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Roco Kupplungen Frage/Historie

#1 von ADE-Fahrer , 09.08.2015 19:19

Hallo Zusammen,

Im Rahmen einer Programmierung sammel ich gerade Infos über die Roco-Kupplungen bzw. deren Geschichte

bekannt sind ja:
- Roco Bügelkupplung
- Roco Universalkupplung
- Roco KK mit Vorentkupplung
- Roco KK ohne Vorentkupplung zu beginn der 80er.

Aber, wenn mich mein grauen Zellen nicht täuschen gab es ganz zu Anfang der KK Ära bei Roco noch ein Kurzkupplungform, die Zusammen mit den ersten
4 Achsigen Umbauwagen und ERZ III Wagen ausgeliefert wurde. Es war auch ein längliche Kupplung, hatte aber ein Horizontale Kunststoff-Federzunge, die
auf der Gegenseite von oben einrastete. Soweit ich weis war Sie nicht lange auf dem Mark, vielleicht 1 oder 2 Jahre.

Hat irgend jemand davon noch ein Bild, oder eine Artikel-Nummer oder andere Angaben?

mfg

Ralf


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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#2 von klein.uhu , 09.08.2015 19:53

Moin Ralf,

Viel habe ich in alten mir vorliegenden Röwa- und Roco-Katalogen nicht gefunden.

Röwa Katalog 1974/75 (meines Wissens der letzte vor der Übernahme von Röwa durch Roco:
Als Kurzkupplungs-Tauschkupplungen 5071 (Deichsel) und 5072 (NEM)
und einige Bilder von Schnellzugwagen mit dieser Röwa-Kurzkupplung, die der heutigen Krois etwas ähnelt
mit flach liegendem Kupplungsbügel.

im Roco-Katalog 1975 nichts.
im Roco-Katalog 1976 zwei Bilder, vermutlich noch von Röwa, mit CFL-Wagen 4285 und 4286 und einer KK,
und als Neuheit bereits die bekannte Roco-Kurzkupplung.
im Roco-Katalog 1979/80 zwei weitere Bilder von FS-Wagen 4283 und 4284 mit der Röwa-KK

Keine weiteren Ersatzteile für solche Kurzkupplungen wie Du sie suchst.

Vielleicht hat jemand die genannten Modelle und ein Ersatzteilblatt dazu.

Vielleicht findet sich auch in den Messeheften oder anderen der Jahre 1974 ff noch etwas dazu.
Aber da müßte ich tief graben, die hervorzuholen.

Gruß klein.uhu


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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#3 von ADE-Fahrer , 09.08.2015 21:33

Hallo klein.uhu

die Kupplung war auch nicht lange auf dem Markt, ich meine mich erinnern zu können das die Miba die direkt kritisiert hat weil Sie am Steigungsende
Entkuppelte und Roco dann was neues brachte. Da kann maximal die 1. oder 2. Serie der ERZ III Wagen/Umbauwagen mir bestückt worden sein.
GGf. beim Umbauwagen war das schon ein Zusatzpack mit der neuen Kupplung, der ERZ III war ja wohl der erste der eine KKK hatte.

Ich Vermute mal das Roco die Patente für den Kopf nicht hatte, und was eigenes machen musste, nur im Katalog waren die alten Bilder.

mfg

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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#4 von Aloe , 09.08.2015 22:13

Hallo Ralf und klein.uhu,

sicher ist von Röwa die Kupplung gemeint die als Röwamatic bezeichnet wurde. Röwa hat diese im Neuheitenblatt 1972 vorgestellt. Im Katalog 1974/1975 von Röwa steht diese Bezeichnung auch im Vorwort.

