vor kurzem habe ich bei Modellbahn Ankauf Zieglergasse 33 in Wien ein Metallmodell der 1161 erstanden (Bildrechte bei Modellbahn-Ankauf Zieglergasse 33 in Wien mit freundlicher Genehmigung von heute). Das Modell ist relativ schwer und sehr massiv gebaut. Das Modell muss in den 70er Jahren oder frühen 80er Jahren entstanden sein. Ich rätsele über den Hersteller:
Westmodel scheidet aus, da ich Westmodel kontaktiert habe und diese mir bestätigten, dass sie das Modell nicht hergestellt haben. Ich vermute, dass auch die "Verwandten" von Westmodel ( Bachmann, ZuBa, Intermodel, Scholz) mit diesem Modell nichts zu tun haben. Die Firmen Günther und Merker + Fischer hatten es meines Wissens auch nicht im Programm. Bitte korrigiert mich, wenn ich irre, aber die bisher erschienenen Listen dieser Anbieter nennen keine österreichische 1161.
Es blieben noch die Anbieter Much und MSE - aber das Modell der Firma Much war wesentlich feiner und sehr viel anspruchsvoller, während meine Lok sehr alltagstauglich und solide erscheint. Gleiches gilt für das MSE-Modell - die Modelle von Much und MSE sind eben aus der Zeit der 90er Jahre und teilweise danach.
Für einen völligen Freelance-Eigenbau in der kleinen Kellerwerkstatt ist das Modell aber zu professionell gebaut: Alles ist massiv aus Messing; die verarbeiteten Bauteile entsprechen zum Teil dem Märklin-Standard (wenn auch verfeinert). Die Räder erinnern mich stark an Räder, die die Firma Schnabel zumindest teilweise verbaute. Vielleicht war es tatsächlich ein Sondermodell im Kundenauftrag (z.B. Bogusch oder Schnabel oder andere). In ihrer Anmutung entspricht sie in vielen Einzelpunkten tatsächlich dem Anbieter Schnabel (habe von denen paar Modelle).
Weiß jemand mehr?
Allzeit Druck auf den Zylindern und immer Hp1
Gruß
Angefügte Bilder:
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ohne jetzt den Hersteller zu kennen, warum nicht Eigenbau? In den "kleinen Kellerwerkstätten" sind in den letzten Jahrzehnten durchaus hochwertige und professionell gefertigte Modelle entstanden. Die diversen Veröffentlichungen in der einschlägigen Modellbahnliteratur bestätigen dies.
Gruß!
1. Verblödungswelle: Privatfernsehen 2. Verblödungswelle: Smartphone/"Social Media" 3. Verblödungswelle: KI? (ich glaube, das Fragezeichen hat sich mittlerweile erledigt!)
der Roco-Stromabnehmer mit der Wanisch-Palette wurde zum ersten Mal 1981 bei der Rh. 1670 verwendet, das lässt schon mal grob auf einen Produktionszeitraum ab 1981 schließen (falls der nicht irgendwann getauscht wurde).
Ich meine, ich hätte schon mal ein solches Modell irgendwo in der Literatur gesehen, aber ich habe gerade mal überhaupt keine Ahnung, wo das gewesen sein könnte.
ich kann dich bekräftigen und würde sowohl M+F, als auch Günther ausschließen - zum einen ist keine E61.1 bekannt, zum anderen wäre die Bauweise untypisch für die Hersteller.
Schnabel aus Wiesau könnte sein, von der Machart her würde ich von genannten Herstellern am ehesten auf Schnabel tippen.
Aber, wie schon geschrieben wurde, glaube ich am ehesten an Eigenbau oder Kleinstserie einer Kellerwerkstatt, weil gerade das Fahrwerk mit dem sichtbaren Getriebe wenig Ähnlichkeit zu den üblichen Bauweisen einer der Kleinserienhersteller aufweist. Vielleicht magst du uns aber mal einen Blick unter die Hüllen gewähren?
In den "kleinen Kellerwerkstätten" sind in den letzten Jahrzehnten durchaus hochwertige und professionell gefertigte Modelle entstanden. Die diversen Veröffentlichungen in der einschlägigen Modellbahnliteratur bestätigen dies.
Gruß!
Eben. Selbst Heinzl war doch nur eine Kellerwerkstatt!
Liebe Grüße und viel Freude mit der sehr schönen 1161!
Ein herzliches Vergelt's Gott an alle für die Mitarbeit an diesem schönen Forum
nach Schnabel sieht mir das nicht aus, habe diese Loktype noch nie von dieser Firma gesehen. Schnabel - Modelle hatten meistens an der Unterseire einen kleinen Markenaufkleber, der aber insbesondere bei kleineren Modellen auch fehlen kann. Schnabel hat aber auch solche Einzelanfertigungen gebaut.
Ich halte es für eine sehr gute Eigenarbeit. Das Gehäuse ist sehr sorgfältig und gleichmäßig gearbeitet. Dagegen ist die Lackierung an vielen Stellen zu üppig ausgefallen, das sah bei Schnabel und auch Kleinserienherstellern besser aus und deutet für mich darauf hin, dass hier jemand sehr gute Feinarbeit mit Metall ausführen konnte, aber Lackierung nicht seine allergrößte Stärke war.
Möglich ist auch eine spätere Neulackierung, weil das Modell irgendwann etwas abgestoßen ausgesehen hat.
Auf alle Fälle ist es ein sehr schönes und bestimmt schon recht altes Stück!
Ich kann zwar nicht viel beitragen zum Hersteller, aber eine Zeitlang geisterte eine weitere solche Lok in Willhaben, österreichische Version von Ebay-Kleinanzeigen, rum. Auch diese war in einer sehr gut gemachten und massiven Messingausführung und lacktechnisch sehr abgegriffen, aber auch hier kein Hersteller ersichtlich bzw. genannt. Die Lok lag preislich irgendwo unterhalb der 200 Euro.
Mit freundlichen Grüssen Philipp
LIMA ist wie Kleinbahn, man kann es nur hassen oder lieben.