Tinplate und Vorbilder

#1 von Jonas , 07.01.2020 20:32

Moin zusammen,

in letzter Zeit habe ich ab und zu an einer Tabelle gearbeitet, in der Tinplate- Lokomotiven und Ihre Vorbilder Aufgeführt sind. Dabei möchte ich mich nicht nur auf Märklin beschränken und auch nicht auf Deutschland. Klar, Lionel hat viele Loks gebaut, die dem Vorbild entsprechen. Daher habe ich das auch erstmal außen vor gelassen, weil das wohl zu heftig werden würde. Über Modelle die Bing und Märklin für den britschen Markt gerfertigt haben, habe ich auch noch nichts zusammen geschrieben. Dazu stehen hier ja bereits ein paar Artikel im Forum. Wie groß hier der Umfang ist, kann ich schlecht einschätzen.
Die Tabelle hat aktuell die folgenden Spalten:

Baureihe / Hersteller Modell / Bezeichnung Modell / Bahngestellschaft bzw. Land / Sonstige Bemerkungen

Die Kriterien habe ich mir wie folgt überlegt:

- Vorbild muss klar erkennbar sein
- Achsfolge muss stimmen (kleinen Abweichungen sind ok, sind aber in der Spalte "Sonstige Bemerkungen" erwähnt. Beispiele sind die 05 und das Krokodiel von Märklin)
- Domfolge sollte stimmen (kleinen Abweichungen sind ok, sind aber in der Spalte "Sonstige Bemerkungen" erwähnt)
- Fensterfolge sollte stimmen (auch hier sind kleinen Abweichungen ok)

Aktuell befindet sich dazu einen Exceltabelle auf meinem Laptop. Ich werde mal versuchen, sie hier einzustellen, falls das geht. Habe den Laptop aktuell nicht laufen. All zu lang ist die Liste auch noch nicht.
Vielleicht interessiert euch dieses kleine Projekt. Wer etwas beizusteuern hat, immer gerne.


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RE: Tinplate und Vorbilder

#2 von Blechnullo , 07.01.2020 21:02

Hallo Jonas,

Vergiß die Franzosen und die Amis nicht.
Auch für diese wurden von Märklin und anderen deutschen Herstellern spezielle oder zumeindestens abgeänderte Lok's gebaut.
Deine Liste dürfte somit schon recht lang werden.
Wenn ich mit Modellen, Fotos und Beschreibungen etwas beisteuern kann, darfst Du gerne auf meine Mithilfe bauen.

Gruß von der Saar.
Rolf


 
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RE: Tinplate und Vorbilder

#3 von joha30 , 07.01.2020 21:13

Wie viele solcher Listen wird es schon geben?


Viele Grüße, JoHa


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RE: Tinplate und Vorbilder

#4 von Jonas , 09.01.2020 18:43

Ja gut,

mag sein, dass es schon viele Leute gibt, die eine solche Tabelle angelegt haben. Ich finde die Aufgabe aber ganz nett, um einfach mal Modelle kennen zu lernen. Soooo mega erfahren bin ich ja nicht bzw. ich kenne kaum Modellbezeichnungen und weiß von den meisten Herstellern gar nicht, was sie alles so gemacht haben. Nur bei Märklin finde ich mich halbwegs zurecht.
Eine solche Tabelle hat aber noch niemand hier eingestellt. Habe mit der Suchfunktion danach gesucht.
Vielleicht wird es ja dann und wann für den ein oder anderen mal interessant zum Gucken. In erster Linie mache ich es auch für mich. In Zukunft möchte ich darauf achten, dass die Lokomotiven halbwegs vorbildgerecht sind. Aber eben trotzdem Tinplate. Dafür möchte ich eine Übersicht haben, was es so gibt. Was die Hersteller damals nicht herausgebracht haben, ich aber gerne hätte, möchte ich selbst bauen. So wie Klaus z.B. weil Bauen mir auch viel Spaß macht.

Warum möchte ich "Vorbildgetreue" Loks haben ? Weil ich einen Hintergrund zur Eisenbahn in 1:1 habe seit Kindesbeinen an, und die Dampfloks die in echt gefahren sind, hätte ich gerne im Keller. Und die Modelle möglichst ähnlich alt wie das Vorbild.
Und mich interessiert in diesem Zusammenhang auch der Übergang zwischen Spielbahn und Modellbahn.

In diesem Sinne: Munter bleiben!


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RE: Tinplate und Vorbilder

#5 von Gerd , 09.01.2020 19:41

Nach meinem Eindruck hat MÄ die aktuellen Loks der Zeit in verinfachter Form als Spielzeug auf den Markt gebracht.
Beispiel:
Die "R" als 2 Achser - die Vorbilder waren 3-achsig.
Die "E" 2+ B"....
Dem "Steppenpferd" entsprach mehr die GR, 2 + C.
im fast gleichen Gehäuse wie die E.
Die "HR" stellt die BR 01 dar, mit 40 cm Wagen etwas verkürzt.
Bestes Beispiel ist die CCS -das berühmte "Krokodil".
da fehlt eine Laufachse , aber sonst würde sie nicht im 12er Kreis laufen.
ist dennoch das bekannteste MÄ-Modell -
die Nachbauten von Keiser und Mundhenke erriechen kaum den Preis auf Auktionen.
Gerd.


