Preußen und Bayern im gleichen Thread!
Hallo!
Zunächst nach Bayern, zur Baureihe S 3/6 !
Die Mutter aller Länderbahnloks! Jedenfalls bei Arnold:
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In Fahrt:
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Man sieht: Die vorderen Kandelaber sind nicht beleuchtet, nur diejenigen am Kessel. Die drei Spitzenlichter sitzen über bzw. unter dem Kessel und bescheinen die Kandelaber von hinten.
Von dieser Baureihe brachte Arnold verschiedene Ausführungen auf den Markt (Angaben aus dem Krutschke):
Art.-Nr. 0253, Katalog 1971-1974, Betriebsnummer ohne schwarzes Rechteck, Laternen vorne messingfarben, Kesselringe grün (in Kesselfarbe)
Art.-Nr. 0253, Katalog 1971-1974, dito wie vor, jedoch Betriebsnummer auf schwarzem Rechteck
Art.-Nr. 2530, Katalog 1977-1978, dito wie vor, jedoch Laternen vorne goldfarben
Art.-Nr. 2530, Katalog 1979-1983, dito wie vor, jedoch Laternen vorne goldfarben, Kesselringe schwarz
Art.-Nr. 2530, Katalog 1984-1986, dito wie vor, jedoch Kesselringe goldfarben
Im Katalog 1975/76 war die Lok nicht vertreten. Alle Ausführungen haben eine LüP von 160 mm, haben 3-Spitzenlicht, Rücklicht (nicht mit der Fahrtrichtung wechselnd), Metallgehäuse, Windschneideführerhaus, keine Windleitbleche und die Betriebsnummer S 3/6 3610.
Ausführungen gab es auch für die SNCF, ETAT und als DR 18.4.
Bisher konnte ich mir nicht vorstellen, diese Lok jemals besitzen zu wollen: Als Kind in den 1970er Jahren war sie mir zu teuer; sie erschien unerreichbar. Heute entspricht sie nicht der Epoche unserer Modellbahn. Auch wurde sie 1992 durch ein neu konzipiertes, vorbildgerechteres Modell ersetzt. Und warum sollte man eine veraltete Konstruktion erwerben?
Dann aber war der Preis heiß, und die Verkäuferin kannte ich als verlässlich und sehr nett. Sie sagte, diese Lok sei ihre Lieblingslok gewesen. Nachvollziehbar. Ok, warum also keinen Museumszug über unsere Anlage stampfen lassen?! Die veraltete Konstruktion spielt dann überhaupt keine Rolle mehr - im Gegenteil! Gerade deshalb macht sie Spaß! Dazu gleich mal die „Oldtimer-Schnellzugwagen“ von Arnold besorgt.
Die Preisliste des Katalogs 1977 wies die Lok als Neuheit für 154 DM aus. Umgerechnet in Euro habe ich jüngst nominal ungefähr genauso viel für eine Lok in einem sehr guten Zustand und in OVP bezahlt.
Die Merkmale „Betriebsnummer auf schwarzem Rechteck“ und „Laternen vorne goldfarben“ ordnet meine Neuerwerbung den Baujahren 1977/1978 zu:
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Farbgebung und Form der Lok lassen sie sehr „edel“ oder „vornehm“ erscheinen. Bahnfahren wurde zelebriert:
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Und das Arnold-Modell, gut 38 Jahre alt?
Nun, ich bin wirklich sehr beeindruckt, wie toll die Lok fährt! Dass sie (mindestens) sechs „Alte Preußen“ ohne zu murren über unsere Anlage zieht! Dazu ein gutes Langsamfahrverhalten. Nur die Fassung des oberen Spitzenlichtes hätte ich vor dem Photographieren mal ausrichten sollen, manche Photos zeigen sie verdreht.
Beispielsweise der Katalog 1973 wies diese Lok als „ideal“ aus für die preußischen Schnellzugwagen:
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Auch das ist wiederum beeindruckend: Eine Kombination von bayerischem und preußischem Rollmaterial!? Wohl kaum zu Lebzeiten … Aber als Museumszug … bitte schön!
Und in der Fortsetzung kommen wir zu den schnellen Preußen.
Bis später
Klaus





