ich bin schon seit einiger Zeit dran, diese Umbaulok, die ich bekommen habe, fahrtüchtig zu machen. Jedoch bereitet mir der Steifrahmentender Kopfzerbrechen (Ich weiß, am Gestänge fehlen Teile. Die habe ich abgebaut, damit sie hier nicht kaputt gehen und die Kurbel habe ich schon als Ersatzteil).
Durch den Umbau gibt es keine Stromversorgung zwischen Lok und Tender mehr.
Nun habe ich den Tender sauber gemacht geölt und die Stromabnehmer und Achsen mit dem Reinigungsstein geputzt.
Drehe ich den Tender um und kontaktiere zwei Achsen, dann schnurrt er ohne Probleme los. Der hat richtig Zugkraft. Aber auf dem Testgleis fährt er nicht von selbst an und hat beim Fahren Aussetzer. Ich hab ein kurzes Video aufgenommen. Dreht den Ton vorher leise. Der zweite Teil ist sehr laut. https://youtube.com/shorts/SUNRqnle3m0?si=vyIfKFZgz8MtBzLt
Ich verstehe nicht, woran das liegen soll. Wenn er auf dem Kopf steht, ist plötzlich alles bestens und richtig herum hat er Probleme ohne Ende.
Du schreibst , es gibt keine Stromversorgung mehr zwischen Lok und Tender. Liegt denn Spannung an der Tenderdeichsel an , wenn die Lok allein auf dem Gleis steht ? Wenn Du Spannung vorn an die Tenderkontakte legst , dann sollte der Motor auch drehen. Möglicherweise sorgen die Haftreifen an den Tenderachsen für den schlechten Kontakt. Hat die Tenderdeichsel keine Spannung , dann ist sicher eine kleine Feder nicht in Ordnung.
Ne, da liegt nichts an. Die Kupplung ist auf der Lokseite einfach nur am Plaste angeschraubt. Ich könnte da was zusammenlöten, aber selbst wenn, fehlt der Lok auf der rechten Seite eh die Stromabnahme.
Der Tender nimmt ja selbst ab. Da er frisch gesäubert ist auch gut. Wenn er auf dem Kopf steht und ich ihm an einer einzigen Achse ein bisschen Strom gebe, schnurrt er problemlos los. Das würde locker reichen, damit er fährt.
Drehe ich ihn um und setze ihn aufs Testgleis, dann muss man ihn quasi "aufwecken" damit er losfährt und dann zuckt er 3x nach vorne und steht wieder, bis man ihn wieder leicht anschiebt.
Getriebe ist aber weder schwergängig, noch der Motor zu schwach. Mit dem Reinigungsstein die Räder zu säubern verlangt einiges an Kraft ab und das leistet er problemlos.
Der Tebder macht das von Anfang an, seitdem wir ihn bekommen haben. Ich habe ihn sogar völlig neu verdrahtet, um Wackelkontakt auszuschließen.
Das ist vermutlich der alte Antrieb. 1.+4. Achse haben Haftreifen. 2.+3. Achse hängen in der Luft. Aber mit der Stromversorgung von der Lok läuft das Ding bei uns sicher. Die Achsen 2+3 sind nicht Höhenbeweglich. Das haben wir auch nur bei einer Probefahrt ohne Lok bemerkt. Wir haben noch eine spätere Ausführung, da ist alles OK. Gützold hat bei einigen Konstruktionen der Nachwende-Zeit konstruktive Schwächen gezeigt. Unser Dozent für Konstruktionslehre hätte das mit 4...5 bewertet (bei 1...5).
💡 Das ist eine plausible Erklärung. Das kann gut sein. Haftreifen auf 1. und 4. Achse stimmt schon mal.
Also werde ich die Lok für Stromabnahme herrichten.
Leider fehlt der rechte Stromabnehmer. Wir bauen die teilweise selber aus alten Gitarrensaiten, aber es funktioniert nicht ganz so gut, wie man es sich vorstellt.
Habt ihr ne Idee, wie man das sinnvoll ersetzt? Die Abnehmer als Ersatzteil zu bekommen stelle ich mir nicht so einfach vor. Am Wochenende kommt zwar sicherlich wieder der Händler nach Weimar, aber ob er sowas hat und ob man es findet.....
und dass die Konstruktion der Lok nicht überragend ist, ist mir auch schon aufgefallen. Kaum eine Lok ist so komisch zu öffnen.
Ich kenne diese Deichseln schon. Die Lok vorne hat keine Beleuchtung mehr. Die ist ja so nicht original. Das hat sich der Vorbesitzer selbst gebaut aus der 52er mit Kondenstender und nem neuen Kessel. Da, wo normalerweise die Lampe sitzt, ist ne Schraube.
Wir haben die Lok quasi "geerbt". Die Geschichte habe ich glaube ich schon woanders geschrieben. Bei Bekannten ist jemand gestorben, der viel Modellbahn hatte. Die hatten keine Ahnung und haben uns um Hilfe gebeten, die Sachen zu verkaufen. Das hat geklappt. Unser Lohn für die Hilfe war alles, was an größeren Defekten und Umbauten dabei war. Das wäre sonst Richtung Müll gewandert und wir haben es mitgenommen, weil es für uns noch reicht und wir gerne reparieren. Sieht ja so auch nicht schlecht aus.
