthaus aus den 60ger Jahren neben Schiffsmodell von Artitec und Turkmodel.
- Fahren und rangieren. Vielleicht ein wenig digital - hauptsächlich, um die Hopserei beim Umschalten der Märklin Loks abzustellen.
- Kitbashing, Pappe, selbstgemachte Bäume aus Zweigen von Sträuchern, Platiktannen, tolle neue Modelle und alte Faller-Häuschen mit abgebrochenem Schornstein.

Nichts muss perket sein. Lasst uns spielen und einfach Spass haben.
Einen schönen Gruß an alle Freunde der elektrischen Eisenbahn

Euer Michael


Gruß aus der Heide

Michael

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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#36 von SR-Fahrer , 01.06.2012 14:35

Hallo Michael,

bei mir schleicht sich hin und wieder auch eine Digital-Lok heimlich auf die Anlage. Hab es so gelöst das ich mittels 2. poligem Wechselschalter zwischen den Systemen hin und her schalten kann, aber weniger wegen dem Bocksprung (wenn dann ist der meist bei meinen Loks eher klein oder nicht vorhanden), sondern damit die Telex beim umschalten am Berg nicht abkuppelt. ...Achja Lastregelung ist manchmal auch nicht schlecht, wenn man nur zuschauen mag...

Ich hab auch schon einige orginale Anlagen aus den 50ern gesehen, welche landschaftlich gestaltet waren. Natürlich nicht mir riesen Bergen, mehrspurig, verschiedene Ebenen, sondern meist recht einfach mit einem kleinen Berg oder so. Das hat meiner Meinung auch einen großen Charm, da handwerklich viel da hintersteckt und mit damaligen vorhanden Mitteln, sehr viel bewegt wurde. Eine dieser Anlagen konnte ich sogar kaufen, sie wurde um 54 sehr liebevoll von einem Vater für seinen Sohn gestaltet.
Wenn meine Hauptanlage fertig ist, werd ich diese hübsch machen (säubern...etc) und spiele mit den gedanken damit auf Ausstellungen zu gehen... Obs dann jemand intersiert weiß ich natürlich nicht.


Modellbahnergrüße
Klaus

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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#37 von Heinz-Dieter Papenberg , 01.06.2012 16:27

Hallo Klaus,

Zitat
Obs dann jemand intersiert weiß ich natürlich nicht.



also da kann ich Dich beruhigen, das interessiert die Leute immer und Du wirst dann immer viele Leute um Deine Anlage haben, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Es kann sogar sein das andere Aussteller Dir böse Blicke zu werfen weil an der digitalen Bahn kaum einer stehen bleibt sondern zu Dir kommen


Gruß

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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#38 von Retro , 10.06.2012 18:12

Zitat von Heinz-Dieter Papenberg
Hallo Klaus,

Zitat
Obs dann jemand intersiert weiß ich natürlich nicht.



also da kann ich Dich beruhigen, das interessiert die Leute immer und Du wirst dann immer viele Leute um Deine Anlage haben, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Es kann sogar sein das andere Aussteller Dir böse Blicke zu werfen weil an der digitalen Bahn kaum einer stehen bleibt sondern zu Dir kommen





Hmmm - was ich so bei den Ausstellungen der MEC's hier Kölner Raum beobachte ist, dass irgendwo am Rand eine M-Gleis Anlage steht, zur Beschäftigung der Kleinen und als Kuriosum. Da passt nix zusammen und es fliegen die Fetzen und ausser den Kids interessiert sich keiner dafür. Und ob das eine nachhaltige Nachwuchswerbung ist, bezweifle ich auch mal.
Schöne Grüße
Uwe


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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#39 von Heinz-Dieter Papenberg , 10.06.2012 18:38

Hallo Uwe,

es ist schon ein großer Unterschied zwischen eine M-Gleis Spielbahn für kinder und einer Nostalgie Anlage. Auf einer Nostalgie Anlage fahren Züge aus den z.B. 50er und 60er Jahren, auf einer Spielbahn für Kinder vielleicht eine 3000 mit einigen Wagen.