Gruß Ebi


 
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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#5 von ADE-Fahrer , 09.08.2015 22:40

Hallo Zusammen,

ne das war später, nach der Übernahme. Wann sind denn die ERZ III und die 4 achigen Umbauwagen erschienen?


mfg

Ralf


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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#6 von klein.uhu , 09.08.2015 23:37

Bilder zu der o.g. Röwa Kurzkupplung gibt es z.B. Hier:
http://www.mcschueler.de/downloads/roewa...einzelteile.pdf
Das sind die, die auch im Letzte Röwa-Katalog 1974/75 abgebildet waren.

Gruß klein.uhu


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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#7 von Charles , 09.08.2015 23:56

Hallo,

die Röwamatic hat es bei Roco in keiner Form gegeben was sicher patentrechtliche Gründe hatte. Auch war die Röwamatic ja nur eine eckige Formvariante der Bügelkupplung mit zusätzlicher Führung für eine kraftschlüssige Verbindung.

Roco begann jedenfalls mit der normalen Bügelkupplung, die damals auch Kelmkupplung hieß und eine Verkleinerung der Märklin Bügelkupplung darstellte, aus rechtlichen Gründen (Märklin) aber ohne die Vorentkupplungsfunktion.

Was es ab 1975 gab waren Umrüstsätze, die aus einer Feder (Zickzackfedern bei Zwei- und Spiralfedern @ bei Drehgestellwagen) und einer Deichsel mit angespritzter Kupplungsdeichsel bestanden. Standard für Vierachser war die Kupplung 4481, später umgenummert in 40326 mit der man vierachsige Umbauwagen, Hechte und UIC-D-Zugwagen umbauen konnte. Die umgebauten Wagen erkennt man mühelos an dem unschönem Ziehharmonikaeffekt beim Anfahren da die Wagen keine V-förmige Führungsrille für einen Deichselstift hatten. Als Kupplung diente die Roco Kurzkupplung der ersten Bauform ohne Vorentkupplung, die ich jetzt KK1 nenne.

Damit man kurzgekuppelt fahren kann braucht es neben der Kulissenführung eine Kupplung mit form- und kraftschlüssiger Verbindung die für die bei Bogenfahrt notwendige Hebelwirkung zuständig ist. Deshalb wurde die Kupplung KK1 entwickelt die aber immer nur separat angeboten wurde.

Nach einigen Jahren kamen Neukonstruktionen mit eingebauter Kinematik und Normschacht, die meisten älteren Modelle wurden in den Folgejahren nach und nach umkonstruiert.

Irgendwann wurde die KK1 ersetzt durch die KK2, die nicht kompatibel ist aber besser funktioniert und auch eine Vorentkuppelung bietet (die nicht ganz so zuverlässig funktioniert). Roco hielt diese Lösung aber für massentauglich und legte den Reisezugwagen nun Bügel- und Kurzkupplungsköpfe bei. Später verzichtete man auf die doppelte Bestückung und lieferte die Güterwagen wieder mit Bügelkupplungen aus.

Dass die sechsachsigen Selbstentladewagen, die 1978 erstmals auf der Messe zu sehen waren, mit Bügel- und Kurzkupplung ausgeliefert wurden lag an den Gegebenheiten des Vorbildes. Die DB hat damals diese Wagen in festgekuppelten Zügen mit Mittelpufferkupplung eingesetzt weil die Zuglasten in den Grenzbereichen der herkömmlichen Haken/Ösenkupplung lagen. Roco hat dies im Modell nachempfunden und die Wagen mit Kurzkupplung und ohne Puffer montiert, Puffer und Bügelkupplungen lagen aber separat bei. Es war aber keine Sonderkupplung sondern die normale KK1 und später die KK2.

1993 erschien dann die Roco Universalkupplung. Pate stand da unverkennbar die Märklin Kurzkupplung. Durch die seitlich offenen Haken liegen aber die Haken flach nebeneinander so dass die Pufferbohlen nicht wie bei der Märklinvariante wegen des einen schrägliegenden Kupplungsbügels angehoben werden müssen was viele Märklinmodelle stark verunstaltet. Kleiner Nachteil der Roco Lösung ist dass kein sicheres Kuppeln mit den einfachen Haken mancher Märklinloks möglich ist.

