heute bekam ich einen Märklin Pfeifenwagen 12728, also den zweiachsigen Packwagen, zur Reparatur auf den Werktisch:
Hier Bilder vom Anlieferungszustand:
Beide Kontaktrollen fehlen, zudem ist einer der beiden Kontaktrollenhalter gebrochen:
Aus dem Motor (übrigens der 700er Motor der Spur 00) schaut ein loser Draht heraus:
Hier die ausgebaute Pfeifeinrichtung:
Ein Blick ins Innere des ausgeräumten Wagen:
Noch ein Fehler: der Kontakt-Propeller sitzt falsch herum
Und hier die zerlegte Pfeife. Im Inneren rotiert ein von Hand gearbeiteter Ersatz-Propeller, sehr präzise angefertigt:
Nach der Zerlegung zeigte sich, daß der Hauptkörper der Pfeife völlig zinkpestfrei ist, nur der Deckel ist ganz leicht verzogen, was aber nicht stört.
Die Reparatur:
Der abbe Draht wurde, mit einer neuen Isolierhülle versehen, an der richtigen Stelle angelötet:
Der Kontakt-Propeller wurde richtig herum montiert:
Anschließend wurden einige leicht verbogene Bauteile gerichtet, zwei neue Bürsten (handelsübliche H0-Bürsten) eingebaut, und einige Einstellarbeiten (z.B. die Spannung der Andrückfeder des Kontaktpropellers eingestellt) durchgeführt.
Das Ergebnis ist leider nicht vorführbar, aber die Pfeife pfeift jetzt wieder ordentlich! Leider stört das Geräusch des auf Hochtouren drehenden 700er Motors.
Nächste Schritte: Ersetzen oder Richten der Kontakteinrichtungen, z.B. durch Anfertigung der Kontaktrollen auf der Drehbank.
Fortsetzung folgt....
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Zitat von SVT 137 im Beitrag #2Das Dach gehört unzweifelhaft zu einem Märklinwagen 1732. Den gab es nicht mit Sirene!
Gruss SVT 137
Hallo!
Auch zu einem 1732 gehört es nicht. Die Dachkanzel sitzt viel zu weit am Ende des Dachs. Außerdem ist die Dachkanzel des 1732 aus einem Stück gepreßt, die vorliegende aber aus drei Teilen zusammengelötet. Das Dach ist deutlich als Nachbau / Neubau / Ersatz, woher auch immer, zu erkennen.
Mir persönlich gefällt dieses solide gemachte Dach auf dem Waggon jedenfalls sehr gut, und ein originales Dach kann man ja auch schnell wieder montieren....
Und daß es den 1732 nicht mit Pfeife gab, ist allseits bekannt, und das bezweifelt auch niemand. Daher ist dieser Kommentar völlig überflüssig.
Aber das Dach ist eh hier nicht das Thema, sondern die Pfeife.
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Klaus
Folgende Mitglieder finden das Top: caepsele und Knollekoef2 hat sich bedankt!
Hallo Leute, die Reparatur des Pfeifenwagens ist abgeschlossen!
Hier das Ersatzteil für den zerbrochenen Rollenhalter:
Die ausgebaute Kontaktrollenhalterbrücke:
Ziemlich verbogen:
Viele kleine Teile!
Nach dem Richten:
Die neu gedrehte Ersatzrolle:
Alles montiert und neu verkabelt:
Ergebnis: Der Pfeifenwagen tut jetzt wieder das, was er soll: Er pfeift wieder, meistens jedenfalls. Es ist schon eine sehr diffizile und anfällige Technik, die dahinter steckt. Nicht gerade Tinplate.... Besonders der Ein- und Ausschaltmechanismus hat es in sich!
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Hallo, ich habe mir einen Märklin Pfeifenwagen 12754 zugelegt, der allerdings gerichtet werden muß, da der Motor nicht läuft. Um da genauer durchzublicken, wäre ich dankbar, wenn mir jemand Infos zukommen lassen könnte, wie das ganze Gerät verkabelt ist, denn es sieht vollständig aus und ich vermute, irgendwo ist ein Kabel ab. Hat jemand einen Tipp für mich. Im alten Katalog habe ich schon geschaut, da ist der Aufbau erklärt, aber leider kein Schaltplan. Danke für Eure Hilfe!