Wenn ich in Pulheim oder Kerpen bin, was auch beides im Großraum Köln liegt, kann ich mich über Zuspruch wirklich nicht beklagen.


Gruß

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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#40 von Balthasar , 11.06.2012 12:22

Hallo zusammen,

in meinem Modellbahnclub haben wir einen Mittelweg versucht.
Die Nostalgieanlage wurde (mit ein wenig Anleitung) von den Jugendlichen Mitgliedern auf einer Tischtennisplatte
selbst gebaut und verdrahtet.
Sie ist ein Low-Budget-Projekt aus gespendetem Material und sieht nicht perfekt aus,
ist aber bei unseren Ausstellungen immer von Familien umringt, weil Kinder unter Aufsicht selbst an den Regler dürfen (nachdem sie bei einer kleinen N-Anlage einen "Führerschein" gemacht haben).

Wir bemühen uns, attraktive Garnituren aufzustellen und die meisten Kinder fahren vorsichtig
und halten die Vorgaben (Maximalgeschwindigkeit 150 laut Trafo) ein.
Besonders rauchende Dampfloks sind natürlich ein Hingucker.

Wenn man das Ganze also nicht nur hinstellt sondern betreut (das machen ebenfalls Jugendliche Mitglieder)
kann auch ein solcher Mittelweg funktionieren.
Wir werden natürlich von vielen Erwachsenen angesprochen, die sich an die eigene Kindheit erinnern.
Inzwischen haben die Jungs auch bespieltes aber technisch solides Rollmaterial für diesen Ausstellungsbetrieb.

An eine Anlage mit wertvollen historischen Stücken würde man natürlich eher keine kleinen Gastfahrer heranlassen.

Viele Grüße,

Mathias


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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#41 von Retro , 12.06.2012 00:16

Hallo Heinz-Dieter
ist mir natürlich klar, das das ein Riesenunterschied ist. Aber das meine ich ja auch gerade:
Leider sieht man normalerweise richtige Nostalgieanlagen, so wie wir das darunter verstehen
fast gar nicht, sondern eben nur diese Rammelplatten und das finde ich schade.
Vielleicht trauen sich die Besitzer solcher richtigen Nostalgieanlagen nicht mit
ihren Schätzen an die Öffentlichkeit weil was kaputt gehen könnte.
Grüße
Uwe


M-Bahn 1960-1980


 
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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#42 von Heinz-Dieter Papenberg , 12.06.2012 07:36

Hallo Uwe,

Zitat
Vielleicht trauen sich die Besitzer solcher richtigen Nostalgieanlagen nicht mit
ihren Schätzen an die Öffentlichkeit weil was kaputt gehen könnte.



das glaube ich weniger, ich denke eher das es nur wenige Nostalgie Anlagen gibt die man auch transportieren kann. Außerdem dürten viele dieser Anlagen Besitzer auch schon älter und aus diesem Grund vielleicht nicht mehr so Reiselustig sein.

Auch müßten Clubs und Vereine erst einmal wissen das es solche Anlagen gibt, denn viele dieser Anlagen Besitzer bieten sich den Vereinen auch nicht an.


Gruß

Heinz-Dieter Papenberg

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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#43 von U 43 , 12.06.2012 15:19

Hallo zusammen,
also ich habe mich nie für Gleisplanhefte interessiert. Ich habe als Kind immer im Freistil gebaut. Eine Inizialzündung war Anfang der 70er das Hand- und Spielbuch von Burkhard Kiegeland, eine Schnittstelle zwischen Alt und Neu und noch ohne Digitalgedönse. Aus diesem Buch habe ich gelernt, mir erst zu überlegen, was ich spielen will und was ich also dazu brauche. Weiterhin habe ich dort die Vorteile der offenen Bauweise schätzen gelernt. Das war mein Abschied vom "auf der Platte im Kreis rum fahren". Die Vorzüge der "immer an der Wand lang-Anlage" haben mich überzeugt: Platzsparend bei automatischer optischer Trennung der einzelnen Anlagenteile, vollständige Zugänglichkeit und vorbildorientiertes Fahren von A nach B mit fiktiver Endatation in einem Schattenbahnhof, sowie die zahlreichen Spielmöglichkeiten eines Kopfbahnhofes im sichtbaren Bereich. Das Buch kann ich jedem nur wärmstens empfehlen!
Auf meiner Anlage habe ich dieses Konzept mit altem Material umgesetzt. Wenn ich Lust habe, kann ich nach eimem Fahrplan fahren, aber auch einfach nehmen, was gerade rumsteht. Man kann allein spielen oder jede Station mit einem Spieler besetzen. Nur eins geht nicht: einfach nur davor sitzen und alles laufen lassen. Man ist immer aktiv ins Geschehen eingebunden und das ist jedenfalls für mich kein Streß, sondern Spass pur. Man merkt immer nicht, wie spät es auf einmal geworden ist...


