Roskothen in Duisburg schließt nach 134 Jahren

#26 von Billettle , 15.02.2013 07:59

Hallo Norbert,

rechtlich sehe ich keine Bedenken, solange man keine Unwahrheiten verbreitet, und den Laden bzw. seinen Betreiber nicht verunglimpft. Das lief hier bisher ja schön ähnlich: Wer auf Reisen geht, fragt nach, wo es welche Geschäfte gibt. Nur sind die Fragen und Antworten dann im ganzen Forum verstreut. Wäre also nicht ganz neu, nur eben gebündelt.

Deinen Vorschlag finde ich sehr gut! Eine Sortierung ist sicher nur grob möglich, wäre aber vorteilhaft. Man könnte ja zehn Unterthemen mit den Postleitzahlen 0, 1, 2... beginnend und einen Thread mit "Österreich", "Schweiz"... etc. einrichten. Wenn dann jeder Beitragsersteller seinen Thread beispielsweise mit "12345 Musterstadt - toller Gebrauchtwarenladen" überschreibt, wäre die Übersichtlichkeit doch schon gegeben.



@ Jens: Sowas ist IMMER subjektiv, denn selbstverständlich kann jeder nur seine eigenen Erfahrungen und Eindrücke wiedergeben. Ob es beim nächsten Besuch von einem anderen Forumsmitglied anders ist, kann man ja auch nicht voraussehen. Es gibt ja auch unterschiedliche Wünsche und Ansprüche. Das ist also nichts anderes als der Hinweis auf ein Modellbahnevent: Da kann man auch noch so viel Gutes hören, und auf eine todsterbenslangweilige Veranstaltung stoßen.

Grüßle,
Thomas


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#27 von Blech , 15.02.2013 08:44

Leute, wie glaubt ihr denn, wie das weitergeht im Zeitalter des Internetverkaufs?
Bestpreis googeln und dann ab mit agilen Versanddiensten, mit einer Versandschnelligkeit, die uns zu Zeiten der guten alten Post noch undenkbar erschien.
Wo sind denn die kleinen Tante-Emma-Läden geblieben? Die sind doch fort, weil wir alle in die Supermärkte mit großen Parkplätzen gehen.
Mit den Schnellbacköfen in den Supermärkten gehts jetzt den Bäckern an den Kragen, zumal die in den Städten meist auch keine Parkplätze haben -wie die Modellbahnläden auch.
Aber vor der Haustür aller Läden wollen wir parken! Etwa nicht? Warum gibts denn die Einkaufszentren am Stadtrand?
Was ist denn mit Ersatzteilen für unsere Bahnen? Der Händler muss (meist) erst bestellen -im Internet ist alles zu finden und in wenigen Tagen daheim.
Neuware beim Händler? Hat der jede gewünschte Lok im Regal -sicher nicht. Aber im Netz ist sie schnell gefunden -und sicher noch preisgünstiger.
Tja, Leute, so ist das nun mal. Es ist der Lauf der Zeit. Den halten wir nicht auf -und der Zeitenlauf wird von uns selbst gemacht! Das bitte nicht vergessen.
Schöne Grüße aus Hessen
Blech


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#28 von peter schäfer , 15.02.2013 09:12

Hallo
Welch ware Worte. Wir leben doch heute nach dem Motto( Geiz ist Geil). Wir alle versuchen den Schnapper des Jahres zu machen! Wofür brauchen wir Fachgeschäfte,unsere Bühne ist mitlerweile das World-Wide- Web. Hier gibt es alles was das Herz begehrt. Alles andere ist Steinzeitdenken aus längst vergangener Zeit.
Mit Modellbahnerischen Grüßen Peter.


