Behle und weitere Frankfurter Geschäfte

#51 von Udo , 21.08.2017 23:09

Botho, älter. Nicht siebziger des 19. Jahrhunderts, sondern 1837.

Eigentlich ist das die mir bekannte älteste Abbildung einer Spielwarenhandlung. Übrigens hatten die oft nicht nur Spielwaren, sondern auch ganz andere Sachen und Spielwaren nur nebenbei. Wir kennen das ja von Friseuren, Apotheker, Elektrohandlungen usw. Was wohl die Meisten nicht wissen, ist, dass früher in großer Anzahl Konditoren Spielzeuge führten. Das kam daher, weil die Konditoren Holzfiguren aus Thüringen und Sachsen, aber auch aus Berchtesgaden und Tirol bezogen und damit Hochzeitstorten usw. dekorierten. Dann fing man nebenbei an, solche Holzfiguren auch als Spielzeug zu verkaufen und endete manchmal bei der Eisenbahn.

Schönen Gruß
Udo


 
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#52 von dabbelju , 21.08.2017 23:29

"Wir kennen das von Friseuren . . ." Jawohl: zum Beispiel Friseursalon Werst, Ludwigshafen-Oggersheim. Gibt es heute noch als Modellbahn- und Modell-Autogeschäft, riesengroß und sehenswert. Der Chef ist nach wie vor gelernter Friseur: Familientradition. Seine Schwester (meine Friseurin) ist heute zuständig für Plüschtiere, Brio-Bahn etc. Märklin "MyWorld" ist die Schnittstelle Spielzeug ./. Modellbahn.

Seinerzeit wurde auch Helmut Kohl als Figürchen + Mercedes S-Klasse im M 1:45 verkauft - habe ich leider nicht, weil falsche Baugröße.

Ich ging dort immer zum Haareschneiden, was im Endeffekt recht teuer werden konnte. Aber Wartezeiten vergingen wie im Fluge.

Uli, früher Heidelberg


ALTE MODELLBAHN: alles, was veraltet ist
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#53 von Charles , 22.08.2017 02:05

Zitat von Udo im Beitrag #51
Botho, älter. Nicht siebziger des 19. Jahrhunderts, sondern 1837. Schönen Gruß Udo


Hallo Udo,

1837 ist das 19. Jahrhundert, wir befinden uns im 21. Jahrhundert. Als Du ein Jahr alt wurdest warst Du schon 12 Monate auf der Welt.


Nachtrag : Uppps, da hatte ich Udo falsch verstanden.


Grüße aus dem Odenwald.

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#54 von Udo , 22.08.2017 09:49

Hallo, Charles,

wenn Botho von den siebzigern des 19. Jahrhundert schreibt, dann ist das der Zeitraum 1870 bis 1879. Hier ist das Jahr aber 1837, also den dreißigern des 19. Jahrhunderts. Das meinte ich.

Etwas früher gab es diesen Spielwarenhändler in Frankfurt.

Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger (Allgemeiner Anzeiger der Deutschen) 24.11.1801
Kunst= Galanterie= und Spielwaaren, mathemat. physikal. Instrumente u.s.w.
Zur Auswahl für Weyhnachts= und Neujahrs=Geschenke, empfehle ich einem geehrtem Publicum mein mit vielen neuen Artikeln vermehrtes Lager von Kunst= Galanterie= und Spielwaaren, mathemat. physikal. Instrumenten, lehrreichen und unterhaltenden Gesellschaftsspielen ec. Das systematische Verzeichniß davon hat so eben die Presse verlassen und ist bey mir unentgeldlich zu haben. - Briefe erbitte mir Postfrey.
Frankfurt a. M. im Novbr. 1801.
J. v. Albert,
auf dem Römerberg.

oder etwas später

Frankfurter Journal 04.09.1859
Weinwaage nach Oechsle und Andern,
von Silber und von Glas, Spirituswaagen oder Alkoholometer, Essig= und Oelwaagen, Sacharometer= und Bierwaagen, überhaupt alle Arten von Aerometer, Thermometer ec., empfiehlt
Albert Sohn, Zeil No. 36, Kunst=, Quincaillerie= und Spielwaarenhandlung in Frankfurt a.M.

