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Roco 116 019-1

#1 von martin67 , 06.12.2011 05:43

Hallo,

ich habe ihr endlich ein Denkmal gesetzt, nach so vielen Jahren. Sie war eine Art Initialzündung auf dem Weg ins Eisenbahnhobby, die bay. ES1, spätere E16. Im Sommer 1979, wir waren gerade nach Traunstein gezogen, ich trieb mich öfters mal am Bahnhof rum, hörte ich zufällig ein Gespräch mit dem Aufsichtsbeamten mit "Die 16er kimmt heit nammitag aufm Rosnheimer". Die 16er hatte ich schon mal gesehen, aufgeschnitten im Deutschen Museum. Und ich kannte sie aus dem Roco Katalog. Was ich nicht wusste, war, dass wir gerade in das Reich dieser legendären Lok gezogen waren. Ja, die 16er, ich bin am Nachmittag dieses Tages hin und hab sie gesehen. Das einzige Mal, leider. 1980 war Schluss, die Leistungen gingen auf die Reihe 111 über.

In Erinnerung an jenen Tag im Sommer 1979 hab ich mir jetzt die 116 von Roco aus dem Jahre 1976 gekauft. Sie ist bemerkenswert gut detailliert, in den 70ern überzeugte Roco durch extrem feine Detaillierung und günstige Preise.



Auf das Dach geschaut, findet man einen Stromabnehmer DBS 54. Das ist natürlich falsch, richtig wäre ein SBS 39 mit eingezogener Oberschere und Doppelwippe. Aber 1976 war das noch üblich, einer Lok irgendeinen Bügel draufzusetzen. Zumindest passt bei dieser Lok das Doppelschleifstück. Davon abgesehen ist die Dachausrüstung vollständig und fein ausgeführt, die einzeln angesetzten Laufstege gefallen.



Das Modell ist mit UIC-Beschriftung versehen, also Ep. IV. In dieser Zeit waren diese Schnellzugloks nur noch in untergeordneten Diensten eingesetzt, vor Nahverkers- und Eilzügen zwischen München, Rosenheim und Freilassing. Diese Züge bestanden typischwerweise aus Vorkriegseilzugwagen der Gruppe 30 und 35 (Bye 665 und 667) und oft noch einem Behelfspackwagen MDyge.



Ich weiss, die E16 war schon mal Thema, bei den Roco Altbauloks. Ich hab sie nochmal extra behandelt, weil sie für mich diese besondere Geschichte hat. Jener Tag hat mich an den Bahnhof gefesselt, der Aufsichtsbeamte Armin wurde ein guter Freund und verschaffte mir so manch tolle Gelegenheit.

Bis dann,

Martin


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RE: Roco 116 019-1

#2 von Heinz-Dieter Papenberg , 06.12.2011 09:36

Hallo Martin,

Glückwunsch zu der schönen Lok. Wie bist Du denn mit den Fahreigenschaften zufrieden ?? Ich hatte die mir auch damals gekauft , das war mein erstes Modell eines "Fremdherstellers" oder anders gesagt das erste nicht Märklin Modell das hört sich besser an . Ich hatte mit der Lok leider nur Probleme, denn sie hatte 0 mm Auslauf. Das bedeutete das diese Lok vor einem roten Signal von einer Sekunde auf die andere stand und die angehängten Wagen hatten einen Kupplungssalat und standen auch teilweise neben den Schienen.

Nach dem die wieder aufgegleist wurden und das Signal grün zeigte fuhr die Lok mit durchdrehenden Rädern und stark wackeld los, so das wieder Wagen aus den Schienen sprangen. Die Lok wurde bestimmt 4 x vom Händler eingeschickt aber die kam immer so wieder wie sie eingeschickt worden war. Ich habe die Lok dann nur noch im BW stehen gehabt und später in der Vitrine bis ich die verkauft habe.

Es war ein wirklich sehr schönes Modell aber wenigstens in AC nicht fahrbar.


Gruß

Heinz-Dieter Papenberg

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RE: Roco 116 019-1

#3 von Volker Stuckenholz ( gelöscht ) , 06.12.2011 09:58

Hallo,

es handelt sich bei der von Martin gezeigten 116 um das Erstmodell, das es damals sowohl in DC als auch in AC gab. Die Versionen unterschieden sich doch ziemlich, das AC-Modell hatte nur 2 angetriebene (DC = 4 ) Achsen. Zudem wurde die Kraft vom Motor bei beiden Versionen über eine Drahtspiralfeder vom alten 3-pol-Motor übertragen. Ich habe der Lok wegen der schlechten Fahreigenschaften später den neuen Motor und auch eine neue Antriebswelle gegönnt. Die Fahreigenschaften sind dadurch wesentlich besser geworden.

Beim AC-Modell ist es zudem vorteilhaft, die nicht angetriebenen Vorlaufräder durch passende Märklin-Achsen zu ersetzen.

