Piko schaffte es leider nur zu zwei Dampflok-Baureihen, wobei die BR 55 und ihre ausländischen Schwestern schon recht bald wieder verschwanden. Weniger bekannt dürfte die Tatsache sein, dass es Entwicklungsarbeiten an einer dritten Dampflok-Baureihe gab. Ein entsprechender Artikel von Jens Auerwald mit Fotos erschien im Heft 6 / 94 des "Modelleisenbahners". Welche der beiden von Herrn Auerwald genannten Typen geplant war, wurde nie veröffent-licht. Jedoch konnte Herr Stefan Troitzsch inzwischen in Erfahrung bringen, dass es wohl zwei Handmuster einer BR 41 gab (und noch gibt) und diese auch gefahren sind.
Wie bei fast jedem Modell gibt es auch bei den Piko-Dampfern mehrere verschiedene Ausführungen / Varianten. Beginnen wir mit der BR 65:
Bei der älteren Variante ist das Gestänge mittels Metallstiften an den Kuppelradsätzen befestigt. Später wurde das Gestänge an angespritzten Kuststoffzapfen befestigt. Die ersten 65er hatten Motoren mit Trommelkollektor und viereckige Kohlebürsten, die späteren Modelle waren dann mit Motoren mit Flachkollektoren und es wurden runde Kohlebürsten verwendet. Es gibt sehr kleine Gehäusevarianten im Kohlekastenbereich, die vermutlich durch Formreparaturen entstanden sind. Auch wenn die Lok auf der Verpackung (Vignette) mit Haken-Kupplung abgebildet ist, erscheint es eher unwahrscheinlich, dass die BR 65 (anfangs) tatsächlich mit dieser Kupplung ausgestattet war. Des weiteren gibt es insofern noch weitere Varianten der 65.10, indem die Stromabnahme verändert wurde. Anfangs wurde nur von zwei Achsen, später von vier Achsen Strom abgenommen.
Irgendwann erschien die 65er auch als "Silberling" ohne Antrieb.
Nun zur BR 55:
Hier gab es erst einmal 4 Grundvarianten - DR (schwarz mit rotem Fahrwerk) - CSD (schwarz mit rotem Fahrwerk) - SNCF (schwarz mit schwarzem Fahrwerk) - SNCB (grün mit schwarzen Rädern und rotem Gestänge). Es gibt außerdem Behauptungen, dass es auch eine DB- und eine luxemburgische Variante gegeben haben soll. Inwieweit das stimmt, weiß ich nicht, deratige Varianten sind mir bislang weder bildlich noch gar modellmäßig begegnet. Auch die 55er gab es als antriebslosen "Silberling".
Die BR 55 hatte im Laufe des Produktionszeitraumes einige Änderung (Einsparungen) hinnehmen müssen. Die ersten 55er hatten alle 4 Achsen angetrieben und vier mit Haftreifen versehene Radsätze. Als erstes wurden Zwischenzahnräder eingespart, so dass die Lok nur nunmehr nur noch 2 angetriebene Achsen besaß. Als nächstes entfielen zwei Paar Haftreifen. Weitere Einsparungen betrafen den Rahmen der Lok. War er anfangs durchbrochen, wurde dieser bald nur noch teilweise durchbrochen ausgeführt, um schließlich im vorderen Bereich ganz geschlossen dargestellt zu werden. Inwieweit diese Einsparungen auch die ausländischen Varianten betrifft, ist bislang ungewiss. Ebenso, ob es die Ausland-Loks mit 4 angetriebenen Achsen überhaupt je gegeben hat.
In meiner Kinderzeit hatte ich auch eine N-Modellbahn. Meine einzigste Dampflok war die 55, ein sehr filigranes Modell. Nach einigen Jahren hatte die Lok den Drang, sich selbst zu zerlegen. Man konnte sie zwar immer wieder zusammensetzen, aber das hielt nie lange vor. Zu stark anziehen wollten wir die Schrauben auch nicht, denn nach fest kommt bekanntlich lose. Meine Lok hatte (hat noch immer) zwar 4 Zahnräder auf den Achsen, aber nur die beiden Hinteren hatten eine Verbindung zum Motor. Der Strom wurde nur von der 1. und 3. Tenderachse abgenommen.
