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Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#1 von MoBa-Brummi , 28.01.2026 19:20

Hallo zusammen,

in Reaktion auf meine Vorstellung wurde der Wunsch geäußert, einige Worte und Bilder über meine mit ADE- (und tlw. RÖWA-) Gleisen errichtete Anlage zu verlieren.

Ich bedanke mich für das Interesse und komme dem gerne nach. Bei der Beschreibung des Baus - begonnen in 2011, wie ich anhand der Fotos feststellen konnte, werde ich nicht jede Kleinigkeit zeigen, sondern die großen Etappen. Sonst wirds langweilig, denke ich.

Über das ADE- (und RÖWA-) Gleissystem ist hier schon viel geschrieben worden; dazu muss ich hier nix wiederholen. Was mich jedoch nach wie vor fasziniert, ist die Flexibilität der von ADE verwendeten Kunststoffe, sowohl beim Wagen- als auch beim Gleisbau. Wenn man bedenkt, dass das Gleissystem mehrere Jahrzehnte alt ist und sich die Gleise immer noch "beweglich" auf die Grundplatten klipsen lassen, während manche Loks und Wagen einiger Großserienhersteller der neueren Produktion aus Sprödheit der Kunststoffe nicht mal fünf Jahre halten, ist das schon bemerkenswert.
Somit begann ich also ab 2009, als der Wunsch aufkam, eine neue Anlage zu bauen, fast alles an ADE- und RÖWA-Gleisen zu kaufen, was am Gebrauchtwarenmarkt verfügbar war. Ich hatte Glück, ein Verkäufer bei 3-2-1 hatte noch einen umfangreichen Vorrat, nachdem auch er eine Anlage nur mit ADE/RÖWA-Gleisen gebaut hatte, die konnte ich erwerben. So standen mir damals zwei Umzugskartons voll ADE-/RÖWA-Gleise zu Verfügung.

Dem Bau ging zunächst die Planung voraus. Da ging es mir wahrscheinlch wie allen anderen auch: viele Gleispläne wurden ent- und dann verworfen und im Ergebnis steht ein Spurplan, dessen Befahrung für eine Person viel zu üppig ist. Aber das hat natürlich eine untergeordnete Bedeutung . Immerhin, das Gleisplanungsprogramm hatte die Gleisbibliotheken von ADE und RÖWA an Bord.

So sollte es mal aussehen:
Gleisplan V1-0.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Danach begann der Bau, wie ihr es auf dem Vorstellungs-Thread schon kennt:
Anfang.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Dann begann der Gleisbau:
Gleisbau 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Ein Wort zu den Korkstücken, die auf dem Bild zusehen sind: es ist ja viel über Schallschutz etc. für den MoBa-Gleisbau zu lesen. Da das Gleis ja konstruktionsbedingt hohl ist, glaubte ich, besonderen Aufwand treiben zu müssen, damit "nur" das Rollgeräusch übrig bleibt. Neben den Resorb-Matten unter den Gleisen habe ich dann die Zwischenräume mit Korkstreifen ausgefüllt. Ob sich der Aufwand gelohnt hat? Ehrlich gesagt, es war nur ein geringer Unterschied zu merken. Aber "leicht" kann ja jeder...
Btw: zunächst hatte ich für die Fixierung der Grundplatten den dauerelastischen Kleber von imt verwendet, der sich jedoch auf Dauer nicht bewährt hat. Inzwischen klebe ich die Grundplatten mit Pattex auf. Schöne harte Klebung mit Schallbrücken .

Weiter gings:
Gleisbau 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Herausfordernd war das genaue Aneinanderreihen der Grundplatten, hatte doch die Verbindungsnasen etwas Spiel. Ob man das gut gemacht hatte, sah man erst, wenn die Gleise aufgeklipst waren. So manches Bogenstück musste ich nochmal neu kleben...
Die Lücken in der Böschung an den Weichen hatten den Grund, den Weichenkörper leichter aus dem Gleisverband rausnehmen zu können, wenn es an den Antrieb ging. Doch dazu an anderer Stelle mehr.

Dann kam es, dass ich einen Umzugskarton voll mit Bahnsteigen "Baden-Baden" günstig erwerben konnte. Außerdem waren eine nicht unerhebliche Menge Gepäckbahnsteige dabei. Also habe ich den Bereich des Kopfbahnhofes so umgeplant und dann umgebaut, dass die Bahnsteige zwischen die Gleise passten:
Gleisbau Bstg.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Die Bahnsteige wurden vor dem Einbau farblich behandelt, dazu an anderer Stelle mehr.
Das heutige Bild dazu kennt ihr aus der Vorstellung, um etwas vorzugreifen:
Heute.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Aber wir kommen noch dahin, wie es entstanden ist.

Weiter gings mit der Ausfahrt - auf dem obigen Gleisplan nach links:
Gleisbau 3.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Der hintere Bereich und der Bereich für die vorgesehene Wagenbehandlung:
Gleisbau 4.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Gleisbau 5.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Der Bereich ist mit RÖWA-Gleisen gebaut.

Im Hintergrund sieht man die Gleise in der unteren Ebene verschwinden. Dort habe ich diejenigen Gleise verwendet, die für den sichtbaren Bereich nicht mehr gut genug waren. Es liegt auf der Hand, dass bei gebraucht erworbenen Gleiskonvoluten auch einige "verschmutzte" Gleise und solche, denen man das Gebraucht-sein deutlich ansieht, mit dabei sind. Die wurden dann auf den Rampen in den Untergrund verwendet.

