FA. Schnabel Lokmodelle Schnabeltiere aus Wiesau

#1 von Eisenbahner , 12.04.2020 21:35

Hallo zusammen,
möchte euch in loser Reihenfolge einige Maschinen von Schnabel zeigen.
Beginnen möchte ich mit der S 3/6 aus der Zeit der Königlich Bayrischen Staatseisenbahnen mit
der Betriebsnummer 3630.

Hier ein link zur ersten von 18 der 1912 von J. A. Maffei, München gebauten Maschinen aus dem
gleichen Baulos, das als Vorbild für die Schnabel Maschine diente.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_...n_Maffei_02.jpg

Diese von Schnabel in Wiesau umgebaute Maschine basiert auf dem Märklin Modell 3092, dass zwischen
1974 und 1988 gefertigt wurde. Es hat aber im Gegensatz zum Märklin Serienmodell nicht das windschnittige
Führerhausdach.

Wie bei Schnabel üblich, konnte man seine Modelle ganz individuell mit allen Details zurüsten lassen,
wie es der Geldbeutel erlaubte.
1978 lagen die Umbaukosten für eine solche Maschine je nach Zurüstung für das Märklin System
zwischen 880 DM und 1.150 DM.
Dafür bekam man zur gleichen Zeit beim Modellbahn Händler 3 - 4 Teilesätze des Märklin Krokodils 3915.

Die Maschine hat Tenderantrieb, was nicht bei allzu vielen Modellen von Schnabel der Fall ist.
Alle 4 Tenderachsen werden angetrieben, davon 2 mit Haftreifen, von einem Motor, der den Kennern der
alten Modelle der HR/SK 800 bekannt vorkommen wird. Es ist der gleiche Motor, nur um einige Zahnräder
auf der Rückseite erweitert und mit einem Kunststoff Motorschild bestückt.
Im Gegensatz zu den alten Maschinen SK/HR 800 ist der Motor mit der Wicklungsseite zur vorderen
Fahrtrichtung eingebaut, d.h. er läuft nach alter Märklin Philosophie "rückwärts".
Durch das untersetzte Getriebe läuft die S 3/6 sehr gut und nicht zu schnell, aber kraftvoll.

Hier einige Detailbilder des Schnabel Modells mit Blick unter die Haube






























Bleibt gesund und
ein frohes Osterfest
wünscht euch
Hans-Gerd



 
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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#2 von Eisenbahner , 13.04.2020 19:30

... hier die zweite Schnabel Maschine, es ist die Baureihe 42 mit der Betriebsnummer 42900.
Sie wurde von Schnabel ursprünglich für das 3L= System gebaut mit nicht isolierten Radsätzen.
Der Ursprung liegt in der Trix-Express BR 42 aus den 1960er Jahren, wurde aber mit Märklin
Rädern für das obige System von Schnabel umgebaut.
Schnabel behielt für das 3L= System auch den Trix Permanentmotor bei, den ich aber durch
einen Mabuchi Motor mit auf der Motorachse aufgepressten, passend für diesen Motor und den
Abmessungen dieses Modells aus Messing gedrehten Schwungmasse ersetzt habe.
Der passende Motor für dieses Modell, wie auch passgenau für andere Trix Modelle, kommen
von Bernd Tauert.
Die Maschine hat eine feststehende Pufferbohle, die Bohle die Schnabel eingebaut hat, ist ein
altes Ersatzteil der Märklin TT 800 (BR 86). Die Beschilderungen der Maschine sind aus Messing.
Alle fünf Achsen sind seitenverschiebbar angetrieben, die Lok hat nicht diesen Kickrahmen,
den man von Märklin Fünfkupplern kennt.
Die Steuerung von Märklin wird durch die Trix Steuerungshalterung fixiert.
Die Schleifer der Maschine werden durch zwei aufgeschraubte Pertinaxteile an den Drehgestellen
des Tenders gehalten.
Beim abnehmen der Lok Haube fällt sofort der Mabuchi Motor mit der passgenauen Schwungmasse auf.
In ihr ist die Trix Kardanwelle eingesteckt, die auf ihrer anderen Seite in die Messing Aufnahme
des Getriebekastens mündet.
Der von Schnabel überarbeitete Getriebekasten wurde von ihnen um ein Zahnrad erweitert, was eine
langsamere, aber krafvollere Fahrt erlaubt.
Im Tender befindet sich die ursprüngliche Beschwerung des Trix Tenders, auf dem in Textilfolie eingepackt,
das Uhlenbrock Relais 55 500 auf Doppelklebefolie in der Kohlenausbuchtung des Tenders liegt.
Es ermöglicht einen einwandfreien Betrieb auf Märklin System.
Unter der Beschwerung erkennt man im Tenderboden die Beleuchtung, die Plus- und Masselötstützpunkte
für den Betrieb der Maschine. Die Beleuchtung während des Betriebs ist fahrtrichtungsabhängig.