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RE: Tinplate und Vorbilder

#6 von ElwoodJayBlues , 09.01.2020 19:51

Achsfolgenbezeichnungen werden zwischen Lauf- und Treibachsen ohne + angegeben.

Die Baureihe 24 (Steppenpferd) hat nicht die Achsfolge 2'C, sondern 1'C.
Hat also mit der GR nichts zu tun.

Dem Märklin Krokodil fehlt keine Laufachse.
Es hat, wie das Vorbild, eine Laufachse vor den Treibachsen.

Ich denke Du meinst Treibachse.
Aber selbst mit drei Treibachsen würde das Krokodil problemlos durch den 12er Kreis kommen.
Das Triebwerk entspricht in Achsabstand und Raddurchmesser dem GR Fahrwerk und auch das kommt problemlos durch den 12er Kreis.

Bitte keine Halbwahrheiten hier verbreiten.


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"Wir latschen von einer Krise in die nächste..."

- Robert Redford -


 
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RE: Tinplate und Vorbilder

#7 von joha30 , 09.01.2020 21:15

Jonas, beschaffe dir mal das Buch von Max Heusser, Maxima Verlag, ISBN 86-903787-0-7
Das wird dir gefallen, darauf wette ich. Das Buch ist, wenn unter 100 zu bekommen, jeden Euro wert.


Viele Grüße, JoHa


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RE: Tinplate und Vorbilder

#8 von Eugen & Karl , 09.01.2020 21:57

Hallo,

wie schon an anderer Stelle geschrieben: Um ein paar Meter Bücher kommt man als interessierter Sammler nicht herum. Das genannte gehört dazu.


Viele Grüße


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RE: Tinplate und Vorbilder

#9 von Eisenbahn-Manufaktur , 10.01.2020 06:00

Zitat von joha30 im Beitrag #7
Jonas, beschaffe dir mal das Buch von Max Heusser, Maxima Verlag, ISBN 86-903787-0-7
Das wird dir gefallen, darauf wette ich. Das Buch ist, wenn unter 100 zu bekommen, jeden Euro wert.



hallo:

Hier immer noch neu für 59,- Euro (mehr habe ich auch nicht bezahlt):

https://rueckerts-buchversand.de/produkt...modell-vorbild/


Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht!

Klaus


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RE: Tinplate und Vorbilder

#10 von Eisenbahn-Manufaktur , 10.01.2020 06:57

Zitat von Gerd im Beitrag #5
....
Die "R" als 2 Achser - die Vorbilder waren 3-achsig.
Die "E" 2+ B"....
Dem "Steppenpferd" entsprach mehr die GR, 2 + C.
im fast gleichen Gehäuse wie die E.
.......

Gerd.




Hallo Gerd, dann nenn mir doch bitte die Vorbilder zu den R-Loks. C-gekuppelte Einheits-Schlepptender-Loks ohne Laufachse gab es nämlich nicht.

Und die GR entsprach auch nicht der BR 24. Auch nicht der P8, wie es mal in einer Märklin-Schrift behauptet wurde.

Tatsache ist, daß es bei Märklin nur zwei Einheits-Loks gab, die man als Modell eines Vorbildes bezeichnen kann: die HR (BR 01 und BR 02, ggf. auch BR 03 und BR 04) und die TK (BR 62).

Alle anderen Schlepptender-Loks sind Ableitungen aus der HR, in der Regel durch nach unten immer weiter führende Vereinfachungen und Verkleinerungen, bis wir bei der R 880 angekommen sind. Trotzdem nimmt man ihnen die "Einheits-Lok" immer noch ab. Das wurde dadurch erreicht, daß bestimmte Merkmale (große Windleitbleche, Rauchkammertür mit Zentralverschluß, abgeschrägte Führerhäuser....) bis zur kleinsten Lok erhalten blieben.

Bei den Tender-Loks ist es ähnlich, nur daß hier auch noch der Umstand dazu kommt, daß die drei Tenderloks alle auf Basis der korrespondieren Schlepptender-Loks konstruiert sind: TK durch "Umbau" aus HR, TCE durch "Umbau" aus E, T durch "Umbau" aus R 910. Bei der TK ist das noch gelungen, auch wenn die Anordnung der Treibachsen nicht stimmt, aber TCE und T sind bereits keine echten Modelle mehr. Der T nimmt man mit viel Phantasie die Zugehörigkeit zu den Einheitsloks ja noch ab, die TCE aber ist in meinen Augen völlig daneben geraten.

Übrigens (wie schon an anderer Stelle gezeigt):

Das braucht man, um aus einer R eine T, bzw. aus einer E eine TCE zu bauen:


Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht!

Klaus


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