Durch den Zipfel...

#1 von Pikologe , 17.05.2017 12:27

Mit der Brotbüchse durch den Zipfel…

„Der Zipfel“ oder genauer der „Schluckenauer Zipfel“ dürfte allgemein unbekannt sein. Bekannter ist vielleicht die „U28“ (kein U-Boot!), die „Nationalparkbahn“, die zwischen dem tschechischen Decin und Rumburk über Schönau-Bad Schandau-Sebnitz mit Triebwagen von DB Regio mit tschechischen Lok- und Zugpersonal seit Juli 2014 betrieben wird. Damit hat es fast 25 Jahre nach der Wende in DDR und der Tschechoslowakei gedauert einen seit 1945 bestehenden Lückenschluß von weniger als 900 Meter zu vollziehen. Eine Glanzleistung!

Drehen wir ein wenig zurück: Als Einwohner der Grenzstadt Ebersbach (Sachs) war man zwar die tschechischen Lokomotiven im Güterverkehr und der Diensttriebwagen für die tschechischen Eisenbahner gewohnt, wie auch der Blick auf die Bahnhofsanlagen der Nachbarstadt Jirikov (Georgswalde), aber einen Grenzübergang suchte man vergebens. Man hatte entweder mit dem „Grenzebus“ nach Seifhennersdorf zu fahren, um dann zu Fuß nach Varnsdorf zu gehen oder hatte die Wahl in Zittau oder Bad Schandau per Zug in die CSSR zu gelangen. Dann waren noch die Einschränkungen, dass man pro Tag nur 20 Mark in 60 Kronen umtauschen konnte. Das war sehr knapp. Als Eisenbahnerkind hatte ich auch eine „Naherholungskarte“, die unbeschränkt im 50-Kilometer-Umkreis galt. Da wir ja nun durch die Grenzlage sehr eingeschränkt waren, hatte die einen Stempelvermerk „zusätzlich gültig auf den Strecken Ebersbach (Sachs) – Dresden und Bad Schandau“. Nie ganz geklärt werden konnte, ob man auch über Dresden nach Bad Schandau fahren durfte…

In der Schule hatten wir ca. 1987 den Bürgermeister von Ebersbach mal als Gast eingeladen und auch die Frage nach der Einrichtung eines Grenzübergangs gestellt. PKW Abfertigung war wegen der dichten Bebauung und dem zu erwartenden Rückstau nicht zu denken. Vor einem Personen- und Fahrradübergang kapitulierte der Bürgermeister ehrlich. Sein Arm gehe noch bis Löbau in die Kreisverwaltung oder vielleicht noch bis Dresden zum Bezirk, aber die Achse Ministerien Berlin – Prag usw. sei nicht mehr beherrschbar, bei der Vielzahl der anderen Probleme, wo der auf „Gutwill“ angewiesen sei. Die Frage nach einem Eisenbahnübergang schenkte ich mir dann gleich…