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#29 von Billettle , 15.02.2013 09:15

Hallo Botho,

im Prinzip stimme ich Dir zu. Aber:
Wir hatten hier im Ort zwei Läden eines untergegangenen Drogerieriesen. Als sie nicht mehr da waren, merkten die Bewohner, was ihnen fehlte. In Kürze macht im größeren der beiden Läden ein neuer, privatinitiativ betriebener Drogeriemarkt auf. Ein Konzept, das sich in anderen Orten bereits bewährt hat und sich auch bei uns bewähren wird.
Wir haben hier einen handwerklichen Bäcker, der beste Geschäfte macht, weil die Qualität stimmt. Es gibt daneben einen regionalen Filialbäcker, der auch noch handwerklich, also ohne Teiglinge und Fertigbackmischungen, bäckt. Auch dort brummt der Laden. Dagegen mussten zwei andere Groß-Filialisten ihre Geschäfte schließen, weil zwar die Preise niedrig waren, aber die Qualität nicht stimmte. Die Leute blieben weg - weil der kleine preis nicht alles ist!

Ich habe den Eindruck, dass die Situation vielfach schlechtgeredet wird. Es ist schade, wenn ein Laden schließt, aber oftmals stecken dahinter auch andere Gründe, die natürlich nicht publik gemacht werden. Wer gibt schon offen zu, unflexibel zu sein, unfreundlich oder nicht kundennah?

Wer mit der Zeit geht, alle Vertriebsmöglichkeiten nutzt, gute Qualität und einen kundenorientierten Service bietet, hat beste Chancen. Und wenn man als Kunde erstmal weiß, dass es Qualität nicht für lau gibt, weiß man auch die örtlichen bzw. die kleinen Geschäfte wieder zu schätzen.


Grüßle,
Thomas


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#30 von Blech , 15.02.2013 09:25

Thomas,
ja, die Situation wird immer bedauert von einsamen Rufern in der deutschen (Service-)Wüste.
Doch wo triffst du samstags diese Leute -im Einkaufszentrum!
Millionen Deutsche kaufen in Einkaufszentren (meist wegen dem Parkplatz aber auch wegen dem Preis -und alle Läden nebeneinander!) oder daheim im Netz.
Dein Beispiel mit den Schlecker-Nachfolgern:
Was wird draus, wenn nebenan Rossmann eröffnet? Siehste!
Anderes Beispiel:
Hier im Rhein-Main-Gebiet gibts viel Protest gegen den Fluglärm. Einer tut sich da besonders hervor, bekannt durch Texte mit seinem Foto in der Presse.
Und wo traf ich dann diesen Menschen? Am Flugschalter! Egoismus siegt immer. Leider?
Die Realität -das sind wir!
Schöne Grüße ins Ländle -und an eines der drei deutschen Bauungeheuer, Stuttgart 21
Botho


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#31 von Zitröhn , 15.02.2013 09:43

Zitat von knuldes im Beitrag #15

Das es auch anders geht zeigt die Firma Kramm in Hilden. Dort bekommt man vernünftige Preise und es lässt sich auch mal handeln. Nicht zuletzt deshalb wurden dort in den letzten 2 Wochen mind. 23 Express-Loks bestellt und dazu passend 19 Wagensets.. Das haben die in all den Jahren noch nie erlebt!
Ein gewisser Händler aus Aachen war dazu leider nicht in der Lage(...)



juuten Tach zesammen,

um es im Aachener Tonfall zu sagen:
"Ein jewisser is juut, et jibt doch nur noch den einen in der Stadt" (von früher fünf großen mit Moba). Und der verbliebene hat ein sehr gutes, internationales Sortiment und dementsprechend einen sehr weiten Einzugsbereich, was seine Kunden angeht (so war es zu mindest mal). Ich war dieser Tage noch da und habe mir die Gebrauchtware angeguckt. Die Börsen hier im Norden sind günstiger. Trotzdem hat er überlebt, in bester Innenstadtlage, ohne einen Parkplatz vor der Tür. Liegt es vielleicht daran, daß er auch einen Internethandel hat und somit ein zweites Standbein? In Geesthacht (östl. von HH) gibt es einen Mobaladen, der macht auch viel über das Internet. Ich denke, daß wie bei dem weiter oben beschriebenen neuen Laden in dem kleinen Ort die Zukunft einfach darin besteht, zweigleisig zu fahren: Verkauf sowohl über das weltweite Wirrwarr als auch über die Ladentheke. Wenn man es schafft, durch den Internethandel einigermaßen Umsatz zu machen, dann kann man doch bestimmt auch an der Theke attraktive Preise anbieten, oder denke ich hier jetzt falsch?

