Hallo zusammen,
mir liegt es fern, diesen schönen Thread zu verwässern, jedoch finde ich es interessant, solche Macharten von Werbung oder Marketing zu analysieren. Werbung und Marketing sind (leider 😉) auch Teil meines beruflichen Wirkens. Darum finde ich Gerds Präsentation äußerst interessant. Ich verstehe aber, wenn dies vielleicht nicht jeder so sieht.
Somit stellt mein Diskussionsgrund wirklich keine Meckerei an den hier gezeigten Utensilien dar!!😇
Zitat von klein.uhu im Beitrag #427
In jener Zeit ist wohl kaum jemand für die Suche nach Modellbahngeschäften durch die Gegend gereist, oder hat irgendwo in einem ihm unbekannten Laden etwas bestellt. Geschäfte kannte man z.B. aus den Fachzeitschriften, ansonsten hatte man „sein Fachgeschäft“. So war es bei mir auch: Liste dieser Art hatte ich in der Tasche. Dann fuhr man auf einer (Dienst-)Reise da vielleicht mal vorbei. „Uhlandstr.“ ließ mich sofort an (West-)Berlin denken,
Werbung oder Marketing soll ja eben nicht (!) den Insider ansprechen. Die Coca-Cola-Company schaltet ja nicht ihre Fernsehwerbung um denjenigen zu erreichen, der ohnehin jeden Tag zwei Flaschen Cola leert. Werbung oder Marketing ist eine Aquise um den Bekanntheitsgrad zu erweitern. Somit wäre das Etikett des Händlers für Stammkunden verschenktes Geld. Somit
muss dieses Schild an einen Neukunden oder Neuinteressenten gerichtet sein. Dieser kann allerdings nicht agieren, da die Informationen zu dürftig sind.
Dank Sebastians Information im Beitrag #423 bin ich dann auch auf Berlin gekommen. Auch Westberlin war mit 1,9 Millionen Einwohnern schon ganz klar eine wichtige Stadt. Aber trotzdem hatte der Rest der Bundesrepublik Deutschland 61 Millionen Einwohner. In einer solchen Relation sieht man dann auch wieder, wie "unwichtig" Westberlin dann doch wiederum im Gesamtspektrum war. Somit hätte es nicht Westberlin sein müssen (es gibt auch noch andere große Städte mit 'Uhland-Straßen').
Eine vermutlich lokale Intention des Händlers aufgrund der Insellage der Stadt hatte ich ja schon in Erwägung gezogen (siehe Beitrag #424).
Hier sieht man einen Eindruck in einen alten Vedes-Katalog einer wirklich unbedeutenden Kleinstadt. Aber die Oma oder der Onkel von außerhalb hätten die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme gehabt, um ein Geschenk für Enkel oder Nichte für den nächsten Besuch zu reservieren (egal aus welchem Teil der Republik sie gekommen wären). Die Kontaktaufnahme hätte funktioniert (telefonisch und postalisch!). An dem Beispiel erkennt man, dass ein Geschäft an jedem Kunden interessiert ist und dies nicht auf ein Stadtgebiet beschränkt.
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Hier seht Ihr die Nachbildung eines städtischen Abfallbetriebes (Wiking-Sondermodell). Die Verpackung dieses Modells zeigt ein Bild des Original-Lkw. Es sollte sich um die Stadtwerke von Kiel handeln (ich habe es aber nicht nachgeprüft). Man sieht hier deutlich, dass städtische Angabe und Vorwahl weggelassen wurden. In diesem Fall wurde das wohl mit dem begrenzt lokalen Einsatzgebiet begründet. Da wird der dort ansässige Bürger vermutlich nicht die Vorwahl von Stuttgart in Erwägung gezogen haben, wenn seine Stadtwerke bei ihm vorfahren.
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Zitat von klein.uhu im Beitrag #427
Aus den heutigen Mobilfunk-Telefonnummern kann man auch nichts über den Ort entnehmen.
Das ist richtig. Ich schrieb allerdings von der generellen Verwendung von Vorwahlen.
Gruß Martin