Durch den von mir eingebauten Mabuchi Motor mit seiner Schwungmasse und das von Schnabel überarbeitete
Getriebe hat die Maschine einen ungeahnt weichen Lauf und auch einen langen Auslauf, was man von
einem vorher eingebauten Trix Motor in keiner Weise erwarten durfte.
































Gruß und
bleibt gesund!
Hans-Gerd



 
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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#3 von Ffm-Gleis , 13.04.2020 19:35

Hallo Hans-Gerd,

warum benötigt die Lok ZWEI Schleifer?

Grüße aus Frankfurt
Konrad


Märklin HO seit 1954 - bevorzugt Epoche I - III
Fahre analog (M-Gleis) und digital (C-Gleis) auf einer Anlage


 
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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#4 von MS 800 , 13.04.2020 19:43

Hallo, Konrad,

Betriebssicherheit geht vor. 2 Schleifer benötigt die Lok nicht unbedingt, es macht aber die Stromabnahme sicherer. Zumal es relativ kurze Schleifer sind. Auch die alte Märklin BR 44 hat zwei davon. Gerade auf Weichen könnte so ein kurzer Schleifer schon mal abheben, dann steht die Maschine, wenn sie langsam unterwegs ist, plötzlich ohne Antriebsleistung da. Das verhindert das zweite Exemplar.

Die S 3/6 hat einen langen Schischleifer, der überbrückt kurze Unterbrechungen durch seine schiere Ausdehnung.

VlG

MS 800


Als Kinder haben wir uns am Rattern unserer Züge auf den Blechschienen erfreut ... heute brauchen Sie dazu Sounddecoder.


Power findet das Top
Ffm-Gleis hat sich bedankt!
 
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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#5 von Eisenbahner , 14.04.2020 11:52

... hier die dritte Schnabel Maschine, eine BR 66.
Aufgrund der verwendeten Teile von Schnabel, z.B. einem Bühler Motor Magnet
und anderer Kleinteile wie das schwarze Motorschild aus Kunststoff, ist darauf
zu schließen, dass es sich hier um ein älteres Modell von Schnabel aus der
ersten Hälfte der 1960er Jahre handelt.
Sie ist sehr kompakt mit Wasserkästen aus massivem Messinggebaut gebaut worden,
dazu findet man weitere dicke Messingteile innen hinter den Seiten und im vorderen
Bereich des Kessels.
Im vorderen Bereich hat sie ein Dreilicht Spitzensignal, dass neben den Zylindern
durch zwei kleine Birnchen und oben durch ein separates Licht beleuchtet wird.
Die Beschilderung besteht wieder aus Messingschildern.
Der Tenderanbau wurde ebenfalls aus Messing gebaut mit einem Dreilicht Spitzensignal.
Das Gehäuse der Maschine ist um 15 mm nach vorne versetzt auf das Fahrgestell
aufgesetzt worden. dazu wurde eine Gehäusebefestigungsschraube von 36 mm Länge
benötigt und innen mittig neben dem Drahtdurchlass für den Schleifer positioniert.
Die vordere hohe Birne im Beleuchtungssockel sitzt in der unteren quadratischen
Gehäuseöffnung hinter dem oberen Spitzensignal.
Das Gehäuse ist innen sehr gut gebaut.
Die Masseüberbrückung am Radschleifer bildet gleichzeitig die Massequelle für das
verpackte Relais gleich daneben. Die Plusseite für das Relais ist gleich dahinter am
Lötstützpunkt für die Beleuchtung und das Schleifer Kabel.
Man könnte daher diesen schonenden Umbau auf 3L WS umgehend wieder in den
Ursprungszustand zurückversetzen.
Durch ihr hohes Gewicht liegt die Maschine satt auf den Schienen und läuft daher
sehr gut.
Sie ist auch im Schnabel Katalog von 1973 abgebildet.
