Mein Cousin hatte die 65er, mit der hatten sie schlechte Erfahrungen. Das Gelenktriebwerk (AB und CD je in einem Drehgestell) verklemmte sich mit den Stangen. Sie haben die Lok dann in eine Heizlok umgebaut (alle Stangen ab), dann fuhr sie aber immer noch nicht gut. So kam es, daß ich keine 65er mehr bekam und sie mir später beim Studium selbst kaufen musste.
Mein Vater wollte die gesamte Eisenbahn verkaufen und eine Prefo-Autorennbahn kaufen, er hielt den Spielwert für höher. Ich sah das nicht so (was sollte ich als Einzelkind mit solchem Trödel). In Wahrheit war er der Bahn überdrüssig und mit der Wartung überfordert. So bin ich in den 60ern bereits die H0 losgeworden.
Vielleicht kann ich deshalb heute an keiner Börse und keinem Modellbahnladen vorbeighen. Deshalb bin ich heute hier und nicht bei den anonymen Slotcarfahrern. Ist auch besser so.
Alles Gute
Wolfgang
Liebe Grüße
Wolfgang
Unter solchen Umständen wie heute sind nicht notwendige Dinge zwingend notwendig.
besitze auch noch ne 55er von Piko in N,allerdings hab ich diese in einem bedauernswerten Zustand bekommen. :( Am Tender fehlt ein Rad und die Bodenplatte,die die Räder fixiert und die Kuppelstange zwischen Lok undTender war erst gar nicht dabei,am Motor fehlt ein Kohlenbürstenabdeckungsplättchen inklusive der kleinen Feder und das Messingblech für die Beleuchtung ist auch abgebrochen,eigentlich kann man die Lok nur noch zur Heizlok umbauen,aber dafür ist die mir zu schade,da die Lok selber noch in einem richtig gutem Zustand ist und die Steuerung top ist,keine Fehlteile an der Steuerung und leichtläufig ist der Motor ebenfalls. Was kann man mit so einem armen kleinen Lokomotivchen noch machen?
ich kann Dir mit folgenden Ersatzteilen für dir PIKO BR 55 in N helfen: - Radsatz für Tender - Bodenplatte für Tender - Lok-Tender Kupplung - Kohlenbürstenabdeckungen 2X - Messingblech für die Beleuchtung
Nicht helfen kann ich Dir mit den Federn für die Kohlebürsten. Diese kannst Du Dir selbst herstellen, in dem Du 0,2mm Bronzefederdraht auf einen 1,5 mm Dorn (z.B. Bohrerschaft) wickelst, ca. 10-11 Windungen, Länge ca. 6 mm.
Falls an den genannten Ersatzteilen Interesse besteht schreibe mir bitte einen PN. Viele Grüße Wolfram
bei Besuchen in der DDR habe ich das "Zwangsumtausch-Geld" überwiegend für Modelleisenbahn-Artikel verwendet. Auf diesem Wege gelangte auch die BR 65 mit den Doppelstockwagen in der bekannten Packung in meinen Besitz. Weitere Piko N-Sachen sind nicht bei mir vorhanden.
Die OVP inkl. Wagen habe ich noch, die BR 65 dagegen nicht mehr. Die Zahnräder der Lok aus sehr sprödem Plaste haben sich regelrecht pulverisiert und auf den Gleisschwellen eine rötliche Spur hinterlassen sodass ich sie an einen Bastler abgegeben habe.
Diese Erfahrungen haben mich trotzdem nicht davon abgehalten TT-Sachen (Zeuke und BTTB) anzuschaffen wobei diese seit Jahrzehnten in ihren Schachteln schlummern.
