Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#1 von decache , 30.10.2019 21:58

Werte Lionel Freunde
als Märklin Spur 0 Sammler wurde ich neugierig auf die auch sehr schönen Lionel Fahrzeuge der Spurgröße 0.
Jetzt habe ich mir ein so große Lionel NYC 4-6-4 Hudson gekauft (in grau, Model 1986, 6-18002) und frage mich mit welcher Trafo lässt sich die Lok betreiben?
Ich habe den etwas kräftigeren Märklin Trafo 13480 mit 30VA (AC) und diverse kleiner Trafos. Alles in Wechselstromausführung.

Gibt es zwischen den PreWar, PostWar und Neuzeit (dazu gehört sicherlich die o.g. Hudson v. 1986 dazu) Unterschiede in der Anschlusskennung? Welche Art von Trafo wäre hierfür die richtige Wahl?

Für ein Paar hilfreiche Hinweise von den Lionel Experten wäre ich sehr dankbar. Ich würde die schöne Lok auch gern einmal fahren sehen :-)

Besten Dank und Grüße
Tino

PS: Gibt es ein Quelle für Bedienungsanleitungen? Die fehlt mir leider dazu.


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#2 von SNCF231E , 30.10.2019 22:40

Hallo Tino,

Hier ist ein PDF der Anleitung

https://www.lionelsupport.com/media/servicedocuments/71-8002-250.pdf

Diese Lionel-Lokomotive kann mit einem größeren Märklin-Transformator betrieben werden. Achten Sie natürlich darauf, keine Überspannungen zu erzeugen, wie Sie es bei Märklin zum Rückwärtsfahren tun. Lionel-Lokomotiven haben eine völlig andere Methode der Rückwärtsfahrt. Jedes Mal, wenn die Spannung auf Null geht, wird ein Schritt ausgeführt: Vorwärts - Neutral - Rückwärts - Neutral. Darüber hinaus liefert der Lionel-Transformator maximal 18 V, während Märklin 16 V liefert, sodass die maximale Geschwindigkeit etwas niedriger ist. Natürlich ist die Verwendung eines Lionel-Transformators für einen Lionel-Zug das Beste (aber Sie könnten mit einer großen Anzahl von Transformatoren enden, wie ich):



Gruss
Fred


Meine Webseite: http://sncf231e.nl/


 
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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#3 von decache , 30.10.2019 23:17

Hallo Fred,

herzlichen Dank. Das Manual habe ich mir gleich runtergeladen/ausgedruckt. Die Betriebsspannung ist enthalten (10-20V). Wäre nur noch interessant wie die Leistungsaufnahme der Lok ist? Reichen die vom Märklintrafo mit 1,5A und 30Watt?
Momentan hat die Lok damit nur geknurrt, die Umschaltgeräusche von der Walze habe ich gehört, aber die Räder drehen sich leider nicht. Der Motor lässt sich von Hand drehen, ist also nicht blockiert.
PS: Tolle Zusammenstellung auf deine WEB Seite. Das schlägt das Modellbahnerherz höher.

Viele Grüsse,
Tino


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#4 von t.horstmann , 31.10.2019 00:00

Hallo Tino,

es lässt sich aus der Ferne natürlich nicht komplett ausschließen, dass Deine Lok auch defekt sein könnte.

Aber i.d.R. brauchen amerikanische Loks und insbesondere die etwas älteren Loks enorm kräftige Fahrgeräte. Das gilt für praktisch alle amerikanischen Hersteller und natürlich auch für Lionel. Ein schmalbrüstiger Märklin Trafo, der ja eigentlich für H0 gedacht ist, ist da normalerweise komplett überfordert.

Abhilfe ist mit einem wesentlich leistungsstärkeren amerikanischen Transformator möglich, der an 230V jedoch nur über einen geeigneten Spannungswandler betrieben werden darf, was zusätzlichen Aufwand und Kosten bedeutet. Wenn Du das nicht möchtest, bieten sich die 5A Fahrgeräte z.B. von Piko oder LGB an, welche für die Spur G geeignet sind. Zu beachten ist dabei aber, dass man nicht nur das nackte Fahrgerät kaufen darf sondern immer noch ein dazu passendes versorgendes Netzteil benötigt!

