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Progressgleisbau einfach gemacht

#1 von AG Tinplate Spur 1 , 24.07.2010 13:06

hallo Kollegen,

beim Anlagenbau machen sich Progressgleise sehr gut,.... auch sind diese sehr stabil. Insbesondere beim häufigeren Auf-, Abbau zeigt sich dann, dass diese Gleise in der Regel ohne grössere Beschädigungen bleiben. Auch ist es so, dass Progressgleise - zumal in der Spurweite 1 - erheblich teurer sind als normale 3 - Schwellengleise und wenn überhaupt eher selten zu finden sind.

Das hat mich dazu veranlasst aus normalen 3 - Schwellengleisen, die ja leicht zu finden sind, selbst Progressgleise herzustellen. Mit etwas Geschick und dem richtigen Werkzeug lässt sich das leicht bewerkstelligen.

Blick auf die erforderlichen Werkzeuge:


1. Detailansicht:



- Kleiner Schraubstock mit passendem Amboss, auf den das Gleis mit dem gewölbtem Ausschnitt (unten) gesteckt wird,
- gekröpfte Zange, dient der Wiederherstellung der richtigen Passform beim Schienenprofil,
- Flachzange zum Umbiegen der Schienenlaschen,
- Messingmaß zur Prüfung der richtigen Schienenbreite, Lage der Profile,
- stabile Flachzange, dient zum Vorbiegen der kleinen Haltelaschen (Stromschiene) auf den Isolierpappen,
- grosse Kneifzange, dient zum endgültigen Nachbiegen dieser Haltelaschen,
- Schienenzange mit passendem Loch für das Schienenprofil,
- Rundstahl gerade / gebogen, falls Profilweitungen, Dellen im Rofil durch Hineinstecken und anschl. Quetschen mit der Schienenzange wieder beseitigt werden sollen,
- kleiner Schraubenzieher zum Abbiegen der unteren Verlaschungen

2. Detailansicht:



- grosser (schwarzer) Schraubenzieher, dient dem Auseinanderbiegen der kleinen Schienenlaschen - Stromschienen - an den Pappen (muss sehr spitz geschliffen sein !),
- grosser (roter) Schraubenzieher, dient dem Zurückbiegen der Schienenlaschen - äussere Schwellen -,
- Hammer,
- Schlagbolzen (passend eingefräst, so dass das untere Ende gerade so eben über die zurückgebogenen Laschen passt) für das Zusammenpressen der äusseren Schienenschwellen im Schraubstock auf dem Amboss,
- 2 Holzkötzchen, werden beim Einbau der Schwellen darunter gelegt, damit die Haltelaschen (Stomschiene) nicht nach unten durchfallen,
- Metallklotz, dient dazu, evtl. Verbiegungen an den Schwellen mittels Hammer auszupressen bzw. beim nachträglichen Richten schräg am Gleis sitzender Schwellen (von hinten) ,
- Siliconspary / Putzlappen, die Isolierpappen werden etwas geschmeidiger beim Einsprühen,
- Baumwoll-Handschuhe.... können nicht schaden, da die Arbeit tw. sehr dreckig ist,
- Trafo/ Prüflampe zum abschließenden Funktionstest der Schiene

Arbeitsschritte:

Die Schwellen der zu "schlachtenden" Schiene werden mittels feiner Messingbürste gereinigt. Anschließend Stifte mit der Schienenzange ziehen, denn... diese kann man ja noch beim Anlagenbau gebrauchen



Entfernen der Schienenklammer (Vorbiegen Schraubenzieher/ Umbiegen Flachzange)





So ganz am Rande...In Göppingen wurden ja die Schwellen der Gleise mit bestimmten Buchstaben geprägt (Ist ein eigenes Thema).... das ist meistens werksseitig richtig geschehen (z.B. "A" = gebogenes Gleis, "D" = gerades Gleis) Mir sind da aber schon die merkwürdigsten Schienen in die Hände gefallen.. Auch diese 8 er gebogene Schiene, die ich hier gerade "schlachte" gehört dazu, denn diese hat 3 "D"-Schwellen...falls "Purisiten" das wünschen, können natürlich nur einheitliche Buchstabenbezeichnungen verwendet werden,..... mir ist das nicht so wichtig...

