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BR 53 (3302) zu schwach?

#1 von SAH , 28.08.2017 20:52

Guten Abend liebe Forenmitglieder,

beim Ausprobieren der BR 53 in Fotographieranstrich (Märklin Artikel 3302) fiel mir folgendes auf:
das Modell fährt zwar schön langsam (wie die projektierten 80 km/h für die das Projekt vorgesehen war), aber:
wenn ich auch nur 6 Wagen dranhänge (Schnellzugwagen) halbiert sich bereits die Geschwindigkeit.
Damit ist das Modell für die langen Güterzüge nicht geeignet, die es ziehen können soll(t)le.

Nun meine Frage an die Besitzer und Betreiber des Modells in der analogen (!) Originalausführung: ist das normal für dieses Modell?
BTW: die 3102, das Vorgängermodell mit Relais hat diese Probleme nicht.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#2 von noppes , 28.08.2017 21:32

Hallo Stephan-Alexander,

die recht geringe Zugkraft des Modells ist ein hier im FAM bereits beschriebenes Manko. Da erwartet man vom äußeren Erscheinungsbild der in meinen Augen gelungenen Lok leider zuviel. 6 D-Zugwagen sind nun wirklich nicht die Welt, aber auch meine analoge 3102 muss bei deutlich mehr als 10 Güterwagen (2 und 4 achsig gemischt) anfangen zu kämpfen.
Ein wenig besser verhält sich da die 33021 mit Kondenstender.

Gruss Norbert


Wer seine Gedanken nicht auf Eis zu legen versteht, der soll sich nicht in die Hitze des Streits begeben..


Hier gehts zu meiner Anlage


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#3 von SAH , 28.08.2017 21:48

Guten Abend Norbert,

meine analoge 3102 hat erst bei 28 Schnellzugwagen (Zugmasse ca. 91g) eine Halbierung des Tempos. Da ist also mehr als genug Luft.
In Bezug auf die 3302: die ist mit 8 Schnellzugwagen (346-Typen) und ca. 25g Zugmasse am Ende
Vielleicht ist das der Grund, warum dieses Modell nur 1 Jahr angeboten wurde?

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexandr Heyn


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#4 von ente_38 , 29.08.2017 00:13

Hallo Stephan-Alexander,

ich hatte auch schon eine 3701 in Betrieb, mit der ich nicht zufrieden war. Wie Noppes schon sagte, Zugwunder sind die Loks der BR 53 von Märklin nicht. Ich habe auch das Gefühl, dass Loks mit brünierten Rädern etwas schlechter ziehen als Loks mit vernickelten (?) auf jeden Fall silbern glänzenden Rädern. Was eine BR 44 (3027, 3047 oder 3108) locker zieht, ist für die BR 53 ein echtes Problem. Ich habe jetzt eine 3102, die so leidlich zieht. Am besten geeignet für die BR 53 sind leichte Plastikhänger oder wie bei mir getestet ein Zug bestehend aus zwei 4617 und fünf 4618. Aber schon bei dem Zug hat sie so ihre Mühe. Gusshänger würde ich ihr nicht zumuten wollen.

Dass die Loks so wenig ziehen, ist m.E. in dem Knickfahrwerk begründet, das dazu neigt, in der Mitte aufzusteigen und dem zweiten Haftreifensatz keine Wirkung ermöglicht, da der Kessel funktionsbedingt nicht in der Mitte des Fahrwerks aufliegen kann. Wenn man das zu beheben versucht, läuft die Lok mit Pech nur auf geraden Gleisen und in den Kurven entgleist sie. Sie ist halt etwas problematisch. Ich lasse sie am Liebsten mit vierachsigen PIKO Güterwagen alter Produktion laufen.

VLG
Olaf


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#5 von Rumpelbahner , 29.08.2017 09:21

Moin,
ich habe mir Ende der 90er die Delta-Version gegönnt mit dem K-Tender.
Da es konstruktiv eine Güterzuglokomotive darstellt bin ich noch nicht auf die Idee gekommen Personenzüge dranzuhängen. Klingt komisch - ist aber so !

Da sie zu den moderneren und filigraneren Märklin- Lokomotiven gehört, also mit den ollen 3000er-44ern überhauptnichts mehr gemeinsam hat so von außen gesehen habe ich sie auch nur mit den neuzeitlichen Güterwagen der passenden Produktion gefahren. Also einfach alles nur „Weiße Ware"!
Da sind die Züge mächtig lang möglich.

