er hat Kesselwagen, mutmaßlich von Klein Modellbahn, die sich verziehen weil das Zinkdruckgußteil nicht formstabil ist und deshalb die Wagen zu einer Banane verbiegt.
die alten Kleinbahn Kesselwagenböden, v.a. die Vierachser, sind bekannt für das Verbiegen, schuld ist hier nicht die berüchtigte Gußpest, sondern latente Spannungen (Eigenspannung) im Guß, die durch zu schnelles Abkühlen bzw. zu kaltes Einspritzen des Gußmaterials entstehen.
Mit der Zeit "kriecht" das Materiall in eine entspannte Position und verwindet sich dabei. In den 1950/60-ern war Zink-Al Druckkguß zwar weit verbreitet, fehlte jedoch oft an reinem Rohmaterial ... war ja oft recycling aus Schrottteilen, u.a. aus Gußteilen von Flugzeugschrot etc.
Guß mit internen Spannungen ist u.a. auch in Folge anfällig für Zinkpest.
Ähnliches erlebt man auch bei Kunsstoffteilen, berühmtberüchtigt: Aufbauten der Märklin Rungenwagen, die Märklin Brückenpfeiler oder auch die TEE Triebwagen von Märklin, die gerne mal "entspannend eine neue Form suchen". Wie schon einmal im Forum zu sehen
Abhilfe: leider gibt es da nichts ...
Wer mehr zum Thema wissen möchte, hier ein interessanter Artikel über ein Verfahren zur Überprüfung von Simulationen an Gußkörpern. Da wurde ein Prüfkörper erdacht, der von seiner Form her extrem Verzugsanfällig ist. Damit läßt sich eine Computersimulation von Spannungszuständen dann "analog" nachmessen und damit das Modell der Software nacheichen.
Danke für die Erklärung und den Artikel, der sehr informativ ist, auch wenn ich zwar technisch physikalisch ein Laie bzw Autodidakt bin, für mich verständlich formuliert.
Hallo, ich habe auch bei gewissen Kleinbahnschnellzugwagen (Schürzenwagen) dies Verbiegungen. Man kann da eigentlich gar nichts machen, außer einen neuen Rahmen bauen. Bei den Schürzenwagen habe ich das so gelöst, dass ich den schlimmsten Rahmen einfach in der Mitte durchgeflext habe (und dabei auch ein paar cm weggenommen) und dann den Rahmen mittels dicker Wellpappstreifen und Metallkleber wieder gerade zusammen geklebt habe. So sind die Rahmen an den Enden wieder gerade und die nach unten gehende Beule verschwindet hinter den Schürzen und ist damit unsichtbar. Das mit der Wellpappe habe ich einfach aus dem Grund gewählt, da die elastisch ist, falls sich der Rahmen weiter bewegt. Dann geht wenigsten das Gehäuse, was sehr unter Spannung stand, nicht kaputt. Das hört sich sehr rustikal an, hilft aber sicher. Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Und schön sind ja die alten Kleinbahn-Schürzenwagen irgendwie! Grüße in die Runde
es gibt dennoch eine Möglichkeit, welche ich schon öfters angewendet habe.
1.) Wagen komplett demontieren 2.) Den Zinkalrahmen bei 80C in den Heißluftofen ( am besten auf einer Holzunterlage ) und entsprechend beschweren - ich verwende hier einen Marmorsokel.
Wichtig ist das der Rahmen bereits während des Erwärmens beschwert wird - nicht mit Gewalt Geradedrücken!!!!!!
3.) mit Gewicht abkühlen lassen
Prozedur bei Bedarf wiederholen.
LG Manfred
Meine Rahmen habe ich so alle wieder ziemlich gerade bekommen - ohne Bruch.