Schönen Gruß
Udo


 
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#55 von Udo , 22.08.2017 10:16

Hallo,

in obiger Anzeige ist der Name "Albert" irritierend angezeigt worden. Zwei Tage später wurde die Anzeige verändert.

Kaiserlich privilegirter Reichs-Anzeiger (Allgemeiner Anzeiger der Deutschen) 26.11.1801
Kunst= Galanterie= und Spielwaaren, mathemat. physikal. Instrumente und dergleichen.
Zur Auswahl für Weyhnachts= und Neujahrs=Geschenke, empfehle ich einem geehrtem Publicum mein mit sehr vielen neuen Artikeln vermehrtes Lager von Kunst= Galanterie= und Spielwaaren, mathemat. physikal. Instrumenten, lehrreichen und unterhaltenden Gesellschaftsspielen und drgl. Ein neues vollständiges systematisches Verzeichniß davon hat so eben die Presse verlassen und ist bey mir unentgeldlich zu haben. - Briefe erbitte ich mir postfrey.
Zugleich habe ich die Ehre, meinen respectiven auswärtigen Handelsfreunden anzuzeigen, daß ich nächste Ostermesse und in der Zukunft überhaupt meine Handlung zu allen Zeiten so wohl in als außer den hiesigen Messen in meiner Behausung in der Döngesgasse am Liebfrauenberg Lit. G. No. 22 haben werde, und empfehle mich auch da zu geneigtem Zuspruch.
Frankfurt a. M. im Novbr. 1801.
Johann Valentin Albert,
bis zur Ostermesse noch auf dem Römerberg.

Schönen Gruß
Udo


 
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#56 von Udo , 22.08.2017 20:05

Hallo,

eine Ergänzung zu meinem Beitrag # 51 im Hinblick auf Spielzeug bei Konditoren. Hier einer aus Aschaffenburg.

Aschaffenburger Zeitung 15.05.1824
Der Unterzeichnete macht hiermit bekannt, daß er alle Sorten Kinder=Spielwaaren zu verkaufen hat.
Martin Weiland, Conditor.

Schönen Gruß
Udo


 
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#57 von Udo , 22.08.2017 20:15

Hallo,

der zuvor genannte Spielwarenhändler Albert scheint sehr aktiv gewesen zu sein. Das hier habe ich noch gefunden:

Zu dieser Zeit war die Spielwarenhandlung Albert von seinem Sohn übernommen worden (1838). Geschäft lief anscheinend recht gut; Preislisten waren bei Postämtern zu haben und eben hier auch direkt von der Druckerei.

Allgemeine Zeitung 24.11.1844
Alberts neues Verzeichniß von Gegenständen zu St. Nicolaus=, Weihnachts= und Neujahrsgeschenken
hat so eben die Presse verlassen und ist unentgeltlich zu haben. Es enthält wieder vieles Neue
1) in Spielwaaren für kleinere Kinder; 2) zur nützlichen und angenehmen Beschäftigung der reiferen Jugend; 3) in Taschenspielerkünsten, Zaubereien, Automaten und Geistererscheinungen; 4) unterhaltende und belehrende Spiele für Kinder und Erwachsene; 5) in Attrappen; 6) in Gegenstände für Erwachsene, für die Haushaltung und Kunst und Wissenschaft.
Frankfurt a.M., 13. Nov 1844
J. C. Hermann'sche Buchhandlg.

1867 gibt es zu Weihnachten eine neue Liste. Und Albert ist aus seiner"Behausung in der Döngesgasse" wieder zur Zeil 36 zurückgekehrt.

Über Land und Meer, No. 009 11.1867
Das neue Weihnachts=Verzeichniß von Kunst und Spielwaaren von J. V. Albert, Sohn, Zeil Nro. 36 in Frankfurt a. M. enthält viele Neuigkeiten, auch solche aus der Ausstellung und wird auf Verlangen franko übersandt.

Dann ist die Firma verkauft worden und hatte einen Nachfolger.

Aschaffenburger Zeitung 30.11.1872
Weihnachts=Ausstellung 1872 von
J. V. Albert, Sohn, Nachfolger 36 Zeil 36 in Frankfurt am Main.
Größtes und reichstes Lager in Spielwaaren aller Art.
Das neue Preisverzeichniß ist gratis und franko zu erhalten.