Gruß ... Thomas


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#6 von gn800 , 29.08.2017 11:26

Hallo Leute, ich denke, das Problem liegt in der Kombination von Vorschaltelektronik und Motor.

Langsam gleichmäßiges Anfahren ist mit dem Trommekollektor- Motor in keiner Version wirklich möglich.

Dazu kommt die Vorschaltelektronik, die den Motorstrom noch zusätzlich begrenzt.

Ein weiteres Problem: Motor und Getriebe sind ungeeignet für höhere Zuglasten.

Anders als bei früheren Loks, haben Schnellzug- und Güterzugloks eine ähnliche Getriebeübersetzung.

Wäre das Getriebe kürzer übersetzt, d. h. die Motordrehzahl im Vergleich zur Raddrehzahl höher,

könnte die Maschine sogar mit diesem Motor brauchbare Zugleistungen erbringen.

In meinen Augen ist diese Lok eine Fehlkonstruktion, die nur aus Effekthascherei gefertigt wurde.

("Die Lok, die nie gebaut wurde...")

Interessanterweise laufen kleinere Loks mit diesem Motor, wie die 3104, besser.

Sind Loks wie die 3102 schon alleine zu groß und zu schwer für den Motor

Zugleistungen der alten BR 44 werden nicht erreicht, nicht nur eine TM 800 zieht mehr weg.

Grüße

Johannes


Schrott wird flott - Geht nicht gibt´s nicht. Alles eine Frage des Aufwandes.


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#7 von SAH , 29.08.2017 19:50

Guten Abend Olaf,

Zitat von ente_38 im Beitrag #4

ich hatte auch schon eine 3701 in Betrieb, mit der ich nicht zufrieden war. Wie Noppes schon sagte, Zugwunder sind die Loks der BR 53 von Märklin nicht. Ich habe auch das Gefühl, dass Loks mit brünierten Rädern etwas schlechter ziehen als Loks mit vernickelten (?) auf jeden Fall silbern glänzenden Rädern. Was eine BR 44 (3027, 3047 oder 3108) locker zieht, ist für die BR 53 ein echtes Problem. Ich habe jetzt eine 3102, die so leidlich zieht. Am besten geeignet für die BR 53 sind leichte Plastikhänger oder wie bei mir getestet ein Zug bestehend aus zwei 4617 und fünf 4618. Aber schon bei dem Zug hat sie so ihre Mühe. Gusshänger würde ich ihr nicht zumuten wollen.
Dass die Loks so wenig ziehen, ist m.E. in dem Knickfahrwerk begründet, das dazu neigt, in der Mitte aufzusteigen und dem zweiten Haftreifensatz keine Wirkung ermöglicht, da der Kessel funktionsbedingt nicht in der Mitte des Fahrwerks aufliegen kann. Wenn man das zu beheben versucht, läuft die Lok mit Pech nur auf geraden Gleisen und in den Kurven entgleist sie. Sie ist halt etwas problematisch. Ich lasse sie am Liebsten mit vierachsigen PIKO Güterwagen alter Produktion laufen.



eine 3701? Hast Du die noch?
Auf den Unterschied brünierte vs. blanke Räder habe ich noch nicht geachtet, das könnte interessant werden. Allerdings erwarte ich in diesem Fall lediglich kleine, wenn überhaupt, Unterschiede. Denn der Antrieb ist der selbe.
Was die Zugmasse betrifft: bei der 3102 mit DCM2 (zweite Version) komme ich auf 267g, mit dem DCM1 (in der ersten Version verbaut, wurde von mir zu Testzwecken in die Zweite eingebaut) komme ich auf 244g. Die Lok selbst bringt 752g auf die Waage. Zum Vergleich: die "schlechteste" 3047-Bauart kommt bei mir auf 320g Zugmasse bei 701g Eigenmasse (es ist die 3046). Bei den 3027 habe ich eine, die wegen verölter Haftreifen auf 252g kommt, davon hat sie aber nur 2.
Nun komme ich auf die 3302 zurück, die den selben Antrieb wie die 3102 hat. Das Modell kommt aufgrund der Lasttests abgeschätzt auf 80g . Und das ist selbst für die BR 53 signifikant zu wenig.
Um einen Eindruck zu bekommen, wie sich die 3102 verhalten kann, scrolle die Seite Erfahrungsbericht BR 53 mit DCM2 oder Erfahrungsbericht BR 53 mit DCM1 nach unten zum Zuganzeiger. Stelle die Belastung auf 50% und suche Dir einen Schürzenwagen aus. Wenn Du möchtest, dann berichte Deine Ergebnisse.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#8 von SAH , 29.08.2017 19:54

