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Lagerung für meine Arnold Modelle

#1 von volvospeed , 05.09.2026 12:56

Hallo zusammen,

das Lagern der gesammelten Modelle ist so eine Sache für sich, jeder hat da so sein eigenes System. Bis dato lagerte ich meine Spur N Modelle in 2,5L Boxen mit Deckel und zwischen den Modellen jeweils eine 2mm Moosgummiplatte zurecht geschnitten. Im Prinzip schon mal nicht schlecht. In der Praxis jedoch, flackern die Modelle aber trotzdem in der Box herum, besonders dann, wenn man eine Reihe nicht voll hatte. Die Moosgummiplatten kippten um und die Wagen standen dann trotzdem recht ungeschützt.



Ein weiterer Nachteil, die Boxen sind zwar stapelbar, aber in der Box wird viel ungenutzter Raum verschenkt. Im Prinzip könnte ein zweite Lage Platz finden, wenn man sich da noch Einleger basteln würde. Mein ursprünglicher Plan war es meine Einleger passend zu den Boxen zu gestalten. Leider aber fehlten einige mm Höhe, daher funktionierte das nicht.
Selbst wenn ich die Einleger hätte anpassen können, so hätte man die Stapelboxen immer noch kaufen müssen.

So aber, habe ich mein jetzt mein eigenes System, ich kann jederzeit beliebig, kostengünstig und unabhängig erweitern. Entsprechende Datei ab in den Drucker und ab dafür. Farbe und Material, wie es mir gefällt.
Ich muss nicht in den Laden fahren, schauen, ob die Box verfügbar ist. Ärgerlich vor allem dann wenn man schon jede Menge Stapelboxen einer gewissen Sorte besitzt und nach Jahren plötzlich nicht mehr lieferbar ist. Zu meist gibt es dann zwar alternative Stapelboxen, die aber zumeist nicht mit dem bestehenden System stapelbar sind. Ärgerlich vor allem dann wenn man schon mehrere Kisten einer bestimmten Marke und Größe besitzt, das ist mir nun schon mehrfach passiert.
Von den Kosten her liege ich mit einer 5er Einheit ( also 5 Einleger plus Kasten ) immer noch günstiger, als gekaufte 5 Stapelboxen und Moosgummi, welches noch passend zugeschnitten werden muss.

Bei einer kleinen Sammlung sollte das alles kein Problem sein, allerdings, aber einer gewissen Größenordnung von Sammlung kann das schon problematisch werden.
Insgesamt aber möchte ich ein System, das ich so flexibel wie möglich nutzen und jederzeit erweitern kann unabhängig von einem Hersteller.

Deshalb machte ich mir Gedanken, wie ich z.B. meine Arnold N Sammlung möglichst effektiv lagern kann. Ein Problem, sind die Fahrzeuglängen und -breiten, weshalb man nicht mit einer Standardgröße zurecht kommt. Druckerbedingt, kann ich maximal 256x256x256mm große Teile drucken, größere Teile sind dann nur aus mehreren Teilen machbar. Letzteres möchte ich, um Mehraufwand zu sparen vermeiden, daher sollten die Teile auch auf den Drucker passen. Bei Spur N, Z ggf. auch TT sollte das auch machbar sein. Trotzdem sollte das System modular bleiben.

Inzwischen habe ich mir ein Grundsystem konstruiert und die ersten Elemente sind bereits gedruckt effektiv im Einsatz. Ziel ist es, die Fahrzeugsammlung möglichst platzsparend, Herstellersortiert unterbringen zu können. Die Einleger ( groß ) könnte man aber auch Zugweise bestücken, sofern man einen festen Verband hat. Einziger Nachteil, Dampfloks, weil sie breiter sind passen nicht.

Es wird insgesamt 4 Einleger geben, die vierte speziell für Dampfloks und Fahrzeuge die Breiter sind als das Standardmaß muss ich noch konstruieren. Der Einleger wird aber, die Außenmaße, wie mein großer Einleger haben.
Je Kasten 5 Einleger, Standardtiefe also 6 Fahrzeugbreiten. 6 Fahrzeugbreiten, deshalb, weil bei mir die Züge maximal 1 Lok und 5 lange Schnellzugwagen lang sein können und meistens eine Serie Personenwagen aus 5 bis 6 Wagen besteht. D.H. auf einen 165er Einleger könnte ein Zug mit fester Zusammenstellung, also ein TEE mit Lok Platz haben oder aber eine Personenwagen Serie mit 6 Wagen. Hat eine Serie nur 5 Wagen, dann kann man dann Platz freilassen, oder aber anderweitig nutzen.