1990 änderte sich vieles. Im Frühjahr war im ebenfalls benachbarten Philippsdorf Wallfahrt. Die weithin sichtbare und auch landschaftsbestimmende Kirche steht fast unmittelbar an der Grenze. Das sonst stets verschlossene rote Grenztor am Ende der Ebersbacher Bahnhofsstraße öffnete sich für 3 Tage (Fr—So.). Zuletzt hatten 1968 Panzer diese Stelle überquert… Also wurden die Fahrräder gesattelt und am ersten Tag die Umgebung von unserer kaum bekannten Nachbarschaft „beradelt“. Auch erstmals wurde der Bahnhof Jirikov besucht. 735 131 vom Depo Ceska Lipa (Böhmisch Leipa) rangierte geschäftig. Am Folgetag standen wir pünktlich um 8 Uhr zur Öffnung des Grenztores, um zum „Georgswäldschen Bahnhof“ zu gehen. Mein Vater hatte am Freitag noch arbeiten müssen, hatte aber bei den tschechischen Kollegen verschiedenste Fahrzeiten der Züge abgeschrieben… Sonst kam ja nach Georgswalde nur ein Triebwagen der Baureihe 810, so 11 – 13 mal am Tage. Zur Wallfahrt fuhren vierteilige Einheiten 810 – zwei Hänger – 810. Mit solch einem Gespann ging es erstmals ins 9 Kilometer entfernte Rumburg, einer Strecke, die ich als Kind vom gegenüberliegenden Schlechteberg manchmal die schwer arbeitenden 556 beobachtete und belauschte. Endlich war ich auch an der Reihe… (gerade frisch Tucholsky gelesen). In Rumburg bot sich ein spannendes Bild. Überall 810er Triebwagen (Brotbüchsen), für den nächsten Zug nach Böhmisch Leipa stand ein Zug mit „Brillenschlange“ und 4 Reisezugwagen mit Schwanenhalsdrehgestellen, nebst Packwagen bereit. Die 735 150 rangierte dauernd. Das Gewusel der 810er „Brotbüchsen“ schaute ich mir dann doch genauer an. Einer hängte sich hinten an den Zug nach Böhmisch Leipa. Ein Blick auf den Fahrplan in der Bahnhofshalle verriet, dass er nur bis Krasna Lipa (Schönlinde) mitfährt und dann wieder als Dreiecksfahrt über Pansky (Herrnwalde) nach Rumburg zurückkommt. So eine Betriebsweise „einfach hinten dranhängen“ bei der DR war undenkbar… Eine andere Brotbüchse hatte auf dem Zuglaufschild als Ziel „Mikulaschovice“, also Nixdorf. Dann war noch eine andere Brötbüchse mit einem Hänger – auf dem Zuglaufschild „Dolni Poustevna“ (Niedereinsiedel). Laut Karte sollte man dort nach Sebnitz „rüberspucken“ können. Also Fahrkarten gekauft und los ging die Reise mit den Zweiachsern über gelaschte Gleise quer durch herrliche Wälder. Aus dem Hänger heraus konnte man die Umgebung herrlich genießen. Erster Halt Valdeck (Waldecke), einige Wanderer stiegen aus. Dann kam Sluknov udoli, keine Ahnung was das bedeutet. Erst später fand ich heraus, dass es der Hp. Karlstal ist. Ein wenig später fuhren wir in Sluknov (Schluckenau) ein: Wir kreuzenden den Gegenzug, wieder „Brotbüchse“ mit Hänger. Ebenso stand ein Nahgüterzug mit einer 735 und einigen Güterwagen da. Hinter Schluckenau ging an einem Steinbruck mit Anschlußbahn vorbei. Ab Schluckenau änderte sich auch die Landschaft ein wenig. Wiesen bestimmten das Bild. Groß Schönau in Böhmen war der nächste Bahnhof. Bald rollten wir in Mikolasovice (Nixdorf) ein. Eine Brotbüchse, die wir schon in Rumburg sahen, war inzwischen über Pansky (Herrnwalde) nach Nixdorf gekommen. Die Strecke ist kürzer. Wir fuhren mit unserem Zug weiter. Bald überquerten wir einen riesigen Stahlviadukt, heute weiß ich es ist die Wölmsdorfer Brücke. Herrliche Aussicht. Nach einem kurzen Halt in Horni Poustevna (also Obereinsiedel) trafen wir in Dolni Poustevna (Niedereinsiedel) ein. Die Brotbüchse setzte sich um an das andere Ende des Beiwagens. Wir gingen die wenigen Meter bis zum Prellbock. Drüben in Sebnitz pfiff eine 112… Die Rückfahrt machten wir mit Umsteigen in Nixdorf, um auch die Strecke über Pansky (Herrnwalde) zu befahren. Von Rumburg ging es mit einer einzelnen Brotbüchse nach Jirikov. Man mußte ja bis 19 Uhr durchs Tor sein, denn sonst hätten wir die Nacht in der CSSR verbringen oder irgendwo über die Spree springen müssen. Doch das hätte am nächsten Tag unangenehme Fragen wegen des fehlenden Ausreisestempels zur Folge gehabt, wollten wir doch mit der „Brillenschlange“ nach Böhmisch Leipa reisen…