Gruß und
bleibt gesund!
Hans-Gerd



 
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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#6 von Eisenbahner , 17.04.2020 22:39

... hier nun die zweite 42er, die BR 42 0116.
Diese Maschine wurde durch Schnabel aus einer Trix International Maschine in
eine Lok für das Märklin WS System umgebaut.
Sie hat noch den alten Trix Perma Motor und im Tender ein liegend eingebautes
Märklin Walzenrelais mit nebenliegendem Gleichrichter.
Durch den Trix Perma Motor hat diese Lok nicht die tollen Fahreigenschaften der
oben gezeigten BR 42 900.
Die Stromaufnahme erfolgt wieder über zwei kurze Schleifer unter den Tender
Drehgestellen.
Die Masseaufnahme erfolgt bei dieser Maschine nur über die Tenderräder und
die Vorlaufachse, die serienmäßigen Trix Internationalen Räder haben keine
leitende Massefunktion.
Der serienmäßige dreiachsige Antrieb der mittleren drei Achsen der Lok wurde
so beibehalten wie er von Trix geliefert wurde.
Der Getriebe wurde nicht von Schnabel in ein Langsamfahrgetriebe umgebaut,
erkennbar an dem einen großen Zahnrad des Getriebekastens.
Direkt darunter sieht man den Haftreifen der Antriebsachse.
Die Beschilderung der BR 42 besteht wieder aus Messing.
Auf dem Tender fallen hinter dem Kohleteil auf jeder Seite zwei kleine Schrauben
auf, die man ansonsten dort nicht sieht.
Das sind die Befestigungsschrauben für den Tenderaufbau, weil die serienmäßige
Tenderschraube von unten nicht in den Tender eingeschraubt werden kann, auch
fehlt innen das große Tendergewicht.
Ich habe diese Maschine im ursprünglichen Zustand gelassen, wie Schnabel sie
etwa in den 1960/70 Jahren für das Märklin System gebaut hat.
























Gruß und
bleibt gesund!
Hans-Gerd



 
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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#7 von Eisenbahner , 18.04.2020 23:24

... hier noch ein weiteres schönes Modell aus Wiesau.

Mit dem Namen Schnabel bringt man landläufig immer die beiden Maschinen
der BR 06 und der BR 85 in Verbindung.

Heute möchte ich die BR 85 004 vorstellen.

Diese Maschine imponierte mir schon alleine durch ihr hohes Gewicht, sie
hat das Gewicht einer Märklin G 800.
Man konnte sie in der Grundausstattung mit weiteren Vervollständigungen
erwerben.
Wenn man eine solche Maschine haben wollte, musste man damals ziemlich
tief in seine Tasche greifen, wie der nachfolgende zweiseitige Prospekt der
Firma Schnabel zeigt







Die Maschine wurde von Schnabel für das Fleischmann Gleichstromsystem gebaut.
Von mir wurde sie für das Märklin System fahrbereit gemacht, dazu später mehr.

Der ursprüngliche Preis ab Schnabel Werk setzt sich gemäß obigem Verkaufsprospekt
wie folgt zusammen:

1) Grundausführung c) DM 1060,--
2) Sonderausführung DM 300,--
3) Beleuchtung b) DM 68,-- + c) DM 64,--
4) Getriebe DM 82,--
7) Federpuffer DM 16,50
--------------
Gesamtpreis DM 1590,50

Für fast 1600 DM war diese Maschine zu haben, das war in den 1960/70er Jahren
sehr viel Geld!

Gebaut wurde die Maschine nach 1967, sie hat im Motor nicht den Bühler Magneten, den
Schnabel in früheren Jahren einbaute, sondern den Hamo Magneten.

Innen wurden alle Befestigungspunkte des Relais von Schnabel entfernt, sodass ich mir
wieder mit einem Uhlenbrock Relais behelfen musste, um die Maschine märklintauglich
zu machen. Anstelle der entfernten Innenteile wurde im vorderen Langkessel ein massives
Beschwerungsteil aus Blei von Schnabel eingefügt.

Zwischen diesem Teil und der Rauchkammertüre habe ich das Relais platziert.
Vom Aufbau der Märklin BR 44 hat Schnabel nicht viel übernommen, ein kleiner Teil vom vorderen
Umlauf, vom Kessel der BR 44, der eine Länge von ca. 125 mm hat, wurden vom vorderen Teil
nur 110 mm für den Umbau benötigt.

Die seitlichen massiven Wasserkästen, das Führerhaus und der Tenderanbau sind eigene
Schnabel Entwicklungen aus Messing, die von außen ohne sichtbare Fugen aneinander gesetzt
wurden.