Ähnlich wie bei den Wiking Sortierkästen haben meinen Einleger am Boden die Aufkantungen, die ein Rollen in dem Einleger verhindern.

Aktuell gibt es drei Einleger, ein weiterer befindet sich in Planung:

- lange Wagen gekürzt, also die alten Arnold ( Minitrix ) Schnellzugwagen, oder andere kürzere 4achsige Wagen
- lange Wagen ungekürzt, 165mm
- großer Einleger, universell nutzbar ( gedacht für Güterwagen, aber auch Wagonserien )
- großer Einleger für breitere Fahrzeuge, wie z.B. Dampfloks, Funktionswagen ist noch in Planung

Je Einleger gibt es einen Kasten mit 4 Bohrungen ( um es an die Wand schrauben zu können ). In jedem Kasten können dann 5 Einleger eingeschoben werden.
Man könnte die Kasten universell entweder an die Wandschrauben, oder einfach in einen Schrank stellen, oder aber in einer speziellen Kisten oder Koffer auch Transportabel gestalten.

Fertig könnte das dann mal so aussehen. Die Farben und auch das Material ( es sollte aber mindestens PETG sein ) der Einleger und Kasten sind natürlich frei wählbar.
Das Rot und Grau habe ich jetzt nur hier mal zum besseren Erkennen verwendet. Selbst werde ich die Kasten aber einheitlich mit schwarzem PETG drucken.



Rückseite mit je 4 Bohrungen versehen



Die Einleger sind stapelbar, um sie auch ohne Kasten universell benutzen zu können. So könnte man sie z.B. auch einfach in einem Schrank, oder Schublade, ohne Kasten lagern. Aus dem Grund habe ich die Kasten nicht mit Zwischenböden versehen. Das ist zwar machbar, aber bedeutet auch sehr lange Druckzeit, bei dem großen Kasten würde die Druckzeit über 15 Std. liegen.



kurzer Einleger, speziell für die gekürzten langen Wagen



Einleger 165mm, hier mit je einem kompletten Zug bestückt. Die Höhe der Einleger ist so bemessen, das Elloks und auch der Aussichtswagen von der Höhe Platz haben



großer Universalkasten, hier mal mit Güterwagen bestückt
links und recht könnte man nun mit Styrodur die Lücken noch füllen, wenn man möchte. Unbedingt notwendig ist das jedoch durch die "Rollsicherung" nicht



Mit einer Standardtiefe könnten die stapelbaren Einleger so in den Kasten ( wie in der Konstruktionszeichnung zu sehen ist ) gelagert werden



oder aber noch übersichtlicher, so wie hier in einem Schrank ( staub- und lichtgeschützt ) gelagert werden.



Eine Beschriftung, kann man sich als Aufkleber selbst basteln. dazu benötigt man Büchereinband und doppelseitiges Klebeband auf der Rückseite. Statt Büchereinband kann man auch laminieren, sieht optisch sogar noch besser aus.

Ich erstelle die Aufkleber mittels Open Office, Im Feld 1 ein Herstellerlogo, im Feld 2 eine kurze Bezeichnung. Wenn der Inhalt gesetzt ist markiere ich Feld 1 und 2 zu einem Feld, die Umrandung dient zum Ausschneiden, nach dem Laminieren



Vergleich

In einer Stapelbox bekommt man ohne Einleger nur eine Lage Fahrzeuge, der Rest ist verschenkter Platz. Auf den Raum kleiner einer Stapelbox habe ich bereits schon 100% mehr Fahrzeuge untergebracht und die Fahrzeuge stehen trotzdem wesentlich geschützter, auch wenn eine Reihe nicht voll ist. Meine Box ist nur 8mm breiter und 5mm tiefer als ein großer Einleger. Zu 5 Einleger kommen auch noch mal 8mm für den Kasten dazu.





Im Endeffekt müsste eine gesamte Arnold Fahrzeug Sammlung vor Hornby auf 40 Einleger ( je Größe 10 ), mit genug Reserve für doppelte Wagen und Loks passen. Einzige Ausnahme wären die festgekoppelten ET 420. Die 40 Einleger würden locker in einen Schrank in einem Schrankfach passen. Die OVP separat in einem Karton gelagert. Übersichtlich, effektiv geschützt und sofort einsatzbereit.


