Seit vielen Jahren treibt mich die Tradition, nen Roco-Line Schienenkreis um den Weihnachtsbaum zu legen, und mein Vitrineninventar etwas Auslauf zu geben. Aber als stark gestörte Person mit extremen Hang zum antiken wächst seit Jahren die Idee, um den Baum ne elektrische Spur 0 Blecheisenbahn laufen zu lassen. Nun wollt ich das Thema mal angehen. Nen bissl Recherche und Fragen der KI erbrachte, das man wohl mit Märklin nen guten Fang machen würde. Die Produkte wären noch am häufigsten auf dem Markt vertreten. Also fangen wir beim Gleismaterial an. Ich bin mal über nen Flohmarkt gelaufen, und da standen gefühlt 10-15 große Umzugskartons mit VERSCHIEDENEN Gleissystemen... Wie bekommt man diese unterschieden? Inzwischen hab ich rausbekommen...3-Leiter = elektrisch, "2-Leiter" = Uhrwerk... Es gibt aber Unterschiede bei den Schwellen, bei den Verbindern, in Form und Material... Gibts da irgendwo ne Übersicht, wo man sich mal informieren könnte? Wo auch Fragen zur Geometrie, zur Größe und ggf. zu Gleisplänen beantwortet werden? Geht einfach darum, mal nen Gefühl fürs System zu bekommen...
Gibts Tipps, auf was man bei Erwerb achten sollte?
Es beinhaltet zwar keine bunten Bilder in Hochglanz, aber viele, viele Zeichnungen. Dort wird alles erklärt, von den Gleisen über die Kupplungen bis hin zu dem Mototen und Fahrwerke. Auch die Funktion von viele Zubehörteilen wird bis ins kleinste anschaulich erklärt.
Ein Beispiel:
Zitat von Eisenbahn-Manufaktur im Beitrag Motorproblem Märklin 12900Hallo Jonas, hier die Verdrahtung einer 66er Schaltung, wie besprochen. Bitte kontrolliere alle Kabel auf Kurzschluß.
(Aus: Udo Becher / Werner Reiche: Bodenläufer, Spielbahn, Supermodell. So funktionierten die alten Modellbahnen. Alba-Verlag 1981)
Roter Pfeil: über diese Schraube bekommt der Motor Masse (Außenschienen)
Zitat von DRG-ler im Beitrag #1Nen bissl Recherche und Fragen der KI erbrachte, das man wohl mit Märklin nen guten Fang machen würde. Die Produkte wären noch am häufigsten auf dem Markt vertreten. Gibts Tipps, auf was man bei Erwerb achten sollte?
MFG Andy
Beachten Sie, dass Märklin die beliebteste Sammlermarke ist und die Preise für Märklin-Züge der Spur 0 im Allgemeinen höher sind als die anderer Marken. Aber wenn Geld keine Rolle spielt, ist Märklin in der Tat eine gute Wahl. Gruss Fred
Danke Klaus, das Buch hab ich erstmal geordert. Ich bin gespannt.
@ Fred, Danke für die Warnung. Die Hoffnung ist/war, das auch Rollmaterial anderer Hersteller genutzt werden kann. Letztendlich werd ich kein Museum aufbauen, mir werden ein/zwei kleine Züge reichen.
die alte Spur 0 von Märklin aus der Reichsbahn-Zeit ist nun wirklich kein Kostenfaktor mehr. Viele schöne Modelle gibt es schon für den (ganz) kleinen Geldbeutel.
Bei den Gleisen reicht ein Blick in einen Märklin Katalog der 1930er Jahre. Die gibt es im Internet als kostenlosen PDF-Download. Von den einfachen Blechgleisen für den elektrischen Betrieb sind heute der 8er Kreis und der 12er Kreis geläufig. Die Zahl gibt an, aus wie vielen Schienenstücken sich ein Kreis aufbauen lässt.
Loks, Wagen und Gleise kann man günstig bei einer Spielzeugauktion erwerben. Für den Anfang eignet sich fast ein beliebiger Gleichstrom-Trafo. Ein LGB-Trafo kann später eine gute Investition sein.
Beliebte Einsteigerloks (wenn Du nicht mehr als 350 Euro ausgeben möchtest) sind mitunter:
- RS 66/12910 - R 66/12910 - R 66/12920 - E 66/12920
Gute Gelegenheiten gibt es immer. Ich habe sogar schon einmal eine sehr brauchbare E 66/12920 für 80 Euro gefunden. Andererseits habe ich auch schon eine für 580 Euro gekauft. Aber vorwiegend würde ich darauf achten, keinen Schrott zu kaufen und gepflegtes, unverbasteltes Material suchen.
