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Hallo,
das ist die Spielzeugfabrik von Samuel Friedrich Fischer in Oberseiffenbach im Erzgebirge. Fischer hat Legespiele und Holzbaukästen nach dem System von Friedrich Fröbel hergestellt, der Bauelemente als Kugel, Zylinder und Würfel bevorzugte.
Die 1850 von Fischer gegründete Spielwarenfabrik wurde 1972 verstaatlicht und 1989 aufgegeben. Das Gründerhaus von 1850 steht inzwischen unter Denkmalschutz.
Fischer-Baukästen sind ein sehr beliebtes Sammelgebiet. Zudem baute die Firma schöne Häuschen in vielen Varianten, darunter auch 1956 den Nachbau der Stalinallee.
Schönen Gruß
Udo

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Danke Udo,
jetzt weiß ich mehr über die Gebäude, an denen ich im letzten Urlaub ein paarmal vorbeigekommen bin.
Schöne Grüße
Jürgen
make-moba.de

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Hallo,
auch dieses Gebäude wurde aufgegeben, die Modellbahn ist ab 11:10 zu sehen :
Grüße aus dem Odenwald.
Charles

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Hallo Charles,
ein unglaubliches Video. Da fragt man sich wirklich, was für ein menschliches Schicksal dahinter steckt.
mit bestem Gruß
Arne

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Zitat von Charles im Beitrag #4
Hallo,
auch dieses Gebäude wurde aufgegeben, die Modellbahn ist ab 11:10 zu sehen :

Viele Grüsse,
Claus

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Hallo,
Arne fragt, was für ein menschliches Schicksal dahinter steckt.
Nun, es dürfte sich bei dem Bewohner des Hauses um Johannes Hans Pichler (1912-1995) handeln. Pichler war Pilot, in Griechenland, Russland und zum Schluß in Italien eingesetzt und dort erst einmal zwei Jahre inhaftiert, bevor er zu seiner Familie nach Holstein zurückkehren konnte. Aus irgend welchen Gründen ging er aber wieder nach Italien und blieb dort bis an sein Lebensende.
In seine alte Heimat in Pommern konnte er wegen der neuen Grenzziehung nicht mehr, und so vermute ich, dass die Modellbahnanlage ein Teil seiner alten Heimat darstellt. Das als Anhaltspunkt für den Fall, dass jemand versuchen sollte, den Ort herauszufinden. Leider habe ich die Aufschrift auf dem riesigen Gebäude, das Claus zeigte, nicht genau lesen können, was da auf dem Schild steht. MG Film oder so etwas ? Wer kann das besser lesen ? Auf jeden Fall gibt es unter dem Gebäude eine Zufahrt für Züge. Ganz interessant !
Im Übrigen lebte die Modellbahnschmiede Fulgurex von solchen Leute, die wirklich massig Geld für eine Eisenbahnanlage übrig hatten. Die nun nicht mehr vorhandenen Züge fuhren, wie man vereinzelt sehen kann, tatsächlich mit Oberleitungsstrom. Und wenn man genau hinsieht, hatte Pichler vor, seine Anlage noch zu vergrößern.
Platz hatte er ja genug.
Schönen Gruß
Udo

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Hallo Udo,
auf dem Bahnhofsgebäude steht "NEU ULM".
Gruß Sebastian
H0-Märklin analog mit M-Gleisen, Epoche III ohne E-Loks

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Sebastian, wenn man es dann weiß, kann man auch Neu-Ulm lesen. Also, gut, nicht seine Heimat in Pommern. Man müsste mal seine Tochter fragen, welche Beziehungen ihr Vater zu Neu-Ulm hatte.

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Hallo,
die Familie schläft und ich habe mir das Video und die Kommentare jetzt noch einmal in Ruhe angeschaut.
Ich gehe anhand der kurz sichtbaren Pokale davon aus, dass das Gebäude in oder in der Nähe von Sala Biellese liegt. Das ist laut Wikipedia eine Gemeinde mit 593 Einwohnern in der italienischen Provinz Biella (BI), Region Piemont. Neben dem Gebäude liegt eine moderne Lagerhalle, die wohl genutzt wird. Da werde ich gelegentlich einmal Google Maps quälen müssen.
In den Kommentaren werden folgende Jahreszahlen genannt :
2010 soll der Besitzer gestorben sein.
2014 soll das Haus aufgegeben worden sein
2018 wurde das Video aufgenommen.
Mit den Informationen von Udo, angesichts des Alters der technischen Geräte und des fortgeschrittenen Zerfalls des Hauses habe ich da erhebliche Zweifel. 1995 als Todesjahr passt in jeder Beziehung besser, der Besitzer des Hauses war tatsächlich Deutscher und es gibt auch klare Bezüge zur NS- und Kriegszeit. Es wäre schön wenn wir weitere Infos zusammentragen könnten ohne dass der Thread politisch wird.
Ergänzung, die aber falsch war : Neu-Ulm dürfte uns nicht weiterbringen da es sich ja um den Kibri Bausatz Neu-Ulm handelt. Das dürfte also kein Hinweis auf den Erbauer sein.
Grüße aus dem Odenwald.
Charles