Auf den nachfolgenden Bildern sieht man, dass die Böschungen an den meisten Weichen montiert sind; d.h. es muss sich was an den Antrieben getan haben:
Gleisbau 6.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Gleisbau 7.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Gleisbau 8.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Gleisbau 9.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Ich finde, es ergibt sich ein schöner Anblick - auch wenn die seitlichen Maulfwurfshügel (Zitat aus einem anderen Beitrag) gewöhnungsbedürftig sind. Aber so schön hätte ich ein per Hand zu schotterndes Gleis nicht hinbekommen, zumal ja immer das Problem unter den beweglichen Teilen der Weiche entsteht. Da ist so schon eleganter.

Wenn ihr an dieser Stelle angekommen seid, bedanke ich mich für die Geduld und Ausdauer .

(wird fortgesetzt)


 
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Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#2 von konstanz , 28.01.2026 22:37

Hallole Sven

einfach super klasse diese Anlage.
Dann kann ich ja noch etwas von Dir lernen

Gruß Horst

Ihr lieben Vielschreiber HIER geht es um die ANLAGE und nicht um einen hätte und wenn.
Darum überflüssige Beiträge entsorgt!
Gruß Mod Konstanz


Hier ist es wie im wirklichen Leben : Man kennt von allem den Preis , aber von nichts den Wert!
Behandle Menschen so, wie Du selbst behandelt werden möchtest!


 
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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#3 von MoBa-Brummi , 29.01.2026 22:19

Hallo Horst,

dass ich dir noch was beibringen kann ...


Gehen wir weiter auf dem Weg zur Anlage:

Für das Thema Weichenantriebe kann ich gerade die richtigen Fotos nicht finden, daher schweifen wir mal kurz ab:

Bekanntlich ist wo Licht ist auch Schatten. Will damit sagen: so super, wie das ADE/RÖWA-Gleis ist - es hat auch Schwächen.

Hier mal ein Foto aus dem Weichenbereich vor den Kopfbahnhofgleisen:
Schotterluecken.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Neben den Lücken an den Weichen selbst (siehe #1) sind auch die Lücken an den zusammenlaufenden Gleise zu erkennen. Diese zu füllen, dafür gab es verschiedene Lösungen:
Von ADE gab es dazu die sogenannten Kombinationsteile. Diese waren an die Herzstücke anzusetzen, so dass damit das Problem der auseinanderlaufenden Schotterkanten insofern gelöst war, dass dort dann Gleise angeschlossen werden konnten, bei denen die Schotterkanten (fast) nicht angepasst werden mussten (siehe ROTER Pfeil: Kombiteil-kurz, BLAUER Pfeil-Kombiteil lang, d.h. eine der beiden Schenkel hat die Länge der Standardgeraden). Von RÖWA gab es diese Kombiteile nicht.
An die langen Kombiteile konnte ohne Schnippeln angefügt werden - in der Schotterkante ist eine kleine Vertiefung, in die das Schotterbett des angefügten Gleises passte. Bei den kurzen Kombiteilen war ganz wenig Schotterkante wegzuschnippeln.

Das wars dann auch schon. In allen anderen Fällen war müsame Handarbeit erforderlich. Es war mit einem geeigneten Werkzeug die Behandlung der Schotterkanten erforderlich, so dass die Lücke halbwegs gut aussehend gefüllt wird:
Herzstueck 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Nur dass die aneinandergefügten Schotterkanten nicht die Realität wiedergeben. Der Schotter ist dort durchgängig. Von CONRAD gab es seinerzeit - zumindest passend für ADE-Gleise - Einsätze, die die Lücke mit halbwegs realistischer "Schotterung" auffüllten (siehe im folgenden Bild am Herzstück oben):
Herzstueck 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Letzten Endes bleibt aus meiner Sicht nur, diese Stellen mit wirklichem Schotter zu füllen (Ausschnitt aus dem Weichenbereich Kopfbahnhof, weiter fortgeschritten):
Herzstueck 3.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Man sieht, die an die Herstücke anschließenden Gleiszwischenräume sind zugeschottert.

Leider gab es von ADE keinen losen Schotter im Beutel, den man für solche Stellen benötigt hätte.

Man sieht auch noch einen anderen Nachteil: das ADE/RÖWA-Gleis bildet mit seinen Schotterkanten ein Gleis der freien Strecke nach. Im Bahnhof sind die Schwellen eher mal auf Geländeebene. Aber damit lässt sich leben; man muss eben zwischen den Gleisen entsprechende Unterlagen schaffen (siehe letztes Bild rechts), damit nicht kiloweise Schotter zwischen den Gleisen "verloren" geht.
Soviel vorerst zu diesem Thema.

(wird fortgesetzt)

Viele Grüße
Sven


 
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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#4 von MoBa-Brummi , 30.01.2026 21:55

Guten Abend zusammen,

zunächst vielen Dank für euer Feedback per "Klick".

Kommen wir nun zu den Weichenantrieben. Trotz intensiver Suche habe ich nicht viele Fotos zum Umbau gefunden. Sollte also Interesse bestehen, dann kann ich die Doku gerne verfeinern.

Über die originalen Weichenantriebe von ADE und RÖWA wurde in diesem Forum schon viel geschrieben. Der damalige Verkäufer von 3-2-1 berichtete mir, die Antriebe seien Murks und hatte seine Weichen mit anderen Anrieben ausgerüstet.