Guten Abend Thomas,

Zitat von Rumpelbahner im Beitrag #5
Moin,
ich habe mir Ende der 90er die Delta-Version gegönnt mit dem K-Tender.
Da es konstruktiv eine Güterzuglokomotive darstellt bin ich noch nicht auf die Idee gekommen Personenzüge dranzuhängen. Klingt komisch - ist aber so !
Da sie zu den moderneren und filigraneren Märklin- Lokomotiven gehört, also mit den ollen 3000er-44ern überhauptnichts mehr gemeinsam hat so von außen gesehen habe ich sie auch nur mit den neuzeitlichen Güterwagen der passenden Produktion gefahren. Also einfach alles nur „Weiße Ware"!
Da sind die Züge mächtig lang möglich.



Nun, Güterwagen habe ich noch nicht so intensiv den Ausrolltests unterzogen. Das wird aber noch kommen.
Nimm eine der beiden Querverweise in meinem vorherigen Beitrag und suche aktuelle Modelle aus (2859, 4367 usw). Wenn Du möchtest, kannst Du auch über Deine Funde berichten

Eine 3301 oder die mit Kondenstender 33021 suche ich noch.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#9 von SAH , 29.08.2017 20:08

Guten Abend Johannes,

Zitat von gn800 im Beitrag #6
Hallo Leute, ich denke, das Problem liegt in der Kombination von Vorschaltelektronik und Motor.
Langsam gleichmäßiges Anfahren ist mit dem Trommekollektor- Motor in keiner Version wirklich möglich.
Dazu kommt die Vorschaltelektronik, die den Motorstrom noch zusätzlich begrenzt.



Der Motorstrom ist beim 3302-Modell deutlich größer, als beim entsprechenden 3102-Modell mit DCM2 (die Trommelkollektoranker mit rotem Fleck). Die Elektronik nimmt jedocj 2,8V an Spannung weg, sodass die Geschwindigkeitskennlinie nach links verschoben sein sollte (d.h. ist).
Was ich noch bemerkt habe: die Lok ist nicht mit PWM steuerbar, das fährt erst mit >15V= los. Ganz im Gegensatz dazu andere Modelle mit Vorschalt- bzw. Umschaltelektronik, die Problemlos laufen.

Zitat von gn800 im Beitrag #6

Ein weiteres Problem: Motor und Getriebe sind ungeeignet für höhere Zuglasten.
Anders als bei früheren Loks, haben Schnellzug- und Güterzugloks eine ähnliche Getriebeübersetzung.
Wäre das Getriebe kürzer übersetzt, d. h. die Motordrehzahl im Vergleich zur Raddrehzahl höher,
könnte die Maschine sogar mit diesem Motor brauchbare Zugleistungen erbringen.



Die BR 53 hat die selbe Getriebeuntersetzung (1:24,43) wie die BR 41. Das ist im Vergleich zu den früheren Modellen, wie der BR 89 (1:18,75 oder 1:17,9) oder 1:19,45 bei der TM800 deutlich größer (ja, mit der BR44 bei 1:27,78 kann die BR 53 nicht mithalten). Das Getriebe hat allerdings das Problem, dass die Zahnradpaare niedrige KGV (kleinstes, gemeinsames Vielfaches) haben, was bei den alten Konstruktionen konsequent vermieden wurden. Doch eine Belastung bis zu 244g ist ordentlich! Nur die 3302 hat halt nur ca. 80g (genauere Werte kann ich erst nach der Auswertung der Messungen sagen).


Zitat von gn800 im Beitrag #6

In meinen Augen ist diese Lok eine Fehlkonstruktion, die nur aus Effekthascherei gefertigt wurde.
("Die Lok, die nie gebaut wurde...")
Interessanterweise laufen kleinere Loks mit diesem Motor, wie die 3104, besser.
Sind Loks wie die 3102 schon alleine zu groß und zu schwer für den Motor
Zugleistungen der alten BR 44 werden nicht erreicht, nicht nur eine TM 800 zieht mehr weg.