Hier noch drei weitere Frankfurter Spielwaren-Händler.

Frankfurter Journal, 01.12.1859
J. D. Reichard,
an der Paulskirche No. 2, in Frankfurt am Main,
empfiehlt seine vollständig assortirte
Kinder-Spielwaaren-Ausstellung
zur gefälligen Beachtung.


Frankfurter Journal 14.12.1859
Ausverkauf von Spielwaaren jeder Art.
Wegen Umänderung in meinem Geschäfte werden sämmtliche im großen Lager im ersten Stock befindlichen Waaren zu den billigsten Fabrikpreisen verkauft.
Es ist dadurch dem geehrten Publikum eine billige und schöne Weihnachtsbescheerung geboten, und wird um recht zahlreichen Besuch gebeten.
G. P. Bruder's Spielwaaren=Magazin.
Adresse wird nicht angegeben, es ist aber der Ort Frankfurt am Main.


Neue Aschaffenburger Zeitung und Aschaffenburger Anzeiger (Beobachter am Main und Aschaffenburger Anzeiger) 15.12.1865
Mein Spielwaaren-Lager empfehle zu billigsten Preisen
Theodor Engelhard
nahe der Hauptwache.

Schönen Gruß
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#58 von Charles , 11.12.2017 00:02

Hallo,

in diesem 10 Jahre alten Artikel war schon von Resignation die Rede :

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wi...lt-1459438.html

Dann kam die Baustelle :

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Baus...;art675,1944788

Und zum 31.12. ist jetzt endgültig Schluß.


Grüße aus dem Odenwald.

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#59 von Udo , 11.12.2017 19:44

Hallo,

ist ja klar: Wenn so eine Baustelle den Umsatz der Einzelhändler massiv vermindert, ist durchaus zu erwarten, dass sich einige Geschäfte wie hier beispielsweise Spielwaren Dersch davon nicht erholen und schließen müssen.

Andererseits: Weiter oben hatte ich unter anderem Friseure genannt, die früher auch Spielwaren in ihr Verkaufsprogramm aufgenommen hatten. Und einen bekannten Friseur gibt es noch heute, und nicht zu klein: Erwin Franz Müller, Friseur aus Ulm, gründete 1953 sein Unternehmen, verstand es, durch den Nebenbei-Verkauf von Kondomen in allen Größen, Farben und Konturen sein Geschäft zu aufzupeppen, so dass er kurze Zeit später schon Filialen aufbaute. Immer mehr Sorten von Waren wurden angeboten, dann auch Spielzeug, darunter Eisenbahnen von Märklin, Roco und Piko.

Die Eisenbahnen verkauft er online und im Geschäft. Kann nun sein, dass der online-Verkauf für Dersch nicht möglich ist. Wenn man sich aber wie Dersch auf Eisenbahnen spezialisiert hat, könnte ich mir vorstellen, dass man als Fachverkäufer und vor allem als Berater in diesem Bereich Erfolg haben könnte. Vor allem die "im gut sortiertem Fachhandel" erhältlichen Ersatzteile für die Eisenbahnen dürften die Kunden binden.

Vllt hatte Dersch die Zweigleisigkeit, also Verkauf und online-Handel versucht, und es hat sich nicht gelohnt. Aber ich möchte ein Beispiel aufzeigen: Hier in meiner Nähe gab es ein großes Spielwarengeschäft, hauptsächlich Artikel von Märklin. Da habe ich mir immer wieder einmal (es sind nur 8 km zu fahren, Parkplatz fast vor dem Haus) Ersatzteile geholt.

Und dann kam die Sache mit dem Stromschleifer. Ich hatte einige alte Blechwaggons Spur 0 von Dorfan bekommen. Die hatten für die Innenbeleuchtung Rollendruckfederschleifer, die nicht so gut funktionierten. Ich habe also einen Waggon mitgenommen und nach Schleifern gefragt. "Haben wir nicht." "Ich meine Schleifer für H0". - Das ist aber kein H0. - Das ist doch egal, Hauptsache, er kann den Strom aufnehmen. - Der passt aber nicht.- Den baue ich so um, dass er passt. - Das geht nicht. - Na, Sie werden es ja sehen.

