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E 69 mit rotem Fahrwerk

#1 von PICO Express , 28.06.2026 22:54

Hallo ,

ich habe kürzlich eine seltsame PIKO-E 69 05 mit rotem Fahrwerk gesehen und gekauft . Nun ist sie fertig restauriert , seht euch die Bilder an . Ich kannte bisher nur die einfache Junior-Ausführung mit Gummiantrieb mit rotem Fahrwerk und das E 69 05 - Modell nur mit schwarzen Fahrwerk . Das rote Fahrwerksteil ist aus roten durchgefärbten Kunststoff gefertigt . Es ist ein früheres Baujahr , Sie hat noch den alten Stromabnehmer und die Griffstangen aus Draht auf den Vorbauten und die alte Verpackung mit Pappeinsatz aus den 1960-er Jahren . Es ist die "richtige" E 69 von PIKO mit dem guten Getriebemotor und großen Anker der für hervorragende Fahreigenschaften sorgt . Man fragt sich echt , warum man diese Antriebsart nicht für weitere Modelle als nur bei der E 69 und beim VT 135 verwendet hat , so schön wie diese laufen . Hat von Euch auch noch jemand so eine rot-grüne E 69 ?

Viele Grüße
frank

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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#2 von vit , 28.06.2026 23:23

Hallo Frank.
Ich glaube, das rote Fahrgestell stammt von einer dieser Lokomotiven.
Sie waren in den Startersets enthalten.





Viele Grüße
Vitalii


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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#3 von PICO Express , 29.06.2026 08:26

Hallo Vitalii ,

ach so ? Danke für die Bilder ! Es gab auch die Variante mit Getriebe in den Startsets ? Ich dachte , das waren immer nur die einfachen mit Gummiantrieb . Na gut , wieder was gelernt ... Mit Startsets habe ich mich nie beschäftigt . Da hat dann wohl jemand ein grünes DRG-Gehäuse aufgesteckt . Schon möglich , das diese Version so nicht ausgeliefert wurde .

Viele Grüße
Frank


 
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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#4 von rojaebert , 29.06.2026 15:00

Hallo,
ich möchte zu den Fahreigenschaften antworten. Wenn ich mich recht erinnere, wurde 1959 von Piko die Entwicklung von H0 Fahrzeugen nach Radeburg in Sachsen ausgelagert. Piko hatte selbst mit den mechanischen Spielzeugen und wahrscheinlich der Spurgröße N genug zu tun. In dem Kontext entstanden auf jeden Fall die E69 und der Triebwagen, beide mit großem Anker. Da aus irgendwelchen Gründen in der DDR keine Schwungmassen eingesetzt wurden, war das eine gute Alternative. Die Anregung kam wahrscheinlich von Fleischmann-Antrieben. !964 wurde die Entwicklung sogar vollständig ausgelagert, aber bereits 1965 wieder zurück nach Sonneberg geholt. In der Zeit Anfang der sechziger sollen noch weitere Fahrzeugprojekte in Dresden entstanden sein, z.B. die Diesel- und E-Loks mit Getriebemotor, die BR89, die BR55 und sogar die BR66, die erst in den Siebzigern gebaut wurde. Bemerkenswert ist, dass seit Beginn der Entwicklung bei Piko ständig mit den Antrieben experimentiert wurde: Schnecke (alte BR55, Br 81), Getriebemotor, Gummiantrieb, Kronrad (BR 23, 66), separater Motor (BR 01, 03, 41, Ludmilla, ES 499) bis wieder hin zum Getriebemotor (BR 95, 38, und zuletzt noch 01, 03, 41). Nach der Wende erfolgte noch einmal ein Ausflug zum Gummiantrieb und jetzt ist man wieder beim separaten Motor gelandet. Bei Gützold hat man schon aus Kostengründen auf einen Einheitsmotor setzen müssen, im VEB waren die Zwänge wahrscheinlich nicht so groß. Da hat jeder Entwickler sein eigenes Süppchen gekocht. Das ist sehr spannend und mich würden die Beweggründe interessieren.
MfG R.Ebert


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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#5 von PICO Express , 12.07.2026 23:40

Hallo Roja ,

genau das wundert mich eben auch . Was die sich bei den Konstruktionen manchmal gedacht haben , würde mich auch interessieren ! Man hätte doch bestimmt das E 69 / VT 135 -Antriebskonzept auch für den 34-er Triebtender der BR 01 , 03 und 41 anpassen können , die beiden äußeren Achsen angetrieben und mit Haftreifen versehen - große Zugfkraft , sichere Gleislage , mega Auslauf - das wäre es doch gewesen ! Die schönen Loks hätten damit traumhafte Laufeigenschaften gehabt ! Stattdessen baute man den selbsthämmenden Schneckenwellen-Antrieb , der null Auslauf hat und noch dazu total schlechte Gewichtsverteilung - eigentlich kompletter Müll ! Durch absägen der im Tender nicht benötigten Drehschemel und den gewonnenen Platz mit Blei ausgefüllt , kann man wenigstens die Gewichtsverteilung wesentlich verbessern , wodurch die Zugkraft um das Doppelte ansteigt , das starke taumeln des Tenders reduziert wird und kein Entgleisen der 1. Tenderachse mehr auftritt . So kann man die Loks wenigstens sicher fahren , aber einen Auslauf haben sie halt trotzdem nicht . Ich habe meine Tender alle so umgebaut .