Effekthascherei: ja, "wir haben die Größte!"
Lok zu groß für den Motor? bei der 3102 nein. Zugleistung der BR44 erreicht? nein! Zugleistung der BR 80 (TM800/3004) erreicht (mit HR!)? 3102 ja, 3302 nein.

Ich werde nicht umhin kommen, Getriebe und Motor komplett zu zerlegen; die Elektronik muss ich vorerst mal so lassen.

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#10 von ente_38 , 29.08.2017 23:24

Hallo Stephan-Alexander,

die 3701 habe ich nicht mehr. Die hat mir ein Verrückter im Jahr 2006 für rund 700 € auf EBAY abgekauft. Ich habe damals auch meine 3329 mit brünierten Rädern verkauft. Irgendwie ging mir die 3329 nicht aus dem Kopf und ich wollte eine Lok aus der ersten Baureihe haben. Nachdem ich mir eine 3329.1 zugelegt hatte, die wesentlich bessere Zugleistungen hatte als meine alte 3329, habe ich mir die 3102 zugelegt. Sie zieht zumindest besser als meine alte 3701 ... übrigens habe ich nur noch wenige Loks mit brünierten Rädern, die anderen habe ich dieses Jahr alle in der Bucht versenkt.

VLG
Olaf


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#11 von claus , 29.08.2017 23:33

Zitat von ente_38 im Beitrag #10


die 3701 habe ich nicht mehr. Die hat mir ein Verrückter im Jahr 2006 für rund 700 € auf EBAY abgekauft.


Hallo Olaf,

erinnert mich an meine Verkäufe der 4 x 6071 IR...in der Spitze eins für über 350 EUR vertickt, der niedrigste Preis war 280 EUR... also ähnlich wie bei deiner 3701...und wie Weihnachten.


Viele Grüsse,

Claus


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#12 von boehmi59 , 30.08.2017 10:58

Hallo Leute,

eines vorweg: Wer zahlt denn so einen irren Preis für die „6071 – Dinger“ ?
Mann (!) bin ich froh, dass ich analog fahre und nur Stellpulte und Trafos brauche, die mich „Pfennigbeträge“ kosteten. Die gelben, braunen, roten und grünen Kabel waren teurer als die Trafos…

Dass die 3701 teurer bei Ebay weg ging als ein Krokodil kann ich zwar auch nicht glauben, aber schön für Olaf

Wie dem auch sein…. Auch ich habe schon mit dem Gedanken geliebäugelt, mir ein 3102 zu gönnen. Auch wenn diese Lok technisch vielleicht nicht ganz optimal ist, so gehört sie eigentlich rein optisch schon in jede Sammlung. So "wissenschaftlich" und eng sehe ich das nicht...

Ich finde die Lokomotiven ab der Generation mit den brünierten Rädern auch nicht mehr so reizvoll. Obwohl damals ?
Im Detail- und „Roco-Wahn“ der 80er und 90er habe ich so manch' Lok blind damals verkauft und mir die Versionen mit den zeitgemäßen Fahrwerken zugelegt. Sahen ja optisch zugegebenermaßen schon ganz gut aus. Unter anderem mussten meine 012 (3310) und meine 003 (3085) mit alten Silberrädern daran glauben...

Was haben damals die Fleischmann -und Roco-Nietenzähler über Märklin geschimpft und die Dampflokfahrwerke mit den silbernen Radkränzen und Drahtbügeln verteufelt.

Und heute ? Kommando zurück !!!! Ich lächle nur noch darüber

Ich besitze nur noch drei Dampfloks mit brünierten Rädern. Die besagte 012, eine BR 41 mit Witte-Leitblechen und die BR 52 aus 1994. Alle anderen habe ich ebenfalls wieder verkauft und mir die „Alten“ zugelegt. Die alten silberglänzenden Räder, gerade bei der 003, 18, 050, 86 usw. sehen doch viel edler aus !

Eine 3102 hätte ich vor einem Jahr für nur 100 Euro bekommen können. Aus einem Nachlass… Einige schöne Sachen habe ich 2016 aus diesem Nachlass erhaschen können, aber dann wollte und konnte ich nicht mehr Geld locker machen. Als ich mich entschieden hatte,
die BR 53 doch zu kaufen, war sie schon weg….

Grüße
Martin


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#13 von claus , 30.08.2017 11:37

Zitat von boehmi59 im Beitrag #12

eines vorweg: Wer zahlt denn so einen irren Preis für die „6071 – Dinger“ ?