Zwischendurch gab es manche Tour mit Zug, Fahrrad oder Auto „in den Zipfel“. Der 1991 aufgenommene Verkehr mit den Brotbüchsen zwischen Ebersbach (Sachs) und Rumburg ist nach über 20 Jahren abbestellt. Kein Interesse vom Aufgabenträger – dem ZVON. Der Kreis Usti (Aussig) würde ja gern. Hätte man damals die Sache richtig durchgezogen, wäre es zu einer Durchbindung der Züge bis Löbau gekommen. Die 810er hätten heute auf deutschen Schienen Bestandsschutz…

Vor einem Jahr sah ich beim Durchschauen der Zugleistungen auf der Zelpage, dass es nur noch eine Brotbüchsenfahrt gibt. Mo-Fr Rumburg ab 14.00 (6682) – 14.40 in Niedereinsiedel und 15.05 wieder zurück als 6685. Das mußte nochmal sein, so wie damals vor fast 30 Jahren…

Also los: Mangel Zug mußte der Abschnitt Ebersbach (Sachs) mit dem Auto gefahren werden. In Rumburg bei den hübschen Damen am Schalter Fahrkarten und ein Kursbuch (99 Kronen) gekauft, war noch ein wenig Zeit sich umzuschauen. Zuerst fuhr die „U28“ aus:


Von Decin kam „Bolek“:


Dann kam unsere „Brotbüchse“ aus dem Rumburger Stall:



Eine Reihe Schüler stiegen ebenfalls ein. Sie fuhren mehrheitlich bis Schluckenau und Groß Schönau i. B. von der Schule nach Hause.

Der Bahnhof Niedereinsiedel hat sich sehr verändert.




Blick gen Sebnitz:



Blick gen Nixdorf:


Den Lokschuppen nutz die Bahnmeisterei:



Langeweile gibt es nicht:


Kreuzung in Schluckenau mit der „U28“:


Zurück in Rumburg:


Von Böhmisch Leipa kommt ein „Sarg“ (843) mit einem Reisezugwagen hoch:

(Solche schönen VT hätte die DR 1988 usw. auch haben können. Doch die Außenhandelsbilanz verhinderte das.)

Der 843 setzt um:


Er will gleich wieder nach Böhmisch Leipa:


Unserer Brotbüchse 810 165 rangiert auch:




Sie räumt den Beiwagen mit ins Depo:


Schon kommt die „U28“ eingefahren:


Dieses Umbaugespann aus 810er und Beiwagen wird nach Decin bereit gestellt:

(Sorry @Botho , wegen des Verwacklers, ich hatte nur die kleine Diggi mit;-)


Im Anschluß ging es zum Essen. Einem frischen Gezapften stießen wir auf die „ewige Brotbüchse“ an…

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Edith meinte ich solle einen Wechstabenverbuchtler beheben!


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RE: Durch den Zipfel...

#2 von Minormanie , 17.05.2017 13:59

Hallo pikologe.
danke für die schönen Aufnahmen.
Ich hab mir gerade vorgestellt, wie ich mit einer Blutwurst in der Brotbüchse, einer Coladose (DR Baureihe 270) begegne.
Natürlich wegen der fehlenden S-Bahn Stromschiene auf der Strecke unmöglich.
Viele Grüße, Stefan


 
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RE: Durch den Zipfel...

#3 von aus_Kurhessen , 17.05.2017 15:01

Hallo Ronny,

schöner Bericht und schöne Fotos von einer mir unbekannten Gegend. Schön das mal kennen zu lernen.

Danke
Jürgen


Schöne Grüße
Jürgen

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RE: Durch den Zipfel...

#4 von Pikologe , 17.05.2017 15:27


 
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RE: Durch den Zipfel...

#5 von Pikologe , 19.05.2017 22:23

Ich habe gerade noch ein Bild der beschriebenen Wallfahrtskirche von Philippsdorf gefunden:


Zum Ort und zur Kirche:
https://de.wikipedia.org/wiki/Filipov_(Ji%C5%99%C3%ADkov)


 
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RE: Durch den Zipfel...

#6 von rolfuwe , 20.05.2017 10:10

Hier mal ein Bilderrätsel zu diesem Thema:
https://www.google.de/maps/place/Brauere...64!4d14.6033991
Unten im Bild ist der Haltpunkt, den ich in diesem Viertel häufiger benutze.
Wer oben im Bild die Sonnenschirme erkennt, kann sich denken was wir dort machen.
Nur aus diesem Grund wurde dort der Haltpunkt angelegt.


