den hatte ich mal in einem Konvolut gefunden, wußte aber nix von LIMA. Wahrscheinlich mal irgendwann entsorgt. Der paßte ja überhaupt nicht zu meinen Häusern. Mit viel Aufwand könnte man ja alles bemalen- Fahrplanaushänge z. B. und was es da sonst noch zu entdecken gibt. Vielleicht finde ich den doch noch mal, dann hänge ich ihn hier dran.
Das Gebäude ist fein detailliert, leider sind die Farben völlig unrealistisch: die blauen Glasscheiben und das braune Betondach findet man nirgendwo in der Realität...
eigentlich ist Lima immer wieder so etwas wie der "Nachverwerter" Hier ist der Originalbausatz von Pola N 201 Reichenbach (Im Kandertal, CH) und der Bahnsteig trägt die Nummer Pola N B205 zusamengepackt und "re-labelt" ?? (wäre interessant zu sehen was auf der Bodenplatte des Lima Bausatzes steht) Der war auch in H0 erhältlich (Pola H0 651) und ursprünglich von Vau-Pe.
Ich habe den noch von Pola und finde es ist ein recht schlichter Schweizer Bahnhof. das Gebäude steht heute noch, allerdings ist an der Strecke ist nur noch ein Nahverkehrshalt der BLS.
Hallo Arni, ich finde es etwas schade, LIMA als Nachverwerter zu beschreiben. Aus den 80iger Jahren ist mir LIMA (damals in H0!) einfach für einen unglaublich hohen Spielwert zu günstigem Preis in Erinnerung. Es war toll, als 10 Jähriger zu basteln, auszuprobieren, zu verkabeln etc. Wir fragen uns so häufig, warum wenig Interesse aus der Jugend nachwächst : Bei Lokpreisen weit jenseits 2 stelliger Eurobeträge und den rechtlichen Hinweisen kein Spielzeug zu sein ist diese Frage leicht zu beantworten. Damals waren Modelleisenbahnen nicht das Hobby der Erwachsenen; heute ist das Klientel meist Ü 50! LIMA war preiswert und gut und versuchte mittels Kooperationen ein all in one Anbieter zu sein. Und hierbei zu guten Preisen mit qualitativ guten Herstellern zusammenzuarbeiten war genial. Leider hat KEIN Hersteller das Nachfragetief der 90er Jahre wirklich überlebt, denn das was wir heute kennen, sind nur noch die aufgekauften Namen der ursprünglichen Hersteller, oder?! Da ich seit nun ca. 1,5 Jahren alle möglichen Bezugsquellen nach LIMA Spur N durchforste, auch International, ist bereits eine sehr schöne (zumindest in meinen Augen und im Rahmen meiner Vorstellung einer Trashanlage!) Anlage entstanden, sowie eine ordentliche Sammlung gewachsen. Und das, trotz "Sammlerwert" , "Rarität" oder irrwitzigen Preisvorstellungen der Verkaufenden, zu einem Gesamtpreis um 600 Euro; dafür bekommt man aus den aktuellen Kollektionen maximal eine 8 mit Abstellgleis auf der eine Lok mit 4 Anhängern seine Runden dreht, dafür aber natürlich PC gesteuert und lupenrein detailgetreu....
P.s.: schonmal Kinderaugen gesehen, wenn sie händisch mit einem manuellen Brückenkran einen Containerzug beladen.....anstatt am PC einen Mausklick auszuführen?! LIMA sorgte damit für junge Modellbahnbegeisterte Menschen, die heute evtl. das (große) Geld an ihr Hobby verschwenden ; und was ist in 20 Jahren??? Zwei Drittel der Besucher in Hamburgs Megaanlage sind Kinder....stehen Schlange an den Interaktionsmöglichkeiten...aber ansonsten gilt wie an den meisten Anlagen die existieren: Kinder nur gucken, nicht anfassen.
Puh, das war viel Text.... Liebste Grüße aus Wermsdorf
Zitat von Docsland im Beitrag #7Wir fragen uns so häufig, warum wenig Interesse aus der Jugend nachwächst : Bei Lokpreisen weit jenseits 2 stelliger Eurobeträge und den rechtlichen Hinweisen kein Spielzeug zu sein ist diese Frage leicht zu beantworten. Damals waren Modelleisenbahnen nicht das Hobby der Erwachsenen; heute ist das Klientel meist Ü 50! LIMA war preiswert und gut und versuchte mittels Kooperationen ein all in one Anbieter zu sein.
Ich glaube, das ist doch etwas "einfach" gedacht... - gerade auch "damals", in den 60er, 70er, 80er Jahren war Modellbahn neben vielen anderen technischen Hobbies durchaus ebenfalls ein "Erwachsenen-Spielzeug". Was aber fehlt, ist zum einen natürlich das technische Spielzeug als "Einstiegsdroge" im Kinderzimmer, daß dazu verhalf, daß im gesetzteren Alter, wenn man finanziell sicherer war, die Kids oft schon aus dem Haus, etc., ein "Flashback" dazu verhalf, sich alte Kinderträume zu verwirklichen! Ein Fakt übrigens, der auch viele andere Hobbies betrifft, egal, ob es funkgesteuerte Modelle, Modellbausätze oder auch Briefmarken und Münzen sind. Selbst die Elektroniksparte ist ja inzwischen weitgehend "out of order", zeig mir mal einen Schüler, der sich seine Lichtorgel oder seine Boxen noch selbst baut...
Die Gesellschaft hat sich (meines Erachtens leider nicht zum Besten...) gewandelt und die Modellbahnbranche ist nur eine der Leidtragenden...