Dass die 3701 teurer bei Ebay weg ging als ein Krokodil kann ich zwar auch nicht glauben, aber schön für Olaf




Hallo Martin,

in meinem Fall mit dem Verkauf des ganzen digitalen Schmarns war das wie ich schrieb bereits vor 10 Jahren!!
Und was die irren Preise der Lok oder IR anbelangt war es wohl einfach so, dass für denjenigen, der morgens aufgestanden war, das richtige Ding zur richtigen Zeit am richtigen Ort vertickt wurde...
Preisliche (Einzel-)Ausreißer hat's immer schon gegeben.

Heutzutage im volldigitalen Zeitalter, wo die Bahn schon mit Handy gesteuert werden kann, sind die IR so gesehen überflüssig, damals jedoch waren sie bei Großanlagen schon eine sinnvolle Bereicherung, um flexibel an jeder Stelle der Anlage agieren zu können ( Bsp.: Entgleisungen im mehrstöckigen Gleiswendeln ) ... am besten an jeder Ecke ein IR...


Viele Grüsse,

Claus


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#14 von united.trash , 30.08.2017 12:09

Moin,

wie sieht es denn mit der Zugkraft der digitalen Br 96 aus? Habe mir die neulich mal zugelegt, aber noch nix drangehängt. Sie fährt analog erwartungsgemäß ohne Licht, aber da sie auch das Doppelfahrwerk hat,
könnte das Ergebnis für den Eionsatz auf Anlagen ähnlich mager sein wie bei der BR 53.

Habe ohnehin nie verstanden, warum sie diese Phantasielok gebaut haben, war wohl wirklich die Nummer "größer, höher, weiter"... Beim Vorbild ist nicht einmal gesichert, dass der Rahmen wirklich gebaut wurde und
die technischen Probleme wusste man damals beim Hersteller - glaublich Borsig- auch nicht wirklich zu lösen.
M.A. ist das eines dieser Projekte, die gar nicht wirklich den Sinn hatten, verwirklicht zu werden: Man konnte hier den Größenwahn der Machthaber bedienen und es hatte immerhin den Vorteil, dass ein Konstrukteursteam einige Zeit lang damit unabkömmlich für den Fronteinsatz war! Der Heldenklau war damals hartnäckig und man brauchte gute Ideen, um ihn auszutricksen!

Martin


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#15 von boehmi59 , 30.08.2017 12:30

Zitat von claus im Beitrag #13
[quote=boehmi59|p431087]
Heutzutage im volldigitalen Zeitalter, wo die Bahn schon mit Handy gesteuert werden kann, sind die IR so gesehen überflüssig, damals jedoch waren sie bei Großanlagen schon eine sinnvolle Bereicherung, um flexibel an jeder Stelle der Anlage agieren zu können ( Bsp.: Entgleisungen im mehrstöckigen Gleiswendeln ) ... am besten an jeder Ecke ein IR...




Hallo,

ich habe halt ein stark gestörtes ambivalentes Verhältnis zur sogenannten modernen digitalen Zeit. Digitale Techniken haben Vorteile. Kein Frage. So rückständig bin ich nun auch wieder nicht

Aber alles zu verherrlichen und "alles Digitale" zum unumstößlich Besten und Unverzichtbaren hoch zu puschen, dass erfolgt durch gezielte Werbung der Industrie und der Kritiklosigkeit der Verbraucher. Digital kann eben nicht alles besser. Und wenn man (wie hier im öffentlichen Dienst, wo ich sitze) so neue Managertypen und Vollidioten am Steuer hat, die alles umschmeißen wollen und zu Seminaren gehen mit dem Thema "Digital denken", dann fällt mir alles aus der Hose !

Aber jedem das Seine... Ich fahre Märklin mit Trafos und höre Musik noch über eine gute Hifi-Anlage, weil das 1000 x besser klingt als jeder Laptop und jedes Smartphone. Und dabei bleibe ich bis mich der Tod dahin rafft.

Grüße
Martin


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#16 von claus , 30.08.2017 12:39

Zitat von boehmi59 im Beitrag #15
Zitat von claus im Beitrag #13
[quote=boehmi59|p431087]
Heutzutage im volldigitalen Zeitalter, wo die Bahn schon mit Handy gesteuert werden kann, sind die IR so gesehen überflüssig, damals jedoch waren sie bei Großanlagen schon eine sinnvolle Bereicherung, um flexibel an jeder Stelle der Anlage agieren zu können ( Bsp.: Entgleisungen im mehrstöckigen Gleiswendeln ) ... am besten an jeder Ecke ein IR...