Gruß aus Dresden, Uwe (Rolf-Uwe)


 
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RE: Durch den Zipfel...

#7 von Pikologe , 20.05.2017 17:37

Hallo Uwe,

warst Du hier dabei?

http://bimmelbahn-forum.de/index.php?thr...%BCchse-im-sch/

Mal fragen, was so ein Triebwagen kostet, dann könnte man ja mal ein paar Leute zusammenlegen und...

Oder bei KZC fragen und so ähnlich:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/...661#msg-8183661

Würde jemand aus dem Dresdner Raum oder zugereiste mitmachen? Vielleicht 2018 im Frühjahr? Natürlich mit Brauerei und Befahrung bis Altwarnsdorf...

Grüße Ronny


 
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RE: Durch den Zipfel...

#8 von Pikologe , 24.02.2018 08:56

Hallo,

aufgrund vieler anderer Themen um die Ohren, muss ich die Idee erstmal verschieben.

Die 810er Leistung 6682/6685 gibt es Mo-Fr nach wie vor:
http://www.zelpage.cz/razeni/18/vlaky/cd-6682
http://www.zelpage.cz/razeni/18/vlaky/cd-6685

Grüße vom Pikologen


 
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RE: Durch den Zipfel...

#9 von Ffm-Gleis , 24.02.2018 09:09

Guten Morgen Pikologe,
habe gerade Deinen Thread studiert.
Interessante Aufnahmen aus einer mir unbekannten Gegend.
Hoffe das ich auf meine alten Rentnertage dort noch mal hinkomme.
Grüße
Konrad


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RE: Durch den Zipfel...

#10 von Pikologe , 26.02.2018 08:41

Hallo Konrad,
hier noch ein wenig mehr:
Kleiner Urlaubsausflug mit was zum Anbeißen...
Traditionsbetrieb und touristische Verkehre des Kreises Decin, auch Schluckenauer Zipfel
(einige Links gehen nicht mehr, weil überholt)

Grüße vom Pikologen


 
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RE: Durch den Zipfel...

#11 von roggalli , 26.02.2018 09:28

Hallo miteinander,

mit dem Elbe Labe Ticket kann man für 16,50€ viel Eisenbahn in Böhmen erleben, das Gruppenticket für bis zu 5 Personen gibt es für 33,- €.
Ab April kann man auch einige historische Triebwagen nutzen, die an den Wochenenden fahren.

Auf der VVO Homepage gibt es einen Link dazu.


Viele Grüße, Uwe
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RE: Durch den Zipfel...

#12 von Pikologe , 26.02.2018 10:46

Hier:
https://www.vvo-online.de/de/freizeit/au...weiz-186.cshtml

Rundfahrt mit U28 und zurück über Jedlova - Ceska Kamenice (Böhm. Kamnitz):
https://www.vvo-online.de/de/tarif-ticke...parkbahn.cshtml


 
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RE: Durch den Zipfel...

#13 von weichenschmierer , 26.02.2018 12:17

Hallo Ronny !

Sehr schöner Bericht ! Als wir letztes mal in Dresden zu Besuch

waren ,hatte mein Schwiegervater, um meinem Sohn und mir

eine Freude zu machen, eine Schienenrundreise durch die sächische

Schweiz mit Abstecher in den Schluckauer Winkel organisiert.

Von Heidenau nach Pirna und dann über Neustadt/Sachsen nach

Sebnitz und dann weiter nach Rumburk. Dort Mittag gegessen

"echt böhmisch" .Gibt da ´ne Gaststätte gegenüber vom Bahnhof,

ist fast da wie vor der Wende in der DDR. Nach der Mittagspause

gings wieder zurück nach Sebnitz und weiter über Bad Schandau

nach Heidenau. Leider war auf der böhmischen Seite die Strecke

zur Elbe nicht in Funktion, sonst wären wir nach Decin und von

da aus zurück nach Dresden gefahren.

War ne tolle Tour . Die Eisenbahn hat ja leider die besten Zeiten hinter sich,

aber mit etwas Phantasie kann man schön träumen.

Erscheckend fand ich auch den Zustand der Häuser und Dörfer in Tschechien.

