Digitalisieren - womit?

#1 von 19er , 25.02.2010 08:42

Servas!

Wie vielen von euch bekannt, bin ich heuer im Januar auf M-Schienen umgestiegen.

Nun steht mir die nächste Phase bevor, nämlich schrittweise meinen alten Gleichstromfuhrpark (ca. 60 Loks - Volker St. hat bereits Fotos von mir erhalten) auf Betrieb mittel "Schleifer" umzustellen. Nachdem ich jedes Teil aufmachen und Lötungen vornehmen muss, denke ich, kann/soll ich bei dieser Gelegenheit den Fuhrpark auch gleich mitdigitalisieren.

NUR: Welches System? Ich bin hier absolut "unbefleckt", wie Claus sagen würde, und freue mich über jede Anregung. Einziger zu berücksichtigender Parameter wäre, dass ich nicht der Superlöter schlechthin bin und die ganze Sache relativ einfach zu bewerkstelligen sein sollte.

Ich strebe keine über-drüber-Super-Lösung an, sondern möchte mit maximal 2 Loks gleichzeitig Betrieb machen und rd. 3 andere Loks stehen in den 3 Bahnhöfen "auf Arbeit wartend" herum (als max. 8 - 9 Adressen gleichzeitig benötigt).

Danke vorab für eure Vorschläge!

LG,
-Karl


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RE: Digitalisieren - womit?

#2 von Timothy ( gelöscht ) , 25.02.2010 10:33

Du solltest wissen, dass technisch alle Digitalsysteme gleich arbeiten: Die Digitalzentrale kommuniziert mit den Dekodern der Loks und kann gezielt Steuersignale an diese schicken. Daher ist ein unabhängiger Betrieb der Lokomotiven möglich, obwohl sie sich eigentlich im gleichen Stromkreis befinden. Die Systeme unterscheiden sich aber im genutzten Protokoll für die Kommunikation. Aktuell sind hier Mfx (von Märklin genutzt; passende Komponenten werden aber auch von anderen Herstellern angeboten) und DCC (international sehr viel verbreiteter). Ich würde Dir zu DCC raten, z.B. einer Roco Multimaus (sehr komfortabel bei der Loksteuerung) oder eine Trix Mobile Station (sehr gut zum Programmieren der Dekoder) als Digitalzentrale. Dazu dann DCC-Dekoder, die z.B. bei ESU 20-30 Euro je Stück kosten. Das war's dann schon. (Anmerkung: Aus den genannten Anmerkungen zu den Zentrale habe ich z.B. beide.)

Aber: Du siehst, bei 60 Loks geht das schon ganz schön ins Geld. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob Du nun alle 60 auf einmal auf dem Gleis hast oder nur 6. Alle brauchen ja einen Dekoder. Man könnte natürliche auch Digitalschnittstellen (DSS) in die Loks nachrüsten und dann nur 10 Dekoder kaufen und immer umstecken. Dazu musst Du dann aber immer die Loks öffnen.

Außerdem: Löten wird immer erforderlich sein. Ist aber nicht so schwer.

Für Deinen Bedarf kann man aber auch bei analog bleiben und einfach Stromkreise trennen und abschaltbare Abstellgleise einplanen. Bei digital wäre alles ein Stromkreis.

Du siehst, zumindest finanziell ist es schon etwas aufwendig. Mein Bruder und ich haben digital eingeführt, weil so Teppichbahning sehr unkompliziert ist.

So, soweit zur Einführung.

Lieben Gruß,

Tim

EDIT: Davon mal ganz abgesehen, kann es bei manchen älteren Konstruktionen evtl. Schwierigkeiten beim Einbau geben. Nicht überall ist Platz oder es ist schwierig, den Motor vom bisherigen Stromfluss zu trennen. Letzteres muss zwangsläufig geschehen, weil der Motor direkt am Dekoder angeschlossen wird. Deshalb sind bei meinem Bruder und mir die allermeisten alten Pikomodelle analog. Nur eine einzige Lok haben wir mit einem Dekoder ausgestattet.


Timothy

RE: Digitalisieren - womit?