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Grandioses Video!
Rein technisch, also nach dem Gammelzustand zu urteilen, steht die Bude wohl etwas länger als 4 Jahre leer. Ist ja auch eine interessante Architektur, die ich keiner Richtung zuordnen kann. Das Interieur ist stilistisch spätestens in die Zeit um 1985-90 einzuordnen.
Die politische Einstellung mindestens eines Bewohners ist relativ klar erkennbar. Und wenn es der benannte Herr ist, der in Italien möglicherweise nicht deshalb inhaftiert war, weil er nur Flugzeuge bewegt hat, dann erstaunt mich das nicht, dass er später dort ansässig geworden ist: Da erinnere ich mich an den Fall Peiper; diesen Germanen trieb seinerzeit die pure Frankophile dazu, sich in Frankreich anzusiedeln, was vor Ort auf wenig Gegenliebe stieß.
Fraglich ist aber, was da erbrechtlich hinter der Gammelvilla steckt: So ein Haus lässt doch kein vernünftiger Mensch einfach offen herumstehen! Gibt's da keine Erben oder sind die spinnefeind?
Auch kann ich mir nicht erklären, was die Anlage mit der Marke Fulgurex zu tun haben soll, schließlich gibt es keine Fahrzeuge zu sehen. Auch ist die Anlage zwar bemerkenswert groß, aber die landschaftsgestalterischen Fähigkeiten des Erbauers waren scheinbar nicht so raumfüllend wie sein finanzieller Hintergrund. Die Sorgfalt des Aufbaus der elektrischen Anlagen lässt insgesamt an der Funktionsfähigkeit zweifeln.
Der Tod des Erbauers, so verrät jedenfalls der Blick in seine Vorratskammer, dürfte letztendlich durch Mangelernährung verursacht worden sein. Der Menge der Gläser nach zu urteilen, traf sich dort wohl regelmäßig eine größere Gruppe modellbahninteressierter Zeitgenossen in der Absicht, vermittels Alkoholkonsums den Verfall der gesamten Gruppe zu beschleunigen...
Martin
Hallo, Martin,
Fulgurex glaube ich an den Weichen und an einzelnen Masten der Oberleitung zu erkennen. Zudem steht einsam und verlassen bei 12:29 eine E-Lok in rotbraun vor dem Bahnhof von Neustadt alias "Neu-Ulm". Eine Lok musste ja dort bleiben, um einem potentiellen Käufer die Anlage vorzuführen.
Zum Bewohner: Die Angaben zu ihm könnten auch zweifelhaft sein. Einmal erzählt er, dass er bis 1947 von Amerikanern inhaftiert gewesen sei, dann aber auch, dass er fünf Jahre lang in Russland inhaftiert worden sei. Es wird schon Gründe gegeben haben, warum er dann wieder nach Italien "ausgewichen" ist, zumindest in den ersten Nachkriegsjahren.
Zu den Lebensmittelvorräten: Wer so alt war wie der Bewohner, hatte mindestens eine Person, die sich um den Haushalt kümmerte. Stirbt die betreute Person, nimmt man nach Absprache auch Lebensmittel mit (aber eben nicht die Frühlingssuppen von Knorr
). Das Haus muss schon Mengen an Gästen gesehen haben, wie man an der Anzahl der Gläser erkennen konnte. Wird man aber älter, nimmt die Bedeutung der Person immer mehr ab, und die Gläser stehen fast ungenutzt im Schrank.
Bin mal gespannt, ob Charles etwas herausfindet. Zudem könnte man mal Botho oder vor allem Robert (früher in Norditalien ansässig) fragen, ob die den Erbauer der Eisenbahnanlage kennen bzw. schon mal etwas von ihm gehört haben.
Das wird eine spannende Sache. Fast wie ein Krimi.
Schönen Gruß
Udo

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Hallo,
Charles hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die vermeintlich von mir gesichtete Lok bei ziemlicher Vergrößerung tatsächlich ein Flachbordgüterwagen ist. Vllt ist er da stehen geblieben, weil er einen Achsschaden hat. 
Aber an so einer großen Anlage kann man wieder einmal sehen, dass es ziemlich schwierig ist, die Anlage als solche zu verkaufen. Vllt noch die Häuser, einige Werks-Anlagen und auch die Oberleitungen, die sicherlich ein Höllengeld gekostet haben. Aber - was soll das Geld. Er hatte eh genug davon. Vor allem dürfte er aber eine Menge Freude gehabt haben, und das ist bei unserem Hobby das Wichtigste. Ich denke, so eine Freude verlängert auch das Leben.
Schönen Gruß
Udo

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Wenn er wirklich mit 82 gestorben ist, dann hat es das Leben nicht gerade verlängert... Und so wie das Gelände hingeschlampert wurde, kann die Freude auch nicht groß gewesen sein. Wahrscheinlich dreht der Mann sich heute noch täglich
mehrfach in seinem Grab um!
Martin
Zum ersten Video zu Fischer in Oberseiffenbach der Link auf Maps:
Link S.F. Fischer
Toll !
Jetzt warten wir, ob @Charles in Italien auch fündig wird.
Was ich gerade auf der Karte gesehen habe: Der Wildbach wurde oberhalb der alten Fabrik gestaut und dürfte zum Antrieb eines Generators für die Stromerzeugung oder eines Wasserrades für Transmissionen gedient haben.

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