Nach Lektüre der verfügbaren Schaltbilder von ADE bin ich zum Schluss gekommen: das tue ich mir nicht an. Betrieb nur mit Gleichstrom, okay. Aber diese Taster? Hmmm, und wie dann digitalisieren? Also habe ich in diesem Punkt die Historie von ADE/RÖWA verlassen und meine Weichen mit Servos ausgestattet. Ich weiß, Kulturbruch....

Dazu war es notwendig, alles, was irgendwie mit dem Antrieb zusammenhängt, zu entfernen und ein rechteckiges Loch in die Grundplatte zu schneiden:
Antrieb 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

An den Servo wurden dann zwei kleine Holzplättchen angeschaubt und das ganze dann von unten unter der Weiche angeschraubt - im Falle des Falles muss man den mal ausbauen können:
Antrieb 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

An den Servoarm wurde dann ein entsprechend gebogener Federdraht befestigt, der dann in die vorgesehene Nut an der Weichenzunge ragte. Trotz Federdraht liegt die Zunge fest genug an der Schiene an, so dass Entgleisungen wegen nicht richtig anliegender Zungen ausgeschlossen sind.
Das Servokabel habe ich verlängern müssen - daher die kleine Steckverbindung. Aber das nur nebenbei.

Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich durch alle Weichen durch war. Aber der Aufwand hat sich gelohnt.

Ich hoffe, man verzeiht mir den kleinen Frevel und ich darf hier weiter berichten

Schönes Wochenende.
Viele Grüße
Sven

(wird fortgesetzt)


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#5 von MoBa-Brummi , 31.01.2026 20:10

Hallo zusammen,

nach einigen Details geht es mal wieder mit der Anlage voran.

Aufgrund der Änderung der Gleisabstände im Kopfbahnhof wegen der Bahnsteige hatte ich mein Gleisbild umgeplant. Außerdem gefiel mir der Bereich auf dem Bild in #1 unterhalb des Kopfbahnhofes nicht. Nun etwas anders:

Gleisplan_V2-0.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Nachfolgend befinden wir uns im Weichenbereich oberhalb der Bahnsteiggleise des Kopfbahnhofes und den anschließenden Brücken:

Gleisbau 10a.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Gleisbau 11.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Gleisbau 10.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Brueckenschlag 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Hier geht es auf dem Gleisplan unterhalb des Kopfbahnhofes weiter - auf dem Bild nach rechts:

Brueckenschlag 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Nur der Vollständigkeit, damit erkennbar ist, wie es weitergeht:

Gleisbau 12.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Am letzten Foto rechts schließt die Zimmertür an. Man sieht: die kleine "Delle" auf dem obigen Gleisplan ist nicht da. Das hing mit der erforderlichen Länge zur Überwindung der Höhe zusammen. Nur mit der Gleisführung in der "Delle" hatte ich nicht die notwendige Höhe erreicht, um an der Tür an den Bereich der anderen Seite anschließen zu können. Soviel zu Theorie und Praxis...

Die verwendeten Brücken und Pfeiler sowie die Widerlager sind von der Fa. Luetke. Ich fand damals bei keinem Anbieter entsprechend lange Fachwerkbrücken, die halbwegs aussehen. Die Brücken von Hack passen von den Proportionen nicht; außerdem fehlen dort die Schwellenauflagen. Zudem musste bei der doppelten Brücke die linke etwas schmaler gebaut werden, da es sonst mit dem Gleisabstand nicht passte. Später wird zu sehen sein, wenn es ab dem Mittelpfeiler weitergeht, dass die Brücke normalerweise etwas breiter ist. Da die Luetke-Brücken gefräst sind, ist die Detaillierung fertigungsbedingt etwas spärlich (keine Nietennachbildung). Später - es war auf dem Bild des heutigen Zustands zu sehen, fallen sie nicht mehr so auf.

Auf den Fachwerkbrücken liegt Tillig-Elite-Gleis. Beim ADE/RÖWA-Gleis würde der Schotter nach unten rausfallen .
Eine der kleinen Blechträgerbrücken habe ich mir in leichter Verkürzung anfertigen lassen, damit die Länge mit den Pfeilerstandorten passt. Die Fachwerkbrücken wurden um ein Feld verlängert - auch wegen des Pfeilerstandortes zwischen den Gleisen. Das wiederum geht bei Luetke (gegen Einwurf kleiner Münzen); bei den anderen Herstellern naturgemäß nicht.

Auf dem vorletzten Bild sind die vielen Bahnsteige zu erkennen. Keine Frage, für die Länge der Bahnsteige ist die Breite der Bahnsteige unvorbildmäßig viel zu schmal. Da sie nun aber zur Verfügung standen, kann ich mit dem Kompromiss leben. Ich habe alle Bahnsteige farblich behandelt, da mir die Grundfarbe und die Eintönigkeit von Bahnsteig und -kante nicht gefielen. Dazu habe ich jedoch keine Fotos gefunden (wusste ja nicht, dass es mal von Interesse sein würde ). Diese Fotos hole ich gelegentlich nach.

Vielen Dank bis hierher für das Interesse.

(wird fortgesetzt)

Viele Grüße
Sven


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#6 von MoBa-Brummi , 07.02.2026 21:49

Hallo zusammen,

setzen wir den Bau fort und widmen uns dem Weg zur Fachwerkbogenbrücke, die auf dem Foto der in diesem Bereich weitestgehend fertigen Anlage schon mal zu sehen war.

In #1 sieht man auf diesem Bild:
Gleisbau 9.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
das vierte Gleis von links (also das andere rechts...), welches ansteigt und endet.

Gemäß Spurplan wird die Strecke weiter ansteigen und dann ebenfalls über die Kopfbahnhofgleise überführt.