Hallo Motogentile (oder wie soll ich Dich ansprechen, unterzeichnet hast Du Deinen ersten Beitrag ja nicht).
Es ist hier im FAM so üblich, daß man sich erst einmal vorstellt, wer man ist, und welches Eisenbahn-Thema man beharkt, bevor man hier tiefergehende Fragen stellt.
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
sorry das mit dem Vorstellen, wußte ich nicht, hole es aber gerne nach. Ich bin seit meinem 8. Lebensjahr Märklin Fan und habe auch eine grpße Märklin HO Bahn/Sammlung. Vor zwei Jahren ist mein Onkel verstorben, der mir seine Märklin Spur O Bahn hinterlassen hat. Er hat die auch jedes Jahr aufgebaut ist ist dmait gefahren - zumindest so lang er es konnte. Eigentlich ist er schud, daß ich ein Märklin Fan geworden bin. Jetzt fahre ich eine Probestrecke auf Modellgleisen unter meiner HO Anlage und führe die Sammlung weiter. In diesem Zusammenhang habe ich den Pfeifen Wagen erworebn mit kompletten Zubehör. Bei einigen alten Loks habe ich mich anhand der alten Kataloge und den Erklärung dort auch an einfache Reparaturen gewagt, was ganz gut gelungen ist. Da der Pfeifenwagen allerdings was besonderes ist, habe ich mir gedacht, ich frage mal die Leute, die sich damit auskennen.
Das erwähnte Buch habe ich mir über Kleinanziegen besorgt - kommt noch. Danke für den Tipp. Sobald ich das Thema angehe, lade ich auch gerne ein paar Bilder hoch und freue mich auf Tipps, denn es muß ja nicht jeder die gleichen Fehler machen.
Grüße Ulrich
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Hallo Ulrich, herzlich willkommen im Club der Verhaltens-Originellen!
Eine schöne GR hast Du da. Wenn ich das richtig sehe, sogar eine mit Blei-Zylindern und angelöteten Windleitblechen (sofern das noch original ist). Diese Version der GR ist problemlos und wird Dir bestimmt viel Freude bereiten.
Zum Pfeifen-Wagen: sei bitte beim eventuellen Zerlegen extreeeeeeeem vorsichtig! Die Pfeife besteht zu 95% aus Zinkdruckguß, und der bricht wie Butterkekse! Wenn das Turbinenrad klemmt, hat sich der Korpus bereits verzogen!
Und wie Felix bereits schrieb: Bilder sind sehr hilfreich. Viele hier im FAM verwenden zum Hochladen die Software picr.de. Anleitung dazu findest Du hier im FAM ausreichend.
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Hallo zusammen, inzwischen ist das Buch eingetroffen und ich habe mir den Schaltplan der Pfeife angeschaut und habe sie vorsichtig ausgebaut. Mein Problem ist, der Umschalter reagiert, wenn der Wagen über das Gleis fährt und ich die Taste drücke, nur der Motor läuft nicht. Daher habe ich den Motor mit den zwei Schrauben vom Boden gelöst und aus dem Wagen genommen, dabei kam mir dann direkt der Draht des Feldmagneten entgegen, der eigentlich an der Kohle (links Motorschild) befestigt sein sollte. s. Fotos.
Ich habe erst einmal nichts abgelötet, weil es mir original aussieht, v.a.da der Umschalter reagiert und Strom vom Schleifer da ist. Die Verkabelung am Drehstell sieht gut aus.
Der Anker dreht sich auch, ich war aber extrem vorsichtig, damit ich nichts verkannte und dann abbreche. daher auch meine Frage: wie würdet ihr vorgehen? Ich würde als erstes einmal den Draht von der Feldspüle mit einer Lötfahne versehen und dann am Motorschild wieder anbringen. Würdet ihr vorher die Pfeife öffnen und nachschauen? Oder wenn ja erst den Motorschild wieder anbauen, damit da nichts verrutscht, ich gehe davon aus, daß das Luftrad direkt auf dem Anker sitzt. Zuletzt würde ich dann den Umschalter wieder richten, da sich die Schraube gelöst hat bevor ich ein Foto machen konnte. Aber ich versuch mal es so zu machen, wie auf den Bildern oben.