Ich kaufe gern im Fachhandel, und wenn es nur Schleifer, Bürsten und Haftreifen sind.....

Viele Grüße

Nils


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#32 von Billettle , 15.02.2013 09:51

Hallo Botho,

selbstverständlich kauft man auch in unserem Ort in den Läden in der Peripherie. Vieles findet man in der Innenstadt auch nicht mehr. Einen Schuhladen beispielsweise sucht man hier im Ort vergebens. Dazu muss man zwangsläufig eine Stadt weiter. In deren Fußgängerzone gibt es allerdings reichlich Läden. Dort ist samstags der Wahnsinn zuhause, dank breitem Angebot an Fachgeschäften und ganz ohne Einkaufszentrum!

Übrigens gibt es hier in der Ortsmitte keine räumliche Möglichkeit für einen großen Drogisten. Diese kleinen Drogerieläden werden mit Sicherheit auch nirgends eröffnet, wo die Gefahr besteht, dass sich nebenan ein Grossist niederlassen könnte. Das wäre doch sehr blauäugig.

Nun, über charakterliche Mängel einiger Menschen - ich habe das von Dir genannte Beispiel im Auge - braucht man nicht zu streiten. Das steht außerhalb jeder Diskussion.

Die allgemeine Entwicklung, die sich mit meiner persönlichen Erfahrung deckt, ist die, dass sich das Blatt nach Jahren wendet. Weg von billig-billig, hin zu mehr Qualität. Weg vom Discounter hin zu regionalen Anbietern, weg vom Konsumpalast zum ortsnahen Handel. Der aktuelle Pferdefleisch-Skandal führt uns mal wieder treffend vor Augen, wohin der Wahnsinn führt, wenn der Geldbeutel den klaren Verstand ausschaltet.

Man kann alten Zeiten hinterherjammern, oder es besser machen. Ich sorge mit meinem "besser machen" ein klein wenig dafür, dass der einsame Rufer nicht mehr ganz so alleine ist.

Grüßle,
Thomas

... der Stuttgart 21 auch nicht gebraucht hätte.


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#33 von Heinz-Dieter Papenberg , 15.02.2013 09:54

Hallo Nils,

Zitat
Ich kaufe gern im Fachhandel, und wenn es nur Schleifer, Bürsten und Haftreifen sind.



das kann aber auch ein Problem sein. Mir selber ist es vor einigen Jahren passiert das ich bei einem kleineren Händler in Duisburg, der auch Modellbau Bedarf hatte und bei dem ich einige RC Schiffe gekauft hatte, nach dem 3. Kauf von Haftreifen und anderem Zubehör mir sagen lassen mußte das er auch Loks und Wagen verkauft.

Danach habe ich den Laden nie mehr betreten und seit ca. 2 Jahren besteht der auch nicht mehr. Das kann einem heute leider auch passsieren.


Gruß

Heinz-Dieter Papenberg

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#34 von Blech , 15.02.2013 10:02

Thomas, das mit "mehr Qualität bei kleinen und lokalen Anbietern" höre ich seit Jahrzehnten.
Und die Wirklichkeit? Die Discounter sind besser geworden -und mehr.
Beispiel gefällig?
Das gute Weinangebot bei Aldi, hier im Ort, erspart mir heute den Weg in die Großstadt zum Weinhändler...
Aldis Weinangebot wird sogar in Gourmet-Blättern gelobt -es ist im Umfang und in der Qualität(!) gewachsen.
Und der Preis? Ja, da ist dann sogar eine Flasche mehr drin...
Noch Fragen?
Schöne Grüße
Botho


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#35 von Billettle , 15.02.2013 10:08

Hallo Heinz-Dieter,

so ging es mir auch mal. Wir haben einen Kaffeevollautomat eines kleinen Herstellers, der seine Geräte bewusst nur über Elektro-Fachgeschäfte vertreibt. bei großen Elektronikmarktketten sucht man sie vergebens.
In einem anderen Laden, als ich das Gerät kaufte, fragte man mich beim Kauf von Reinigungstabletten, ob ich denn das Gerät bei ihm gekauft hätte. Am vorwurfsvollen Tonfall war deutlich zu spüren, was er mir damit sagen wollte.