Hallo,

Aber alles zu verherrlichen und "alles Digitale" zum unumstößlich Besten und Unverzichtbaren hoch zu puschen, dass erfolgt durch gezielte Werbung der Industrie und der Kritiklosigkeit der Verbraucher.
Aber jedem das Seine... Ich fahre Märklin mit Trafos und höre Musik noch über eine gute Hifi-Anlage, weil das 1000 x besser klingt als jeder Laptop und jedes Smartphone. Und dabei bleibe ich bis mich der Tod dahin rafft.




Moin,

wenn, dann solltest du mich schon richtig und vollständig zitieren!!

Zitat von claus im Beitrag #13

Hallo Martin,

in meinem Fall mit dem Verkauf des ganzen digitalen Schmarns war das wie ich schrieb bereits vor 10 Jahren!!



Also nix mit verherrlichen von Digital, ganz im Gegenteil und eigentlich müsstest du meine Einstellung zu Digital und Co hinlänglich kennen....


Viele Grüsse,

Claus


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#17 von boehmi59 , 30.08.2017 14:12

Claus,

Du hast mich (leider) missverstanden ! Es ging in keinster Weise um Dich ! Ich habe Deine Äußerung auch richtig aufgefasst als allgemeine Feststellung und nicht als Deine Meinung... Darum habe ich auch nicht alles zitiert.

Mir ging es hiermit nur um meine Meinung und Stimmung zur derzeitigen Lage in der Gesellschaft. Und da war Dein Beitrag nur der Anlass für meinen Beitrag... Hätte ich vielleicht noch einen Satz als Vorwort schreiben können. Sorry...

Wir sollten das Thema Digital auch nicht weiter vertiefen, weil Grundsatzdiskussionen nicht zum Beitrag passen. Aber damit habe ich ja angefangen Ich höre jetzt auf !

LG
Martin


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#18 von gn800 , 30.08.2017 15:05

Hallo Stephan- Alexander, bei den 3082 ff sind die Treibräder größer.

Darum gibt es mit der BR 41 bereits beim Befahren vom Standard- Radius Probleme.

Ich hatte einmal eine 3392, die den 360 mm Standard- Radius nur mit großer Lärmentwicklung befuhr.

Meine neuwertige 3082 schafft das leiser, ist aber auch schon am Limit.

Die Getriebeübersetzung ist natürlich auch hier alles Andere als optimal.

Die BR 41 ist in meinen Augen auch eine Fehlkonstruktion, egal in welcher Ausführung.

Märklin konnte die BR 41 fast nur in Startpackungen loswerden.

Als Solo- Lok wollte die keiner haben. Das hat sicher seinen Grund.

Grüße

Johannes


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#19 von boehmi59 , 30.08.2017 15:56

Hallo Johannes,

Du hast eigentlich immer recht Aber ich habe bisher noch keine Probleme mit diesen Loks auf dem Normal-Radius gehabt.

Eine 3392 habe ich auch, weil mir die Lok optisch damals super gefiel... Sie ist zwischen 2014 und 2016 unzählige Runden auf meiner auf dem Kellerfußboden zur Probe aufgebauten geplanten Anlage im Kreis gelaufen. Auf allen (!) Radien... Kein Ausfall. kein Entgleisen... Das bemängelte laute Motorgeräusch dieser Maschinen aus dieser Zeit ist Prinzip bedingt, aber hängt nicht mir den engeren Radien zusammen. Es hingen bei mir immer zwischen 7 und 10, teilweise auch mehrere doppelachsige, Güterwagen dran.

Gruß
Martin


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#20 von gn800 , 30.08.2017 16:23

Hallo Martin, wenn das laute Motorgeräusch prinzipbedingt ist,

warum sind dann diese Loks in der Geraden und auf dem Rollprüfstand ganz leise?

Das Geräusch kommt nicht vom Motor, sondern von Getriebe, Treibrädern und Zwischenrädern!

Entgleisen passiert nur in extremen Fällen, ist aber leider nicht das einzige Anzeichen für Probleme.

Tritt das Geräusch auch in Geraden auf, ist es ein Zeichen für mangelnde Wartung und /oder

Überlastung durch zu hohe Zuglast.