Ich habe umgebaut, klappte prima, und mit dem Waggon wieder in den Laden, weil ich noch weitere drei Schleifer brauchte. Haben wir nicht mehr. - Können Sie die bestellen? - Ja, aber das dauert. - Kein Problem, das eilt nicht.

Nach einem Monat nachgefragt. Schleifer waren nicht da. Nach zwei Monaten nachgefragt. Es gab immer noch keine Schleifer. Auch nach drei Monaten bekam ich nicht das, was ich brauchte. Als ich nach einem halben Jahr wieder dort vorbeifuhr, war das Geschäft nicht mehr da.

Ich will damit sagen: Man muss sich die Kunden heranholen, sonst klappt das nicht.

Schönen Gruß
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#60 von Charles , 30.01.2018 20:30

Hallo,

da dieser Thread sich längst und erfreulicherweise auch mit anderen Frankfurter Spielzeugläden beschäftigt hier ein Link zu einem alten Katalog der Spielzeugschachtel von 1956/57.

https://www.flickr.com/photos/39495180@N...57625416743167/

Rechts unten kann man Einzelseiten in verschiedenen Auflösungen herunterladen.

Nachtrag :

Die Firmengeschichte von Faix hat eine neue Adresse :

http://faix.vedes.com/David-Faix-%26-S%C...irmengeschichte



Edit: Angaben zur Spielzeugschachtel korrigiert.


Grüße aus dem Odenwald.

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#61 von Charles , 11.02.2018 14:02


Grüße aus dem Odenwald.

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#62 von Gleis3601 , 12.02.2018 14:48

Zitat von Charles im Beitrag #60
Hallo,

da dieser Thread sich längst und erfreulicherweise auch mit anderen Frankfurter Spielzeugläden beschäftigt hier ein Link zu einem alten Katalog der Spielzeugschachtel von 1956/57. Die Spielzeugschachtel war nicht, wie in einem anderen Thread vermutet, in der Nähe vom Frankfurter Hof, sondern am Ende der Zeil (Zeil 11) in der Nähe vom Gericht. Besitzer war Herr Häfner, später zog er in die Kurt-Schumacher-Str. um und firmierte dort unter "Spielzeugkiste".

https://www.flickr.com/photos/39495180@N...57625416743167/

Rechts unten kann man Einzelseiten in verschiedenen Auflösungen herunterladen.

Nachtrag :

Die Firmengeschichte von Faix hat eine neue Adresse :

http://faix.vedes.com/David-Faix-%26-S%C...irmengeschichte






Hallo Charles ,

ein paar Jahre zuvor/ oder danach , war die "Spielzeugschachtel" in der Kaiser Strasse 11 ... leider enthält der Katalog ,keinen Hinweis auf ein Jahr .



Gruß
Andreas


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#63 von U 406er , 12.02.2018 15:02

Hallo Andreas
Mein Katalog schon,siehe Foto





Gruß Uwe



 
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#64 von Charles , 12.02.2018 17:54

Hallo Andreas,

Du hast Recht, selbst auf dem von mir verlinkten Twitter Katalog steht ja Kaiserstr. 11 und das ist ja praktisch neben dem Frankfurter Hof. Damit ist auch nicht mehr sicher, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Laden und dem alten Laden von Herrn Häfner auf der Zeil (Nähe Gericht) gibt.

DA die DM-Drogerie als Adresse Zeil 11 angibt müsste das hier gewesen sein :

https://www.google.de/maps/@50.1110957,8...!7i13312!8i6656

Hallo Andreas und Uwe,

wieviele Seiten haben Eure Kataloge denn ? Ich nehme an, dass auf Twitter nicht der ganze Katalog zu sehen ist ?