Hallo miteinander, wie bei meiner Vorstellung (Neumitglied im Forum) angekündigt, hier mein erster Eintrag mit Bild; denke es ist das richtige Thema, da es eine weitere Variante der gezeigten BR55 ist: goldfarben. 20260605_164028.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) goldfarbenes Präsentationsmodell einer Schlepptender-Dampflokomotive der Baureihe 55 Dies Stück hat mein Opa als alter Reichsbahner wahrscheinlich zu einem Dienstjubiläum (40 oder 45Jahre) oder zum Ausscheiden aus dem Dienst 1974 erhalten. Das ist das erste Bild, gleich nach dem Auffinden im Nachlass meines Vaters, deshalb noch etwas eingestaubt. Alle vier Radachsen haben augenscheinlich die Haftreifen (sagt man so?). Beim Blick vom Tender sieht es aus, dass sich im Führerhaus ein Motor befindet; auch vom Gewicht her würde ich schätzen, dass es sich um eine festgeschraubte aber (ursprünglich) fahrbereite BR55 handelt. Wie ich festgestellt habe, fehlt leider ein Stoßpuffer vorn (ich werde danach noch suchen). Mein Opa war wohl Signalwerkführer bzw. Stellwerkführer in Dresden (1926 Lehre bis 1974), Reichsbahndirektion Dresden. Falls jemand Informationen, Anmerkungen zu dieser Art "Präsentationsmodell" hat, höre ich diese gern. Grüße Frank (fetz55)
Hallo zusammen, ich kann leider keine Bilder oder technische Informationen zu diesen Modellen beitragen. Ein Schulfreund von mir hatte Familie im Osten und brachte Modellbahnen von seinen Reisen mit. Er hatte eine komplette Piko N-Bahn, eben mit der 55 und der 65. Damit spielten wir öfters. Die funktionierte tadellos und wir hatten viel Freude, auch an den Rangierspielen bei denen die Loks langsam fahren mußten. Für mich war Spur N damals neu und alle Modelle hatten eine schöne Anmutung. Bei ihm sah ich auch das erste Mal die DR Dostogarnitur von Schicht in H0, auf welche ich dann noch lange warten mußte ;-))
diese Lok wieder über Gleise fahren zu lassen, wird aus meiner Sicht mit sehr viel Aufwand verbunden sein, denn: - Erste Frage: Wohin ist der goldene Lack (vom Bild her schwer zu erkennen ob gespritzt oder gestrichen wurde) geflossen, wo doch eigentlich metallischer Kontakt (zur Stromübertragung vom Gleis zum Motor) nötig wäre? - Zweite Frage: Um die Lok mit dem Sockel zu verschrauben, mussten irgendwo Löcher / Gewinde in das Lokfahrwerk eingebracht werden. Wahrscheinlich hat man dabei auf die Zahnräder zur Kraftübertragung vom Motor auf die Radsätze keine Rücksicht genommen. Aus meiner Sicht wäre es besser, diese Lok auf dem Sockel ruhen zu lassen und ein weiters Exemplar "aus dem Netz zu fischen" um es fahren zu lassen (wird sicher auch nicht ganz ohne Reinigung / Pflege / Reparatur abgehen).
Das wäre meine (unmaßgebliche) Meinung zum Thema.
Gruß Gerrit
soweit nichts abweichendes angegeben ist, stammen alle Bilder in meinen Posts aus eigener Cam, weitere Bilder gerne im DSO - HiFo unter gleichem Nick
wenn möglich mach doch mehr Bilder. Dann läßt sich auch erkennen , ob die Lok einen Motor hat und wie die Befestigung auf dem Sockel erfolgte. Ich selber mache Spur H0.
Hallo, ergänzend noch die andere Seite und zwei Detailbilder. 20260620_212940.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) 20260620_213235.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Detail01.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Derzeit geht die Tendenz bei mir nun auch eher dazu die BR55 auf dem Sockel zu belassen. Ich muss nur schauen, wie ich das Familien-Erinnerungsstück am besten reinige und konserviere. Bei Recherche im Internet, habe ich erfahren, dass diese Farbgebung einer "Bedampfung mit eine Metalllegierung" entspringen soll; diese soll sehr empfindlich gegen Handschweiß und Licht sein. Eine Bestätigung/ Information, ob dies stimmt, habe ich nicht. Die Befestigung am Sockel muss von "oben" (Lokseite) erfolgt sein. Am Sockel (seitlich+unten) ist nichts zu sehen (nur unbeschädigtes Holz). Wie auf einem Detailbild (hoffentlich ausreichend gut) zu sehen, ist bei Lok+Tender jeweils zwischen Schienen/Sockel und Lok/Tender ein grobes Gewinde zu sehen. Bisher habe ich mich noch nicht getraut, die Lok von oben zu öffnen (möchte erst noch weitere Infos's sammeln) Grüße Frank (fetz55)
Danke für die Bilder. Die Lok wird vorher ohne Gehäuse am Sockel befestigt worden sein. Dann kam das Gehäuse auf das Fahrwerk. Vom Motor wurde wohl nur das Gehäuse eingebaut. Es ist kein Ende der Ankerwelle zu sehen.