Zum Schluß komme ich nun zu der Kupplung, die vermutlich diesen Thread ausgelöst hat. Es gab in grauer Vorzeit einen Beutel mit sehr einfachen Klauenkupplungen mit unterschiedlichen Deichsellängen. Diese Variante wurde in den ersten Roco Jahren tatsächlich als Kurzkupplung angeboten. Eine Kurzkupplung im eigentlichen Sinn war das aber nicht. Die klauenförmige Verbindung erlaubte etwas kleinere Kuppelabstände aber ohne Kinematik bzw. Kulissenführung war der Erfolg überschaubar. Fahrzeuge mit dieser Kupplung gab es zumindest in Europa nicht und ich glaube auch nicht dass das bei USA Modellen der Fall war. Eine ähnliche Lösung, wenn auch formal wieder anders umgesetzt, gab es auch für Spur N. Die H0 Variante führte ein absolutes Schattendasein, die N-Variante fand etwas mehr Verbreitung.

Auch die Roco Bügelkupplung hat mehrfach die Form geändert. Anfangs große Bügel à la Märklin wurden sehr viel kleiner und erst nach vielen Jahren wieder auf das heutige Maß vergrößert. Zeitweise hatten sie einen kleinen zusätzlichen Plastiksteg der ein Entkuppeln zuverlässig verhinderte aber auch das Einkuppeln fast unmöglich machte. Wenn man diesen Steg aber mit einer Schraubenzieherklinge etwas nach unten biegt ergibt sich ein Federungseffekt der Trennungen verhindert und trotzdem sicheres Kuppeln ermöglicht.

Edit: Angaben zu den sechsachsigen Selbstentladewagen ergänzt.


Grüße aus dem Odenwald

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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#8 von ADE-Fahrer , 10.08.2015 02:31

Hallo,

obwohl alle fast richtig ist was du schreibst, es gab aber eine KK0 um Sie mal so zu bezeichnen.

Die KK2 ist Normal Entkuppelbar, die KK1 nur durch eine halbrunden Entkuppler, die KK0 hatte 2 Zapfen, die die Laschen nach oben drückte.

Übrigens gab es Tatsächlich einig ERZ III Wagen mit Puffer, aber bei der DB eingestellt, nicht als Privatwagen und ohne Peine-Salzgitter Aufschrift.
Aber der ERZ III ist mit KK1 gekommen, das heißt ich muss diese KK0 zusammen mit den einen Umbauwagen bekommen haben, denn ich damals hatte und der zusammen mit einem Liliput-Wagen einem Umzug zum Opfer gefallen ist...puh...

mfg

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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#9 von Aloe , 10.08.2015 11:37

Hallo Ralf,

mit dem später kann nicht passen wenn Roco noch alte Bilder mit der Röwamatic-Kurzkupplung 1976 zeigt. Da sollte schon Vertrauen zum Beitrag von mir bestehen.

Gruß Ebi


 
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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#10 von Charles , 10.08.2015 14:13

Hallo,

Roco hatte 1974/75 noch eine Kurzkupplung angekündigt bei der die Puffer rein-und rausgeschoben wurden. Zu einer Auslieferung ist es meines Wissens aber nie gekommen :

Bild vom Miba Messebericht 1974, 1975 wurde noch ergänzt dass alle Modelle auf bewegliche Puffer umgerüstet würden. Dann verschwand das Projekt in der Versenkung.

http://up.picr.de/22782657nm.png

Die Köpfe scheinen von der von Ralf (aber auch von mir) erwähnten KK0 zu stammen. Ich habe den entsprechenden Absatz jetzt blau markiert. Eine KK in der von Ralf beschriebenen Form mit horizontraler Federzunge kenne ich von Roco aber nicht.