Viele Grüße
Frank


 
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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#6 von rolfuwe , 13.07.2026 09:56

Zitat von PICO Express im Beitrag #1
...ich habe kürzlich eine seltsame PIKO-E 69 05 mit rotem Fahrwerk gesehen und gekauft

Alles was als A&V gekauft wird ist evtl. auch kein Originalzustand. Bei der E69 sind oft die Rangiertritte abgebrochen.
Für mich (Dresden) gab es dann die Möglichkeit in der Vertragswerkstatt in der TrachenbergerStr., beim DMV am Bhf-Neustadt, direkt bei der Fertigung in Oybin oder Olbersdorf, bei Schicht am Grillparzer Platz, Prefo Seumestraße, Hruska Glashütte, der weiteste Weg war nach Marienberg (Werner Ilgner u. Auhagen) oder ... ? Ersatzteile zu besorgen. Es war alles in der Nähe. Wer im DMV war, kannte auch die Antsprechpartner.
Z.B. in Oybin, wo ich ein paar Jahre wohnte, lagen die Teile, die Mängel hatten, in den Fenstern der Spritzerei (die war im Keller) herum u. in Sandkästen waren diese Teile auch mal zu finden.


Gruß aus Dresden, Uwe (Rolf-Uwe)


 
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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#7 von rolfuwe , 13.07.2026 10:15

Zitat von PICO Express im Beitrag #5
Was die sich bei den Konstruktionen manchmal gedacht haben , würde mich auch interessieren ! Man hätte doch bestimmt das E 69 / VT 135 -Antriebskonzept auch für den 34-er Triebtender der BR 01 , 03 und 41 anpassen können

Die Konstrukteure haben damals noch gedacht. Aber die betriebswirtschaftlichen Randbedingungen haben das nicht zugelassen. Diese von Dir vorgeschlagenen Triebtender Antriebe waren (~1980 ?) in der Entwicklung. Ähnliche Behinderungen guter Treibtender-Konststruktionen gab es auch bei der Liliput BR56. Der Konstrukteur wurde auf Wunsch der Geschäftsführung zu mehreren Änderungen gezwungen: "Der Antrieb gehört in die Lok u. der Lautsprecher in den Tender".


Gruß aus Dresden, Uwe (Rolf-Uwe)


 
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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#8 von Bastelfritze , 13.07.2026 16:30

Hallo Frank!

So selten sind die net, ich hab auch ne rote Blende rumgurken.



VG ins Tal - Mirko


DDR-Lokdoc aus Leidenschaft - Geht nicht, gibt's nicht!


 
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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#9 von PICO Express , Heute 15:48

Hallo Mirko ,

na ja , oft sieht man sie nicht ! Aber ne unbeschädigte rote Fahrwerksblende zu finden , wird schon sehr schwierig - bei Deiner fehlen ja auch die Rangiertritte .
Und ich würde schon sagen , daß Vitalii recht hat und die roten Fahrgestelle für die Anfangspackungs-Loks waren . Die Gehäuse umstecken ist ja kinderleicht ! In echt gabs die grüne mit rotem Fahrwerk eh nicht . Macht nix , die bleibt trotzdem da , weil ich sie hübsch finde .

Viele Grüße ins DDR-Neubaugebiet der 1980-er Jahre
Frank


 
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RE: E 69 mit rotem Fahrwerk

#10 von Trainworld , Heute 18:19

Hi in die Runde,

ein fiktives "was-wäre-wenn" ;-)... - so hätte die E 69 wahrscheinlich ausgesehen, wenn aus irgendeinem seltsamen Grund eine der E 69 nach dem WK 2 in der DDR, bzw. vorher noch sowjetischen Zone aufgefunden worden wäre. Hätten sie die Russen nicht verschleppt (unwahrscheinlich, wäre wohl nicht so interessant gewesen...) und die Reichsbahn hätte sie aus stetem Mangel an Triebfahrzeugen lange genug "am Leben erhalten", wäre diese Farbgebung analog anderen E-Loks sicher so gewesen...

also nicht so ganz "free-lance", wie andere Modelle, hier zumindest mit einem möglichen Hintergrund...

denkt sich grüßend
Roland


 
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RE: CC7001 Piko Mistral

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