Aufbiegen der kleinen Laschen an den Isolierpappen mit dem spitzen schwarzen Schraubenzieher-- Achtung !!!!! ist nicht ganz ungefährlich, da etwas Kraftaufwand erforderlich ist,..... daher vom Körper weg arbeiten !!!!!!!



Aufbiegen der unteren Verlaschungen mit kleinem Schraubenzieher, auch hier besteht Verletzungegefahr !, daher vom Körper weg arbeiten...



Nun ist die Schiene in die Einzelteile zerlegt...



Unter den Isolierpappen ist in der Regel noch Rost... daher kann eine Reinigung in der Messingbürste nicht schaden....



die beiden Schwellen liegen zum Einbau in das Gleis bereit, die Holzklötzchen darunter schieben...



anschließend alle Laschen mit der Flachzange geradebiegen, so dass das die Schienprofile des Gleises "saugend" darüber geschoben werden können.



Einölen der Isolierpappen mittels Siliconspray....



Ausmitteln der Isolierpappen auf der Stromschiene....



Aufsetzen des Gleises auf die "geöffneten" Schwellen: Dabei darauf achten, dass die Haltelaschen der Stromschiene etwa mittig zu den Isolierpappen liegen



Vorbiegen der Haltelaschen an den Isolierpappen mit der Flachzange:



Nachbiegen dieser Haltelaschen mit der Kneifzange:



Zurückbiegen der Haltelaschen an den äusseren Schienenstrangen mittels Schraubenzieher (in der Regel reicht es aus , diesen 2 - 3 mal anzusetzen)



Nun die beiden äusseren Schienenstränge nacheinander mit dem Schlagbolzen einfädeln ( ist hier neben dem Schienenstrang abgebildet! ) so dass beim jeweiligen Schienenstrang alle Verbindungen auf dem Amboss durch einen oder zwei kräftige Hammerschläge "festgeklopft" werden.



Verbiegungen an den Schienenprofilen ggf. mit den kleinen Rundstählen (geogen bzw. gerade) unter Zuhilfenahme der Schienenzange richten:





Überprüfung des exakten Schwellenabstandes mittels der selbstgebauten Vorrichtung:





Prüfen des Gleises auf Kurzschluss:



und .....fertig ist das Progressgleis:

Ansicht von oben....



und von unten....



bei geübtem Handling ist dieses halbe Gleis so in 10 Minuten fertig.

Evtl. regt diese Anleitung ja mal zum Probieren an, über evtl. Erfahrungsberichte würde ich mich freuen. Für weitere Fragen .. einfach mailen...

Viele Grüsse.. Michael...


 
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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#2 von Pete , 24.07.2010 13:18

Hallo Michael,

das war ja fast schon wie Telekolleg! Super Anleitung, Herr Gleisprofessor !

Gruß,
Peter


rot geschrieben=Adminaussage,grün geschrieben=Moderatorenhinweis,ansonsten Usermeinung ...

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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#3 von B12 ( gelöscht ) , 24.07.2010 14:07

Superspitzenklasse!

Gruss
Daniel


B12

RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#4 von messingcolera2 , 25.07.2010 22:20

Besser gehts nicht! Eine tolle und ausführliche Anleitung!

Messingcolera


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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#5 von gunter , 21.11.2016 21:36

Hallo,

Ich bin heute über diese tolle Anleitung gestolpert und habe spontan begonnen, meine überschüssigen Spur 0 Gleise von Bing/Bavaria
Zu demontieren.
Ich werde meine Märklingleise 8/12Kreis um jeweils 2 Schwellen erweitern. So hat dann jedes Gleis insgesamt 5 Schwellen.
EineProblem tut sich aber auf.
Es gehen etliche Isolierpappen kaputt. Welches Material ist als Ersatz geeignet und von euch erprobt.
Isolierband mehrlagig eventuell?

