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Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#1 von hchris , 06.02.2019 20:14

Hallo miteinander,

nachdem mir kürzlich nach eifriger Suche ein paar hübsche Schürzenwagen aus der 350er-Reihe zugeflogen sind, habe ich Lust, die Wagen auch gelegentlich auf meiner Anlage ein paar Runden drehen zu lassen. Obwohl bei meinen Wagen die Drehgestelle und Radsätze nicht brüchig, rissig oder merklich verzogen sind, laufen die Wagen allerdings sehr schwergängig und entgleisen ständig. Anbei zwei Fotos von einem der Wagen:





Ist es möglich, die Drehgestelle so zu justieren, dass die Wagen runder laufen? Und laufen diese Lager in der Regel trocken oder ist ein Tropfen Öl sinnvoll? Wenn jemand Erfahrung mit diesem Thema hat, würde ich mich über ein paar Tipps sehr freuen. Ungerne würde ich die Radsätze ausbauen, da ich weiß, wie empfindlich die alten Gussteile sind.

Im Übrigen habe ich den Eindruck, dass das Internet gar nicht so viel über diese Wagen hergibt. Wenn außer mir noch Andere Interesse an einem Thread zur Bildersammlung verschiedener Versionen dieser Wagen haben, mache ich gerne den Anfang.

Beste Grüße
Christian


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#2 von Eugen & Karl , 06.02.2019 21:08

Hallo,

aus der "Gebrauchsanleitung für die elektrische Miniatur-Bahn Spur 00":

"b) Wagen

Achsen und Kupplungen sind von Zeit zu Zeit mit feinem Öl zu schmieren; neue
Wagen des öfteren, bis sie gut eingefahren sind. Bei 4 achsigen Wagen sind auch
die Auflageplatten der Drehgestelle zu ölen.
Die Schmierung geschieht gemäß Abbildung 23."


Viele Grüße


 
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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#3 von united.trash , 06.02.2019 21:17

Hallo Christian,

da hast Du exakt meine Erfahrungen gemacht!

Ergo, ich habe mir erst vor Wochen einen 350er- Zug zugelegt. Wie mein 341er- Zug erweist auch dieser sich nicht als leichtgängig. Nicht umsonst haben sie irgendwann statt der Stummel- die Nadellagerachsen usw. eingeführt...

Wir beschäftigen uns hier mit - zudem abgestandener - Vorkriegstechnik! Man muss die Achslager wirklich ölen, dann laufen sie besser! Bei Blechfahrgestellen muss man darauf achten, dass die Achsen auch wirklich Spiel haben und nichts verbogen ist oder gar klemmt. Es ist auch nicht umschlau, die Stummelachsen an den Enden etwas zu polieren...

Was die Ersatzteil- und Informationslage betrifft: Ja, es ist einfacher, eine HS oder HR 800 zu restaurieren, als ein paar von diesen Waggons stimmig zu konfigurieren. Sie auch noch beleuchten zu wollen, scheint geradezu ein unverschämter Wunsch zu sein. Tja, und mit der Vorstellung, die 350er Serie in Erstversion mit der alten Klauenkupplung besitzen zu wollen, braucht man nicht einmal zu den bekannten Teilehändlern zu gehen...

Das ist die Dimension, in der man nicht einmal zum Ziel kommt, wenn man Höchstgebote abzugeben bereit ist, denn da ist nix, um drauf zu bieten! Es hilft nur Geduld.

Ach ja, noch etwas: Es gibt rund fünf verschiedene 350er Waggons, wenn wir den Schlusswagen mit Licht einrechnen. Dazu kommen noch die CIWL- und die F- Versionen. Ein schönes Sortiment, aber d.heißt nicht, dass eine HS 800 sie auch alle zusammen zieht! Gib ihr drei Waggons und sei zufrieden damit. Ich habe deshalb zwei HS: Die schaffen auch einen richtigen Zug.

Qualitativ ist Dein Mitropa jedenfalls schon mal prima!

Martin


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#4 von ElwoodJayBlues , 06.02.2019 21:27

Hallo Christian.