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RE: Lagerung für meine Arnold Modelle

#2 von volvospeed , 05.09.2026 22:48

Hallo,

wie schon angekündigt habe ich nun auch die Lok / Funktionswagen Einleger fertig. Bedingt durch die breiten Zylinderkasten, bzw. den Klappenmechanismus der Funktionswagen, ergibt sich eine Fachbreite von 24mm, damit passen auch die breitesten Dampfloks wie z.B. BR50 Fleischmann oder die kleine Lok 7000 welche extrem breit baut locker rein. In dem Fall gibt es nur 5 Fächer und die beiden Längsseiten sind wegen dem hohen Gewicht der Loks verstärkt.

Bitte nicht wundern, die Loks standen sehr lange z.T. auch auf der Bahn, die werden die Tage alle wieder gereinigt und auf Vordermann gebracht. es sieht aber auch auf den Bildern schlimmer aus es tatsächlich ist.



Hier mal mit den Breiten Funktionswagen bestückt. die Schienenbusse stehen jetzt nur mal vorübergehend da drin, bis ich alle Elemente fertig gedruckt habe


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RE: Lagerung für meine Arnold Modelle

#3 von Lucky Lutz , 07.09.2026 19:51

Hallo Manu,

wow, ich bin mal wieder schwer begeistert!

Beim Lagern von Rollmaterial, insbesondere ohne OVPs, habe ich bisher auch noch nie eine wirklich zufriedenstellende Lösung gefunden. Vitrinen finde ich eigentlich unpraktisch, die zur Verfügung stehenden Wände sind endlich und man kommt auch nicht überall gleich gut dran. Mein Traum wäre noch ein Architekten-/Plan-/Zeichnungsschrank, der alles aufnehmen kann. Das sind aber echte Ungetüme von Gewicht und Umfang her. Und dann kommt auch noch der nicht zu verachtende Preis dazu.

Dein System schaut wirklich genial aus, tolle Sache. Sehr schön durchdacht, auch formschön und sehr praktisch. Bin gespannt, wie es rüberkommt, wenn Diu "fertig" bist. Aber "fertig" ist man ja eigentlich nie. ;-)

Viele Grüße

Lutz

P.S.: Charmant fand ich auch eine ähnlich übersichtliche Lösung für Rollmaterial mit OVP, wobei das natürlich auch so einfach Stapelbar und so ist. Da wäre so eine Shubladenlösung/Architektenschrank wahrscheinlich nicht schlecht.


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RE: Lagerung für meine Arnold Modelle

#4 von volvospeed , 08.09.2026 17:16

Hallo Lutz,

danke für Deine Worte. Mir geht das ähnlich, allerdings habe ich das Problem ich wohne, wie Du ja weißt im Dachgeschoss, die freien Wände die ich hatte sind bereits voll mit Vitrinen und mit H0 Modelle bereits belegt.
Um endlich mal Ordnung auch bei meiner bis dato eher nebenher laufenden N-Sammlerei zu schaffen, entwickelte ich das System. In Zukunft möchte ich mehr die H0 nebenher sammeln, da ich hier im Prinzip schon fast mein Sammelgebiet abgeschlossen habe und aus Platzgründen auch nicht mehr groß weitermachen möchte.

Das System ist zwar so einfach wie möglich gehalten und trotzdem ist es viel Arbeit und ich bin noch immer fleißig am Drucken, zumindest sollten die Einleger, die auch eigenständig stehen können, morgen fertig sein.
Während es vom Material her preislich sehr interessant ist, braucht man aber man aber Geduld. Je Einleger gehen etwa 3 bis 3,5 Std Druckzeit ins Land. Aktuell habe ich 30 Einleger geplant, entsprechend 105 Druckstunden.
Inzwischen habe ich um etwas Zeit zu Sparen gleich zwei Drucker mit dem Projekt am Laufen.

Ein Lage ist übrigens nur 38mm hoch, d.h. man könnte sie auch schon in eine Schublade unterbringen. 3 Lagen hoch wären dann 10,9cm. Statt einen teuren Architektenschrank, könnte man auch einen Standard Schubladenschrank nehmen und die Einleger unterbringen. Grob geschätzt sollten 2 bis 3 Schubladen eines 80cm Schubladenschrankes ( in der Regel haben die ja 5 bis 6 Schubladen ) für die gesamte Arnold Sammlung ausreichen.