Da sieht man erst was nach der Wende in Sachsen schon passiert ist.

Danke für den Bericht mit den Fotos, passt auch ganz hervoragend zu unserer Tour.

Übrigens ist in Rumburk (auf dem Weg zur Kneipe) auch noch eine richtige Vorkriegstankstelle

zu bewundern, Genau richtig für Blechbahner oder Ep. 2 Leute.....

Gruß
Wolfgang


 
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RE: Durch den Zipfel...

#14 von Pikologe , 26.02.2018 14:25

Hallo Wolfgang,

je weiter Du von Rumburg nach Süden fährst, um so mehr sind die Häuser in Schuß, wo bei gerade die Umgebindehäuser, gerade in den letzten 2-3 Jahren, immer mehr restauriert wurden/werden.

Am schönsten ist die Überfahrt des 219 m langen Wölmsdorfer Viadukts und durch die Wälder zwischen Rumburg und Schluckenau mit dem verwunschenen Hp. Waldeck.
http://www.zelpage.cz/fotogalerie/big/854152.jpg
http://www.zelpage.cz/fotogalerie/big/db638.jpg
http://www.zelpage.cz/fotogalerie/big/hist310.jpg
http://www.zelpage.cz/fotogalerie/big/810471.jpg

Grüße


 
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RE: Durch den Zipfel...

#15 von weichenschmierer , 26.02.2018 17:22

Ronny ist die Dampflok mit dem Schotterzug
a) ne Zahnradlok und
b) zufällig von der Zahnradbahn aus Polaun ??
Die sieht ja den Erzbergloks nicht unähnlich........
Gruß
Wolfgang
Übrigens sehr schöne Fotos..-...


 
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RE: Durch den Zipfel...

#16 von Pikologe , 26.02.2018 17:46

Hallo Wolfgang,

es ist die 524.1110, eine Maschine die Kraft hat ohne Ende!

http://www.zelpage.cz/fotogalerie/big/524006.jpg
http://www.fandovezeleznice.wz.cz/image/...24.1110-02.html

Auch in Dresden war sie schon...
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:...okfest_1999.jpg

Sie steht schon ein paar Jahre, keine Ahnung was los ist.

Noch was Älteres:
https://www.k-report.net/ukazobrazek.php...tpref=28/251720
Schwestern:
https://www.k-report.net/ukazobrazek.php...4.jpg&httpref=/

Hier zum Vergleich die Polnauer 404:
http://www.salvetjm.wz.cz/csd-albico/p404-1-770.jpg

Viele Grüße
Ronny


 
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RE: Durch den Zipfel...

#17 von roggalli , 13.03.2018 20:14

Hallo allerseits,

es ist zwar schon länger als eine Woche her, daß ich in Tschechien unterwegs war, trotzdem will ich mal noch einen kleinen Bericht über meinen Ausflug zeigen.
Start war ganz spontan um 9.44 Uhr in Dredsen-Pieschen mit der S1 nach Bad Schandau, Ankunft pünktlich 10.43 Uhr.
Bis hierhin habe ich keine Bilder gemacht, das kennt man ja alles.
Dort ging es 10.48 Uhr mit der U 28 weiter nach Děčín. Ankunft 11.16 Uhr.
Unterwegs ein erster Versuch was in den Speicher zu kriegen, eher mißglückt



Ankunft in Děčín 11.16 Uhr.
Hier war dann erst mal Pause, Zeit zum Gulasch mit Kneedl essen, Bier trinken, oder Bilder schießen.
Erst mal hab ich sondiert, ob was interessants rumsteht/fährt.
Auf dem Weg zum ersten Fotomotiv noch schnell die Einfahrt eines TW geknipst.



und da haben wir das erste lohnende Motiv.



ja, und da hatte sich das mit den Kneedln erledigt.
Hier die Ausbeute:















Eine Ausfahrt nach Budapest



Ein paar alte Sachen stehen auch rum





und so einer auch



Leider ist der Güterzug ein paar Meter zu weit gefahren.



Die Ausfahrt ist mir durch die Lappen gegangen.
Wenigstens ist mir diese noch vor die Linse gefahren.



und dieser



nachdem er vorbei war, gab er mir die Sicht auf den Zug für die nächste Etappe frei.