Gruss

Volker


Volker Stuckenholz

RE: Roco 116 019-1

#4 von Dietmar , 06.12.2011 10:32

Hallo

Wenn ich ehrlich bin, gefallen hat mir die E 16 eigentlich nie so richtig. Der einseitige Buchli-Antrieb ist doch sehr ungewohnt. Ich kann gar nicht sagen welche Seite schlimmer aussieht. Aber ich kann mir regelmäßig eine E 16 ansehen. Die E 16 03 steht bei uns in Koblenz- Lützel . Sie hat das Privileg, zusammen mit E 18 04 und E 44 02 schon seit Jahren die schützende Halle nicht mehr verlassen zu haben.
Ich gehe aber gerne öfter mal auf den Führerstand, bei dem das Wort Führerstand noch wörtlich zu nehmen ist. Die Lok kann eigentlich nur im stehen gefahren werden da sonst nicht alle Hebel und besonders der Fahrschalter betätigt werden können. Das Handrad für die Fahrstufen könnte jedem Dampfer konkurrenz machen.
Durch die Holzverkleidung im Führerstand hat das ganze etwas von Gartenlaube.
Wenn man bedenkt das die Lok 1926 den Stand der Technik repräsentierte, ist schon urig. Selbst wenn man da den Führerstand der auch schon über 50 Jahre alten E 41 oder der jüngeren 103 im Museum vergleicht liegen da Welten zwischen.
Man kommt gleich ins träumen auf dem Führerstand. Was hat die Lok wohl alles schon für Züge gezogen, sogar den Orientexpress. Was heute die 101 oder vor Jahren noch die 103 war, war die E 16 in den 20ern.
Aber wie gesagt, schön ist sie nicht. Aber sie gehört zu den wichtigen E-Loks in den Reihen der Schnellzugloks.

Grüße
Dietmar



Dietmar  
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RE: Roco 116 019-1

#5 von Georg , 06.12.2011 12:30

Dietmar,

in einer Zeit, wo die Eisenbahn das Monopol unter den Verkehrsmitteln auf dem Lande hatte, brauchte es nicht nach Schönheit zu gehen. Das Äußere mußte nur Schutz vor dem Wetter bieten. Daß eine Ellok ein gefälligeres Aussehen bekam, änderte sich ja erst mit der E18, oder noch deutlicher bei der amerikanischen GG1. Damals entdeckte man die Bedeutung des Luftwiderstandes bei Fahrzeugen. Plötzlich tauchte die Stromlinie nicht nur bei Dampfloks sondern auch bei Autos, Triebwagen und Elloks auf.

Zitat von Volker Stuckenholz
Zudem wurde die Kraft vom Motor bei beiden Versionen über eine Drahtspiralfeder vom alten 3-pol-Motor übertragen...



Volker,
Roco hat von Anfang an (also von der BR 215 an) nur 5-polige Motoren verwendet. Wie Du schon schreibst, war die Drahtspirale der größte Mangel dieser frühen Roco-Loks. Sie hat sich schnell als Irrweg bei den Modellbahnantrieben herausgestellt. Die Spiralfeder speichert immer einen kleinen Teil der Bewegungsenergie des Motors, um diese gespeicherte Energie dann plötzlich abzugeben. Dadurch entsteht eine in der Geschwindigkeit schwankende Fahrt. Roco war lerrnfähig und Du konntest ja dann auf die neue Antriebsversion umrüsten. Dabei fand ich den ursprünglich eingebauten Motor (0913) für die damalige Zeit gar nicht mal so schlecht.

Zitat von Heinz-Dieter Papenberg
...sie hatte 0 mm Auslauf. Das bedeutete das diese Lok vor einem roten Signal von einer Sekunde auf die andere stand und die angehängten Wagen hatten einen Kupplungssalat und standen auch teilweise neben den Schienen. .



Heinz-Dieter,
das hätte man schon damals leicht in dem Griff bekommen können, wenn man den Strom für das letzte Gleis vor dem stromlosen Abschnitt separat über einem Widerstand zugeführt hätte. Dann hätten alle Loks kurz vor dem Halt zeigenden Signal ihre Geschwindigkeit verringert und die Entgleisungsgefahr wäre beseitigt.

Zitat von Heinz-Dieter Papenberg
...Nach dem die wieder aufgegleist wurden und das Signal grün zeigte fuhr die Lok mit durchdrehenden Rädern und stark wackeld los, so das wieder Wagen aus den Schienen sprangen.



Sehr gerne klettern beim heftigen Anfahren die mit Haftreifen versehenen Räder der E16 auf die Schienen auf und entgleisen dann. Dem kommt man nicht so leicht bei. Ohne Haftreifen würde die Lok kaum etwas ziehen. Bei einer Lok mit Metallgehäuse hätte man das sehr leicht mit einem in der Lok eingebauten Heißleiterwiderstand in den Griff bekommen können. Aber bei einer weitgehend aus Kunststoff bestehenden Roco-Lok geht das nicht, weil ein Heißleiterwiderstand vom Wirkprinzip her im Betrieb sehr heiß wird und das Lokgehäuse zum Schmelzen bringt.