Inzwischen habe ich aber auch schon ein wenig weiterentwickelt und auch noch kleine Klötzchen in den Breiten 10 bis 25mm gemacht, die in das jeweilige Fach als Lückenfüller zwischen die Fahrzeuge eingelegt werden können, damit die Fahrzeuge sich nicht mehr großartig bewegen können.

Noch bin ich am Überlegen ob ich pro Stapel überhaut eine Box, quasi als Standalone Turm anfertigen soll, denn das kostet richtig viel Material und benötigt zwischen 10 und 14std. Druckzeit, je nach Größe.
Ich werde wahrscheinlich meine auch eher in einem Schubladen, oder normalen Schrank lagern, dann sind die Fahrzeuge recht gut vor Staub und UV-Licht geschützt.

Die Beschriftung ( allseitig ) habe ich schon für die Kasten die bereits bestückt sind fertig. Grob ausgerechnet habe ich auch schon die Kasten, für die Fahrzeuge die mir noch fehlen z.T. vorgefertigt und quasi reserviert. So bald ich damit durch bin, werde ich natürlich Bilder machen. Das selbe System kann man natürlich auch für Fleischmann, Minitrix und andere N Systeme nutzen. Die Lokfächer hab ich so konstruiert, das auch die breitesten Fleischmann Loks (7000 und Br50) gut reinpassen.


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RE: Lagerung für meine Arnold Modelle

#5 von volvospeed , 09.09.2026 00:21

Hallo zusammen,

endlich der vorerst letzte Einleger ist im Druck. Inzwischen habe ich ein wenig weiter entwickelt.

Um Lücken zwischen den Fahrzeugen auszugleichen habe ich 10,15,20 und 25mm breite Klötzchen konstruiert, mit denen man nun noch Lücken ausfüllen kann. Die Klötzchen sind so breit konstruiert, das sie gesteckt werden und ausreichend halten. Sollten größere Lücken ausgefüllt werden, kann man die Klötzchen entsprechend kombinieren. Damit kann man auch, wenn man eine neue Reihe angefangen hat und da z.B. nur ein oder zwei Wagen gelagert werden entsprechend fixieren.

Hier mal zwei Beispiele:
Die SBB-Schnellzugwagen passen nicht mehr in den 122er Einleger, daher lagere ich die nun in dem 165er Einleger und fülle die Lücken links und rechts mit entsprechenden Klötzchen aus.



Der Gepäckwagen ist ein gutes Stück kürzer als die Bauart 30 Wagen, links neben dem Gepäckwagen sieht man eine Kombination aus zwei Klötzchen.



Alle Kasten haben auf allen 4 Seiten nun eine Beschriftung, links der Hersteller, rechts daneben eine kurze Bezeichnung. Da mir noch einige 165mm Wagen fehlen, sind da noch einige Kisten unbeschriftet und reserviert.
Zur Not gibt es auch noch ein wenig Reserve, wenn z.B. eine Serie nur aus 4 oder 5 Wagen besteht. Entweder kann man da noch einzelne Wagen, oder aber Klötzchen auf Reserve drin lagern.

In meinem Fall stehen derzeit meine stapelbaren Einleger auf einem schmalen Regal und zwar in der Tiefe nebeneinander gereicht. Alle Kasten zusammen haben eine Breite von ca.70 cm



bei 6 Lagen haben wir mit etwas Reserve ca. 22cm



und in der Tiefe max. ca. 24,5cm



Die Einleger kann man sehr flexibel, im Regal, im Schrankfach, oder einer Schublade unterbringen. Mit ein wenig mehr Aufwand könnte man aber auch unter der Anlage eine oder mehrere speziell angepasste Schublade bauen.
Damit wären die Fahrzeuge jederzeit gleich auch griff- und einsatzbereit. Natürlich könnte man sie auch den langen weg nebeneinander stellen, z.B. in ein Fach eines 90cm breiten Schrank, man könnte aber auch mit weniger Ebenen die Einleger in einer Schublade unterbringen.

Alternativ, könnte man sie aber auch in zwei Reihen nebeneinander positionieren und dann einen Transportkoffer dazu bauen, oder einen fertigen Alukoffer nehmen.

Bin jetzt am Überlegen, für Ersatzteile, Reinigungsmaterial und dem wichtigsten Werkzeug noch je ein Einleger zu machen, welches zum System passt.


Mit freundlichen Grüßen
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