und wieder einmal muß ich Euch um Unterstützung bitten: Bei der Börse letzte Woche konnte ich eine weitere Piko BR 55 in wirklich gutem Zustand erwerben, die SNCF Delivrance-Version, die ich noch nicht hatte. IMG_20260131_100709026.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Man sieht sofort das Problem Gegenkurbel-Schwingenstange. Bei der ersten Probefahrt zu Hause hat sich nämlich die Radschraube an der dritten Achse gelöst und lag neben dem Gleis. Die dünne Pertinaxscheibe war noch auf der Schraube. Das Wiederreinschrauben der Radschraube war nicht allzu schwierig, löst aber nicht o.g. Problem. IMG_20260131_100751392_HDR.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Das Loch der Gegenkurbel ist geringfügig größer als die Radschraube, muß ja auch, sonst kann man die Radschraube ja nicht reinschrauben. Somit kann sich die Gegenkurbel relativ zur Radschraube und zum Rad bewegen und nimmt nach kurzer Fahrt oben gezeigte Stellung ein. Eigentlich sollte die Gegenkurbel ungefähr Richtung Achsmitte zeigen (nicht ganz genau, sonst würde sich ja die Schwinge nicht bewegen, ich müßte jetzt auch erst nachschauen, ob etwas vor oder hinter den Achsmittelpunkt), etwa so: IMG_20260131_100803554_HDR.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Um diesen Zustand (dauerhaft) zu erreichen, müßte man doch eigentlich die Gegenkurbel zu der (bereits eingeschraubten) Radschraube fixieren. Ist dieser Gedankengang richtig? Wenn ja, wie macht man das am besten? Meine erste und bisher einzige Idee war, zu versuchen, mit einer Stecknadelspitze Sekundenkleber zunächst zwischen Radschraubensechskant und Pertinaxscheibe und im zweiten Schritt zwischen Gegenkurbel und Pertinaxscheibe zu bringen und so Pertinaxscheibe und Gegenkurbel gegenüber der Radschraube zu fixieren. Gibt es andere/bessere Ideen? Ist obiger Gedanke falsch? Was muß man dann stattdessen tun?
Wie hat Piko das ab Werk gelöst? Und warum versagt das jetzt? Altersbedingt?
Im Nachhinein bilde ich mir ein, ich hätte die falsche Gestängestellung schon öfter an anderen (fremden) Piko-55ern gesehen. Scheint also kein Einzelfall zu sein. Trotzdem habe ich bisher weder hier im FAM noch woanders was dazu gefunden.
Ich freue mich auf Eure Unterstützung! Vielen Dank im Voraus! Viele Grüße Steffen
Hallo Steffen Eigentlich ist doch an diesem Rad so ein längerer Zapfen dran. Auf diesen stecken die Kuppelstange und die die zur Steuerung geht. Die Kurbel (kann nicht auf dem Zapfen raufrutschen da Loch zu klein) wird dann mit der Schraube auf diesen Zapfen gegen geschraubt. Was diese Pertinaxscheibe da soll weiß ich nicht, bei mir gibt es diese nicht.
Zitat von BR E-69 im Beitrag #2Eigentlich ist doch an diesem Rad so ein längerer Zapfen dran
Da war kein Zapfen (mehr?) dran. Aber Du hast recht, das würde absolut Sinn ergeben, denn dann könnte man die Gegenkurbel gegen den Zapfen verschrauben. Ich werde morgen mal meine anderen 55er prüfen, ich dachte, ich hätte eine bei mir oben, aber die liegen doch alle im Keller.
Zitat von BR E-69 im Beitrag #2Was diese Pertinaxscheibe da soll weiß ich nicht, bei mir gibt es diese nicht.
Die Pertinaxscheibe hat mich auch irritiert, kannte ich so auch nicht. Aber auf der Heizerseite ist auch eine. Da hat wohl jemand schon mal gebastelt.
Wenn da wirklich ein Zapfen hätte sein müssen (klingt plausibel), könnte man den abben Zapfen vielleicht durch eine Art Hülse ersetzen. Mal sehen, ob ich da was passendes finde.
Mit Zapfen wäre auch die Erstmontage bei Piko sehr einfach gelöst.
bei den neueren BR 55 war kein Zapfen und Kontermutter mehr dran , das war bei älteren Loks wie BR 23 , 50 , 80 und 81 von PIKO . Bei der 55 und 66 von PIKO ist eine kleine Hülse nach der Gegenkurbel über die Sechskant-Schraube geschoben , die dann die Gegenkurbel in der richtigen Stellung beim Anziehen der Schraube fest zieht - Treib und Kuppelstange haben größere Löcher und bleiben auf der genannten Hülse beweglich . Die Hülse kannst Du aus einer alten Messing-Kuli-Mine vom 4-Farb-Kuli selbst herstellen , sollte diese fehlen . Ich könnte da auch noch eine originale da haben , muß ich nachsehen . Die Pertinax-Scheiben gehören da nicht dran .
Hallo Frank Mit den Zapfen magst du bestimmt recht haben. Dein Reparaturvorschlag ist auch sehr interessante, aber dein ergänzendes Wissen solltest du eigentlich an Steffen richten. Er benötigt unsere Hilfe. Nicht ich. 😀 Gruß Guido
erst mal vielen Dank für Eure Unterstützung! Habe heute mal meine 1978er DR-55er inspiziert, Zapfen ist da nicht, sondern Hülse. Keinerlei Pertinaxscheiben (die haben mich eh irritiert). Arbeitstheorie soweit: Die Radschraube hat sich schon mal gelöst, dabei ist die Hülse verlorengegangen. Ein Vorbesitzer hat dann versucht, das Problem ähnlich meiner Idee im Eingangsthread zu lösen. Dafür brauchte er dann wohl die ominösen Pertinaxscheiben, weil am Sechskant wohl nicht genug Kontaktfläche für den Klebstoff war. Wer kommt den schon darauf, auf der Börse das Vorhandensein der Hülse zu kontrollieren?! Gut, jetzt wo man es weiß Ich war ja froh, daß alle Anbauteile dran waren. Ich hatte die Lok ja sogar getestet, aber die Testbretter auf Börsen sind halt gerade. Im Testoval zu Hause treten in den Radien dann wohl größere Spannungen im Gestänge auf, und so hat die "Reparatur" dann gleich versagt. An Kuliminen hatte ich auch schon mal gedacht. Mal sehen, ob ich was Passendes finde, oder vielleicht einen Teileträger. Nochmals vielen Dank, Steffen