Seitdem kaufe ich meine Reinigungstabletten in einem anderen Fachgeschäft. Nur deshalb, weil man dort freundlicher ist. Tja...

Grüßle,
Thomas


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#36 von Expressler , 15.02.2013 10:09

Zitat von Blech im Beitrag #32
... Hier im Rhein-Main-Gebiet gibts viel Protest gegen den Fluglärm. Einer tut sich da besonders hervor, bekannt durch Texte mit seinem Foto in der Presse.
Und wo traf ich dann diesen Menschen? Am Flugschalter! Egoismus siegt immer...

Tja Botho,

so ist es halt: viele wollen zurück zur Natur, aber kaum einer zu Fuß!

Schöne Grüße

Günther


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#37 von claus , 15.02.2013 10:10

Hallo Botho,

ich denke, ein Vorteil liegt darin, dass man im "Fach"-Laden ( häufig ) die gewünschten Artikel noch " in die Hand " nehmen darf, vllt. ein nettes Gespräch führt mit nem Pott Kaffe auffe Theke und je nach Warenbestand die Augen auch noch was davon haben.
Ob das letztlich aber die für den Händler notwendige Marge ( um den laden betreiben zu können ) im Vergleich zu I-netpreisen rechtfertigt, wage ich zumindest zum Teil zu bezweifeln.
As time goes by.... und du hast schon recht, das www ist nicht mehr zu stoppen, warum auch? Zumindest die Bereiche, die ihre Waren auch online verkaufen, geniessen da noch einen kleinen Vorteil, obgleich sie ihre Zeit letztlich m.E. besser in Verpacken investieren könnten, denn die wird dann je nach Kalkulation bezahlt.
In den Branchen, wo es letztlich nur um Kistenschieberei geht, wird zukünftig mit einem Ladengeschäft düster aussehen.


Viele Grüsse,

Claus


 
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#38 von Blech , 15.02.2013 10:12

Günther,
schön formuliert!
Aber selbst unsere Grünen sehen das heute offener.
Der Schutzpatron der Fluglärmgegner ist wohl St. Florian.

Claus, bislang waren die "Alten" -nicht vertraut mit dem PC, schon gar nicht mit dem Internet- eine Stütze des Laden-Einzelhandels.
Dieser Prozentsatz schwindet rapide! Heute über 80-Jährige haben noch im Beruf am PC gesessen...
Die Alten sind jetzt fit fürs Internet! Also nutzen auch sie Angebotsfülle und Niedrigpreis -dazu müssen sie nicht mal aus dem Haus, der Paketdienst schellt zwei Tage später.
Mir hat kürzlich der Fahrer eines Paketdienstes gesagt, dass ich mich wundern würde,wenn ich mal sehen würde, welch reger Internet-Versand tagtäglich ins Altenheim geliefert wird...
Übrigens, wenn ich mir was von einem örtlichen Laden liefern lasse, dauert das auch mal drei Tage!
Wie war das noch mit der Zeit im Sauseschritt -wir eilen mit. Oder so ähnlich.
Schöne Grüße
Botho


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#39 von foxkilo ( gelöscht ) , 15.02.2013 10:14

Wenn ich die hier vorgebrachten Argumenten und Klagen durchlese, dann komme ich zu folgenden Schlüssen:

- erstens viele haben die Läden ihrer Kindheit voraugen. Nur waren da die Umstände völlig anders. Es gab mehr Kinder, die Kosten- und Margenstruktur war für die Läden besser, die Programme der Hersteller waren kleiner und übersichtlicher.

- zweitens viele von uns sind so lange dabei, dass sie einfach aufgrund des Alters und der Spezialisierung an Wissen angehäuft haben, mit dem ein einfacher Händler nicht mithaleten kann.