Schöne Grüße
Gunter


Märklin Digital H0 CS2 und WDP, Märklin Spur 0


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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#6 von joha30 , 21.11.2016 22:13

Gunter, du willst Märklingleise mit Bingschwellen aufpeppen und als Isolierung einfaches Isolierband verwenden? Und dann nur in die Lücke jeweils eine Schwelle basteln?
OK, Du kannst machen was Du willst, aber mein Projekt wäre es nicht.


Viele Grüße, JoHa


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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#7 von gunter , 21.11.2016 22:47

Hallo,

nein, die Frage war, welches Material kann man zur Isolierung der Mittelschiene nehmen. Isolierband ist zu dünn und hält nicht.
Die Fremdgleise die ich hier habe, haben die selben Schwellen, wie auf den obigen Bildern. Nur eben in Spur 0.
Für mich zuhause ist das so in Ordnung. Von der Optik her sind natürlich 4 zusätzliche Schwellen besser. Ich bin noch am probieren.
Hauptfarbe ist, welche Isolierung geht.

Schöne Grüße
Gunter


Märklin Digital H0 CS2 und WDP, Märklin Spur 0


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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#8 von Udo , 22.11.2016 00:50

Hallo, Gunter,

ich habe hunderte von solchen Progress-Gleisen aus Märklin-Gleisen gebaut. Isolierpappe ist mir da so gut wie nie kaputt gegangen.

Vor dem neuen Einbau die Pappenstückchen mit Silikonöl einsprühen. Alle in eine Tüte und dann sprühen. Danach hin und her bewegen.

Morgen zeige ich mal Werkzeuge zur Schwellenmontage. Und: Wie Joha schon richtig schreibt: Mischen von Schwellen geht mal gar nicht. Zudem gehören zum Umbau in die Lücken immer zwei Schwellen und nicht eine.

Schönen Gruß
Udo


 
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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#9 von Eisenbahn-Manufaktur , 22.11.2016 07:25

Zitat von Udo im Beitrag #8
........ Zudem gehören zum Umbau in die Lücken immer zwei Schwellen und nicht eine.

Schönen Gruß
Udo


Das ist Geschmackssache und sollte jedem selber überlassen sein. Es gab schließlich z.B in Spur 0 von Bing die sogenannten "Reform-Schienen", mit 5 (Holz-)Schwellen pro ganzer Länge, und die sehen super aus!

Siehe #17 in:

BING's Gleis- und Schienenmaterial


Weißblech - der Stoff, aus dem die Träume sind!

Klaus


 
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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#10 von steamer2 , 22.11.2016 11:20

Hallo Michael,

die "jungen Leute" würden im Facebook jetzt den Butten "gefällt mir " drücken.

Beste Grüße
Günther
-steamer2-

(Mein Progressgleise sind zum großen Teil von Bernd Thul, wie alles von ihm - super Qualität)


 
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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#11 von RSK , 22.11.2016 14:02

Zitat von gunter im Beitrag #7
Hallo,

nein, die Frage war, welches Material kann man zur Isolierung der Mittelschiene nehmen. Isolierband ist zu dünn und hält nicht.
Die Fremdgleise die ich hier habe, haben die selben Schwellen, wie auf den obigen Bildern. Nur eben in Spur 0.
Für mich zuhause ist das so in Ordnung. Von der Optik her sind natürlich 4 zusätzliche Schwellen besser. Ich bin noch am probieren.
Hauptfarbe ist, welche Isolierung geht.

Schöne Grüße
Gunter


hallo,
frag mal bei
Alexander John, Keplerstrasse 50, D-75175 Pforzheim +49-(0)7231-601057, E-Mail: awpjohn@aol.com
nach. Dort habe ich auch welche gekauft.