Viele Grüße

Thomas


 
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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#5 von decache , 31.10.2019 00:23

Hallo Thomas,

besten Dank für die Hinweise. Bisschen Recherche hatte ich im Vorfeld schon betrieben. Die großen Spur 0 Trafos mit AC sollten demnach die Lionel Loks mit bis 20V unterstützen. Die 16V für H0 habe ich gleicher außer Betracht geleassen.
Aktuell habe ich die Lok aus ihren "Winterschlaf" geweckt :-). Sie stand wohl sehr lange in der Vitrine. Sie dreht jedoch ggw. nur rückwärts. Die Einstellung lt. Bedienungsanleitung habe ich korrekt gesetzt (Stecker in linke Buchse). Die Schaltung sollte somit jetzt eigentlich zwischen den Richtungen wechseln (inkl. neutral) ...

Viele Grüße,
Tino


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#6 von pvmann , 31.10.2019 10:32

Hallo in die Runde,

ich möchte nur leise bemerken, daß -- meiner Meinung und Erfahrung nach -- jede Spur0 US Lok müßte auch mit einem 16V/1,5A Trafo (wenigstens allein, langsam, ohne Wagen, flache Ebene) anfahren können. Die "Hochleistungtrafos" brauchten die Amis um die früheren Loks auch mit schweren, nicht so gut rollenden Zügen, oder auf steilen Rampen, oder mit "stromsaufenden" elekromechanischen Hupen fahren zu können. Oder auch Weichen mit dem Fahrstrom in der Fahrt schalten zu können!

Bei der Hudson würde ich auch den Schneckenantrieb des klassischen Pullmor Motors prüfen, ob das Fett sich "in dem langen Regalbetrieb" nicht verhärtete.

Viele Grüße!
Sandor


Blech hat sich bedankt!
 
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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#7 von Kieffer , 31.10.2019 17:55

Hallo Alle!

Lionel hatte auch Trafos mit 250V, 50Watt, wahrscheinlich wohl für Export gedacht. Gelegentlich noch zu finden auf Ebay.
Mit gruss, Kieffer


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#8 von decache , 02.11.2019 22:44

Hallo *,

besten Dank für die Rückmeldungen. Die Anleitung war erstmal recht hilfreich. Die von mir verwendeten Trafos mit ~20V und 30VA von Märklin passen und die Lok fährt damit gut und kräftig.
Ich musste mir erstmal zwei lange Abende gönnen und habe die Lok zerlegt und eine Wartung durchgeführt. Ölen und Abschmieren hat geholfen. Jetzt rollt sie wieder. Schwierigkeiten gibt es immer mal wieder mit dem Start. Sobald ich die Räder manuell anschieben läuft sie ab an.
Hypothese 1:
- Walzenschaltung nicht ideal. Jedoch passiert es auch, wenn der Richtungswechsel nicht geschalten hat (Feststellung im Füherhaus aktiv)
Hypothese 2:
- Kollektor verschmutzt. Verharzte Kollektoren. Der Funkenflug an den Kohlen ist mir zu stark. Ggfs. hierdurch Kontakproblem die durch das manuelle Anschieben und dem damit verbunden Wechsel der Kollektorposition gelöst wird.

Bin über jede Rückinfo zu den Hypothesen gespannt. Ich hätte natürlich gern ein Lok die zuverlässig immer anfährt .


Viele Grüße,
Tino


Blech hat sich bedankt!
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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#9 von Henning928 , 06.12.2019 20:58

Hallo Tino,

magst Du erzählen welchen Trafo Du verwendest und ob er für die Nachkriegsloks ausreichend ist ?

Gruß Henning


Märklin bis 50er Jahre und Fleischmann H0 50er Jahre


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#10 von decache , 06.12.2019 22:46

Hallo Henning,

ich habe die Lok sowohl an eine Märklin Trafo mit 20V (30VA) und den Nachkriegstrafo für Spur 00 (H0) von Märklin mit bis zu 16V probiert. Die Lok fährt an beiden Trafos. Nur fährt sie nicht von allein an, nach einem Richtungswechsel. Dreht man die Antriebsräder etwas an läuft sie manchmal los. Dann fährt sie auch problemlos. An dem Trafo liegt das sicherlich nicht. Irgendetwas an der Antriebstechnik stimmt nicht. Jeder Hinweis wäre sehr hilfreich.

Viele Grüße,
Tino


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#11 von Henning928 , 07.12.2019 09:00

Hallo Tino,

ok, danke dafür :-)

Dann versuche ich es auch erstmal mit den alten Märklin Trafos.

