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WIAD 581-B Bahnschranke

#1 von Retrobahner , 01.10.2014 19:39

Hier mal etwas für den WIAD-Index:

Der WIAD Bahnübergang (WIAD 581-B Bahnschranke) hatte bei meinem Modell nicht die auf der Packung gezeigten "Doppellampen-Andreaskreuze". Ob es die so jemals bei diesem Modell gab, kann ich leider nicht sagen.
Die Mechanik besteht aus einer Magnetspule (Relais), welche die Laufrichtung des Motors über eine Drehplatte mit Kontakten steuert.
Es gibt auch ein automatische Endabschaltung bei geöffneter Schranke.

Wird die Schranke geschlossen, so wird die Glocke rhythmisch angeschlagen und die roten Warnlichter blinken.
Das ganze bleibt solange in Aktion, bis die Schranken wieder geöffnet wurden und die Endabschaltung das Läuten und das Blinken (also den Motor) abstellt.
Die Schranken werden über Schieber (Gewindestange auf Motorseite betätigt einen Schieber), Umlenkhebel und ein Gestänge unter dem Gleis gesenkt und gehoben.
Der Abstand beider Seiten ist durch die Stange vorgegeben. Ob es auch eine längere Stange für zwei Gleise gab, kann ich nicht sagen - sicherlich konnte ein geschickter Bastler so etwas aber anfertigen. Durch den Vorgegebenen Abstand ergibt sich ein etwas zu enger Zwischenraum für Märklin M-Gleise. Werden die begrasten Geländeteile verwendet, so muss man vom Gleiskörper einige Stellen "abflexen" damit es passt.
Ebenfalls müssen für das M-Gleis die beigelegten "Erhöhungskeile" verwendet werden.

Im Bausatz enthalten sind auch diverse Zwischenstücke für unterschiedliche Gleissysteme.

Die Bilder zeigen auch einen "Ersatzmotor", der den Blick unter die Glocke freigibt und die Mechanik besser erkennen lässt. Bei diesem Motor sind allerdings Glockenschlegel und die Halterung für die Glocke von mir entfernt worden.

Beste Grüße,
Frank

Und nun die Bilder:


























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RE: WIAD 581-B Bahnschranke

#2 von JIm&Molly , 02.10.2014 10:09

Das ist mal eine "geile" Mechanik.
Ich hab jetzt 20 Minuten darüber gesessen und versucht zu verstehen wie sie funktioniert.
Ich glaub jetzt ist der Groschen gefallen, wenn auch Cent weise. Nur das mit der Endabschaltung konnte ich noch nicht ausmachen. Wenn ich richtig gezählt habe, gehen 5 oder 6 Kabel weg vom Modell wie werden die angeschlossen respektive angesteuert?

Irgendwie erinnert es mich an den Wiad Kran, dass hat auch ewig gedauert, bis ich es verstanden hatte.

Hermi


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RE: WIAD 581-B Bahnschranke

#3 von Power , 02.10.2014 12:30

Hallo Frank Danke für die schönen Bilder und Du hast Recht : Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

Gruß Ralf


 
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RE: WIAD 581-B Bahnschranke

#4 von Retrobahner , 02.10.2014 18:15

Hallo Hermi,

Du hast recht, die Abschaltung kann man nicht erkennen und ich habe mir schon gedacht, dass sich die Mechanik nicht so leicht nur aus den Bildern erschließt.
Dann will ich mal versuchen, es etwas genauer zu beschreiben:

Zuerst die Anschlusskabel (die "interne" Verkabelung lasse ich jetzt mal außen vor):
Schwarz – Masse für Relais
Rot – Relais schaltet Motor an -> Schranke schließt sich
Grün – Relais schaltet Motordrehrichtung um -> Schranke öffnet sich
Gelb – Masse für Motor (kann im Prinzip mit Schwarz verbunden werden)
Blau – „Pluspol“ Motor
Für Wechselstrombetrieb befindet sich ein Selenplättchen (heute würde man eine Diode benutzen) unter der Motorumschalteinrichtung (5).

Zu den Zahlen im Bild:



1: Blinkkontakt für die zwei Warnlämpchen
2: Exzenter – betätigt Blinkkontakt
3: „Metallnase“ - betätigt den hier nicht vorhandenen Klingelschlegel (und zwar solange, bis die Schranke sich wieder öffnet). Daran befindet sich ein Bauteil (Metalkapsel -> eine Art "Rutschkupplung"), welches eine Feder beinhaltet. Dadurch dreht sich das Teil mit der Metallnase nur in eine Richtung. Dreht der Motor anders herum (also Schranke öffnet sich), wird die Klingel daher nicht betätigt.
4: Schieber auf Gewindestange – dieser bewirkt das Heben und Senken der Schranken (je nach Drehrichtung).
Worin er zu liegen kommt und was er dann hin und her schiebt, ist hier nicht ersichtlich, da das Bauteil darunter in diesem Bild fehlt.
Da die Stange nur am Ende ein Gewinde aufweist, bleibt der Schieber stehen, wenn er das Gewindeende Richtung Motor überschritten hat (die Achse dreht sich aber immer weiter). Eine Feder sorgt dafür, dass bei Drehrichtungswechsel der Gewindestange der Schieber wieder vom Gewinde aufgegriffen wird und in Richtung grüner Pfeil wandert. Daher benötigt die Mechanik nur eine Endabschaltung an dem entfernten Ende (roter Strich zeigt die Lage des Kontakthebel an, der durch den Schieber am Ende geöffnet wird und so den Motorstromkreis unterbricht.
5: Umschalter für die Motordrehrichtung (über Stange durch Relais)

Der Motor dreht somit ständig zwischen dem Schließen der Schranke und bis die Schranke wieder voll geöffnet ist. Genau so lange blinken die Warnlichter. Die Glocke erklingt nur, bis die Schranke wieder öffnet, also der Motor die Drehrichtung ändert.

Beste Grüße,
Frank


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zuletzt bearbeitet 02.10.2014 | Top

RE: WIAD 581-B Bahnschranke

#5 von JIm&Molly , 02.10.2014 21:13

Danke Frank,

hatte so ziemlich alles verstanden bis auf die Abschaltung. Leicht genialisch die Sache mit dem Gewinde.
Aber durch die Feder kann man tatsächlich nicht erkennen, dass das Gewinde nicht durchgängig ist.

Ich liebe solche Technik. Auch optisch zwischen genialer Bastelei und Großserie.

Hermi


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