Mehr muss man eigentlich gar nicht wissen. Der Rest kommt von alleine. Nur Mut!
Hallo, wie unten schon beschrieben, ist der Einstieg mit einer R 66/12910 als kleine Lokomotive eine gute Wahl. Wenn dann noch 2 Personenwagen 1727/0 und ein Packwagen 1728/0 (sind ebenfalls für kleines Geld zu haben) dazu kommen sowie 8 runde und 4 gerade Schienen der 3620er Serie (8er-Kreis), ist eine der Anfangspackungen aus den 30er Jahren von Märklin am Start Damit sollte man um den Christbaum herum kommen mit dem klassischen Märklin-Zug, mit dem Märklin auch halb so groß 1935 in Spur 00 (später H0 genannt) gestartet sind. Beim Trafo sollte man, wenn es ein LGB-Trafo werden soll, den 5000er / 50000er nehmen, da der in der Siemens-Ausführung 17V und 1 Ampere auf dem Fahranschluß schafft, der spätere 18V und 1 Ampere. Die Lok sollte zwar nicht soviel Strom ziehen, aber Reserve ist nie falsch. So in etwa habe ich auch angefangen. Aber Achtung, das kann schon etwas süchtig machen !
Viel Spaß und ebensoviel Erfolg wünscht
Gunter L
Folgende Mitglieder finden das Top: koef2 und Knolle
Ich hab bestimmt wieder den Blick fürs Extravagante. Hab hier im Video eben drei Preuss. Abteilwagen gesehen... Genau mein Ding!!!! https://www.youtube.com/watch?v=lC-1eUbVG_0
Hat einer ne Idee, von welchem Hersteller die sind? Idealer Weise mit Artikelnummer,... und Ca-Preisangabe, damit ich mir nen Herzschrittmacher besorgen kann?
Trafo werd ich sehen... Soll mögl. schon alles Authentisch sein... Werde wohl nen alten antiken kaufen, und den nach modernen Sicherheitsstandarts mit nem Schutzleiter versehen. Im Stoffkabel natürlich...
Ich musste den Beitrag nach der ersten Seite weg klicken,.... sonst wäre ich heut noch unzüchtigen Handlungen erlegen. Gehe ich Recht in der Annahme, das das wieder die Stücke sind, nach denen mal 25 Jahre suchen muss?
Schau auch auf die Franzosen und Engländer... gerade JEP hat recht schöne Züge /Loks gehabt, ebenso Hornby. Und die sind selbst mit Versand aus Frankreich oft deutlich billiger als Märklin. Gerade die alten 4-Achser von JEP und Hornby sind wirklich nett, finde ich. Klar, eben Blechspielzeug, aber die Form stimmt. Märklin hat tolle Sachen gebaut, wenn man über die 2-Achser bei Lok und Wagen hinausschaut aber da ziehen die Preise auch mächtig an... was bei anderen Marken nicht ganz so heftig zu sein scheint. Bei den Schienen passt vieles zusammen, ich habe JEP und Märklin ohne Probleme verbinden können. Verbinder habe ich mir aus dickem Draht selbst geschnitten, immer so 4 cm Abschnitte. Bing und Bub sind auch schön, aber auch nicht Sonderangebote, ich hab's geschafft, innerhalb eines Jahres so knapp 2000 € in der Spur 0 zu versenken, immer schöner und größer, am Anfang viel Kleinzeug bis man mitbekommt, welche Modelle es so gibt.
Gruß, Martin
Angefügte Bilder:
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Zitat von DRG-ler im Beitrag #10Ich musste den Beitrag nach der ersten Seite weg klicken,.... sonst wäre ich heut noch unzüchtigen Handlungen erlegen. Gehe ich Recht in der Annahme, das das wieder die Stücke sind, nach denen mal 25 Jahre suchen muss?
Hallo!
Die Fahrzeuge von Johannes Grossmann sind einzigartig schön. Leider werden sie nur in gaaaanz kleinen Stückzahlen produziert, teilweise sogar nur 10 - 20 Stück von einem Waggon, z.B der Königsbacher und der Forellenwagen. Andere erreichen auch schon mal höhere Stückzahlen, z.B. der 50-TONS und der Talbot. Den Abteilwagenzug gibt es längst nicht mehr neu zu kaufen, die Produktion ist bereits vor vielen Jahren ausgelaufen.
Hier ist mein Zug, den Johannes Grossmann vor 6 Jahren für mich gefertigt hat:
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Ja gut... ich habs halt vorher gewusst... Ich hab IMMER den Blick fürs Außergewöhnliche! Mein grenzenloser Neid sei Dir gewiss!!!!