- drittens aufgrund des vorher gesagten brauchen wir fast nichts an Neuware. Unsere Gebiete liegen zu 80% in der Vergangenheit und sind nur noch antiquarisch zubekommen, d.h. wir brauchen eigentlich keine Händler sondern Gebrauchthändler mit angeschlossener Ersatzteilversorgung.

Fazit: Ohne eine nachgewachsene Zielgruppe, die es seitens mangelnder Geburtenzahlen und geänderter Freizeitgewohnheiten des Verbleibenden Restes fast nicht mehr gibt, ist es eine natürliche Entwicklung, die auch ohne Internet, wenn auch langsamer und nicht in diesem Umfang, eingetreten wäre.

Übrigen, um einer Verklärung der Vergangenheit vorzubauen, waren früher außer in Städten, häufig die Spielwarenläden Anhängsel an Haushaltswarengeschäfte oder Fahrradhändlern und die Expertise kam uns nur so überwältigend vor, da wir noch keine oder wenig Ahnung hatten. Wer will z.B. Botho noch was über Blechbahnen erzählen, was er nicht schon weiss.

Meine 5 Penning.

Mario


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#40 von Expressler , 15.02.2013 10:22

Zitat von Blech im Beitrag #40
Der Schutzpatron der Fluglärmgegner ist wohl St. Florian.

Und nicht nur deren! Der gute St. Florian dürfte heute ohne Leiharbeiter gar nicht mehr zurecht kommen.

Günther


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#41 von gs800 , 15.02.2013 11:24

@Mario/Foxkilo

Kann deinen Ausführungen nur beipflichten.

In meiner Heimatstadt gab es bis Anfang der 70er 6 Spielwaren/Eisenbahnläden. Davon existiert heute keiner mehr. Ende der 70er hat ein Neuer aufgemacht, der demnächst auch bald zumacht.
Hier in Zürich werden es auch langsam weniger Modellbahnläden. Viele können auch die steigenden Mieten in den Innenstadtlagen nicht mehr erwirtschaften und geben dann auf oder ziehen bestenfalls noch in dei Peripherie.

Just my 5 Rappen
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Dampf im Sihltal: https://www.museumsbahn.ch/


 
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#42 von Casey Jones , 15.02.2013 15:55

Hallo Claus,

Zitat von claus im Beitrag #39
Hallo Botho,

ich denke, ein Vorteil liegt darin, dass man im "Fach"-Laden ( häufig ) die gewünschten Artikel noch " in die Hand " nehmen darf, vllt. ein nettes Gespräch führt mit nem Pott Kaffe auffe Theke und je nach Warenbestand die Augen auch noch was davon haben.



... und dann sagt der Kunde: Tschüss, das Modell kostet im Internet 99Cent weniger + 5 € Verpackung, macht 94 ? Gewinn

axel

Das ist übrigens ein allg. Problem des kleinen Einzelhandels


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#43 von Blech , 15.02.2013 15:59

Axel, erst musste ich lachen -aber richtig, so läuft das!
Schöne Grüße aus Hessen
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#44 von Zitröhn , 15.02.2013 22:14

Zitat von Heinz-Dieter Papenberg im Beitrag #35
Hallo Nils,

Zitat
Ich kaufe gern im Fachhandel, und wenn es nur Schleifer, Bürsten und Haftreifen sind.


das kann aber auch ein Problem sein. Mir selber ist es vor einigen Jahren passiert das ich bei einem kleineren Händler in Duisburg, der auch Modellbau Bedarf hatte und bei dem ich einige RC Schiffe gekauft hatte, nach dem 3. Kauf von Haftreifen und anderem Zubehör mir sagen lassen mußte das er auch Loks und Wagen verkauft.
(...)