Grüße

Johannes


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#21 von boehmi59 , 30.08.2017 16:47

Okay Johannes,

aufgefallen ist mir das "schnarrende" Geräusch schon immer. Dann ist das wohl so wie Du sagst Dennoch bereiten mir die Loks aus diesen Jahren auf der Anlage keine wirklichen Probleme.

LG
Martin


 
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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#22 von SAH , 30.08.2017 22:26

Guten Abend Martin,

Zitat von boehmi59 im Beitrag #12

Ich besitze nur noch drei Dampfloks mit brünierten Rädern. Die besagte 012, eine BR 41 mit Witte-Leitblechen und die BR 52 aus 1994. Alle anderen habe ich ebenfalls wieder verkauft und mir die „Alten“ zugelegt. Die alten silberglänzenden Räder, gerade bei der 003, 18, 050, 86 usw. sehen doch viel edler aus !



Bei der 012 (3310.1, 3310.2, 3710.1) habe ich einen Intensivtest durchgeführt, selbst mit Austauschläufer. Die Ergebnisse habe ich im Stummiforum unter Vergleichsfahrten BR01/01.10 präsentiert. In Kurzform: die brünierte Analogversion kommt an die nicht brünierte Analogversion nicht ran.
Nur die Digitalversion ist deutlich besser .

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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#23 von SAH , 30.08.2017 22:34

Guten Abend Martin,

Zitat von united.trash im Beitrag #14
Moin,
wie sieht es denn mit der Zugkraft der digitalen Br 96 aus? Habe mir die neulich mal zugelegt, aber noch nix drangehängt. Sie fährt analog erwartungsgemäß ohne Licht, aber da sie auch das Doppelfahrwerk hat,
könnte das Ergebnis für den Eionsatz auf Anlagen ähnlich mager sein wie bei der BR 53.



Die BR gt 2*4/4 (3498) kommt auf eine Zugmasse von 190g, Die Getriebeuntersetzung ist 1:23,14. Weitere Informationen erhälst Du in meinem Erfahrungsbericht BR Gt 2*4/4.
Für die BR 53 und die BR 96 habe ich auch Videos:

Baureihe 53 mit Belastungszug


BR 85 und 96 in Vorspann mit schwerem Erzzug

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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SAH  
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zuletzt bearbeitet 30.08.2017 | Top

RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#24 von SAH , 30.08.2017 22:49

Guten Abend Johannes,

Zitat von gn800 im Beitrag #18
Hallo Stephan- Alexander, bei den 3082 ff sind die Treibräder größer.
Darum gibt es mit der BR 41 bereits beim Befahren vom Standard- Radius Probleme.
Ich hatte einmal eine 3392, die den 360 mm Standard- Radius nur mit großer Lärmentwicklung befuhr.
Meine neuwertige 3082 schafft das leiser, ist aber auch schon am Limit.
Die Getriebeübersetzung ist natürlich auch hier alles Andere als optimal.
Die BR 41 ist in meinen Augen auch eine Fehlkonstruktion, egal in welcher Ausführung.
Märklin konnte die BR 41 fast nur in Startpackungen loswerden.
Als Solo- Lok wollte die keiner haben. Das hat sicher seinen Grund.



Dann kann man gespannt sein, was die Neukonstruktion der BR 41 noch geändert hat

mit freundlichen Grüßen,
Stephan-Alexander Heyn


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RE: BR 53 (3302) zu schwach?

#25 von Rumpelbahner , 31.08.2017 07:25

Moin,

ich vermute die BR 53 ist nicht für den Spieler sondern mehr für den Sammler mit der Vitrine konstruiert und produziert worden,
Daher die nicht ganz so optimalen Zug- und Fahrleistungen.
Außerdem sieht sie bei Kurvenfahrten nicht sonderlich gut aus da sie für alles unter Radius-5 (Märklin -C und -K-Gleis) einfach zu lang ist. Mit der Big-Boy dürfte es ähnlich sein, habe ich noch nicht im Fahrbetrieb live gesehen.
Also ist sie die Meißen Spieler mit einer überschaubaren Heimanlage eh zu groß. So wie bei mir, ab und zu mal zum Stammtisch mitnehmen und einmal übern Jahreswechsel auf der Modulanlage in einer Sporthalle.
Da zieht sie dann den Ep.2-Güterzug mit vielen Güterwägelchen - und ich schleppe vorher und nachher zwei Klappboxen Fahrmaterial .....😄🍀


 
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der Märklin Kranwagen 4611 hat der ein Vorbild ??
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