Zu Behle habe ich noch folgende Angaben gefunden :

1954 gab es ein Behle Geschäft in der Friedrich-Ebert-Str. 28

Auf stadtgeschichte-ffm.de gibt es noch folgende Angaben :

12.10.1960, 100jähriges Jubiläum der Firma Spielzeug-Behle, Kaiserstraße.
2.12.1970, Eröffnung des Spielwarenhauses Behle, Zeil 107.
1.10.1971, 100jähriges Jubiläum der Firma R. Behle & Co. KG, Spielwaren.
29.9.1978–1.10.1978, Spielzeugmesse des Spielwarengeschäfts Behle im Volksbildungsheim.
16.1.2006, Das Traditionsgeschäft Spielzeug-Behle steht vor dem Aus. Nach 135 Jahren meldet das letzte traditionsreiche Spielzeuggeschäft in Frankfurt am Main Insolvenz an und will seine Filiale an der Konstablerwache schließen. Betroffen sind 15 Standorte in Deutschland mit 260 Mitarbeitern, davon 50 in der Mainstadt.
30.4.2006, Endgültiges Aus für Spielzeug-Behle. Nach 135 Jahren in der Innenstadt schließt das Hauptgeschäft Große Friedberger Straße.

Und noch ein Foto von 1957 :

http://static2.fr.de/storage/image/1/2/2...zJRJ_nKikbQ.jpg


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#65 von U 406er , 12.02.2018 17:57

Hallo Charles
... mein Katalog hat 52 Seiten
Gruß
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#66 von Gleis3601 , 13.02.2018 06:49

Hallo Charles ,

mein Katalog hat 47 Seiten.


Gruß
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#67 von Ffm-Gleis , 13.02.2018 08:18

Guten Morgen FAMler,

ist schon traurig, dass in einer Stadt mit über 700000 Einwohnern und mehreren
hundertausend Pendlern täglich nur noch - ich würde sagen - zwei Modellbahngeschäfte exisitieren
[Meder/Bornheim und Spielzeugparadies/Bahnhifsviertel]

Ich fahre mittlerweile nach Gießen oder Mainz, da die Frankfurter Geschäfte nur "gängige Wahre" vorrätig
haben. Und auch die Präsentation drängt sich auf engstem Raum.

Sicherlich das Internet ist ein starker Gegner für die Fachgeschäfte. Aber ich denke mancher von uns
würde gerne in einem Präsentierenden Geschäft stöbern, verweilen .... und dann sicherlich auch kaufen.

Absurd, dass mein Lieblingsladen Hühnerbein in Aachen ist, wo auf einer großen Fläche Vieles anzuschauen ist (auch Zubehör) und man
nicht schon vorher wissen muss, was man kaufen will.

Ich wünsche allseits einen schönen Tag
Konrad


Märklin HO seit 1954 - bevorzugt Epoche I - III
Fahre analog (M-Gleis) und digital (C-Gleis) auf einer Anlage


 
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#68 von dabbelju , 13.02.2018 10:43

Hallo Konrad,
Dir ist leicht zu helfen mit meinem Tip:

setz' dich in FfM in den Zug nach Mannheim (ist näher als Aachen), dort findest Du Berton/Neckarau und König/Käfertal (beide per Straßenbahn erreichbar). Dann in die "Säuferbahn" nach Bad Dürkheim - aber in Oggersheim (wo Helnut Kohl zu Haus war) aussteigen und ins riesige, sehenswerte Geschäft von Werst gehen. Gegenüber bei Mayer-Bräu in Oggersheim einen Saumagen essen, ein Viertele Pfälzer Wein trinken - und heimfahren nach Frankfurt.
Ich garantiere Dir: das wird ein schöner Tag!

Wenn Du mit dem Auto fahren willst: lieber nur ein Achtel trinken, dafür aber schon in Weinheim runter von der Autobahn - zu Grimm in Weinheims Altstadt (Kaffeetrinken am Marktplatz), nach Eppelheim zu Schumann und dann bist Du schon fast in Mannheim-Neckarau; weiter wie oben!

Ich mußte leider wegzieheen aus dieser (modellbahnerisch) paradiesischen Gegend zwischen Weinstraße und Neckartal. Ist halt Metropolregion, nicht Bankenzentrum wie Frankfurt.