Mit den besten Grüßen
Rudi


RSK  
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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#12 von Udo , 22.11.2016 14:35

Hallo, Gunter,

wie Klaus schon schreibt, gab es die BING Reform-Gleise mit 5 Holzschwellen. Die kann man auch kaufen, sind aber im Prinzip so gut wie nie zu bekommen. Kosten zudem erheblich mehr als niegelnagelneue Thul-Gleise. Zudem: Märklin hat sich schon Gedanken gemacht über die Anzahl der Schwellen an den Gleisen, weil bei der Verwendung von halben und viertel Gleisen durch die Schwellenabstände ein einheitliches Bild entstehen soll.

Was aber überhaupt nicht geht: Märklin-Gleise mit BING-Schwellen verändern. Wenn schon, dann mit Märklin-Schwellen.

Nun aber zu den von mir angekündigten Bildern.

Hier ein Karton mit Progress-Gleise für Uhrwerk. Märklin hat solche Gleise nicht hergestellt, aber ein Händler in Quebec/ Kanada hat solche in seiner Werkstatt produziert. Gesehen habe ich solche Gleise zum ersten Mal anläßlich eines Besuches in Frankreich bei einem Auswanderer aus Kanada, der mit seiner Familie mitten in Frankreich in einem riesigen Waldgebiet wohnte und in der Forstwirtschaft angestellt war.
Weil der Nachschub solcher Uhrwerk-Progress-Gleise nach dem Krieg nicht mehr möglich war, hat er sich entsprechende Lehren und Werkzeuge gebaut und diese Gleise selbst hergestellt. Ich habe diese Lehren und Werkzeuge nachgebaut, und zwar so, dass man sowohl Progress-Gleise für Uhrwerk und für den elektrischen Betrieb herstellen kann.

Hier eine Kiste mit Progress-Gleisen für Uhrwerk.





Und hier halbe Gleise für den elektrischen Betrieb.









Die Lehren habe ich aus Buchenholz gefertigt. Die Stäbchen haben in der Mitte eine Vertiefung für die Blechlasche, die bei Gleisen für den elektrischen Betrieb die Isolierung hält. Das letzte Stäbchen hat eine Aussparung für den Bügel, der zur Gleisverbindung dient.





Das sind die Werkzeuge, die ich verwende und die ich teilweise umgebaut habe.















Der zuletzt gezeigte Meisel hat eine stumpfe Schneide. Damit kann man bei umgedrehtem Gleis lose untere Laschen bei den drei ursprünglichen Schwellen durch kreuzweises Schlagen wieder befestigten. Gleiches geht auch mit der quadratischen Rückseite.

Man legt zuerst die losen Schwellen auf die entsprechenden Stäbchen, drückt dann das dreischwellige Gleis auf die restlichen Stäbchen und fängt an, die Laschen gegen den Schienenfuß zu drücken. Dafür nimmt man diese Spezialzangen. Danach wird mit einem Laschenbefestiger und einem Hammer auf die Laschen geklopft, so dass diese recht fest anliegen.
Den hier abgebildeten Laschenbefestiger habe ich mir aus einer Hoftürangel gebaut. Gibt es im Baumarkt. Der Einschnitt oben ist etwas breiter und schön abgerundet, also ausgefeilt. Man kann nämlich nicht ausschließen, dass man dieses Werkzeug einmal nicht ganz gerade hält. Ist es oben breiter ausgefeilt, vermeidet man, dass man kleine Katsche in den Schienenkopf schlägt.



Anstelle des Meissels gibt es auch die Möglichkeit, mit einem weiteren Werkzeug die unteren Laschen der Schienen festzuklopfen.





Ein Bild von den Isolierstücken, die Märklin verwendete. Sie sind mit Silikonöl geschmeidig gemacht worden. Mir ist so gut wie keiner entzwei gegangen. Eher brechen die Metalllaschen zur Befestigung der Isolierung.
Man kann sich diese runden Scheiben aber auch selbst herstellen. Dafür nimmt man Lederpappe oder Sulfatpapier in der entsprechenden Stärke und stanzt diese mit einem Stanzeisen aus. Dann werden diese Scheiben mit der Zange gefasst und rechts und links hochgebogen und danach eingebaut.