Die Rampe, unten im Bild:
Rampe 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Rampe 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Sie ist mit Mauerplatten verkleidet. Deren Formgebung wird dem Verlauf der Trasse angepasst. Dazu muss die Mauerplatte erwärmt werden - dann lässt sie sich verformen. Aber bis sie erkaltet und der Kleber getrocknet ist, bedarf es der Fixierung. Es gibt einen kleinen Tunnel, in dem eine Straße unter der Rampe hindurchgeführt wird.

Ein Zwischenwort zur Oberleitung im Hintergrund: bei den Quertragwerken ist das Tragseil nicht korrekt am Lastschwerpunkt bis nach unten ans obere Richtseil geführt. Das wurde korrigiert. Zur Oberleitung an anderer Stelle mehr. Zunächst muss der Spurplan halbwegs entstanden sein.

Die Rampe ist fertig, die Brückenbausätze montiert, also geht's ans Probestellen:
Brueckenschlag 3.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Der Pfeiler zwischen den Gleisen muss genau ausgerichtet werden. Damit es keine Kollisionen gibt, helfen zwei schwedische Reisezugwagen. Diese sind breiter als die der DB oder SBB. Wenn diese an den Pfeilern vorbeipassen, dann auch alle anderen Fahrzeuge.

Brueckenschlag 4.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Am vorderen Pfeiler musste dahingehend improvisiert werden, als dass die Brücke um wenige cm zu kurz ist. Einer Verschiebung des gesamten Brückenbauwerkes war nicht möglich, da dann der Pfeiler nicht mehr zwischen den Gleisen angeordnet werden konnte. Also war eine kreative Lösung für den Pfeiler erforderlich.

Der Pfeiler zwischen den Gleisen - farblich behandelt und ausgerichtet:
Brueckenschlag 5.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Damit die beiden Brücken auf dem Pfeiler über dem Gleisbogen auch eine vernünftige Auflage haben, musste ein besonderer Pfeiler konstruiert werden, der das abfängt:
Brueckenschlag 6.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Da mir das Bausatzgrau der Brücken nicht gefiel, habe ich die Brücken airbrushen lassen. Sie sehen dann so aus:
Brueckenschlag 7.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Brueckenschlag 8.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Auch der äußere Pfeiler ist zwischenzeitlich abschließend behandelt:
Brueckenschlag 9.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Bis hierhin wieder vielen Dank für die Aufmerksamkeit und das Interesse. Falls etwas zu kurz beschrieben oder zu langatmig dargestellt wird, lasst es mich bitte wissen.

(wird fortgesetzt)

Viele Grüße
Sven


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zuletzt bearbeitet 09.02.2026 | Top

RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#7 von MoBa-Brummi , 07.02.2026 22:00

Hallo zusammen,

noch eine kurze Ergänzung: nun werden die Gleise über die Brücken geführt.

Wie schon an anderer Stelle beschrieben, liegen auf den Brücken Gleise von Tillig-Elite.

Auf Brücken haben die Gleise zumeist Leitschienen und in der Mitte ein Abdeckblech. Das ist auch nachgebildet - auf allen Brücken:
Brueckenschlag 10.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Brueckenschlag 11.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Brueckenschlag 12.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Die Leitschienen sind ebenfalls Tillig-Profile. An den nachgebildeten Schienenbefestigungen musste innen beidseitig ein wenig abgeschabt werden, damit die Leitschienen keinen zu großen Abstand haben.

Die Zwischenbleche sind aus Weinert - 3273 Riffelblechabdeckung - entstanden. Zunächst habe ich die Streifen mittels Schlagmesser zurechtgeschnitten und anschließend in rostbraun lackiert. Dann kam ein wenig "Dreck" drauf, fertig. Auf dem Basteltisch wurden dann die Schienenstränge zusammengefügt, mit den Riffelblechen beklebt und dann als Ganzes auf die Brücken gehoben.

Viele Grüße
Sven

(wird fortgesetzt)


 
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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#8 von 1967ermodell , 11.02.2026 06:24

Guten Morgen Sven,

danke für Deinen Baubericht. Zu den Vor- und Nachteilen des Schienensystems: Es gibt wahrscheinlich nicht ein System, welches fehlerfrei daherkommt.

Zum Weichen Umbau wären mir etwas mehr Infos, zB. ( Herzstück- Polarisation), sehr willkommen. Benutzt Du Klick/Klack Servos oder real schaltende?

Ich bin immer wieder vom Design und Machart der Schienen beeindruckt, gerade wenn man bedenkt, zu welcher Zeit es auf den Markt gekommen ist.

Aber, jetzt muss ich auch selber schmunzeln: für jedes mal, wenn ich mich über die Schienen und ihr Aussehen erfreue, gibt es bestimmt einen "Gegenmoment", dass ich dem Ade seine Klicktechnik bei jedem Wagen und/oder Lok verfluche. 😂

Grüße aus dem Südwesten
Jürgen


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#9 von MoBa-Brummi , 11.02.2026 20:52

Hallo Jürgen,

danke für deine Rückmeldung

Ich gebe dir recht - das perfekte Gleissystem wird es nicht geben, wobei ADE/RÖWA m.E. nah dran war. Es hätte den Schotter passend in Tütchen geben müssen, dann hätten zumindest die Lücken an den Weichen etc. gefüllt werden können. Füllstücke waren ja mal vorgesehen, sind aber nicht erschienen.