Bezüglich der Entgleisungen: kontrolliere doch bitte mal, ob Du an allen Achsen das gleiche, korrekte Radsatzinnenmaß hast.

Gruß
Felix


ROMANES EUNT DOMUS!


 
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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#5 von 60903 , 06.02.2019 21:52

Lager ölen und Radstand kontrollieren- dann laufen sie auch. Ich habe das neulich mit Wagen von vor WWII ausprobiert.


Grüße

Martin


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#6 von Blechfan , 06.02.2019 22:30

Moin Christian,

Ölen - dünnflüssiges gutes Öl verwenden, ich nehme durchaus mal ein Öl mit Teflon - ist schon gesagt, aber vorher die Radachsen so gut wie möglich reinigen.

Und kontrollieren, ob der Gußachskörper "richtig sitzt" und die Räder nicht z. B. am Wagenboden kratzen.

Sind die Achsen nicht mehr gut, gleichmäßig, bzw. die Lager verschlissen, dann gibts auch heute noch Replika-Teile, die dann bestmöglich laufen.


Beste Grüße, Ingo

Märklin H0 Blech+Guß der 30er-50er, etwas Spur Z "Amerika" (Casey Jones)

Im Bau: Märklin H0 Anlage, Hauptthema 30er/50er Jahre


 
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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#7 von SJ-Express , 06.02.2019 23:33

Hallo Christian,
als Spiel- oder Betriebsbahner sollte man auf 350er und 340er Wagen des Baujahres 1950 ausweichen.
Die haben die neuen Drehgestelle mit beweglichen Seitenteilen, die auch bei den 346ern eingesetzt wurden.
Auch wurden an den Wagen von 1950 die kleinen Trittbretter an den Wagen weggelassen.
Wenn die verbogen sind behindern sie auch die Drehgestelle.

Die 346er laufen wirklich besser. Obwohl die starren Gußdrehgestelle gut geölt und mit intakten Radsätzen auch passabel laufen.

Besser als die Wagen mit den starren Gußgrehgestellen laufen meines erachtens auch die ganz alten Jahregänge mit Blechdrehgestellen.
die haben die guten vernickelten Räder an den Achsen und die Drehgestellen lassen sich bei Bedarf auch richten.

Kauftip: Alte 350er Wagenkästen kaufen und mit 346er Drehgestellen ausstatten.

viele Grüße
Manfred


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#8 von Eils Wolfgang Kaeppel , 06.02.2019 23:45

Hallo Christian der Martin hat das auch schon vorgeschlagen.
Eine Möglichkeit sich die letzte Serie der 350 er Wagen zu erwerben , da sind kleine Gußdrehgestelle dran ,
Die kann mann, da die Lagerwangen Leicht auswechseln kann , und somit auf Nadellagerachsen umbauen kann.
es wird aber lange dauern wenn mann nach den Drehgestellen sucht.
Leider sind an denen Wagen die Drehgestelle noch angenietet und nicht wie bei den 341/ Wagen geschraubt.

Schöne Grüße aus dem Taunus

Eils Wolfgang



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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#9 von hchris , 07.02.2019 08:07

Hallo miteinander,

vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen! Ein Forum, in dem man stets schnelle und sachliche Hilfe bekommt - das begeistert mich!

Ich werde mir in den nächsten Tagen die Drehgestelle genau vornehmen, gut reinigen und einen Tropfen hochwertiges Öl in die Lager geben. Den Radstand werde ich selbstverständlich auch prüfen.

Den Hinweis mit den zwei HS 800 werde ich auch im Hinterkopf behalten - zu ersten Probefahrt hatte ich fünf Wagen an meine nicht rechtzeitig geflüchtete 3024 gehängt - das war was! Ich kannte bisher halt nur meine 346er.

Ein Aufbau mit 346er Drehgestellen sagt
mir allerdings optisch nicht zu. Ich finde, dass die großen Gussdrehgestelle mit ihren Proportionen perfekt zu den Wagen passen und nehme dann gerne die schlechteren Laufeigenschaften in Kauf. Ein Spielbahner bin ich allerdings auch nicht wirklich - ich mag es nur, meine Modelle ab und zu ein paar Runden drehen zu sehen.