Ergänzung :

Im Roco Katalog 1976 habe ich noch Abbildungen vier weiterer Kupplungen gefunden. Zwei Arten würde ich Röwa zuordnen, außerdem noch retuschierte Originalfotos und auch noch als H0 Variante abgebildete Spur N-Modelle mit normaler N-Kupplung. In jedem Falle aber nichts was von Roco auch so ausgeliefert worden wäre. Die Umbauwagen wurden 1975 Modell des Jahres und im 76er Katalog ist der schon erwähnte Umbausatz 4481 abgebildet. Auch die symbolische Darstellung der Kurzkupplungsköpfe auf Seite 16 zeigt eindeutig die KK1.


Grüße aus dem Odenwald

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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#11 von Aloe , 10.08.2015 15:20

Hallo Charles,

gutes Info-Material. Die Miba-Hefte konnte ich vorher nicht lesen. Dafür aber den "Modelleisenbahner" ab 1952.
Scheinbar hat sich das im Fahrbetrieb nicht bewährt und wurde daher nicht weiter zur Anwendung gebracht.

Gruß Ebi


 
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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#12 von klein.uhu , 10.08.2015 17:33

Moin,

Ich habe mal die MiBa-Messehefte der 1970er kurz gesichtet:
Messe 1972
Da stellt Röwa die Kurzkupplung "RöwaMatic" vor - Abbildung wie in Beitrag #6
Und Roco stellt seine ursprüngliche Kurzkupplung vor, ohne Kulisse, mit verstellbaren Puffern - Abbildung #10

Wie man aus den Abbildungen ersehen kann, haben die beiden parallen Entwicklungen nichts miteinander gemein.

Und es gibt zur Röwa noch einen Querverweis auf MiBa 2/1972.
Vorgestellt wurden die Kupplungen in späteren Heften.
Falls jemand die MiBa auf CD hat, läßt sich Genaueres da sicher einfacher finden.

Gruß klein.uhu


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RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#13 von ADE-Fahrer , 10.08.2015 19:51

Hmmm,

das dargestellt widerspricht meine Erinnerung weil ich diese Zungen zu sehr im Kopf habe, aber Danke für die Bilder, diese Variante kannte ich noch nicht.

mfg

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UND SIE DREHT SICH DOCH! RE: Roco Kupplungen Frage/Historie

#14 von ADE-Fahrer , 28.09.2015 13:35

Hallo,

das ganze hat mir kein Ruhe gelassen, und siehe da:

Miba 75 Messeheft bei Roco:

https://www.ralfs-zusizone.de/main/Bilde...oco1KKBild1.png

Wenn man ganz genau hin sieht ist der Druckstift an einer Art Zunge befestigt.


Und hier Miba 75 -7 Seite 456ff

https://www.ralfs-zusizone.de/main/Bilde...oco1KKBild2.png

Und im 2. Bild sieht man die Stifte in der Mitte der Kupplungen, bei dem nachfolgenden Modell waren diese Außen.

d.h, das ganze war wohl eine Unabhängige Entwicklung gegenüber Röwa, jedenfalls wir kein Bezug auf die Röwa-Formen / Kupplungen genommen.

Hier stellt sich unabhängig von den Kupplungen die Frage ob die Röwa und die Roco Umbauwagen die gleich Formen hatten.

Da ich damals mit einer der Ersten Besitzer der Wagen war, habe ich wahrscheinlich die 0-Serie bekommen. Ich weiß aber, das es Sie nur sehr kurz mit diesem Kopf gab.