Auf den Detailbilder erkennt man zahlreiche freistehende Leitungen und Anbauteile, auffallend
ist das separate freistehende Rad der Rauchkammertüre mit den beiden Griffstangen daneben.

Die Bilder dieser einzigartigen Maschine




















Die BR 85 von Schnabel hat sehr gute Fahreigenschaften, auch bei Langsam Fahrt.


Gruß und
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Hans-Gerd



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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#8 von gs800 , 19.04.2020 09:55

Hallo zusammen,

vor ein paar Jahren habe ich diese 01 auf Trix Basis erworben.


Schnabel-Trix 01-1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


Schnabel-Trix 01-2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


Schnabel-Trix 01-3.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


Schnabel-Trix 01-4.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)



Der Preis war mit DM 550 noch moderat gegenüber anderen Schnabel-Modellen.

Leider hat der Besteller nicht den Getriebeumbau geordert.


Gruss aus Züri
Rei




Die Lok wurde Anfang der 80er Jahre für einen schweizer Enthusiasten gefertigt.


Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. Aber Nichts wissen macht auch nix :-)
Dampf im Sihltal: https://www.museumsbahn.ch/


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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#9 von Eisenbahner , 19.04.2020 20:49

Hallo Rei,
ich habe die gleiche BR 01001 mit großen Ohren und den gleichen Rädern in
Trix-International Ausführung.
Als ich die Maschine bekam war sie auch auf Märklin System umgebaut.
Sie hatte den alten Trix Permamotor und im Tender ein eingebautes WS Relais
von Fleischmann. Die Fahreigenschaften des Trix Motors waren auch sehr
mäßig und ich entschloss mich für einen Mabuchi Motor mit Messing Schwungmasse.
Es war mein erster Umbau dieser Art.
Ich bestellte diesen Motor bei Bernd Tauert, einem Trix Spezialisten und bezahlte
damals für den einbaufertigen Motor 25 Euro.
Heute, nach vielen Jahren, kostet der gleiche Motor 30 Euro.


http://www.bernd-tauert.de/index.php?opt...id=51&Itemid=54


k-IMG_20200419_195315.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


k-IMG_20200419_195503.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Das oberste Zahnrad vor der Schwungmasse kann sich nicht lösen, es ist wie die Schwungmasse
selbst auf der Motorwelle aufgepresst.

Zwischen den Fahreigenschaften des Trix und des Mabuchi Motors liegen Welten.
Besonders interessant ist der Auslauf nach Stromabschaltung.
Ich vermute, das deine Schnabel BR 01 auch noch diesen alten Trix Perma Motor besitzt.
Wenn dem so ist, brauchst Du nur den Motor zu wechseln und auch keinen Getriebeumbau.
Der Trix Motor ist von unten eingeschraubt.
Den neuen Motor kannst Du mit UHU plus sofortfest 2-K-Epoxidkleber auf der Motorunterlage
festkleben und innerhalb von 5 Minuten hast Du nach Verlötung der beiden Motorlötstellen
das erste Aha-Erlebnis.

Ich habe alle meine Trix Maschinen mit diesen Motoren ausgerüstet und sie fahren alle besser
als viele Märklin Maschinen.

Gruß
nach Züri
und bleib gesund!

Hans-Gerd



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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#10 von Eisenbahner , 29.04.2020 22:28

... und als nächste Schnabel Maschine die BR 420116 in mattem Anthrazit.
Sie wurde von Schnabel als 2L= Maschine gebaut, aber ohne das es auf
dem roten Originalkarton vermerkt ist.
Sie besitzt im Gegensatz zu den anderen 42er Maschinen RP 25 Räder,
aus Märklin Rädern hergestellt.
Ich habe sie wieder so märklinisiert, dass man sie leicht, wie die anderen
Maschinen auch, wieder in den Original Zustand zurück versetzen kann.

Als ich sie bekam, war sie mit einem Faulhaber Motor ausgerüstet,
dessen Schnecke aus Kunststoff auf einem Getriebe aus Kunststoff
schon bei geringerer Belastung durchrutschte.
Der Mabuchi Motor mit der integrierten Schwungmasse aus Messing
gibt ihr wieder eine sichere und vorzügliche Fahrkultur.
Das von Schnabel beibehaltene Trix Getriebe erkennt man wieder an
dem einen großen Zahnrad.