Uli


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#69 von Charles , 13.02.2018 15:49

Hallo,

einer von dem ich nichts wußte, Eisenbahn-Anzeige von 1928/29. Er war Rad- und Auto-Rennfahrer und hatte ab 1904 ein Fahrradgeschäft in Frankfurt :

https://images-02.delcampe-static.net/im...532_001.jpg?v=0

https://pictures.abebooks.com/ALTHOHENECK/18670616678_4.jpg

https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Verheyen

https://www.pinterest.de/constantinopel/...frankfurt-main/

Nachtrag :

Neben Behle sind auch Ade und Reutlinger schon im Frankfurter Adressbuch von 1930 als Spielwarenhändler aufgeführt.


Grüße aus dem Odenwald.

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#70 von Charles , 05.04.2018 21:25

Hallo,

jetzt schließt auch das Modellparadies im Bahnhofsviertel. Der User AO74 hat auf DSO ein Abschiedsfoto eingestellt :

https://abload.de/img/0euzm.jpg


Grüße aus dem Odenwald.

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#71 von Charles , 24.04.2018 13:51

Hallo,

zwei Bilder aus meinem Fundus :


Berliner Str.


Braubachstr.

Anständige Menschen können die Bilder nach Belieben verwenden.


Grüße aus dem Odenwald.

Charles


 
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#72 von Blech , 25.04.2018 10:53

Charles -
zur Hobby-Haas-Geschichte kann ich einiges beitragen.
Denn Carlernst Baecker+ war mein Blech-Mentor und wir arbeiteten bei vielen Büchern zusammen.

Da gab es noch in einer Seitenstraße dieser Gegend
einen Haas-Laden (hieß wohl anders, Reutlinger?), den die Baecker-Tochter Belinda führte.
Dort wurden hauptsächlich Modellautos verkauft, aber auch, H0-Modelle (Tram), hergestellt von Belindas Ehemann.
Die beiden anderen Haas-Läden wurden von Frau Marlene Baecker dirigiert.
Carlernst+ hat sich nie so richtig um die Läden gekümmert -er war ja im Gastro/Würfelzucker (Helma-Ernst)-Geschäft engagiert.
Die Baecker-Läden hießen "Haas" nach Dieter Haas+, dem Gründer, der dann von Frau Baecker ausgeschieden worden ist...
Alt-Fachverkäufer war Stammtisch-Mitgründer Schorsch Guthmann, der dann auch gegangen wurde -zu einem Modellbauladen im Norden (Münch?) Frankfurts.
Danach wurde Hobby-Haas ein reines Modellbahngeschäft -mit dem "alten Zeug" konnte sich Marlene nie anfreunden und das flog dann nach Carlernsts Tod schnell raus.
Frau Baecker war auch zeitweise MHI-Chefin/Vorsitzende.
Baeckers Sohn hat sich auch nie richtig um das Geschäft gekümmert, er war ein begnadeter Pianist und promovierte, ging an die Uni.
Dieter Haas betrieb dann mit seiner Frau Moni erst einen Laden in Frankfurts Norden und später an zwei Stellen in Sachsenhausen.
Zuvor auch mit Moni einen Zoohandel (Zoo-Haas) -auch in der Nähe der Paulskirche.
Moni lebt heute im Ruhrgebiet.
Schöne Grüße in den blühenden Odenwald
Botho


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#73 von Charles , 25.04.2018 12:52

Hallo Botho,

das Geschäft von Carl Reutlinger (später von dem Ehepaar Molter geführt), schon 1797 gegründet und mindestens seit 1930 in der Töngesgasse 46 gelegen, war in diesem Thread schon Thema. Hermann, Du (#41) und ich haben etwas dazu geschrieben.

Hier eine Annonce aus der Frankfurter Zoo-Zeitung, 12/1938




Schorsch Guthmann war vermutlich der (damals) junge Mann mit langen schwarzen Haaren. Der hat später auch noch bei Horst-Dieter Slesina in der Waldschmidtstr. gearbeitet.


Grüße aus dem Odenwald.

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#74 von Blech , 25.04.2018 13:49

Charles -des isser!
Die Haare sind heute noch wie 68er -aber grau.
Botho


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#75 von Udo , 25.04.2018 14:32

Aber jetzt mit Zopf. So bin ich auch lange rumgelaufen.


 
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Gibt es den Herrn Zötzl noch? (und Conrad Modellbahn?)

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