Gruß, Gernot.
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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#44 von 101 ( gelöscht ) , 12.06.2012 15:42

Hallo Gernot,

vielen Dank für den Hinweis, hab mir das Buch gerade bestellt.

Gruss
Jens


101

RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#45 von Balthasar , 12.06.2012 16:08

Hallo Gernot,

das Buch von Burkhard Kiegeland hatte ich damals auch und ich habe es mir erst kürzlich wieder beschafft.
Auch ich habe damals viel daraus gelernt. Wie Du richtig schreibst, steht es an der Schnittstelle zur modernen Modellbahn.

Viele Anregungen habe ich für meine auf diese Zeit folgenden Anlagenentwürfe verwendet.

Aber nun möchte ich für eine Nostalgieanlage gerade "in die Zeit vor Kiegeland" zurückblicken!
Auch wenn es unvernünftig klingt, eine Entwicklung und angesammeltes "Modellbahnerisches Wissen" außer Acht zu lassen...

Es ist vielleicht gerade dieses unschuldige Spiel ohne Sorge dass auch ja alles möglichst vorbildgerecht ist,
jenseits aller Überlegungen bezüglich Radien und maßstäblichen Reisezugwagen,
einsetzen einer Brücke nicht weil da eine Schlucht ist,
und Einbau einer Drehscheibe einfach weil man gerne eine haben möchte,
die eher emotional geprägte Konzentration auf liebenswerte Modelle mit einfacher aber robuster Technik,
welches die Hauptreize der Nostalgiebahnerei ausmachen.

Oder?

Bei meiner modernen Spur 0 Bahn will ich möglichst nah am Vorbild bleiben, orientiere mich an Strecken die real existiert haben.
Die alte Märklinbahn mit ihrem Pickelgleis darf bei mir ruhig offensichtlich im Kreis fahren.


Viele Grüße,

Mathias


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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#46 von Retro , 12.06.2012 22:08

Hallo Kollegen
man muss sich vielleicht auch mal die Frage stellen aus welcher Zeit man seine ersten Modellbahnerfahrungen aus der Kindheit mitbringt. Bei mir ist es so, dass sich diese ersten Eindrücke fest eingebrannt haben und ich nicht davon los komme. Ich habe schon mal versucht eine Anlage im Stil der 50er zu bauen aber ich habs nicht fertig bekommen weil mir immer was fehlte, ich kann das einfach nicht. Ich bin da wohl zu "jung" für. Meine Zeit begann Mitte der sechziger und so bin ich Schüler von Bernd Schmidt geworden. Mit den Büchern M+L und M-Bahn mit Pfiff bin ich ins Bett gegangen so dass ich die irgendwann auswendig konnte. Hier habe ich gelernt, dass man z.B. keinen Tunnel völlig grundlos über die Gleise stellt. So ist auch die Anlage geprägt die ich vor 7 Jahren wieder begonnen habe:
Detaillierte Landschaft, möglichst die Kreisform im sichtbaren Bereich vermeiden und modellgerechtes Leben darstellen. Auch mit M-Gleisen ist sowas darstellbar. Aber trotzdem erhebe ich den Anspruch eine Nostalgieanlage gebaut zu haben.
Beste Grüße
Uwe


M-Bahn 1960-1980


 
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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#47 von Dietmar , 13.06.2012 00:07