Die Pufferbohle, hier von der Märklin BR 44, nicht mehr von der Märklin
TT 800, ist wieder feststehend von Schnabel eingebaut worden,
mit einer Vorlaufachse, die mit vollen Rädern ausgestattet ist.

Im geöffneten Tender erkennt man das massive Tendergewicht mit der
Aussparung für die Tenderbeleuchtung hinten. Oben auf dem Gewicht
befindet sich das in Gewebeband eingepackte Uhlenbrock Relais 55 500,
dass genau im Inneren des Kohle Teils sitzt und für den Vortrieb auf der
Märklin Anlage sorgt.
























Gruß und
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RE: Schnabeltiere aus Wiesau

#11 von Eisenbahner , 06.05.2020 13:08

... und heute mein kleinstes Schnabel Modell, eine V 36 257 der DB
im Dunkelrot der 1950er Jahre im kleinen roten Schnabel Karton.
Sie wurde aus einem Trix-Express Modell von Schnabel in 3L= gebaut,
der Trix Perma Motor wurde beibehalten, was dem Modell keinen
Auslauf bescherte.
Ich habe ihr einen Mabuchi Motor eingebaut, der eine an den Platz
angepasste Schwungmasse mit integriertem Zahnrad Antrieb hat.

Das von mir eingebaute Uhlenbrock Relais ermöglicht wieder den
Einsatz auf der Märklin Anlage, es fand unter den beengten
Verhältnissen unter der Haube über der Schwungmasse noch
genügend Platz.
Die Maschine hat entgegen dem Trix Modell keine Rangierer Dachkanzel.
Eine aktive Beleuchtung dieser Maschine hat Schnabel nicht realisiert,
es wurden weiße Lampen Attrappen auf beiden Seiten eingefügt.
Die erhabene Beschriftung wurde beibehalten und weiß ausgelegt.
Kleine helle DB und nur mit der Lupe lesbare Schiebebilder vom
BD Nürnberg und BW Gemünden wurden beidseitig aufgezogen.
Die Maschine rollt auf den Rädern der Märklin 3031/32 (BR 81) mit
der originalen Kuppelstange der Trix V 36.
Auf beiden Seiten wurden die Austausch Bügelkupplungen von Trix
montiert.
Das Fahrverhalten der Schnabel V36 ist, auch aufgrund des Motors,
sehr gut.
Gefahren wird sie vor einem alt roten Donnerbüchsen Zug, im Wechsel
mit einer schwarzen V 36 aus eigenem Umbau und einer HAMO V 80
ebenfalls im alt roten Farbton der DB.
























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Hans-Gerd



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RE: Schnabeltiere aus Wiesau T3

#12 von herribert73 , 09.05.2021 18:07

Hallo,

eine komische habe ich noch, und hiermit gewartet habe ich auch.

Wie immer von mir auch schön benutzt, ergo mit Lackschäden und echter Patina.











Technisch ist sie ein Mitteleiter Gleichstrohmer, wie auch ein paar andere Schnabeltiere. Liegender Motor (sieht aus wie Märklinanker, ueber Schnecke, doppeltes Zwischenzahnrad dann Allradantrieb. Räder sehen schwer nach Göppingen aus.









Giebt nur ein Problem. So sieht die T3 nicht im Katalog aus. Da ist das Fuehrerhaus kuerzer. Wie auch bei der von Heinen oder der von Gebert. Die Bauqualität, der technische Aufwand, die Schilder und letztendlich, die leicht ablätternde Lackierung, lassen fuer mich keinen Zweifel an der Provenience, es scheint sich aber um eine specifische Auftragsarbeit zu handeln, nicht um die Katalog T3.

Mfg
Fred


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RE: Schnabeltiere aus Wiesau T3

#13 von Eisenbahner , 10.05.2021 00:47

Hallo Fred,
ich habe zwei Angebotsprospekte über die T3 heraus gesucht.
Das erste Prospekt ist von 1965, das zweite leider undatiert, aber späteren Datums.
Hier erkennt man wieder die Weiterentwicklung der T 3 bei Schnabel.
Die T3 auf dem zweiten Prospekt dürfte deine Maschine sein.
Die Preise auf diesem Prospekt sind in österreichische Schilling angegeben,
nach dem damaligen Umrechnungskurs liegt der Preis auch bei ca. 370 DM für 2L=
und ca. 400 DM für die Märklin Ausführung.


k-Schnabel T3 1965.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


k-SchnabelT3 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)


Gruß
Hans-Gerd



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zuletzt bearbeitet 11.05.2021 | Top

   

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