#3 von Gelöschtes Mitglied , 25.02.2010 11:17

Hallo

Mit einigen DCC-Zentralen kann man auf der Adresse "0" auch eine Analoge Lok mitlaufen lassen. Ich habe die Piko Digi-Steuerung, die mit der Infrarotfernbedienung. Dort kann man auf der "0" zusätzlich zu den Digiloks auch einfach eine Analoge Lok mit steuern. Einzig, Loks mit Glockenankermotor vertragen das nicht. Ansonsten keine Probleme, die Loks haben auch gleich den vollen Saft, Licht und Rauch gehen gleich volle Pulle.
So kann man nach und nach auf Decoder umrüsten und Loks wo es sich eigentlich nicht lohnt, läst man wie sie sind.
Grüße
Dietmar



RE: Digitalisieren - womit?

#4 von Timothy ( gelöscht ) , 25.02.2010 11:35

Gerade bei einem älteren Fuhrpark und einer stationären anlage würde ich eigentlich eher zu analog rate: Die Loks bleiben original und das Steuergefühl am Trafo ist meiner Meinung nach besser.

Bei Dir liegt der Fall aber doch etwas anders. Du musst ja mind. einen Umschalter einbauen, damit Du die Loks analog betreiben kannst. Anstelle eines Umschalters kann man dann natürlich auch einen dekoder einbauen. Nicht sehr viel mehr Arbeit und die Verkabelung der anlage wird eutlich einfacher.


Timothy

RE: Digitalisieren - womit?

#5 von CCS , 25.02.2010 11:46

Hallo Karl,

die Unterschiede zwischen Märklin und dem Rest der Welt sind größer, als das man nur einen Schleifer anbauen muß und einen Dekoder einsetzen. Es gibt durchaus Gleichstromloks die problemlos auf M-Gleisen fahren, dies ist aber eher die Ausnahme als die Regel.
Denn das M-Gleis funktioniert eigentlich nur mit Märklin-Radsätzen (Spurkranzform) und mit Märklin-Radsatzinnenmaß, das kleiner ist, als das bei DC-Bahnen.

mfg

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RE: Digitalisieren - womit?

#6 von 19er , 25.02.2010 12:27

Danke für eure bisherigen Anregungen! - Dass das kein billiger Spass wird, habe ich (leider) davor schon befürchtet. Ich bin für heuer von einem Budget von rd. 2 - 3K (LEIDER) ausgegangen. Glücklicherweise bekomme ich dieses Jahr wieder eine Prämie von meinem Dienstgeber


@CCS:
Ich habe "alte" Modelle von Roco aus den 70er/80er-Jahren (zB 1110 in grün, 1118, 1089, ..), welche dzt. über Oberleitung mit Gleichstrom versorgt werden. Diese Modelle laufen super auf M-Gleisen. Gleiches gilt für sämtliche Kleinbahn-Modelle, welche auch schon bis zu 40 Jahre alt sind.

Die "jüngste" Roco-Lok hab' ich heuer im Januar gekauft (Abverkaufsmodell: 1010/rot, 129 EUR). Läuft (O-Leitung) auf M-Gleisen auch super (obwohl 6ax).

Lange Rede kurzer Sinn: Alle Loks mit Panthografen, welche dzt. schon über O-Leitung versorgt werden, fahre (glücklicherweise! ) auf M-Gleisen super (irrer Sound - aber das schreib' ich eh immer).

=> Schleifer kriegen sollen nur Dampf- und Diesel-Tration.


LG,
-Karl


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RE: Digitalisieren - womit?

#7 von Bagger525 vom Mist 47 , 25.02.2010 15:15

Hallo 19er,
wenn Du nach entsprechenden Decodern suchst, kann ich Dir nur die aus dem Hause ESU empfehlen. Da diese Decoder sowohl MFX (M4) / DCC und Selectrix verstehen, dürfte damit dem Sammlerherzen geholfen sein.
Obwohl ich von Hause aus mal ein Reiner Märklinfahrer wahr, habe ich etwas gegen die aus der Göppinger Schmiede verbauten Decoder.

Was die Steuerung angeht, gibt es genug auf dem Markt.

MFG
Thomas


 
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Re: Welche Decoder?

#8 von Volker Stuckenholz ( gelöscht ) , 25.02.2010 16:55

Hallo Karl,

ich würde an Deiner Stelle entweder einen Multiprotokoll-Decoder, ggf. auch einen DCC-Decoder nehmen, der über Anschlussdrähte verfügt.