Wenn ich die nächste Weiche mit Servo ausrüste, dokumentiere ich das genauer und beschreibe es dann hier. Soviel vorweg: ich verwende Servos von ESU - also kein "KlickKlack", sondern "Bssssst"; geschaltet wird mit ESU SwitchPilotServo. Die Herzstückpolarisation kommt mit der zugehörigen Extension. Ich weiß, es gibt auch andere Lösungen, aber das ist die von mir angewandte.

Weiterhin viel Freude am Hobby und der Lektüre hier im Forum.

Viele Grüße
Sven


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#10 von 1967ermodell , 14.02.2026 11:43

Zitat von MoBa-Brummi im Beitrag #9
Hallo Jürgen,
Wenn ich die nächste Weiche mit Servo ausrüste, dokumentiere ich das genauer und beschreibe es dann hier. Soviel vorweg: ich verwende Servos von ESU - also kein "KlickKlack", sondern "Bssssst"; geschaltet wird mit ESU SwitchPilotServo. Die Herzstückpolarisation kommt mit der zugehörigen Extension. Ich weiß, es gibt auch andere Lösungen, aber das ist die von mir angewandte.
Viele Grüße
Sven


Hallo Sven,

danke für die Rückmeldung.
Sehe ich das richtig: Du digitalisierst nur die Weichen und womit steuerst Du die Weichen?
Ich bin gespannt auf den Weichenumbau.

Grüße & Danke
Jürgen


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#11 von MoBa-Brummi , 15.02.2026 21:34

Hallo Jürgen,

kurz zu deiner Frage:
Die Weichen (und später die Signale) werden über eine mc² von Tams gesteuert.

Gefahren wird später mit Lenz.

Und ganz vielleicht habe ich später eine Software, die das alles für mich regelt .

Viele Grüße
Sven


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#12 von MoBa-Brummi , 15.02.2026 21:52

Hallo zusammen,

an dieser Stelle würde ich noch auf eine andere Schwäche des ADE-Gleissystems eingehen: die einfachen und doppelten Gleis-Verbindungen.

Von den Kontaktschwierigkeiten der Gleise ist ja schon berichtet worden. Mir sind Exemplare untergekommen, bei denen die Herzstücke nicht lückenlos an die Schienen anschließen:
Sorgenkind1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Sorgenkind2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Vor dem Einbau gemessen, alles gut. Oder vor dem Einbau das Messen vergessen und dann nix gut Eingebaut und dabei natürlich auf die Unterplatte gedrückt, ergab sich bei der Überfahrt mit einer Lok ein Kurzschluss. Oder bereits beim Einschalten der Stromversorgung.

Also habe ich mir von Proxxon den dünnsten Fräser gekauft, den es gab und das Gerät so in den Bohrständer eingespannt, dass der Fräser genau über den Schwellen steht, das Gleis in voller Höhe zerfräst, aber Schotter und Schwellen nicht berührt.
Und dann mit ruhiger Hand die Gleisverbindung unter dem Fräser hindurchgeschoben, bis die Lücken ausgefräst waren:
gefraest.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Die Konstruktion war bestimmt so gewählt, um die Lücke zwischen Schienenstück und Herzstück so gering wie nur irgendmöglich zu gestalten. Manchmal ist es dann zu gering.

So kann geholfen werden.

Bei den Weichen ergibt sich das Problem auch manchmal, dass die in der Mitte zusammenlaufenden Schienenstücke ungewollten Kontakt zum Herzstück haben und damit einen Kurzschluss verursachen. Dem kann durch minimale Kürzung der Schienen vorgebeugt werden.

Viele Grüße
Sven


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#13 von MoBa-Brummi , 28.02.2026 21:03

Hallo zusammen,

derzeit fehlt noch ein Abschnitt, bis der Spurplan, wie er derzeit besteht, in diesem Beitragsbaum erreicht ist.

Nochmal ein Blick auf das bekannte Foto:
Rampe Anfang.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Diesmal geht es um das dritte Gleis von links - es steigt in Richtung Bildvordergrund an. Dies soll, ausgefädelt aus der zweigleisigen Strecke (siehe im Bild weiter hinten) eine untergeordnete Hauptbahn sein, ohne Oberleitung.

Die Rampe steigt weiter an:
Rampe II.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

und setzt sich im Bogen (rechts im Bild) fort:
Rampe III.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Die beiden Bögen links vom Bogen auf der Rampe sind die beiden Zuführungsgleise zu den späteren Wagenbehandlunsgleisen (siehe #1, Bild 7).

Oben an der Bildkante schließt sich dann der kleine Bahnhof an. Dieses Anlagenteil ist auf eine abnehmbaren Trassenbrett entstanden:
Anlagenteil.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Bevor das Anlagenteil einge"hoben" werden kann, muss es fertiggebaut werden:
Anlagenteil II.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Im Hintergrund ist die Mauer zu erkennen, auf dem das Teil u.a. abgelegt wird. Unter dem Anlagenteil führen die Ausfahrten aus dem Kopfbahnhof hindurch.

Sprung im Zeitablauf: das Anlagenteil ist soweit fertig gebaut, gestaltet und verkabelt, dass es eingebaut werden kann:
Anlagenteil eingebaut.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Zu den Details (Signale, Bahnsteig etc) an anderer Stelle dann mehr.

In Richtung Bildvordergrund schließt sich dann ein Anlagenteil an, auf dem die beiden Gleise im Bogen Richtung Zimmertür geführt werden (auf dem Gleisplan in #5 unten links, links von der Zimmertür):
Anbau.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Im Hintergrund rechts ist eine Bogenweiche von TilligElite zu erkennen. ADE hats ja leider mit seinen Bogenweichen nicht mehr geschafft .

