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800er Lok von Märklin mit besonderer Aufschrift "20 V"

#1 von binneuhier , 01.02.2019 20:20

Eine Frage an die Spezialisten der 800er-Serie. Bei meiner wohl ältesten Lok RET 800 ist mir der Aufdruck "20 V" aufgefallen, hier im Bild gezeigt:



"20 V" soll ja sicherlich auf eine (Betriebs-) Spannung von 20 Volt hinweisen. Auf meinen anderen Lok's finde ich diese Angabe nicht. Daher meine Frage: ist das eine Besonderheit? Ist hier ein spezieller Motor eingebaut? Wurden spätere Lok's für eine geringere Spannung ausgelegt? Gibt es weitere Lok's mit dieser Angabe "20 V"?

Viele Grüße
Günther


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RE: 800er Lok mit Aufschrift "20 V"

#2 von erikelch , 01.02.2019 22:03

Hallo zusammen,

also bei den TM 800 steht auf der Rauchkammertür vorne unter dem Handrad auch "20 V".

Viele Grüße
Michael und die Elche


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RE: 800er Lok mit Aufschrift "20 V"

#3 von gn800 , 02.02.2019 09:59

Hallo Günther, diese Beschriftung "20 V" sieht man an vielen 800er Loks.

Bei CCS 800 ist sie z. B. an den Strinseiten des Mittelgehäuses zu finden...

Grüße

Johannes


Schrott wird flott - Geht nicht gibt´s nicht. Alles eine Frage des Aufwandes.


 
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RE: 800er Lok mit Aufschrift "20 V"

#4 von binneuhier , 12.02.2019 11:58

Danke für eure Beiträge, Michael und Johannes. Die Angabe auf der TM 800 habe ich erst nach dem Beitrag von Michael entdeckt:



Der Aufdruck "20 V" ist ja nicht bei allen Loks der 800er Serie, wohl nur bei den frühen. Wäre es möglich, hierzu weitere Bilder und Angaben hier einzustellen?

Was mich interessiert: ab welchem Jahr findet man diesen Aufdruck nicht mehr?

Viele Grüße
Günther


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RE: 800er Lok mit Aufschrift "20 V"

#5 von *3029* , 12.02.2019 13:28

Hallo Günter,

die Kennzeichnung " 20 V " wurde bei Märklin auf Lokomotiven seit Einführung der Transformatoren (1926) entsprechend den VDE-Bestimmungen vorgenommen, um auf den mit niedriger Betriebsspannung von 20 Volt nun gefahrlosen Umgang mit der " elektrischen Eisenbahn " hinzuweisen -
nachdem diese bis dahin mit Starkstrom, reduziert auf etwa 60 Volt mit Lampenwiderständen, betrieben wurden, woraus für das spielende Kind
die Gefahr bestand Stromschlägen ausgesetzt zu sein, was sehr häufig passierte.

Bei Vorstellung der Spur OO (HO) 1935 wurde ebenfalls diese Kennzeichnung übernommen, bis in die frühen 1950er Jahre, und bei älteren Modellen
beibehalten um die Lok-Gehäuse weiter verwenden zu können. Bei Neuentwicklungen entfiel dies.

Als Beispiel die HS 8OO in der ab 1939 verfügbaren Perfektschaltung (Fernsteuerung für Vor- und Rückwärtsfahrt)
aus dem Jahre 1947, inzwischen 72 Jahre alt:



© by Hermann

Viele Grüsse



Jofan 800 findet das Top
 
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RE: 800er Lok mit Aufschrift "20 V"

#6 von binneuhier , 13.02.2019 20:21

Hallo Hermann,

danke für Deine Erläuterungen. Demnach soll die Angabe "20 V" also auf die "niedrige, gefahrlose" Betriebsspannung hinweisen, und korrespondiert nicht zwingend mit irgend einer Ausgangsspannung des Transformators. Denn die wurde in den 1950er Jahren ja angegeben mit 8 - 16 V Fahrspannung, 16 Volt für die Lampen und 24 V für die Umschaltung.

Kann man das so interpretieren?

Viele Grüße
Günther

ps: Deine HS 800 aus 1947 ist wunderschön!


*3029* hat sich bedankt!
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RE: 800er Lok mit Aufschrift "20 V"

#7 von Metall forever , 13.02.2019 20:31

Guten Abend in die Runde,

auch ich habe dazu noch eine Frage.
Fuhren die Loks ab 1938/ 1939 (800er Perfektschaltung) nicht auch noch mit 20 (oder genauer) 19 Volt ? Der damals neu beworbene Trafo 270 A hatte - so meine ich mich zu erinnern - 19 Volt Fahrspannung ... ?

Gruß, Michael


 
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RE: 800er Lok mit Aufschrift "20 V"

#8 von *3029* , 13.02.2019 21:01

Hallo zusammen,

hallo Günther und Michael,

als die Spannung durch Betrieb der damals neuen Transformatoren auf 20 Volt begrenzt wurde,
im Jahre 1926, betraf dies zunächst die grossen Spurweiten O und I.

Nach Erscheinen der Spur OO/HO 1935 wurde dies übernommen, wobei man die Angabe " 20 V " mit etwas Toleranz
interpretieren sollte. Später wurden bei leichter Abweichung von den 20 V natürlich die Lokgehäuse
mit eben dieser Gravur weiterhin verwendet ...

Realistisch besehen ist beim Umschaltvorgang die Spannung kurzfristig höher als 20 Volt.

Viele Grüsse

Hermann

PS. Danke Günther

Edit: Trafos wurden ab Herbst 1926 - nicht 1928 - bei Märklin eingeführt.



 
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RE: 800er Lok von Märklin mit Aufschrift "20 V"

#9 von binneuhier , Gestern 11:03

Zitat von *3029* im Beitrag #5

die Kennzeichnung " 20 V " wurde bei Märklin auf Lokomotiven seit Einführung der Transformatoren (1926) entsprechend den VDE-Bestimmungen vorgenommen ...

Bei Vorstellung der Spur OO (HO) 1935 wurde ebenfalls diese Kennzeichnung übernommen, bis in die frühen 1950er Jahre, und bei älteren Modellen beibehalten um die Lok-Gehäuse weiter verwenden zu können. Bei Neuentwicklungen entfiel dies.



Hallo Hermann,

jetzt ist mir noch etwas aufgefallen zur Aussage "Bei Neuentwicklungen entfiel dies (20 V Kennzeichnung)". Ich denke, die G800 war eine von diesen Neuentwicklungen, und da habe ich jetzt auch diese 20-V-Kennzeichnung entdeckt:



Sehe ich das richtig mit der Neuentwicklung?

Viele Grüße
Günther


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RE: 800er Lok von Märklin mit Aufschrift "20 V"

#10 von Eils Wolfgang Kaeppel , Gestern 12:08

Hallo
meine GN 800 hat das nicht mehr, bei gebrauchten sachen weis mann nicht ob ein Hütchentausch stat gefunden hat.

Schöne Grüße aus dem Taunus

Eils Wolfgang



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RE: 800er Lok von Märklin mit Aufschrift "20 V"

#11 von gn800 , Gestern 12:26

Hallo Wolfgang, es gibt auch keine GN 800 mit der "20 V" Aufschrift.

Hier nachzulesen: G 800 u. GN 800 - BR 44 -Leitfaden

Grüße

Johannes


Schrott wird flott - Geht nicht gibt´s nicht. Alles eine Frage des Aufwandes.


Eils Wolfgang Kaeppel hat sich bedankt!
 
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