Hallo zusammen,
wer kennt das nicht, man kann so viel aufpassen wie man möchte und trotzdem ist es schneller passiert, wie man schauen kann! Von was ich rede ? Na, von abgebrochenen Teilen, wie Trittstufen und anderen Sachen.
Oder aber man bekommt einen gebrauchten Wagen irgendwo her und es fehlen Teile daran. Gerade bei älteren Fahrzeugen ist es nicht einfach Ersatzteile zu finden und wenn sind sie zumeist teuer, oder gar unbezahlbar.
Genau aus dem Grund hatte ich mir damals die 3D Technik zugelegt.
Fall 1
Im konkreten Fall ging es jetzt mal um den Fleischmann Wagen 5002 Personenwagen Bauart Ci Bay 10
Von den Wagen habe ich aktuell 4 Stück, bei zwei Wagen jedoch sind jeweils 3 Trittstufen abgebrochen gewesen. Genau genommen handelt es sich um die unteren Trittstufen ( siehe Pfeil ).
Rechts an dem Wagen, die Trittstufe mit dem Pfeil markiert, war die einzige Trittstufe die an dem Wagen nicht abgebrochen war. Sie diente mir auch gleich als Maß, um selbiges Teil als 3D Ersatzteil zu konstruieren.
Links an dem Wagen sind bereits beide fehlende Trittstufen gegen eigene Teile ergänzt.
So sehen die Teile, extrem vergrößert aus. Die Teile sind immer als Paar ausgeführt und müssen nur noch mit einem scharfen Skalpell von den Supports gelöst werden. Die Trittbretter selbst haben durch den Druck, eine Art leichte Holzmaserung, die in dem Fall nicht stört.
Mit Sekundenkleber unter dem Wagen angebracht, sind die Reproteile genauso stabil, wie die Original Trittstufen. Zum Ankleben der Ersatzteile, werden die Reste der abgebrochenen Teil am Wagen unten gesäubert, dann kann man es mit Sekundenkleber schön ankleben. Man muss nur darauf achten, das die Streben der Trittstufe mit den Streben am Fahrzeugrahmen übereinstimmen. 
Fall 2
Seit längerem hatte ich einen recht desolaten Fleischmann 1466 Packwagen Pwg, dem eine Tür fehlte und auch sonst nicht in gutem Zustand war.
Zuerst baute ich die Originaltüre aus und rekonstruierte diese, so genau wie möglich. Um es besser drucken zu können, wird die Anschlagsleiste später einfach hinter die Türe geklebt. Damit kann man auf Supports gänzlich verzichten. 
Trotz der 0,2er Düse und 0,10mm feine Auflösung schafft der PLA Drucker es nicht, auch alle Nieten darzustellen. Die Teile muss ich dann demnächst nochmal in Resin drucken, dann wird das Ganze noch feiner und es werden auch alle Details dargestellt. Bei der Türe, die keiner großen Belastung ausgesetzt ist, kann man das spröde Material durchaus nutzen. Für Trittstufen jedoch ist das einfach zu empfindlich. Da ich aber gerade mit dem PLA Drucker am Arbeiten war, wollte ich es zumindest einmal versuchen.
Links die Original Türe, rechts mein Ersatzteil ( Prototyp ). Auch zu sehen, das ich das Fenster nochmal überarbeiten muss, das wirkt noch nicht ganz so stimmig. Auch das DB muss noch in einer anderen Schriftart ausgeführt werden. 
Trotzdem habe ich nun mal die Teile an den Wagen gebaut. So schlecht sieht das nun nicht aus und der Wagen kann auch wieder zum Einsatz kommen. Demnächst wenn ich mal Lust und Laune habe, werde ich das Bauteil überarbeiten und dann in Resin drucken.
Das Dach war mehrfach gerissen und durchgebrochen, ich hab es so gut es geht wieder instandgesetzt. Natürlich musste es noch mal neu lackiert werden. Die Metallteile hatten zum Teil schon dezenten Flugrost, sie wurden entrostet und dann mattschwarz lackiert. 






