Hallo und frohe Ostern, hier kommt die Fortsetzung von den ersetzten Zahnrädern.
Weil das Zahnrad mit 26 Zähnen kaum das zentrale berührte, hatte ich noch eins mit 27 bei der deutschen Firma und auch eins über Amazon bestellt. Nach 10 Tagen war das aus China da, wurde eingepasst und lief schön, sollte aber durch das aus Messing ersetzt werden, damit nicht Stahl auf Messing läuft. Bei den wenigen Einsetzen der Bahn wäre es wohl nicht problematisch geworden; es fühlt sich nur besser an. Das aus Messing war nun deutlich teurer und hatte dafür auch keinen Aufdruck mehr wie das aus der ersten Lieferung. Schade!
Das Einpassen war nicht ohne. Zahnräder und Achse in die eine Lokhälfte gesteckt und alles lief leicht und locker. Kam die zweite Hälfte dazu, verschoben sich mit den Achsen leicht die Zahnräder und alles stand still. Als wieder alles schön lief, kam der Anker mit dem Ritzel und nichts ging mehr. Das hat den Nachmittag gekostet, aber abends ging es zum Probelauf und die Lok bewegte sich vorwärts und rückwärts. mit neuem 27er von M.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Das große zentrale Zahnrad bekommt die Drehbewegung vom Ankerritzel - hier auf dem Bild ist es umgedreht, damit man das neue kleine sieht - und gibt sie mit dem 25er Rad an die beiden äußeren, die dann wieder in die Zahnkränze der Räder greifen. Bei 25 Zähnen auf der einen Seite und 27 auf der anderen hätte ich erwartet, dass eine Achse vorauseilt. Ich habe Markierungen angebracht und eine Achse 10 mal gedreht. Danach standen die Striche immer noch parallel. Auch nach 60 Umdrehungen gab es keinen sichtbaren Unterschied.Merkierungen nach 60 U.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) [img][/img]L54 Mark in Reihe.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Ich weiß nicht, wie das sein kann, aber ich finde es für das Fahrverhalten der Lok sehr beruhigend. Als letztes versuche ich jetzt, ein kleines Video hochzuladen. Ansonsten Tschüß für heute
Zitat von Bernd Kaufmann im Beitrag #1. Bei 25 Zähnen auf der einen Seite und 27 auf der anderen hätte ich erwartet, dass eine Achse vorauseilt. Ich habe Markierungen angebracht und eine Achse 10 mal gedreht. Danach standen die Striche immer noch parallel. Auch nach 60 Umdrehungen gab es keinen sichtbaren Unterschied.
Wo soll da ein Unterschied herkommen? Ein Zahnrad, das auf zwei Seiten eingreift, ändert absolut nichts an einer Übersetzung. Es ändert lediglich die Drehrichtung des angetriebenen Rades.
"Das Land steckt in einer Krise, Johnny!" "Wir latschen von einer Krise in die nächste..."
Zitat von Bernd Kaufmann im Beitrag #1, ...sollte aber durch das aus Messing ersetzt werden, damit nicht Stahl auf Messing läuft. ..
Warum soll Messing nicht auf Stahl laufen? Grundsätzlich ist es bei Getrieben, die nicht im Ölbad, also trocken laufen besser, wenn zwei ineinander greifende Zahnräder aus unterschiedlichen Materialien sind.
Gruß,
Felix
"Das Land steckt in einer Krise, Johnny!" "Wir latschen von einer Krise in die nächste..."
Hallo Felix, das mit den unterschiedlichen Metallen in Getrieben habe ich schon einmal erlebt. Vor ein paar Jahren habe ich mehrere alte Volvo-Bandtachos überholt und da waren im Schneckengetriebe auch die 2 Zahnräder aus Stahl und Messing. Die aus Messing (Bronze?) waren meist arg abgenutzt. Soll wohl so sein, dass sich nicht beide aufreiben. Danke und Tschüß Bernd
Es gibt, wenn zwei Räder aus dem gleichen Material mit der gleichen Oberflächengüte im Eingriff sind, auf mikroskopischer Ebene einen sogenannten "Verzahnungseffekt", vergleichbar mit einem Klettverschluß. Und den will man vermeiden. Bei Zahnrädern erhöht das den Abrieb exponentiell, bei Wellen und Lagern passiert es relativ schnell, daß ein Lager festfrisst. Ist mir vor ein paar Jahren bei meiner S2/6 passiert, da hat eine selbstgedrehte Bundschraube für ein Zahnrad (übrigens auch von Mädler) so festgefressen, daß ich die Schraube ausbohren musste.
Märklin hat diesen Verzahnungseffekt dadurch umgangen, daß alle Zahnräder und Bundschrauben vernickelt sind.
Wie Du bereits sagtest, bei einem Spielzeug mit geringer Laufleistung kann man das getrost außer Acht lassen.
Ich wollte nur eine Erklärung aus meiner Fachwelt für die verschiedenen Materialien liefern.
Gruß,
Felix
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Schönen Dank Felix, das ist ja interessant. Hab ich nicht gewusst. Mir war nur klar, dass das aufgetragene Fett schnell beiseite gerieben ist und man lieber regelmäßig nachölt. Durch das erste China-Zahnrad mit seinem etwas zu großen Innendurchmesser habe ich gemerkt, dass dieses Spiel um die Achsaufnahme nötig ist. Ich musste das aus Messing dann auch leicht aufweiten, sonst hätte alles wieder geklemmt. Das Achsloch leicht in Richtung oval aufzuschaben, war mir zu riskant. Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn so ein hundert Jahre altes Stück wieder kräftig loszieht. Ich wünsche uns weiterhin viel Freude an unserem schönen Hobby! Viele Grüße Bernd