Das schöne an dem Gleis ist, dass Anschlüsse für die Stromversorgung gut versteckt werden können. So wurden einige Einspeisungen vorgesehen:
Gleisbau geht voran.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

die nach fertigem Gleisbau nicht mehr zu erkennen sind:
Gleisbau.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Im Vordergrund ist das Widerlager zu erkennen, auf dem dann die Brücke aufliegen wird, die den Bereich der Zimmertür überbrücken wird.

Im Hintergrund sind etwas Landschaftsbau und Fahrleitungsmasten zu erkennen. Vorne links steht ein selbst-kreierter Mast. Es muss eine Möglichkeit geben, die Oberleitung so über die Brücke zu führen, dass die Brücke trotzdem abnehmbar bleibt. Dazu habe ich eine Idee, muss mal schauen, ob die sich so umsetzen lässt. Weitere Details dazu folgen dann an geeigneter Stelle.

Von der Bogenweiche in Richtung Bahnsteiggleisen ist das eine Gleis auch errichtet:
Gleisbau 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Links daneben sind die vorgesehene Gleisführung für das zweite Gleis sowie ein Abzweig zu einem Güterladegleis zu erkennen.

Damit hat der Spurplan in diesem Beitrag den Stand erreicht, der sich hier vor Ort auch vorfindet. Manches wurde bis dahin verkürzt wiedergegeben, zum Teil auch, weil damals noch relativ wenige Fotos zur Doku entstanden sind.

Bis demnächst - mit Details zum einen und/oder anderen Thema.

Viele Grüße
Sven

(wird fortgesetzt)


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#14 von MoBa-Brummi , 08.03.2026 21:34

Hallo zusammen,

heute geht es um das Detail Weichenantrieb bzw. genauer: Servoantrieb für die ADE/Röwa-Weichen. Hier wird beispielhaft der Umbau für eine Röwa-Weiche gezeigt; bei einer ADE-Weiche ist es nicht wirklich anders. Nur die Grundplatte sieht etwas anders aus.

Aus der Weichengrundplatte wird der bestehende Antrieb ausgebrochen und in meinem Fall entsorgt. Das wurde bildlich nicht dokumentiert. Wenn nur noch der Kunststoff übrig bleibt, wird in Höhe der Weichenzunge ein rechteckiges Loch von ca. 4x2,8 cm Größe ausgeschnitten. Diese Grundplatte wird dann auf die Anlage geklebt:

Grundplatten aufgeklebt.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Anschließend wird in das Trassenbrett - im vorliegenden Fall einschließlich Resorb - ein entsprechendes Loch gesägt:

Loch in GP.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Soweit zunächst auf der Anlage.

Für die Befestigung des Servos unterhalb der Weiche werden zwei kleine Brettchen zugesägt:

Holzhalterung.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

In den Servo wurde auf der Seite mit dem Kabelanschluss ein Loch seitlich gebohrt - damit lässt sich das Holzbrettchen besser anschrauben:

Servo mit Loch.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Dann werden die Brettchen am Servo verschraubt:

Servo montiert 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Servo montiert 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Aufmerksamen Beobachtern ist nicht entgangen, dass das Brettchen an einem neuen, seitlichen Loch verschraubt ist. Stimmt, das erste Loch auf dem Foto war zu dicht am Gehäuse ; da passten die Unterlegscheibe und die Mutter nicht mehr drauf. Also wurde ein zweites Loch gebohrt...
Das gesamte Stück wird dann von unten in das gesägte Loch geschraubt:

Servo im Loch.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Servo von unten.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Der Servoarm wird von oben aufgeschraubt. Zunächst wird mit Federstahldraht eine Stellvorrichtung geschaffen:

Arm vorbereitet.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Arm vorbereitet 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

und diese dann auf den montierten Servo geschraubt:

Arm eingebaut.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Am Stelldraht muss nach dem Einbau etwas nachgebogen werden, damit dieser ausreichend Abstand über der Grundplatte hat, sonst erreicht er die Weichenzunge nicht.

Anschließend die Herausforderung, die Weiche so aufzusetzen, dass der Stelldraht auch die Zunge hält (man merkt es beim Bewegen der Weichenzunge, ob sie federt oder nicht):

Weiche drauf L.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Manchmal braucht es mehrere Versuche

Provisorisch wurde der Servo an - in meinem Fall - SwitchPilotenServo angeschlossen. Servo-Decoder anderer Hersteller tun's bestimmt auch...

SPS.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Und Test, ob die Weiche umläuft:

Weiche drauf R.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Weiche drauf L.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Funzt :-) Und nein, kein Arm zeitgleich unter der Weiche ...

Die Herzstückpolarisierung erfolgt über das angesteckte Extension; hier noch nicht verkabelt. Die Kabel der Stromverorgung Gleis sowie das Kabel zum Herzstück werden dann am entsprechenden Eingang angeschlossen. Die korrekte Polung sollte dann geprüft werden, sonst gibt's beim Überfahren des Herstücks einen Kurzschluss.

Mehr isses nich.

Viele Grüße
Sven

PS: Die SPS erlauben, analog und digital zu schalten. In meinem Fall wird digital geschaltet.

