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Lilliput

#1 von saxonia , 31.03.2016 21:08

Hallo Nepumuk! Hallo Fangemeinde!
Ich habe heute mal in der Bastelkiste gestöbert.
Dabei habe ich Lilliput mit der Bierbahn verglichen.
Es gibt doch minimale Unterschiede an der Bodenplatte.
Viele Grüße Jens.
Bild 1 Lilliput Rahmen



Bild 2 Lilliput Fahrwerk aus Guss. Würde ich heute aber nicht mehr verbauen.



Bild 3 Bierbahn KSW



Bild 4 Der KSW-Motor von Halling


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RE: Lil(l)iput KSW und seine Wurzeln.

#2 von Charles , 01.04.2016 00:37

Hallo,

die an Sizilien erinnernden Strukturen der österreichischen und deutschen Kleinserienhersteller sind ein Minenfeld. Deshalb nach bestem Wissen und Gewissen und auf Korrekturen und Ergänzungen hoffend, folgende Infos :

Ursprünglich wurde das Modell 1971 von Stängl & Salber für den Fachhändler Memoba gefertigt. Wegen des schlechten Abverkaufs, nach anderen Quellen wegen unbezahlter Rechnungen, wurden die Modelle dann über Liliput vertrieben. Liliput bot den KSW von 1972-1988 an und spendierte dem Modell einen Druckgußrahmen um das Modell leidlich fahrfähig zu machen. KSW steht übrigens für KriegsStraßenbahnWagen, ein Typ, der besonders viele Stehplätze hatte (was nur möglich wurde weil er besonders wenig Sitzplätze bot). Als die Formen verschlissen waren, wurden noch 2000 Modelle mit offenen Türen gespritzt. Diese Variante gab es beim Original weil dies es den Fahrgästen einfacher machte, die Wagen mit Traglasten aber auch bei Bombenangriffen, schneller zu verlassen. Ein Teil der Auflage wurde vom damaligen Lima-Importeur Fischer vertrieben. Der hatte ja schon immer ein Händchen für geschäftliche Debakel.

Nach der Überholung der Formen war dann die bekannte, antriebslose Variante über die Wiener Verkehrsbetriebe erhältlich. Außerdem gab es diverse Herren, die diese Modelle als Zwischenhändler bezogen und teilweise Stein- und Bein zusammenlogen, dass ihr KSW eine Eigenentwicklung sei. Verkauft wurden diese Varianten vom Modellbahngeschäft Hödl, von Hamann, Frankfurt, Höfner, Dortmund u.a.
Zitat : "Bei unserm KSW mache mer alles selbst". Geloche hawwesse, die Spitzbuwe.

Von Sedlacek gab es jedenfalls hervorragende Zurüstteile mit denen man die KSW deutlich aufwerten und in Schmuckstücke verwandeln konnte und von Hödl kam auch eine Kunststoff-Inneneinrichtung.

So um 1990 landeten die Formen dann bei Halling : http://www.halling.at/

Auf dieser Seite gibt es ein Foto, das einige der vielen KSW Varianten und Metamorphosen zeigt :

Klick :


Grüße aus dem Odenwald

Charles


 
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RE: Lil(l)iput KSW und seine Wurzeln.

#3 von saxonia , 02.04.2016 23:09

Hallo Fangemeinde!
Für KSW-Fans kann ich folgendes Buch sehr empfehlen.
"50 Jahre Einheitsstraßenbahnwagen",Der Weg zum KSW.
Von Gerhard Bauer und Bodo-Lutz Schmidt aus dem EK-Verlag.
Zur Zeit ist bei ebay ein solches Buch eingestellt.
Art.Nr.141947670017
Der Preis ist annehmbar,aber manchmal geht es auch günstiger.
Viele Grüße Jens.


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