Wird langsam Zeit zum einsteigen.
Fortsetzung folgt.


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RE: Durch den Zipfel...

#18 von roggalli , 14.03.2018 20:27

Hallo allerseits,

jetzt komme ich zum zweiten Teil meiner Reise.
Eigentlich geht es ja jetzt erst los Richtung Zipfel.
Abfahrt um 12.43 Uhr in Děčín.

Das gemütliche Innere des Triebzuges, auch akustisch angenehm.



an fast jeder Station dieses Bild



Ankunft in Česká Lípa um 13.24 Uhr, der Triebzug, Jarda benamst.
Es gibt auch eine direkte Verbindung nach Rumburk, ich wollte aber unbedingt in Česká Lípa umsteigen.



ein paar Minuten Zeit zum Fotografieren







Dann fuhr pünktlich der Zug nach Rumburk ein





Abfahrt Richtung Rumburk um 13.36 Uhr mein Platz war im Beiwagen, auch hier angenehmes Ambiente:



unterwegs





Ankunft in Rumburk um 14.35 Uhr.



Das EG



Mit diesem Triebzug hätte ich eigentlich bis Mikulášovice fahren können und dort in die U28 umsteigen, war mir aber bei der Planung durch die Lappen gegangen.



So bin ich um 15.20 Uhr in diesen eingestiegen



nachdem ich noch fix diese Fahrzeuge fotografiert hatte.



Damit ging es dann zurück über Bad Schandau nach Dresden.
Insgesamt ein gelungener Ausflug mit einem Elbe Labe Ticket für 16,50 €.
Ab April fahren dann auch wieder die touristischen Triebwagen, da wird der nächste Ausflug gemacht, dann auch mit ein paar Bildern von der Strecke.


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RE: Durch den Zipfel...

#19 von roggalli , 21.10.2018 21:05

Einen wunderschönen Abend allen FAMslern,

es liegt zwar etwas südlich vom Schluckenauer Zipfel, aber ich will meinen kleinen Bericht von meiner Stippvisite in Böhmen dennoch hier anfügen.
Schon am Anfang des Jahres hatte ich mir vorgenommen, mit dem Hurvinek zu fahren.
Die Fahrten von Česká Kamenice nach Kamenický Šenov finden aber nur noch bis zum 28 Oktober statt, deshalb wurde kurzfristig disponiert.

Elbe Labe Ticket gekauft für Achznfuffzsch, beim letzten Ausflug waren das noch 16,50 €, egal.

Um mit diesen Zug bis Bad Schandau zu fahren, klingelte der Wecker dann mal so um 4.10 Uhr



ca halbe Stund Aufenthalt, dann ein Zug mit dieser Anzeige
was immer das auch heißt



schon besser



In Děčín wurde es dann auch langsam hell.
Und eine reichliche Stunde zum fotografieren wurde genutzt.
Die Bardotka hatte ich noch nicht in meinem Archiv.



Aber weiter mit der Reise, das Ergebnis der Knipserei in Děčín hl. nádraží wird nachgereicht

SEV bei České Dráhy



Um die Verspätung im Ramen zu halten ging es rasant durchs Gebirge nach Markvartice, wo dann dieser TW auf die durchgeschüttelten Passagiere wartete



Der Plan war eine Fahrt mit diesem hier:



Am Bahnsteig stand dann aber dieser :



Der Zugbegleiter sagte etwas defekt und cräsch, also eingestiegen und einen Platz gesucht.
Viel Andrang herrschte nicht.
Soll heißen, ich war der einzige Passagier.



Ankunft in Kamenický Šenov



ein paar Bilder schießen





Führerstand







und das Aggregat



Ein etwas älteres Signal



Das Personal ist sehr freundlich und hat mir erlaubt, meine Kamera hier zu platzieren



das kleine Filmchen entstand dabei:



Mit Bolek ging die Fahrt zurück



noch mal beide Generationen auf einen Blick



und nach der SEV - Schußfahrt ins Elbtal zurück nach Děčín habe ich mir dann bis Dresden diesen Zug gegönnt


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RE: Durch den Zipfel...