(wird fortgesetzt)


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#15 von MoBa-Brummi , 22.03.2026 21:38

Guten Abend, zusammen,

ausgehend von diesem Zustand

Gleisbau 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

wurde ja nachfolgend der Einbau der Weiche mit Antrieb im links verlaufenden Gleis erläutert. Die letzten Wochenenden war ich damit beschäftigt, nun auch die anderen Gleislücken zu schließen:

Gs und Gleis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)x

Nun hat nicht der Gleisbau an sich so lange gedauert, sondern meine Idee, im Ladegleis eine funktionierende Gleissperre einzubauen. Es kommt das Produkt von Weinert zum Einsatz. Über die Montage der Gleissperre nebst Antrieb selbst ist bestimmt an anderen Stellen ausreichend zu lesen; hier beschränke ich mich auf den Einbau ins - in dem Fall - Röwa-Gleis.

Der Einbau der Gleissperre verlangt zwischen den Schwellen einen Abstand von 6 mm. Lt. Montageanleitung soll man die Schwellen im Gleis entsprechend auseinanderdrücken. Für das Röwa-Gleis bedeutet dies: entweder das Gleis durchsägen und damit den Abstand herstellen oder ein entsprechend breites "Loch" in den Schotter zu schnippeln - mit Verlust der jeweils benachbarten Schwellen. Da es mein erster Einbau war, habe ich mich für die letztgenannte Variante entschieden, um wenigstens ein Stück relativ stabiles Gleisstück als Grundlage zu haben.

Also wurde in das Gleis ein Ausschnitt hergestellt, in den die Grundplatte mit der Mechanik und dem Auswurfschuh passt:

Langloch im Schotter.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Es ist schon zu erkennen: die Schwellen, die das Lagereisen für das Gleissperrensignal und die Antriebsattrappe aufnehmen würden, sind so gut wie weg.

Für den Einbau des Antriebs gibt es von Weinert eine Bohrschablone, die verhindert, dass in dem Trassenbrett ein "Schweizer Käse" entsteht. Allerdings ist diese Bohrschablone für gerade Gleisstücken vorgesehen. Daher war hier das Messen, Bohren und ggf. Neubohren erforderlich. Im zweiten Versuch (bzw. durch Herstellen von wirklichen Langlöchern) passte der Antrieb so, wie er sein musste:

Antriebeinbau V2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Im Loch ist der "Mitnehmer" zu erkennen, der in die Mechanik der Gleissperre eingreift und diese durch Bewegung - im Bild gesprochen - nach unten und nach oben auflegt oder ablegt. Links schräg daneben ist der Lichtleitstab für die Beleuchtung des Gleissperrensignals zu erkennen.

Nach dem Probeeinbau wurde die Mimik der Gleissperre in das Gleis geklebt:

Gs im Gleis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Die Bohle an der gegenüberliegenden Schiene wurde auf die Schwellen geklebt. An den nachgebildeten Befestigungen ist auch der zu geringe Abstand der Schwellen zu erkennen.

Eine Herausforderung stellt die Herstellung der korrekten Länge für den Stelldraht mit dem "Mitnehmer" dar. Wenn zu lang, bleibt der "Mitnehmer" an der Achse hängen, über die sich die Gleissperre dreht. Wenn zu kurz, greift der "Mitnehmer" die Gleissperre nicht mehr. Da es kein festes Maß geben kann, war etwas ausprobieren vonnöten.

Aber dann wurde es:

Gs aufgelegt.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Auf diesem Bild ist der Kompromis mit den Lagereisen zu erkennen. Zugegeben, nicht wirklich schön...aber im vorliegenden Fall ging es nicht anders. Der Lichtleiter für das Gleissperrensignal führt durch das Lagereisen - man kann es daher nicht einfach so weglassen.

Mit Hilfe des Servoantriebes konnte die Gleissperre dann abgelegt werden:

Gs abgelegt.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Der Gleisbau an der im ersten Bild dieses Beitrages rechten Weiche folgt später; zunächst muss in dem Bereich der Landschaftsbau weitestgehend abgeschlossen sein. Dazu wird dann gesondert berichtet.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit.

Viele Grüße
Sven

(wird fortgesetzt)


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#16 von MoBa-Brummi , 29.03.2026 20:55

Hallo zusammen,

damit auch einzelne Waggons auf dem Ladegleis hinter der Gleissperre abgestellt werden können, wird ein Entkuppler benötigt. Die Großserienhersteller haben sowas im Programm - bei ADE und RÖWA gab es sowas nicht. Der Markt hält für solche nachträglichen Einbauten entsprechende Entkuppler bereit. Mir sind die von Repa/Herkat und Roco bekannt.
Die Entkuppler von Repa erscheinen vom Einbau etwas einfacher, sind jedoch aus meiner persönlichen Sicht etwas instabil.
Da ist das Produkt von Roco ganz anders unterwegs:

Roco Entkuppler Bauteile.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Links liegt der Antrieb, rechts daneben von oben nach unten:
- Entkupplerplatte, glatt,
- Stab, der die Bewegung des Antriebes in die Hebebewegung der Entkupplerplatte umsetzt (im weiteren als Stellstange bezeichnet),
- Entkupplerplatter, mit Aufbau; daneben die Führung für die Stellstange,
- Bohrschablone.
Die Bauteile müssen sauber entgratet werden.