Ich habe noch biegsamen Klingeldraht, der sich schön verstecken lässt. Damit kann ich die Deichsel wieder richtig mit Strom versorgen. Vorne der Stromabnehmer fehlt aber einfach. Man sieht, wo er gesessen hat. Er war nicht dabei. Ist dem Vorbesitzer anscheinend kaputt gegangen oder verloren gegangen.
Reinigungsstein — Roco Rubber Genau das habe ich mir gedacht und befürchtet! Wenn man bei dem obigen Link zu Roco mal genau liest, dann steht da „Reinigungsgummi“. Rubber ist englisch (auch neudeutsch genannt) und bedeutet (Radier-)Gummi, enthält Korund o.ä. als Schleifmittel. — Für die Älteren unter uns: ist so ähnlich wie früher die Radiergummis bei Tusche auf Pergament —— Geh damit mal über eine Edelstahloberfläche z.B einen Edelstahltopf oder Kunststoff dann sieht man wie das schleift und kratzt. Damit beschädigt man die Laufläche des Rades, und neuer Schmutz kann sich in den Riefen noch besser festsetzten. Dann kann man auch gleich Schmirgelpapier nehmen. Die Radlauffläche besteht aus einer dünnen Beschichtung, z.B. Nickel, um Oxidation des drunter befindlichen Metalls des Rades zu verhindern. Diese Schicht beschädigst man damit oder schleift sie im Laufe mehrerer Behandlungen ganz ab. Zum Radreinigen ist der Rubber völlig ungeeignet. Schleifen ist ein „spahnabhebender Vorgang“, Maschinenbauer sollten das wissen.
Zum Reinigen wird normalerweise z.B. SR24 Reinigungs- und Dampföl und ein weicher Lappen oder Wattestäbchen empfohlen. Manche empfehlen auch Reinigungsbenzin, aber damit habe keine Erfahrung: stinkt und ist feuergefährlich.
Hier im Forum gibt es genug Hinweise zu „Radreinigung“ und „Gleisreinigung“, bitte die SUCHE verwenden. Sind die Gleise auch gereinigt? Die Räder alleine nutzt nichts.
Wir benutzen in der Familie diese Art Reinigungsgummi schon ewig. Gab's sogar zu DDR Zeiten schon. Da gab's noch nie Probleme und ich hab noch nie ein zerkratztes Rad dabei gesehen.
VG Mirko
DDR-Lokdoc aus Leidenschaft - Geht nicht, gibt's nicht!
Da musst Du schon mit der Lupe schauen. Das ist nicht meine Idee, sondern allgemeine Erfahrung von Modeelbahner, und nur ein gut gemeinter Rat, den ich hier weitergebe. Sie z.B. auch bei Rainer Lussi im I’nett. https://www.stayathome.ch/Gleisreinigung.htm Keiner muss hier Empfehlungen und Erfahrungen anderer annehmen. Aber ein „Reinigungsstein“ ist der Roco Runner icht, sondern ein „Reinigungsgummi“.
Ich teile diese Erfahrung, dass es keine Probleme damit gibt. Das, was wir verwenden, ist auch schon uralt und länger in Verwendung, als ich alt bin (Januar 2000 geboren).
Eventuell gibt es Qualitätsunterschiede zwischen den damaligen und dem heutigen. Das, was ihr verlinkt habt, sieht mir gröber aus und ist auch deutlich heller.
Natürlich gibt es zu allem immer zwei Meinungen und dass es sich auf lange Zeit abschmirgelt ist auch klar. Der Stein wetzt sich eher selbst runter (daher auch die Späne) und halt den Dreck. Man drückt ja nicht auf wie ein Elefant und macht sowas auch nicht ohne Grund.
Es funktioniert und hat sich jetzt wirklich sehr lange bewährt ohne ein einziges negatives Ereignis.
Dass alles andere auch gereinigt werden muss, ist klar. Ich bin absolut kein Anfänger, was das angeht. Ich bin mit Loks sauber machen und Reparaturen aufgewachsen.
Ich kenne die Modellbahnbranche gut. Beim einen funktionieren Sachen, die der andere niemals machen würde.
Und aus Maschinenbausicht ist Schleifen eine Frage von Härte und Körnung. Von einem zum anderen Material kann der Unterschied riesig sein. Wenn der Roco-Rubber (den ich so nicht kannte) ein bisschen gröber ist, kann der nach nen paar Mal schleifen so viel anrichten, wie ein anderes Material nach 1000en Schleifungen.
Manchmal gibt es die besten Sachen nicht im Modellbahnkontext, sondern für ganz andere Dinge. Wird ein Stein sein, der nicht explizit für die Modellbahn verkauft wurde.
Bestes Beispiel: Die Fleischmann Werklok Anna hat einen recht kleinen Motor. Als Ersatzteil von Fleischmann: 20€. Direktbestellung beim Hersteller 20 Stück für 5€.
Aber gut zu wissen, dass man mit sowas vorsichtig sein sollte. Ich muss sagen, ich hatte auch mal Zweifel dagegen. Aber die lange Erfahrung damit hat es nicht bestätigt. Loks bleiben auch sehr lange sauber. "Stein" nennt es der gute Opa. Ich bin im Modellbahnsprech nicht so drin. Wir haben für manche Sachen ein bisschen unsere eigenen Begriffe.