Leider ist das ganze samt einiger Loks und Märklinfahrzeuge einige Zeit später durch Familiäre Turbulenzen zerkloppt in der Mülltone gelandet worden.

mfg

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RE: UND SIE DREHT SICH DOCH! Roco Kupplungen Frage/Historie

#15 von Charles , 28.09.2015 14:01

Hallo Ralf,

auf der ersten von Dir verlinkten Abbildung ist m.E. die Klauenkurzkupplung abgebildet. Das war aber keine echte Kurzkupplung da sie keine kraftschlüssige Verbindung ergibt und deshalb auch keine Kinematik anlenken kann. Sie hat aber den Abstand gegenüber der Bügelkupplung etwas verringert. Diese Variante hatte ich (s.o.) so beschrieben :

"Zum Schluß komme ich nun zu der Kupplung, die vermutlich diesen Thread ausgelöst hat. Es gab in grauer Vorzeit einen Beutel mit sehr einfachen Klauenkupplungen mit unterschiedlichen Deichsellängen. Diese Variante wurde in den ersten Roco Jahren tatsächlich als Kurzkupplung angeboten. Eine Kurzkupplung im eigentlichen Sinn war das aber nicht. Die klauenförmige Verbindung erlaubte etwas kleinere Kuppelabstände aber ohne Kinematik bzw. Kulissenführung war der Erfolg überschaubar. Fahrzeuge mit dieser Kupplung gab es zumindest in Europa nicht und ich glaube auch nicht dass das bei USA Modellen der Fall war. Eine ähnliche Lösung, wenn auch formal wieder anders umgesetzt, gab es auch für Spur N. Die H0 Variante führte ein absolutes Schattendasein, die N-Variante fand etwas mehr Verbreitung."

Das zweite Bild zeigt eine Ausführung die meines Wissens nicht ausgeliefert wurde. Ich habe damals die Roco Umbauwagen sofort nach Erscheinen gekauft und die Wagen hatten Bügelkupplungen. zum Umrüsten gab es nur 4481/40326 und die enthielten schon die KKK1. In jedem Fall hättest Du die KKK0 :) aber separat kaufen müssen wie es auch im Text des Miba Berichtes geschildert wird (2 Deichseln, zwei Köpfe KKK1 und zwei @-Spiralfedern. Ich kann natürlich nicht ausschließen dass die abgebildete "KKK0" doch noch in Mini-Stückzahlen in den Handel gelangt und so auch bei Dir gelandet ist. Aber in jedem Fall als separater Artikel.

Auf dem Bild ist die Spiralfeder falsch montiert oder aus der Führung herausgesprungen. Unten müsste sie zwischen den beiden kurzen Nocken liegen :

Wie hier im Bild oben wäre es richtig :

@Alle

Auch wenn es immer wieder Gerüchte gibt : Röwa Umbauwagen gab es wirklich nur als Ankündigung. Was es vor den Roco Modellen gab waren nur die verkürzten Wagen von Trix an deren Konstruktion Willy Ade aber zumindest beteiligt war.

http://up.picr.de/23243994sr.jpg

Edit: Sorry, den Text musste ich ändern weil ich Ralfs Ausführungen zuerst falsch verstanden hatte.


Grüße aus dem Odenwald

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RE: UND SIE DREHT SICH DOCH! Roco Kupplungen Frage/Historie

#16 von ADE-Fahrer , 28.09.2015 16:19

Hallo Charles,

Du hast Recht das ich Nachrüstdeichselset zusammen mit den Wagen gekauft habe.

Aber das ist Definitiv in Bild 1 nicht die Klauenkupplung, weil in weiteren Bildern der Miba der Zug KK-gekuppelt war.
Bei der Klaue war in Fahrtrichtung Rechts außen die Lange Seite, hier ist der Vorstand in Fahrtrichtung links.
Ich habe noch nicht die Stelle in der Miba gefunden wo geschrieben wurde, das Roco die Kopfe ändert und der Klauenkopf ohne Vorentkupplung gekommen ist. Aber die Suche hat jetzt schon das WE gekostet...

Das Problem dieser 1. Variante war, das Sie Steigungsübergänge so gar nicht mochte.

mfg

Ralf

Nochmal Nachtrag: So Richtig habe ich nicht raus bekommen ob es jemals Formen für die Umbauwagen gegeben hat bei Röwa. Wagen gab es wohl keine, sonst wäre meines Erachten in all den Jahren sicher was bei IiiiBähhhhhhhh aufgetaucht.


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