Mit der Bohrschablone wird ein kleines Loch in das Gleis gebohrt:
Kleines Loch.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Über mehrere Zwischenschritte wird das Loch aufgebohrt, bis die notwendigen 10 mm erreicht sind:
Grosses Loch.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Wenn die Fransen im Loch beseitigt sind, wird die Führung eingeklebt; das Langloch parallel zum Gleis:
Fuehrung.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Im Gleis wird das runde Loch zu einem eckigen ausgeschnitten, so dass die Aufnahme der Stellstange in der Länge und die Entkupplerplatte in der Breite durchpassen würden:
Loch im Gleis.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Der Antrieb wird von unten angeschraubt, nachdem die Stellstange in die Führung an der Antriebsgrundplatte geschoben und am Haken eingehakt ist. Dann ragt die Stellstange aus dem Gleis heraus (dafür gibt es leider kein Foto).
Mit Hilfe der Bohrschablone wird die Stellstange gekürzt. Stülpt man dann die Entkupplerplatte drauf, ragt sie über die Schienenoberkante hervor:
Lage zu hoch.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Daher wird die Entkupplerplatte links und rechts gekürzt, so dass ein kleines "Quadrat" übrig bleibt, welches in dem Loch im Gleis verschwindet:
Einbau 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Nun ist die Stellstange soweit zu kürzen, dass der verbleibende Rest der Entkupplerplatte ca. 0,5 mm unter Schienenoberkante liegt. Damit der Entkuppler nicht so offenichtlich aus dem Gleis ragt, wird ein Stück Bohlenweg draufgeklebt:
Einbau 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Einbau der Entkuppler in den benachbarten Gleisen nach dem gleichen Prinzip:
Fertig.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Wenn das Gleisumfeld geschottert ist, wird der Bohlenweg zwischen den Gleisen geschlossen; dann fallen die Entkuppler nicht mehr so auf.

Viele Grüße
Sven

(wird fortgesetzt)


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RE: Eine Anlage mit ADE-Gleisen entsteht...

#17 von MoBa-Brummi , 05.04.2026 21:29

Hallo zusammen,

da der Gleisbau zur Zeit ruht, ist etwas Zeit, sich dem einen oder anderen Anlagendetail zu widmen - diesmal einer der zur Zeit drei vorhandenen Bahnsteige.

Für den kleinen Bahnhof an der Nebenstrecke hatte ich mir damals das Modell 120192 von Faller >klick< ausgesucht.

Wie auf dem Foto des Herstellers ersichtlich, hat der Bahnsteig das übliche "Bahnsteigbeige". Daher wurde der Bahnsteig zuerst in einem anderen Farbton angepinselt. Anschließend bin mit stark verdünnter schwarzer Farbe drübergegangen. Das ist meine Art, etwas "Dreck" und "Gebrauchsspuren" aufzubringen. Nur deshalb, weil ich andere Methoden nicht beherrsche . Die Dachstützen und das Dach wurden auch behandelt, damit der Glanz des Kunststoffs verschwindet.

Für die Leuchten auf dem Freibahnsteig wurden Löcher gebohrt. Leider war ein zweiter Versuch notwendig, da beim ersten die Leuchten zu eing beieinander standen .

Der Blick auf den behandelten Bahnsteig mit den zwei Leuchten:
Bahnsteig 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Hier ist die erste Herausforderung für Bahnsteige am ADE/RÖWA-Gleis zu erkennen: der Bahnsteig muss deutlich angehoben werden und die Lücke zwischen Gleis und Bahnsteig anschließend gefüllt werden. Aber das ist lösbar .

Auch unter dem Bahnsteigdach soll es eine Beleuchtung geben, daher werden an den Dachstützen zwei dünne Kabel nach oben geführt. Der Zustand mit Freibahnsteig, vorbereiteten Dachstützen und dem kurzen Freibahnsteig auf der Seite der Bahnsteigzuführung:
Bahnsteig 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Zwischen Gleis und Bahnsteig wurde die Lücke mit Schotter aufgefüllt. Im Hintergrund ist ein Loch zu erkennen: dort ist ein Treppenabgang zu einer fiktiven Personenunterführung vorgesehen. Hierfür wurde ein 3D-gedruckter Treppenabgang eines 3D-Druck-Dienstleisters verwendet.

Der Bahnsteig montiert; die Dachstützen montiert, die Leuchten auf dem Freibahnsteig ausgerichtet, der Zugang im Hintergrund zu erkennen, erste Reisende warten schon:
Bahnsteig 3.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Die falsch gebohrten Löcher sind mit Sitzbank und Papierkorb überdeckt

Der Zugang im Detail:
Bahnsteig 4.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Fast allen Zugängen ist gemeinsam, dass Treppengeländer fehlen. Also wurde aus Draht ein entsprechendes Geländer gebogen und angepinselt. Das vom 3D-Druck vorgesehene Geländer um den Treppenabgang herum wurde durch eine filigranere Lösung ersetzt.

Das Gegenstück, wo die Personenunterführung zu Ende ist:
Bahnsteig 5.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Unter dem Dach klebt eine LED-Lichtleiste. Die Kabel wurden angelötet und dann das Dach aufgesetzt. Anschließend wurden Reisende mit und ohne Gepäck ergänzt:
Bahnsteig 6.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Bahnsteig 7.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Bahnsteig 8.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Die Hängeleuchten an der Mauer wurden in das Mauerwerk geklebt. Die Leuchten sind mit dünnen Kupferlackdrähten angeschlossen; diese wurden in die Fugen gedrückt und ums Eck geführt. Dort befindet sich die erforderliche LED-Anschlussplatine.

Soweit zu diesem Bahnsteig.

Falls sich jemand dafür interessiert:
Bahnsteig: Faller
Bahnsteigzugänge: 3D-Druckfactory.de
Leuchten: kotol
Figuren: Preiser
Geländer: Weinert

Zur Beschreibung der anderen Bahnsteige sind noch einige Fotos erforderlich. Sobald diese nachgeholt sind, werden auch diese kurz beschrieben.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Viele Grüße
Sven

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