Hallo

Ich versuche mich gerade an meine erste Modellbahn zu erinnern.
Sie wurde Mitte der 60er aufgebaut/angefangen. Im laufe der Jahre wurde sie erweitert und es kamen immer wieder neue Gebäude, Zubehör, Autos und natürlich in erster Line Loks und Wagen hinzu. Abgebaut wurde sie 1998, bis dahin war sie in Betrieb und wie gesagt immer wieder mit aktuellem Material erweitert.
Das war wohl nie eine Nostalgieanlage?
Ich habe nun das Gefühl, die anderen wohl sehr reichen Eltern hatten die ihren Kindern gleich eine komplette Anlage mit allem Zubehör geschenkt haben. Ansonsten kann ich nicht so richtig verstehen wie man von „der Nostalgieanlage“ sprechen kann die einen an die eigene Kindheit erinnert. perfekt bestückt mit Material aus den 50ern oder entsprechend 60/70er Jahre.
Habt ihr alle so perfekt angefangen?
Übrigens, den „Kiegeland“ habe ich auch wenn ich mich nicht irre. War zu seiner zeit eigentlich Pflichtlektüre für den angehenden ernsthaften Modellbahner.
Grüße
Dietmar



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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#48 von U 43 , 13.06.2012 15:26

Herr Kiegeland hat übrigens immer wieder in seinem Buch dafür plädiert, niemals den Faktor Spielen beim Anlagenbau zu vergessen und den Leser animiert, auch als Erwachsener bewußt zum Spielen zu stehen. Den Nietenzähler und Spaßbremser belächelt er gelassen als "Modellhuber". So sehe ich das auch und daher stelle ich schon mal verschmitzt einen Minisaurier ins Tannenwäldchen oder ein Batman-Auto auf den Parkplatz. Wird nicht sofort entdeckt und erzeugt immer einen Lacher.
Übrigens gibt es noch ein tolles Buch aus den Endsechzigern, daß mich sehr beeinflußt hat: "Das große Buch der Modelleisenbahn" von G. R. Williams. Hier wird in Wort und Bild gezeigt, was es auch schon früher neben dem Blechspielzeug für Perfektionisten im Fahrzeug- und Landschaftsbau gegeben hat. Muß man sehen und lesen!


Gruß, Gernot.
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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#49 von Retro , 14.06.2012 00:31

Zitat von Dietmar


....Ansonsten kann ich nicht so richtig verstehen wie man von „der Nostalgieanlage“ sprechen kann die einen an die eigene Kindheit erinnert. perfekt bestückt mit Material aus den 50ern oder entsprechend 60/70er Jahre.
Habt ihr alle so perfekt angefangen?




Hallo Dietmar
Ich hatte mal versucht meine erste Märklin Bahn zu rekonstruieren.
Sie sah so aus:



Wie man sieht kamen eigentlich nur immer Abstellgleise hinzu und zwischendurch mal die Oberleitung.
Abgebaut wurde die Anlage so um 1975. Da habe ich die Ausbildung begonnen und andere Interessen
waren wichtiger.
Später habe ich mich mit Spur N und H0e beschäftigt. Die alte M-Bahn habe ich erst 2005 wieder ausgepackt.
Aus dieser Sicht ist es für mich wirklich Nostalgie, denn alles was nach 1980 kam interessiert mich nicht,
es sei denn ich kann die Elektronikteile aus den Modellen der 80/90er (z.B. die elektr. Umschalter) wieder ausbauen.
Heute sind bei Märklin nur noch die Schienen Wechselstrom und die Loks haben Gleichstrommotoren.
Elektronik ist für mich keine Nostalgie, sondern harte Realität.
Grüße
Uwe


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RE: Betriebskonzepte für Nostalgieanlagen

#50 von U 43 , 14.06.2012 15:16

Wer wollte, konnte auch in den 60ern schon reichlich Elektronik haben, z.B. das ROT-Zehn-Züge-System. Aber gemacht haben das nur die Wenigsten. Ich kenne jedenfalls niemanden.


Gruß, Gernot.
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