Tja, da ist es , das Kernproblem. Der Händler, wo wir unsere Ersatzteile kaufen, möchte und muß natürlich auch Loks und Wagen verkaufen, denn davon lebt er. Und es pestet ihn natürlich, daß die Leute die "Geldbringer" woanders kaufen aber für den Kleinkram dann zu ihm rennen. Daß ausgerechnet HD seinen Frust abbekommen hat war natürlich blöd. Das Phänomen, daß man sich beim Fachhändler beraten ließ und dann beim Billig-Markt einkauft gibt es schon länger. Es trat mit als erstes wohl in der Unterhaltungselektronik und bei den Haushaltsgeräten auf, "ich bin doch nicht blöd" und "Geiz ist geil" sei "Dank". Wo gibt es denn noch den klassischen Radio und Fernsehhändler oder den Händler für Haushaltsgeräte? Die sind mit daran kaputt gegangen, und das war noch vor dem Internet-Hype.

Zitat von foxkilo im Beitrag #41

(...)
- drittens aufgrund des vorher gesagten brauchen wir fast nichts an Neuware. Unsere Gebiete liegen zu 80% in der Vergangenheit und sind nur noch antiquarisch zubekommen, d.h. wir brauchen eigentlich keine Händler sondern Gebrauchthändler mit angeschlossener Ersatzteilversorgung.
(...)



Der Laden unserer Träume ist im Beitrag von Foxkilo äußerst treffend beschrieben. Aber davon kann glaube ich nieman überleben, oder?
Wir sind jedenfalls nicht das Maß der Dinge, was das Überleben der Fachgeschäfte sichern könnte. Unser Umsatz beschränkt sich wohl wirklich auf Ersatzteile oder mal ein schönes gebrauchtes Stück. Wenn wir unseren Beitrag zum Überleben der Fachhändler leisten wollten, dann müßten wir uns dort mit "weißer Ware" versorgen. Aber das ist dann aber keine alte Modellbahn....

Viele nachdenkliche Grüße

Nils
der ein paar weiße Schachteln hat und auch zwei Wagenschachteln mit Roskothen-Etiketten sein Eigen nennt


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#45 von Roco-Clubber , 17.02.2013 14:07

Hallo,

ja, sehr schade! Man muss immer weiter fahren! Mein MC-Stammhändler hat schon vor ca. 20 Jahren geschlossen. Obwohl der hatte einen Laden in Oberhausen, in Dinslaken und am ende noch in Essen. Dort hatte er den Laden von Modellbahn-Hauer übernommen! Dann wurde Dinslaken geschlossen. Danach Essen und dann war der Laden in Oberhausen auch dicht. Es gibt nur noch ein Anlagenbau dort! Seit dem habe ich auch hier und dort gekauft! Auch übers Internet muss man heute sehr oft kaufen!

Was bleibt sind die Erinnerung und die Modelle mit den Preisschildern auf den Verpackungen vom alten Stammhändler! Oder auch die Werbemodelle!



Trotzdem schönen Sonntag noch!

LG
Norbert aus DIN


 
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#46 von peter schäfer , 17.02.2013 14:32

Hallo Norbert
Wie fangen Modellbahn Märchen an : Es war ein mal vor langer langer Zeit, da gab es Fachgeschäfte weit und breit usw.
Gruß Peter


 
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#47 von Roco-Clubber , 17.02.2013 15:01

Hallo Herr Peter Schäfer,

Wieso Märchen?

Hier ist der Werbewagen von meinen Stammhändler. Da können Sie selber lesen, wo er überall war! Heute gibt es keinen Laden davon! Alle Orte, die ich oben genannt habe, stehen auch auf dem Werbewagen!

Bildlink!

Fakten kann man nicht leugnen!! Damals fing es eben so an und heute müssen eben auch sehr bekannte und alte Fachgeschäfte schliessen!

LG
Norbert aus DIN


 
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#48 von pete , 17.02.2013 17:28

Hallo Herr Clubber,

Ihr Tonfall, gegenüber dem Peter, verwundert mich etwas?!

Gruß,
Peter


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RE: Roskothen in Duisburg schließt nach 134 Jahren

#49 von bubblecar234 , 06.02.2019 17:09

Hallo,
habe aus einer Zeitung alte Fotos gefunden.


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