#20 von Pikologe , 21.10.2018 21:54

Hallo Uwe, trotzdem feine Sache mit dem Original 810 er die Strecke zu fahren. (Böse Zungen sagen, dass ein 810er auch fahren kann, wenn mal ein Stück Schiene fehlt...)
Die M152 kamen die letzten Einsatzwochen vor der Einstellung auf die Strecke. Angeblich hat das Militar die Strecke oberhalb von Steinschönau mit einem Schienenwolf teilweise als Test erledigt.
Stehen im Anschluss in Böhm. Kamnitz noch die beiden T334?
VG Ronny


 
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RE: Durch den Zipfel...

#21 von roggalli , 22.10.2018 05:59

Guten Morgen miteinander,

Von den T334 war nichts zu sehen, auf Höhe Bahnsteig war dieser Wagen abgestellt,



und etwas weiter weg stand diese T 211,



Weiter war nichts zu sehen, ich hatte aber auch nur 5 Minuten, dann kam schon der Bolek nach Děčín.


Viele Grüße, Uwe
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RE: Durch den Zipfel...

#22 von Pikologe , 22.10.2018 13:53

Hallo Uwe,
die scheinen immer da zu sein:
Kleiner Urlaubsausflug mit was zum Anbeißen...
Die gehören KZC, vielleicht für Ersatzteile / Abschleppen usw.
http://www.kzc.cz/
http://www.kzc.cz/vozidla/motorove-lokom...-0533-700-533-3
http://www.kzc.cz/vozidla/pripojne-vozy/daa-k

Tschuldigung wegen der T334, die stehen in Oberkamnitz in der Anschlußbahn. Die sieht man nur von der Straße aus:
https://www.google.de/maps/@50.7974908,1...!7i13312!8i6656

Wenn Du mal wieder loslegst, dann mache mal einen Abstecher zum Herrenhausfelsen:
Traditionsbetrieb und touristische Verkehre des Kreises Decin, auch Schluckenauer Zipfel
Wenn Du dann hinter dem Herrenhausfelsen die Straße nach rechts Richtung Ort gehst, dann kommt nach ca. 100 Metern eine urige Kneipe. Die nehmen aber nur Kronen, also was mitnehmen. Aber die Küche ist super - ist inzwischen auch schon wieder 4-5 Jahre her....
Erstes rotes Dach in der Marxova - https://www.google.de/maps/@50.7684861,1...t/data=!3m1!1e3
Müsste die sein: "Zum Felsen"
http://www.ceske-hospudky.cz/hospody/kam...pod-skalou-5393
Direkt dahinter ging die Eisenbahn lang.
Grüße


 
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RE: Durch den Zipfel...

#23 von roggalli , 22.10.2018 14:38

Hallo Ronny,

Danke für die Tipps.
Für nächstes Jahr habe ich mir einen Ausflug mit Lužický motoráček vorgenommen.
Die fahren mit Triebwagen von Kamenický Šenov nach Liberec, vormittags hin und nachmittags zurück, da ist genug Zeit mal wieder auf den Ještěd hochzugondeln.
Die Tour wird mit einem M 131 gefahren und einmal mitgefahren, wird man schnell süchtig nach den tschechischen Triebwagen.

Informationen gibt es hier : kcz.cz


Viele Grüße, Uwe
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RE: Durch den Zipfel...

#24 von Pikologe , 22.10.2018 20:37

Hallo Uwe,
ich habe von der Tour auch schon gelesen. Man kann sogar bis in das Anschlussgleis am Straßenbahnhof in Liberec mitfahren. Die Truppe hat es drauf!





Jeschken geht immer - bestelle rechtzeitig Fahrkarten! Die Tour gibt es seit Jahren, die ist bestimmt beliebt. Man kann auch mit dem Erlebnisbad "Babylon" kombinieren. Daher ist bestimmt Nachfrage!
VG Ronny


 
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RE: Durch den Zipfel...

#25 von telefonbahner , 22.10.2018 21:08

Hallo zusammen,
ist bestimmt ne schöne Tour, Ede murmelt auch was von leckerem böhmischen Bier aber irgendwie pack ich das wohl nie...

Gruß Gerd und die ganze Edebande aus Dresden


 
telefonbahner
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