Beste Grüße
Christian


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#10 von united.trash , 07.02.2019 08:34

Hallo Christian,

in der Tat, Dauerbetrieb mit VK- Material mache ich auch nicht. Mal ein paar Runden zum Vorführen, etwas Bewegung schadet den Sachen ja nicht! Aber funktionieren soll es schon, tote Loks in der Vitrine
kann ich auch nicht ausstehen!
Schreib dann mal, ob alles funktioniert!

Martin


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#11 von ElwoodJayBlues , 07.02.2019 10:07

Christian,
den Radstand musst Du nicht prüfen, da Du ihn sowieso nicht ändern kannst.

Was Du prüfen mußt, ist, wie bereits gesagt, das Radsatzinnenmaß.


ROMANES EUNT DOMUS!


 
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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#12 von Scampi , 07.02.2019 10:48

Ich habe mir in den letzten Monaten auch mehrere Wagen aus der 350er Serie in allen möglichen Aggregatzuständen zugelegt.
Von sehr gut bis Großbaustelle ist alles vertreten.

Zentrale Erfahrung:
KEINER läuft vernünftig, selbst der augenscheinlich sehr gute!

Ständiges Entgleisen ist Normalzustand.
Das hat mir keine Ruhe gelassen, und ich habe mich auf die Suche nach der Ursache gemacht.
Einen zentralen Fehler konnte ich dabei für mich ausmachen --- Die Achsen und das Radinnenmaß.

Keine Achse war gleich mit der anderen.
Die aufgepressten Räder lockern sich und verrutschen auf den Achsen - trotz Rändelung.
Bei einer hatte zwar der Radabstand gestimmt, aber die Räder saßen nicht symmetrisch auf der Achse.
Zweite zentrale Feststellung: keines der Räder saß wirklich fest, ALLE liessen sich ohne großen Kraftaufwand verschieben.

Derzeit bin ich dabei, alle Achsen mit dem Messschieber auch auf die Symmetrie zu überprüfen und auszurichten,
und alle Räder mittels Loctite zu verkleben.

Drei Waggons konnte ich so zu brauchbaren Laufeigenschaften bewegen.
Eine 30-minütige Rundreise auf dem Oval verläuft nun ohne größere Probleme.
Einen sehr rustikalen Touch hat das ganze aber trotzdem noch.

Mehr als drei Waggons ziehen dabei nur die Heavy-Metal-Loks wie eine GN800 oder so.
Meine HR800 ohne Haftreifen hat selbst mit drei -- geschmierten -- Waggons ihr Limit schon fast überschritten.


Gruß
Rolf


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#13 von united.trash , 07.02.2019 13:53

Hallo Rolf,

es ist beruhigend, dass alle Leute ähnliche Erfahrungen damit machen. Wenn sich die Räder schon auf der Achse verschieben, sind sie wahrscheinlich etwas gewachsen. Das fördert den Rundlauf nicht und deshalb das Geholper, schlimmstenfalls mit Entgleisung. Meine SLR hat unterschiedlich gewachsene Originalräder, da kann man immer Wetten abschließen, ob sie nach links oder rechts entgleist.

Was mich mal interessieren würde ist die Frage, wie die Laufqualität dieser Fahrzeuge vor 80 Jahren war, als sie ausgeliefert wurden!

Martin


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#14 von Scampi , 07.02.2019 15:29

Hallo Martin,

wenn die Erfahrungen immer die gleichen sind, lässt sich die Fehlerursache zumindest mal eingrenzen.
So kann man dem Schlechten wenigstens noch etwas Gutes abgewinnen.

Ich glaube nicht mal, dass die wachsen.
Mein Verdacht ist eher Materialschwund in der Bohrung.

Das kann theoretisch mehrere Ursachen haben.
Ob sich das Material von selbst verflüchtigt, kann ich nicht beurteilen, würde das aber nicht unbedingt ausschließen.
Die Räder würden danach also eher schrumpfen.... ( und die Bohrung somit wachsen)

Bei manchen Metallkombinationen gilt: edleres frisst unedleres Metall.
(Alte Wasserleitungen ./. Kupferleitungen) - keine Ahnung, ob das hier greift, das kann ich nicht beurteilen.