Weil sich nachträglich eingebaute Schwellen ab und zu lockern können, bin ich hingegangen und habe rückseitig auf die Schwellen je ein Tröpfchen Sekunderkleber geträufelt.

Diese Anleitung gilt natürlich für Gleise in allen Größen, üblicherweise in Spur 0 und 1. Ich baue Gleise in den Radien für den 8-er und 12-er Kreis. Zusätzlich habe ich mir aber auch noch gebogene 16-er Gleise gebaut. Diese haben in den Zwischenfeldern drei zusätzliche Schwellen. Die Schienen habe ich von geschlachteten 16-er Gleisen der Spur 1.

Wichtig ist noch die Zuordnung der Schwellen zu den Gleisen, die gebogen und gerade sind. Im gebogenen Gleis nimmt man als Ergänzung die Schwellen mit dem Buchstaben A und bei den geraden Gleisen die Schwellen mit dem Buchstaben D. Die Schwellen mit der Zahlenangabe 8 bzw. 12 werden entsprechend eingebaut. Zudem sollte man auf die Färbung der Schwellen achten. Helle Schwellen kommen zu hellen Gleisen und dunkle Schwellen zu dunklen Gleisen. Die verschiedenen Metallfarben rühren von unterschiedlichen Blechqualitäten her, die Märklin verwendet hat. Die Firma musste ja immer preisgünstig einkaufen, und wenn es mal einen günstigen Posten Blech mit höherem Kohlenstoffgehalt gab (hellere Gleise), dann griff die Firma zu.

So, und nun mal ran an die Arbeit. Die Kosten für das Werkzeug und die Lehren halten sich in Grenzen, aber das Endprodukt ist wunderbar.

Schönen Gruß
Udo


 
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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#13 von messingcolera , 22.11.2016 17:06

Hallo Udo,

ganz großes Kino! Mal eben aus der Hüfte einen unendlich informativen und wichtigen Beitrag erstellt.

Das Zauberwort bei der Isolierpappe ist also Sulfatpapier. Aus meiner Sicht sind die korrekten Bezeichnungen immer das Problem, wenn man weiß wie etwas richtig heißt, dann findet man es auch. Über Sulfat-Papier kommt man schnell auf Kraftpapier und dazu findet sich einiges an Angeboten.

Beste Grüße und vielen vielen Dank für den Beitrag!

Messingcolera


 
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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#14 von gunter , 22.11.2016 19:04

Hallo,

zur Anwendug kommen nur alte Originalschienen von Märklin. (altes Firmenlogo geprägt)
Gibt es Ersatzklammern für die Mittelschiene zu kaufen?
Wenn ja,wo?

Grüße Gunter


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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#15 von Rollbock , 23.11.2016 11:13

Hallo,
Das mit der Pappe war bei mir auch ein Proplem,eines Tages auf dem Schrotplatz Schaute mich etwas von weitem an und sagte nimm mich mit.
Also es handelte sich um einen alten Kraftstromstecker aus Alu von der DDR,die darin befindliche Pappe ist von Haus aus eine Isolierte Pappe und in das richtige Maß geschnitten war mein Proplem gelöst.
Gruß Rene


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RE: Progressgleisbau einfach gemacht

#16 von Udo , 23.11.2016 12:13

Hallo, ihr Bastler,

wie man sieht, hat Rene die Augen offen gehalten. Immer wieder findet man in Schrottteilen das Gewünschte wie hier die Isolierpappe.

Lederpappe zum Herstellen von Isolierscheiben, ob wie hier rund für die elektrische Leitung des Gleises oder sonstwo in größer, habt ihr in der Regel in Mengen zu Hause.

Habt ihr einen ausgemusterten Aktenordner ? Das ist Lederpappe. Die kann man mit Silikonöl einsprühen, damit sie elastischer wird. Abschleifen oder abfeilen macht das Stück dünner.

Schönen Gruß
Udo


 
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