Einen NUR-Motorola-Decoder würde ich nicht empfehlen. DCC ist schliesslich der Weltstandard und Märklin ist zu teuer. Für Dich ist wahrscheinlich eher die Frage: Brauche ich ggf. auch Motorola?

Märklin-mfx ist technisch eine "Sackgasse" ohne längerfristige Perspektive. Selektrix nimmt man eher bei Spur N, ist aber auch in HO verbreitet

Ich nehme bevorzugt den ESU-Lokpilot 3.0. Falls der aus Platzgründen nicht passt, setze ich einen Kühn-Decoder (einseitig bestückt mit 2 Funktionen oder Mini-Kühn NO25 ohne Funktionen) ein.

In meine 1189 habe ich einen LoPi nicht hinein bekommen, dort werkelt ein Kühn T 145.

Die österr. Decoder von Zimo bzw. Tran sollen auch sehr gut sein. Was die kosten, weiss ich jedoch nicht.

Den ESU-Decoder kaufe ich über unseren Club für 22,50 pro Stück ein. Das ist auch preislich mein Limit.

Noch ein Unterschied: Die Kühn-Decoder sind AC-analog untauglich, denn sie werden durch den 24V-Märklin-Umschaltimpuls zerstört. Sie unterstützen jedoch DC-analog.

Der LoPi fährt neben digital auch sowohl AC- als auch DC-analog. Zudem lässt er sich mittels Lokprogrammer ausgezeichnet parametrieren. Das Ding kostet IMO aber auch über 100 Euro.

Als Zentrale könntest Du eine Roco-Lok-/Multimaus nehmen. Die gibt es eigentlich überall günstig aus geschlachteten Startpackungen.

Gruss

Volker


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RE: Digitalisieren - womit?

#9 von 19er , 25.02.2010 18:57

Guten Abend!

Als Danke und Gegenleistung für eure Informationen und Tipps erlaube ich mir, euch nachstehend auf den Fotos einen Großteil meiner Gleichstrom"Flotte" vorzustellen. - Ja, Volker, ich weiss: Du kennst die Bilder eh schon.

=> Richtig wirken tun sie erst in Kombination mit meinen alten Wagen - ich werde nach Umrüstung eine Fotostrecke ins Forum einstellen, wenn's Recht ist.

Nochmals vielen Dank - spätestens am Wochenende werde ich nach meiner Entscheidung dann die Bestellung über's Internet abgeben.













=> Die meisten Modelle sind mir sehr ans Herz gewachsen, darum jetzt noch der Aufwand mit Umbau und Digitalisierung!


LG,
-Karl


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RE: Digitalisieren - womit?

#10 von Pete , 25.02.2010 19:03

Servus Karl,

wie schauts denn bei dir platzmassig aus? Vielleicht wäre es ja auch die günstigere Lösung, die 2-Leiterloks auf einer Paradestrecke im Originalzustand laufen zu lassen? Nur so als Idee, hätte ja auch den Vorteil, daß die Loks original bleiben, bei manchem Schätzchen ja vielleicht nicht uninteressant.

Gruß,
Peter

Edith hat gesagt ich hätte schon wieder Weckstaben verbuchselt ... gnagnagna


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RE: Digitalisieren - womit?

#11 von 19er , 25.02.2010 19:13

Servas, Peter!

Weißt eh - ich bin Spielbahner und seeeeehr glücklich, wenn sich was bewegt. Grundsätzlich hast schon Recht, dass damit auch unwiderruflich Werte gemindert/verloren werden - anfangen und mich selbst trainieren trau' ich mich naturgemäß sowieso nur an den "einfachsten" der Kleinbahn-Maschinen.
Wenn ich (positiv) bis zu den Roco-Sachen kommen sollte, geh' ich euch sowieso wieder auf den Nerv und bitte Euch um fachliche Unterstützung bei diesen, DENN: Jede (ältere) Lok hat bei Roco ein anderes Innenleben, und mit diesen bescheidenen Platinen im Inneren bin ich mir nicht immer sicher, wie "strommäßig" WAS von WO WOHIN fließt.

LG,
-Karl


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RE: Digitalisieren - womit?