Helfen kann ich Dir beim Lok Problem nicht, aber ich bin in einer amerikanischen Lionel Facebook-Gruppe, die sind sehr nett und hilfsbereit.

Da kann Dir bestimmt geholfen werden ;-)

Gruß Henning


Märklin bis 50er Jahre und Fleischmann H0 50er Jahre


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#12 von Kieffer , 07.12.2019 14:31

Zitat von decache im Beitrag #10
Hallo Henning,

ich habe die Lok sowohl an eine Märklin Trafo mit 20V (30VA) und den Nachkriegstrafo für Spur 00 (H0) von Märklin mit bis zu 16V probiert. Die Lok fährt an beiden Trafos. Nur fährt sie nicht von allein an, nach einem Richtungswechsel. Dreht man die Antriebsräder etwas an läuft sie manchmal los. Dann fährt sie auch problemlos. An dem Trafo liegt das sicherlich nicht. Irgendetwas an der Antriebstechnik stimmt nicht. Jeder Hinweis wäre sehr hilfreich.

Viele Grüße,
Tino



Hallo Tino,
kommt bekannt vor! Meine Erfahrung: sehr oft verschmutzte oder angeschlagene Kontakte. Der Kollektor, was meistens Probleme gibt, ist Kohleabreibung in den kleinen Rinnen. Die Kohle, auch als Schmiere macht Kontakt, was gerade da nicht sein soll. Mit Zahnstocher vorsichtig saubern, und Kollektor (die Kupferne Segmente meine ich) mit etwas Alkohol und Wattenstäbchen putzen. Neue Kohle und Feder machen auch was aus. Die sind leicht zu finden auf Ebay. Kosten nicht viel, Porto aus Amerika ist meisten schon mehr als der Ankaufspreis. Aber mit einem kleinen Vorrat hat man wieder seine Freude.

Gruss, Kieffer


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#13 von decache , 09.12.2019 00:36

Hallo Kiefer,

vielen Dank für die Hinweise. Kohle und Kollektor hatte ich auch schon in Verdacht.
Heute habe ich alles auseinander genommen. Selbst den Motor, damit ich mir den Kollektor anschauen. Die schmalen Rillen und die Kohlen habe ich gereinigt. Den Sitz der Kohlen kontrolliert. Die Lager geölt. Läuft alles leicht.
Aber: Die Lok läuft einfach nicht alleine los. Ich muss immer am Antriebsstrang ca. 1/2 Umdrehung manuell drehen. Dann fährt Sie ohne Störungen. Stoppe ich die Lok und will wieder los fahren, das gleiche Spiel. Egal mit und ohne Richtungswechsel.
Die Kohlen sind im Durchmesser 5,5mm und ca. 9mm lang. Feder drücken gut an. Es hilft auch nicht die Kohlen leicht anzudrücken. Die Lok fährt dennoch nicht los. Wenn die Lok fährt sieht man an den Kohlen Funken. Aber das ist eigentlich nicht ganz so unnormal. Beobachte ich auch anderen Loks bei mir.
Ich habe mal ein Bild vom Kollektor mit angehangen. Ich bin jetzt leider mit meinen Idee am Ende.
Jetzt Rat ist mir willkommen.

Viele Grüße,
Tino

Hallo.
Bitte das Bild gemäß den Forenregeln direkt in Originalgröße einbinden.
Vielen Dank!


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RE: Spannungsangaben Lionel Hudson 1986

#14 von decache , 14.12.2019 21:37

Hallo zusammen,

kurze Rückinfo zur Ursache für die Anfahrproblemen bzw. de. schlechten Lauf des Motors.
Bei sehr genauer Untersuchung habe ich den Fehler gefunden. Einer der Anschlüsse der drei Feldspulen an den Kollektorflächen wurde vermutlich schon bei der Herstellung des Motors unsachgemäss angelötet (kalte Lötstelle). Schon der Vorbesitzer klagte über Problem mit Lauf des Motors. Jetzt ist alles wieder ordentlich angelötet und die Lok fährt bestens und schaltet hervorragend in beider Richtungen.

Ich bin somit erst mal sehr zufrieden, auch wenn es nicht so einfach war die wirkliche Ursache zu finden.

Viele Grüße.

PS: Das Kommentar vom Admin verstehe ich nicht. Das Bild vom Motor wurde von mir so wie vom Handy aufgenommen im Original hier eingebunden.


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