Die für mich wahrscheinlichste Vermutung:
Material unterliegt ja temperaturabhängig grundsätzlich eine Ausdehnung.
Die Achsen und die Räder sind aus unterschiedlichen Materialien gefertigt, also ist auch eine unterschiedliche Ausdehnung denkbar.

Ob das dann auch noch einen Verschleiß in der Passung mit sich bringt, glaube ich zwar nicht,
aber auch das wäre zumindest denkbar.


Gruß
Rolf


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#15 von Eisenbahn-Manufaktur , 07.02.2019 15:49

Hallo Rolf, die Räder wachsen tatsächlich. Schuld ist die beginnende Zinkpest, die dieses Wachstum verursacht, noch lange bevor man Risse sieht. Auch in Spur 0 allgegenwärtig, bei Rädern für die Waggons und die kleineren Lokomotiven.

Ach ja, keine Angst, zur Riss-Bildung muß es nicht unbedingt kommen. Ich fixiere solche losen Räder mit einen winzigen Tröpfchen Sekunden-Kleber, und gut ist. Ich habe Räder, die waren vor mehr als 30 Jahren bereits lose, haben aber bis heute keine Risse bekommen.


Weißblech - der Stoff, aus dem die Träume sind!

Klaus


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#16 von Scampi , 07.02.2019 18:27

Hallo Klaus,

das Metall wachsen kann, hatte ich (als gelernter Metaller) bisher noch nie gehört.
Man lernt doch nie aus - danke für die Aufklärung.
In das Thema Zinkpest habe ich mich aber bisher auch noch nicht so intensiv eingelesen.

Meine Räder sehen - rein optisch zumindest - noch absolut unauffällig aus,
weshalb ich wohl auch mit dem Rundlauf noch keine allzu grossen Probleme haben dürfte.


Diese Wagen sind den Aufwand einer Instandsetzung auf jeden Fall wert.
Sobald die mal einigermassen ordentlich laufen, ist so ein Uralt-Zug einfach nur faszinierend.

Beleuchtungsteile für die drei laufenden Wagen habe ich auch schon komplett liegen.
Darauf freu ich mich ganz besonders.

Gruss
Rolf


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#17 von united.trash , 07.02.2019 18:44

Stimmt, Klaus,

Zinkpest ist nicht gleich Zinkpest. Ich habe auch einige Exponate, die gewachsen sind, aber, vorausgesetzt man setzt sie nicht hohen Belastungen aus, durchaus als haltbar bezeichnet werden können und sich auch nicht mehr weiter verändern. Dann gibt es natürlich diese degenerativen Bröselgeschichten, an deren Ende der Kehrbesen steht; ich hatte aber auch schon eine Frontmaske einer HS 800, die herausgebrochen war, während der Rest des Gehäuses noch völlig unbefallen ist. Es scheint da verschiedene Sorten von Beschädigungen zu geben. Eine weitere Ausprägung sind abgeplatzte Flakes, die auf dem Gehäuse Pockennarben hinterlassen. Habe so etwas, da es nur Flächen ohne Details erwischt hatte, bei einer SLR ausgespachtelt. Es ist auch auf den ersten Blick nicht sichtbar. Aber das ist so eine Sache, irgendwie befriedigt es nicht wirklich, wenn ich mit mir selbst ehrlich bin, aber andererseits könnte ich eine 80 Jahre alte SLR auch nicht wegwerfen (eine 3005 z.B. ginge bei so etwas ohne Nachdenken in die Tonne). Dafür hat sie eben noch originale Räder und ist immer fröhlich: sie hüpft mir immer vor lauter Freude aus dem Gleis!

Lockere Räder ankleben geht nur, wenn sie noch nicht vollkommen locker sind und Spiel auf der Achse haben; dann ist es besser, in Nürtingen anzurufen, sonst eiern sie hinterher und das macht keinerlei Spaß.