Ein Heißleiterwiderstand leitet nur im heißen Zustand. Im kalten Zustand hat er einen hohen Widerstand. Wenn die Lok vor einem Halt zeigenden Signal steht und man den Strom einschaltet, bleibt die Lok zunächst noch stehen, es erhitzt sich zunächst der Widerstand. In dem Maß, wie der Widerstand heiß wird, verringert er seinen Widerstand und die Lok setzt sich ganz langsam in Bewegung. Der Widerstand verringert die Höchstgeschwindigkeit der Lok etwas. Aber der Widerstand hat sehr viele Nachteile. Ein Nachteil ist, daß man dem Widerstand vor dem Signal etwa 30 Sekunden Zeit zum Abkühlen geben muß, sonst ist er bei der Wiederanfahrt fast wirkungslos. Die Länge der Wartezeit bestimmt ebenso wie die Stromaufnahme des Motors das anschließende Anfahren. Das größte Problem ist, wohin mit der entstehenden Wärme, wenn die Lok, wie die E16, weitgehend aus Kunststoff ist.

Viele Grüße Georg


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RE: Roco 116 019-1

#6 von martin67 , 06.12.2011 21:21

Hallo,

leider ist sie noch nicht gefahren, daher kann ich über die Fahrleistung nicht wirklich was sagen. Kommt aber noch!

Ja, und Schönheit. Die liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Ich finde die Lok schön. Sie hat gerade Linien, der einseitige Buchliantrieb würde nur auffallen, wenn man die Lok von beiden Seiten gleichzeitig ansehen würde. Vergleicht man die E16 mit anderen zeitgenössischen Baureihen, wirkte sie recht modern. Vielleicht muss man aber auch nur ein Bayer sein, um die fortschrittliche Gestaltung bayrischer Lokomotivbaukunst zu erkennen, wer weiß?

Aber eines darf man nicht vergessen, die E16 war bei ihrer Ausmusterung ungefähr so alt, wie eine E10 heute.

Schöne Grüsse,

Martin


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RE: Roco 116 019-1

#7 von Limafan , 07.12.2011 20:47

Hallo zusammen

Also, mir gefällt die Lok sehr gut, aber das liegt eventuell daran das der Buchliantrieb (eine Schweizer Erfindung) mir auch an den Ae 3/6 I und Ae 4/7 gut gefällt.

An den Fahreigenschaften (DC!) gibt's bei mir seit Jahren nichts zu bemängeln, die Lok fährt zufrieden schnurrend ihre Runden:



Gruss Bruno


Wer Qualität baut weiss doch heute jedes Kind.
Darum greif' zu Lima ganz geschwind!


 
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RE: Roco 116 019-1

#8 von Eltopograph , 04.04.2017 13:07

Hallo,

ich besitze diese Lok auch neuerdings. Kann mir bitte jemand sagen/zeigen, wie ich das Gehäuse aufbekomme? Muss die Haftreifen wechseln. Habe die Version für Märklin.

Danke und Gruß Andreas


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RE: Roco 116 019-1

#9 von konstanz , 05.04.2017 08:15

Zitat von Eltopograph im Beitrag #8
Hallo,

ich besitze diese Lok auch neuerdings. Kann mir bitte jemand sagen/zeigen, wie ich das Gehäuse aufbekomme? Muss die Haftreifen wechseln. Habe die Version für Märklin.

Danke und Gruß Andreas



Moin moin

Der Klauengriff - Gehäuse nach aussen spreitzen
dann plumst das Fahrgestell nach unten raus.

Grüßle Horst


Präzision zeugt nicht von Überheblichkeit sondern von können !
Gut ist nicht gut genug, solange man es selber verbessern kann.


 
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RE: Roco 116 019-1

#10 von Eltopograph , 05.04.2017 10:25

Danke Horst. Versuche das heute mal.


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RE: Roco 116 019-1

#11 von volvospeed , 16.08.2017 15:54

Hallo zusammen,

an den Bericht schliesse ich mich doch gerne mal an.
Auch ich habe eine 116er, jedoch für meine Zwecke habe ich sie etwas modifiziert, in dem ich sie Digitalisiert und Patiniert habe. Interessanterweise, hat mein Modell aber andere Pantos.





Also wieder Zerlegen und Hand anlagen

Nun sieht sie so aus...












Mit freundlichen Grüßen von der oberen Nahe
Manuel

Forum : http://www.make-moba.de


 
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RE: Roco 116 019-1

#12 von pete , 16.08.2017 19:26

Hallo Manuel,

echte Münchner E16 waren natürlich viel gepflegter

Gruß
Peter


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