#12 von Pete , 25.02.2010 20:14

Servus Karl,

des mit den Platinen ist so eine Geschichte! Ich sag mir immer, wenn ich sowieso in der Lok rumbraten muss, brauch ich auch keine Platine und hab mehr Platz den Dekoder unterzubringen. Platz ist gerade bei Kunststoffgehäusen auch nicht ganz unwichtig, die Teile werden fürchterlich heiss! Nichtsdestotrotz bin ich eher Fan von alte Lok - alte Technik und neue Lok - neue Technik. Ich fahre deshalb "2-gleisig", also mein altes Zeug sieht mein neues nicht. Sind wir wieder beim philosophieren, aber im Endeffekt musst du das ja selber entscheiden, weil: jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andre M-Gleise, oder so!
Viel Spaß auf alle Fälle beim Spielbahnen und Hilfe kriegst du hier sicher!

Gruß,
Peter, ebenfalls Elektrodepp


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RE: Digitalisieren - womit?

#13 von 19er , 25.02.2010 20:45

Servas, Peter!

Ich muss gestehen, ich überlege eh auch den "2gleisigen Betrieb" mit "altem" und "neuem" Zeugs - wie man sieht :







-> In den Sachen, welche ich heuer als Second-Hand-Ware sehr günstig erwarb, war auch eine alte DELTA-Kiste dabei ("control 4f" steht drauf). Habe heute Abend ein bisschen damit rumgebastelt, um "Vorfreuden" zu erleben. Opfer war eine Aktionsware vom Seigert in Freilassing, welche mir vor 2 Wochen auffiel (E75 war im Abverkauf).


LG,
-Karl


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RE: Digitalisieren - womit?

#14 von 19er , 27.02.2010 20:02

Finale - Die Lösung

Die gute Nachricht: Peter und andere Forumskollegen haben mich überzeugt, dass es nicht (immer) gut ist, "altes Zeugs" mittels schwerwiegender, nachhaltiger Eingriffe umzufunktionieren. - Alle ca. 60 Gleichstromlokomotiven bleiben unangetastet und bekommen voraussichtlich in der kommenden Herbst-/Wintersaison eine eigene (kleine) Anlage, wo sie auf die Art und Weise "verkehren" dürfen, wie die Erbauer es ihnen zugedacht hatten. - Die späte Einsicht verdanke ich euch, ich lege nicht Hand an an das rollende Material!


Digitalisierung:
Die alten, hochehrwürdigen M-Gleise können seit 19:00 Uhr sowohl analog als auch digital betrieben werden:
Das analoge Material (6 Loks) wird mittels 2 Trafos betrieben.
Mittels einer vor rd. 3 Wochen im Konvolut miterworbenen "Mobile Station" wird das digitale Rollmaterial "befeuert". Dazu erwarb ich heute beim "Seigert" in Freilassing eine Anschlussschiene; diese demontierte ich und klemmte die Anschlusskabel der beiden autarken Gleisovale dran. - Löten kann ich sie nicht, da ich die Anschlusskabel im Falle des analogen Betriebes wiederum auf die beiden Trafos umklipsen muss.
Die vor 3 Wochen ebenfalls im Konvolut miterworbene "Delta Control 4f" kann ich leider nicht einsetzen, da die 32VA-Trafos für die neueren Lok-Decoder (234+216) zu schmalbrüstig sind. Schade, ich finde sie leichter zu bedienen im Spielbetrieb!

=> Wenn die Anlage das endgültigen "Gesicht" gefunden hat, wird der derzeitige Kabelsalat auch verbaut sein. Bitte dzt. noch darüber hinwegsehen.

Besten Dank für Eure Unterstützung, Anregungen und Tipps!









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RE: Digitalisieren - womit?

#15 von Pete , 27.02.2010 20:06

Hallo Karl,

freut mich, daß wir dir geholfen haben und du uns nun mit Bildern von 2 Anlagen erfreuen kannst!

Gruß,
Peter


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RE: Digitalisieren - womit?

#16 von Limafan , 27.02.2010 20:52

Hallo Karl

Schöne Anlage

Obwohl ich das Märklin M(etall)Gleis nie hatte (ich schwöre auf DC )weckt es schöne Jugenderinnerungen.
In den 70ern war es in jedem MoBa Buch und Heft abgebildet.

Ist es eigentlich schon von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden? :

Wenn nicht,sofort einen Antrag stellen!

Gruss Bruno


Wer Qualität baut weiss doch heute jedes Kind.
Darum greif' zu Lima ganz geschwind!


 
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RE: Digitalisieren - womit?

