Hallo zusammen,
in Reaktion auf meine Vorstellung wurde der Wunsch geäußert, einige Worte und Bilder über meine mit ADE- (und tlw. RÖWA-) Gleisen errichtete Anlage zu verlieren.
Ich bedanke mich für das Interesse und komme dem gerne nach. Bei der Beschreibung des Baus - begonnen in 2011, wie ich anhand der Fotos feststellen konnte, werde ich nicht jede Kleinigkeit zeigen, sondern die großen Etappen. Sonst wirds langweilig, denke ich.
Über das ADE- (und RÖWA-) Gleissystem ist hier schon viel geschrieben worden; dazu muss ich hier nix wiederholen. Was mich jedoch nach wie vor fasziniert, ist die Flexibilität der von ADE verwendeten Kunststoffe, sowohl beim Wagen- als auch beim Gleisbau. Wenn man bedenkt, dass das Gleissystem mehrere Jahrzehnte alt ist und sich die Gleise immer noch "beweglich" auf die Grundplatten klipsen lassen, während manche Loks und Wagen einiger Großserienhersteller der neueren Produktion aus Sprödheit der Kunststoffe nicht mal fünf Jahre halten, ist das schon bemerkenswert.
Somit begann ich also ab 2009, als der Wunsch aufkam, eine neue Anlage zu bauen, fast alles an ADE- und RÖWA-Gleisen zu kaufen, was am Gebrauchtwarenmarkt verfügbar war. Ich hatte Glück, ein Verkäufer bei 3-2-1 hatte noch einen umfangreichen Vorrat, nachdem auch er eine Anlage nur mit ADE/RÖWA-Gleisen gebaut hatte, die konnte ich erwerben. So standen mir damals zwei Umzugskartons voll ADE-/RÖWA-Gleise zu Verfügung.
Dem Bau ging zunächst die Planung voraus. Da ging es mir wahrscheinlch wie allen anderen auch: viele Gleispläne wurden ent- und dann verworfen und im Ergebnis steht ein Spurplan, dessen Befahrung für eine Person viel zu üppig ist. Aber das hat natürlich eine untergeordnete Bedeutung
. Immerhin, das Gleisplanungsprogramm hatte die Gleisbibliotheken von ADE und RÖWA an Bord.
So sollte es mal aussehen:
Gleisplan V1-0.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Danach begann der Bau, wie ihr es auf dem Vorstellungs-Thread schon kennt:
Anfang.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Dann begann der Gleisbau:
Gleisbau 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Ein Wort zu den Korkstücken, die auf dem Bild zusehen sind: es ist ja viel über Schallschutz etc. für den MoBa-Gleisbau zu lesen. Da das Gleis ja konstruktionsbedingt hohl ist, glaubte ich, besonderen Aufwand treiben zu müssen, damit "nur" das Rollgeräusch übrig bleibt. Neben den Resorb-Matten unter den Gleisen habe ich dann die Zwischenräume mit Korkstreifen ausgefüllt. Ob sich der Aufwand gelohnt hat? Ehrlich gesagt, es war nur ein geringer Unterschied zu merken. Aber "leicht" kann ja jeder...
Btw: zunächst hatte ich für die Fixierung der Grundplatten den dauerelastischen Kleber von imt verwendet, der sich jedoch auf Dauer nicht bewährt hat. Inzwischen klebe ich die Grundplatten mit Pattex auf. Schöne harte Klebung mit Schallbrücken
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Weiter gings:
Gleisbau 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Herausfordernd war das genaue Aneinanderreihen der Grundplatten, hatte doch die Verbindungsnasen etwas Spiel. Ob man das gut gemacht hatte, sah man erst, wenn die Gleise aufgeklipst waren. So manches Bogenstück musste ich nochmal neu kleben...
Die Lücken in der Böschung an den Weichen hatten den Grund, den Weichenkörper leichter aus dem Gleisverband rausnehmen zu können, wenn es an den Antrieb ging. Doch dazu an anderer Stelle mehr.
Dann kam es, dass ich einen Umzugskarton voll mit Bahnsteigen "Baden-Baden" günstig erwerben konnte. Außerdem waren eine nicht unerhebliche Menge Gepäckbahnsteige dabei. Also habe ich den Bereich des Kopfbahnhofes so umgeplant und dann umgebaut, dass die Bahnsteige zwischen die Gleise passten:
Gleisbau Bstg.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Die Bahnsteige wurden vor dem Einbau farblich behandelt, dazu an anderer Stelle mehr.
Das heutige Bild dazu kennt ihr aus der Vorstellung, um etwas vorzugreifen:
Heute.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Aber wir kommen noch dahin, wie es entstanden ist.
Weiter gings mit der Ausfahrt - auf dem obigen Gleisplan nach links:
Gleisbau 3.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Der hintere Bereich und der Bereich für die vorgesehene Wagenbehandlung:
Gleisbau 4.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Gleisbau 5.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Der Bereich ist mit RÖWA-Gleisen gebaut.
Im Hintergrund sieht man die Gleise in der unteren Ebene verschwinden. Dort habe ich diejenigen Gleise verwendet, die für den sichtbaren Bereich nicht mehr gut genug waren. Es liegt auf der Hand, dass bei gebraucht erworbenen Gleiskonvoluten auch einige "verschmutzte" Gleise und solche, denen man das Gebraucht-sein deutlich ansieht, mit dabei sind. Die wurden dann auf den Rampen in den Untergrund verwendet.
Auf den nachfolgenden Bildern sieht man, dass die Böschungen an den meisten Weichen montiert sind; d.h. es muss sich was an den Antrieben getan haben:
Gleisbau 6.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Gleisbau 7.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Gleisbau 8.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Gleisbau 9.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Ich finde, es ergibt sich ein schöner Anblick - auch wenn die seitlichen Maulfwurfshügel (Zitat aus einem anderen Beitrag) gewöhnungsbedürftig sind. Aber so schön hätte ich ein per Hand zu schotterndes Gleis nicht hinbekommen, zumal ja immer das Problem unter den beweglichen Teilen der Weiche entsteht. Da ist so schon eleganter.
Wenn ihr an dieser Stelle angekommen seid, bedanke ich mich für die Geduld und Ausdauer
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(wird fortgesetzt)






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