Im März brachte mir ein Spur 0 Freund einen sehr desolaten Märklin Postwagen und bat mich um dessen Restauration. Nach einer optimistischen Einschätzung meinete ich Ende Mai fertig zu sein.
Denkste! Es dauerte etwas länger.
So kam das gute Stück bei mir an. Dem sah man die Jahre aber an.
Hier das Drehgestell, nichts unbekanntes für mich aber die Befestigungslasche für die Kupplung war mir neu.
Hier das Drehgestell im demontierten Zusatnd.
Die Kupplung mir der Deichsel.
Und die Befestigungsschrauben, ich habe keine Ahnung in wie weit die Teile original sind.
Die Räder mit den angedeuteten Speichen waren mir allerdings bekannt. Sie sind aber unbrauchbar und gehen an den Besitzer zurück.
Ab diesem Zeitpunkt ging das Gehäuse zum sandstrahlen zu einem Bekannten.
Anschliesend mussten diese Löscher verschlossen werden, da kam dieses Stück Blech herein ...
... und wurde eingelötet.
Von unten wurden die Löscher verzinnt und hinterher verschliffen.
Die Beschriftungen habe ich mir als Schiebebilder anfertigen lassen. Herr Hehr hatte noch Aufreibebuchstaben aber leider waren diese veraltert und deshalb unbrauchbar geworden.
Außerdem bekam ich von Hehr dieses Gitternetz zum hinterleden der Fenster, ...
... sowie neue Drehgestelle und Kupplungen geliefert.
Die folgenden Bilder entstanden nachdem grundieren, lackieren, linieren, Beschriften und dem Klarlackauftrag.
Inzwischen haben wir Mitte September und ich bin endlich fertig geworden. Dazwischen lag unendlich viel Frust, ewige Wartezeiten, die Kupplungen hatte ich mal verlegt und bei Hehr neue bestellt, dann die Kupplungen bei den Legos meiner Enkelin wiedergefunden, schnell bei Hehr diese wieder abbestellt, Ärger mit dem Lack, schlechtes Wetter d. h. ich konnte nicht lackieren.
Jetzt ist aber alles gut geworden und mein Freund kann seinen Wagen abholen kommen.
sehr schick geworden der Wagen. Besonders gut gefällt mir der goldene Streifen der ja auch über die Sicken hinweg sauber durchgezogen ist. Einfach perfekt. Und die Oberlichter sehen auch super aus. So im Knick des Daches ist das ja immer ein bisschen knifflig.
Stephan
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht." Václav Havel
vor den goldenen Linien, die über Ecken, Kanten und Nieten gehen, hatte ich auch schon ein paarmal Angst. Aber so schlimm ist das gar nicht, man muß das einfach stoisch mit dem Lineal durchziehen. Ich mache das mit der Feder, Frank nutzt, wenn ich mich recht erinnere, Fineliner von Edding.
Ich habe dazu an eines meiner Stahllineale auf die Unterseite ein paar Zahnstocher geklebt, damit es nicht auf dem frischen Lack aufliegt und damit die Zierlinien nicht durch die Kapillarwirkung unter das Lineal laufen.
Gruß,
Felix
"Das Land steckt in einer Krise, Johnny!" "Wir latschen von einer Krise in die nächste..."
Hallo Felix, Hallo Stephan Am Dach, alles abgeklebt mit Klebeband von M3, gekauft bei Fa. Prosol in Darmstadt. das Band gibt es in verschiedenen Stärken. Du sagst es, die goldenen Linien sind mit dem Eding 780 Stärke 0,8 und einem Lineal gezogen. Es funktioniert wie Du es beschrieben hast, einfach anhalten und durchziehen. Vorher das Lineal genau fixieren, dann mit Daumen und Mittelfinger festhalten sonst besteht die Gefahr das es sich beim anzeichnen durch den Druck auf den Stift verzieht. Korrekturen gehen sehr schwer, sollte es trotzdem notwendig sein, nach dem trocknen mit Politure für Lackkratzer wegwischen. Gruß Frank
Dann ist es das selbe Klebeband, das ich auch nutze.
Das gibt es in verschiedenen Stärken, bis runter zu 0,75mm, außerdem gibt es das in gelb für "normales" Abkleben und in blau für Kurven und Radien. Ich bin inzwischen komplett auf das blaue Band umgestiegen, da es sich Feinheiten im Untergrund wesentlich besser anschmiegt und diese abdichtet.
Gruß,
Felix
"Das Land steckt in einer Krise, Johnny!" "Wir latschen von einer Krise in die nächste..."
Zitat von gote im Beitrag #5Hallo Felix, Hallo Stephan Am Dach, alles abgeklebt mit Klebeband von M3, gekauft bei Fa. Prosol in Darmstadt. das Band gibt es in verschiedenen Stärken. Du sagst es, die goldenen Linien sind mit dem Eding 780 Stärke 0,8 und einem Lineal gezogen. Es funktioniert wie Du es beschrieben hast, einfach anhalten und durchziehen. Vorher das Lineal genau fixieren, dann mit Daumen und Mittelfinger festhalten sonst besteht die Gefahr das es sich beim anzeichnen durch den Druck auf den Stift verzieht. Korrekturen gehen sehr schwer, sollte es trotzdem notwendig sein, nach dem trocknen mit Politure für Lackkratzer wegwischen. Gruß Frank
Hallo Frank, hallo Felix, für die Goldlinien im 00-Bereich nehme ich auch den Edding 780 0,8 mm, aber einmal gebraucht - beim nächsten Mal trocken. Neue Spitze rein und schon funktioniert er wieder. Die Silberstiftspitzen trocknen genauso schnell aus. Gibt es ein Verdünnungsmittel für diese Stifte, die die trocknen Stiftspitzen wieder auffrischen? Wie macht ihr das?
Hallo Hans-Gerd Deine Erfahrungen kann ich nicht bestätigen, mein Stift funktioniert auch nach längerem Nichtgebrauch. Einfach nochmals gut schütteln, pumpen und zeichnen. Ob gold, ob silber immer gleich gut. Gruß Frank
bei mir gehen Lackierarbeiten immer wahnsinnig an die Nerven, aber besonders aufgeregt bin ich bei Linien. Tatsächlich fühle ich mich am sichersten, wenn ich auch feine Linien abklebe, so z.B. bei meinem Raddampfer.
Ich habe aber auch abseits des goldenen Eddings von Finelinern mit Acrylfarben in vielen Farbtönen gehört, die für Linierungen gut geeignet sein sollen. Nach so etwas möchte ich für die Zukunft mal Ausschau halten.