Zitat von Eisenbahn-Manufaktur im Beitrag #12Leider werden sie nur in gaaaanz kleinen Stückzahlen produziert, teilweise sogar nur 10 - 20 Stück von einem Waggon
Das klingt für mich, als wäre er aktiver Kleinstserienhersteller... Nur aus Neugier... Wo erfährt man was, über neue Projekte? Hat der gute Mann ne Webseite?
Zitat von gote im Beitrag #14Hallo, Schau mal nach unter "Die Fahrzeuge von Johannes Grossmann". Da wird fast alles gezeigt was er jemals produziert hat. Gruß Frank
Das klärt aber nicht die Frage von DRGler "Wo erfährt man was, über neue Projekte? Hat der gute Mann ne Webseite?"
Stephan
Wir können die Zukunft nicht voraussagen, aber wir können Sie gestalten (Klemens Haselsteiner)
"Wo erfährt man was, über neue Projekte? Hat der gute Mann ne Webseite?"
Das ist halt der gewisse Unterschied zu (Massen-)Produkten, die man im Internet kaufen kann. Nein, der gute Mann hat keine Webseite. Man geht zu Spielertreffen oder ähnlichen Veranstaltungen, bei manchen ist der gute Mann da. Man schaut sich an, was er dabei hat, bei Kaufwunsch zückt man sein Bargeld und macht den Deal. Da ist nix mit idealo und wer hat den günstigsten Preis..... Viele Grüße Karl
Nicht zu vergessen ist, daß Johannes Grossmann inzwischen über 80 Jahre alt ist. Er hat weder einen Internet-Auftritt, noch ist er über E-Mail zu erreichen. Old-School in Reinstform!
Was er heute im hohen Alter noch leistet, hat meine volle Bewunderung!
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Ich empfehle, was ich in solchen Anfragen schon mehrfach empfohlen habe:
Eine E66/12920 oder E70/12920 und dazu einen Zug aus den 24,5cm Wagen 17510, 17520, 17530, 17540 und evtl 17550. EIn Oval aus 12er Blechschienen und ein LGB Trafo.
Das ist alles erschwingliches, aber sehr gutes Material und macht von Beginn an Freude. Das war, ganz nebenbei, auch meine erster elektrischer Zug. Damals noch mühevoll ohne Internet zusammengesucht, u.a. auf Bothos Blechbörsen.
Gruß,
Felix
"Das Land steckt in einer Krise, Johnny!" "Wir latschen von einer Krise in die nächste..."
Wenn Felix schon die E66 bzw. die E70 empfiehlt, dann ein guter Rat von mir:
Finger weg von der Loks der Produktionsjahre ab 1939. Diese sind daran zu erkennen, daß die Windleitbleche nicht mehr angelötet sind, sondern zusammen mit dem durchgehenden Zylinderblock vernietet sind. Und in dem Zylinderblock liegt auch schon das größte Problem dieser Loks: er ist extrem zinkpestgefährdet!
Allerdings gibt es da auch Ausreißer. Ich besitze eine wunderschöne, neuwertige E 920, die nicht die geringsten Anzeichen von Zinkpest in dem Zylinderblock zeigt. Solche Loks sind allerdings sehr, sehr schwer zu finden, und für einen Anfänger ist es obendrein nicht leicht, eine verpestete Lok auf Anhieb zu erkennen.
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Zitat von DRG-ler im Beitrag #1Hi Leute, ich wollt mich mal umhören.
Aber als stark gestörte Person mit extremen Hang zum antiken wächst seit Jahren die Idee, um den Baum ne elektrische Spur 0 Blecheisenbahn laufen zu lassen. Gibts Tipps, auf was man bei Erwerb achten sollte?
MFG Andy
Hallo Andy,
Anhand der Reaktionen kann man sehen, dass Märklin am beliebtesten ist. Man kann aber auch etwas Ausgefalleneres wie US Marx oder French Hornby wählen, so wie ich es getan habe:
ich denke Freds Vorschlag zu Hornby Hachette ist sehr praktikabel. Die Sachen gibt es relativ häufig und zu attraktiven Preisen. Ideal um sich in das Thema einzuarbeiten und seinen Weg in die Kreise um die Modelle von Herrn Grossmann zu bahnen ;-)
Der Versuch, auf einer Spielanlage ohne Vorkenntnisse komplett vermischtes Material der verschiedensten Hersteller zu kombinieren, ist der zuverlässigste und sicherste Weg in den totalen Frust.
Das geht nur, wenn man es auf einem Niveau betreibt, wie Fred das tut.
Ansonsten ist die Katastrophe vorprogrammiert.
Selbst probiert, selbst erlebt, selbst bereut.
"Das Land steckt in einer Krise, Johnny!" "Wir latschen von einer Krise in die nächste..."