#17 von Jerry ( gelöscht ) , 27.02.2010 20:54

Hallo Karl,

Zitat von 19er
Finale - Die Lösung

Die gute Nachricht: Peter und andere Forumskollegen haben mich überzeugt, dass es nicht (immer) gut ist, "altes Zeugs" mittels schwerwiegender, nachhaltiger Eingriffe umzufunktionieren. - Alle ca. 60 Gleichstromlokomotiven bleiben unangetastet und bekommen voraussichtlich in der kommenden Herbst-/Wintersaison eine eigene (kleine) Anlage, wo sie auf die Art und Weise "verkehren" dürfen, wie die Erbauer es ihnen zugedacht hatten. - Die späte Einsicht verdanke ich euch, ich lege nicht Hand an an das rollende Material!


eine weise Entscheidung, Glückwunsch!

Ich "muss" ja auch mit diesem AC/DC-Mischmasch leben, einen Umbau der Loks (auf welches System auch immer) habe ich aber nie ernsthaft erwogen, denn damit steckt man doch nur viel Zeit, Energie und Geld in Modifikationen, die die betroffenen Loks letztlich nur entwerten, was ich paradox finde. Man(n) kann das schon mal bei einer handvoll Lokomotiven machen, aber nicht bei Dutzenden! Dann lieber an den Gleisen "frickeln", und einen Mischbetrieb auf Märklin K und/oder C ermöglichen - die schönen nostalgischen M-Gleise bleiben dann aber außen vor! Was ich gelegentlich mache ist, eine DC-E-Lok über die Oberleitung meiner M-Gleise zu versorgen, wobei es bei Weichen Probleme mit den DC-Radsätzen geben kann. Aber auf diese Möglichkeit bist Du ja auch schon gekommen.


Schönen Abend und Grüße aus München

Jerry


Jerry

RE: Digitalisieren - womit?

#18 von pepinster , 27.02.2010 21:37

Zitat von Jerry
.. einen Umbau der Loks (auf welches System auch immer) habe ich aber nie ernsthaft erwogen, denn damit steckt man doch nur viel Zeit, Energie und Geld in Modifikationen, die die betroffenen Loks letztlich nur entwerten, was ich paradox finde...



Hallo zusammen,

mit den Umbauten ist das so eine Sache: gäbe es ein Modell der gleichen Baureihe von Märklin / für das Märklin System, würde ich höchstens, wenn sehr viel Geld dadurch gespart wird, ein DC Modell umbauen.

Andererseits möchte ich gern meinen Fuhrpark mit Modellen erweitern, die nicht Märklin-kompatibel zu haben sind:



das sind die 3 Loks links im Bild, die A1A A1A 68000 von Roco (hinten) gab es ja zum Glück schon ab Werk für AC.

Ein Jouef Picasso ist derzeit unfotogen zerlegt, der muss unbedingt AC-tauglich werden

Ob das einzelne Modell dadurch vielleicht an Wert verliert? Umbauten von "exotischen" Modellen für das Märklin System (wenn nicht ähnlich bei Märklin im Programm) erreichen bei ebay teilweise stolze Preise. Mein Fuhrpark würde auf jeden Fall sehr gewinnen, und ich damit subjektiv auch.

Gruss von
Axel


Neue Interimsanlage Märklin, digital mit 6021; Vorbilder u.a. SNCB, CFL, SNCF - außerdem interessiert an Trix Express u. Schiebetrix 1:180


 
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RE: Digitalisieren - womit?

#19 von Jerry ( gelöscht ) , 27.02.2010 22:01

Hallo Axel,

nun ich wollte niemandens Herangehensweise an das Thema AC/DC-Umbauten kitisieren oder gar in Frage stellen. :

Und dass sich ein Umbau exotischer Modelle beim Wiederverkauf zuweilen sogar postitiv (also wertsteigend) bemerkbar macht meine ich selbst auch schon beobachtet zu haben (gilt übrigens auch für Trix Express). Mitunter mag das die Umbaukosten auch decken, vereinzelt vielleicht sogar übertreffen, aber an eine sich großartig rechnende Anlagemöglichkeit glaube ich ehrlich gesagt nicht.

Für Standard- und Brot & Butter-Loks sind diese Überlegungen dagegen vollkommen hinfällig.

Außerdem bin ich eben Originalitätsfetischist! Ich bitte das zu berücksichtigen.



Grüße

Jerry


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