Bei Trix haben sie diese Kunststoffisolierbuchsen aufgrund ihres tollen "Dreileitersystems" ;-)), da weiß man nie, ob die Plastebuchsen geschrumpft, oder das Rad gewachsen ist, wenn die Räder locker sind!
BTW: Wahrscheinlich nannten sie es deswegen Dreileiter, weil die Bezeichnung "Dreischienen" jeden Deppen darauf gestoßen hätte, dass ihre Produkte jeden Verdacht auf Vorbildtreue elegant von sich weisen!

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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#18 von pete , 07.02.2019 21:46

Zitat von united.trash im Beitrag #17
.... BTW: Wahrscheinlich nannten sie es deswegen Dreileiter, weil die Bezeichnung "Dreischienen" jeden Deppen darauf gestoßen hätte, dass ihre Produkte jeden Verdacht auf Vorbildtreue elegant von sich weisen! ...


Wenn ich mir so überlege was Trix schon 1937 vorbildgetreues gebaut, dann frage ich mich schon, welche Deppen das noch nicht gemerkt haben


rot geschrieben=Adminaussage,grün geschrieben=Moderatorenhinweis,ansonsten Usermeinung ...

Trix Express, Guß und Blech - Fleischmann Spur 0 - alte Wikingautos


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#19 von Rumpelbahner , 08.02.2019 09:02

Moin,

Ein Blick auf Bild 2 zeigt an der inneren Achse deutlich Spüren der losen Räder, leider normal.
Zusätzlich besteht die Gefahr daß die harten Stahlachsen bei hoher Laufleistung in den Grehgestellen Einlaufen.
Als Ex-Mantafahrer nenne ich das frech tiefergehende, jetzt sollten die Rafhäuser nachgearbeitet werden ...
Nee, Quatsch, aber dann was an der Befestigung der Drehgestelle verändern mit U-Scheiben oder neue Wangen oder oder oder.
Achsen mit kleineren Räder geht nicht, dann passt auch nichts !

Gruß ... Thomas


 
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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#20 von hchris , 08.02.2019 14:17

Hallo miteinander,

noch einmal vielen Dank für eure Ratschläge, die mir sehr geholfen haben. Die Drehgestelle zu reinigen und zu ölen war schon ein erster Schritt in die richtige Richtung. Anschließend habe ich die Drehgestelle vorsichtig gerichtet (zum Glück sind es keine Vollguss-Drehgestelle), da ich den Eindruck hatte, dass einige nicht ganz gerade waren und die Achsen daher etwas zu viel Spiel hatten. Die eigentliche Ursache für die Entgleisungen war aber viel simpler: Die Drehgestelle haben sich in den Kurven in den Trittstufen verfangen und die Kupplungen schleiften an den Puffern. Dadurch sprangen die Wagen verständlicherweise aus den Gleisen. Durch das laute Fahrgeräusch auf den alten Metallgleisen war mir das bei der ersten Probefahrt gar nicht aufgefallen. Nachdem die Trittstufen, Puffer und Kupplungen gerichtet sind, laufen die Wagen zuverlässig auf meiner kleinen Anlage.

Beste Grüße
Christian


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RE: Bessere Laufeigenschaften bei 350er Schürzenwagen?

#21 von SAH , 08.02.2019 15:29

Guten Tag zusammen,

ich habe gleich mehrere Fragen und Anregungen:
zuerst die Anregungen.
-die Achslager und die Achsenden sollten grundsätzlich mit einem fusselfreien Tusch oder Küchenpapier vom umher laufenden Metallgries befreit werden. Erst danach ist ein Abschmieren sinnvoll.
- wenn schon ein Schmiermittel verwendet werden soll, dann schlage ich _kein_ dünnflüssiges, sondern eher ein mäßig Viskose Schmiermittel vor. Ich begründe meinen Vorschlag mit der niedrigen Drehzahl der Räder, der leicht aus den Achslagern laufenden Ölen und dem besseren Schutz der Achslager vor zu großer Abnutzung durch den höheren Ölfilm.

Nun die Fragen:
-was wiegen die Modelle?
- wie gut rollenn sie von einer 6% Rampe ?

mit freundlichen Grüßen
Stephan-Alexander Heyn


Stephan-Alexander Heyn
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