ich bin für jeden Tipp dankbar, bevor mir das Teil zerbröselt. Vielen Dank schon einmal. Ulrich[[File:pfeife 1.jpg|none|auto]][[File:pfeife 1.jpg]]Unten die Bilder.Schleifer Pfeife .jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Pfeife Motor.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)ausgebauter Motor Pfeife.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Anker Pfeife 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Anker Pfeife 2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Rückseite Pfeife 1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Pfeife Motor_2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)Umschalter 2 Pfeife.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
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Zitat von Motogentile im Beitrag #10.................. Ich würde als erstes einmal den Draht von der Feldspüle mit einer Lötfahne versehen und dann am Motorschild wieder anbringen. Würdet ihr vorher die Pfeife öffnen und nachschauen? Oder wenn ja erst den Motorschild wieder anbauen, damit da nichts verrutscht, ich gehe davon aus, daß das Luftrad direkt auf dem Anker sitzt. Zuletzt würde ich dann den Umschalter wieder richten, da sich die Schraube gelöst hat bevor ich ein Foto machen konnte. Aber ich versuch mal es so zu machen, wie auf den Bildern oben.
Hallo!
so, wie ich es sehe, ist die Lötfahne (Lötring) noch hinter der linken Bürstenkappe eingeklemmt. Also einfach erst einmal den Kontakt wieder herstellen und dann schauen, ob der Motor läuft.
Was mir noch aufgefallen ist: die Feder auf der Schraube des Kontakt-Propellers fehlt. Ohne die ist der Schaltmechanismus nicht einzustellen.
Ach ja, zum Schluß noch eins: ein völliges Zerlegen der Pfeifeinrichtung ist sinnvoll, um den Dreck der letzten 90 Jahre zu beseitigen, z.B. Staubflusen, verharztes Öl, Katzenhaare... Alles schon gefunden...
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
Hallo, danke für die Tipps. Der Unterbrecherkontakt arbeitet wieder mit Feder, nur der Motor treibt mich zum Wahnsinn, aber heute abend baue ich alles zusammen und schaue , ob er jetzt läuft. Die Pfeife habe ich auseinander gebaut sie sieht m.E. gut aus.
[[File:Gehäuse Pfeife.jpg|none|auto]]
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Ein Problem der Märklin'schen Pfeife ist der, daß sie nur ordentlich pfeift, wenn sie nahezu die volle Fahrspennung bekommt. Dann routiert das Schaufelrad genügend schnell. Aber: der fahrende Zug macht dann einen solchen Lärm, daß er die Pfeife fast übertönt.
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.
danke für den Hinweis. Ich habe zu dem Wagen alles, was dazugehört: 2 Schaltgleise zum Auslösen, den Taster, die original Kabel und sogar noch die Betreibsanleitung - rosa original. Deshalb nervt mich das, daß ich den Motor nicht ins laufen bekommen, obwohl ich die feldspule durchgemessen habe, den Kollektor etc. Alles hat Kontakt, aber irgendwo habe ich was übersehn....
Ferndiagnosen, ohne das betroffene Teil in der Hand / auf dem Werktisch zu haben, und dann nur anhand einiger weniger Bilder sind immer grenzwertig. Es kann ein Kabelbruch vorliegen, eine kalte Lötstelle, ein Klemmer durch Verzug des Gehäuses, ein Kurzschluß durch eine verrutschte Isolierscheibe, ein falsch angeschlossenes Kabel, ein verdrehter Kollektor, eine klemmende Kohle und und und....
Ich rate immer, beim Zerlegen, besonders wenn man das Teil nicht kennt, von jedem, wirklich von jedem noch so kleinen Schritt ein Photo zu machen. Das erleichtet die Fehlersuche, auch die Hilfe von anderen, sowie den Wiederzusammenbau.
Danke für Eure Hinweise, ich hatte Bürsten und Kohlen von HO genommen, habe mir jetzt aber die richtigen Bürsten & Kohlen bei Fa. Ritter bestellt und fahr da nächste Woche vorbei und hol die mit anderen Teilen ab. Werde berichten, ob sie dann läuft und hoffentlich auch pfeift.
Zitat von Motogentile im Beitrag #24Danke für Eure Hinweise, ich hatte Bürsten und Kohlen von HO genommen, habe mir jetzt aber die richtigen Bürsten & Kohlen bei Fa. Ritter bestellt und fahr da nächste Woche vorbei und hol die mit anderen Teilen ab. Werde berichten, ob sie dann läuft und hoffentlich auch pfeift.
Hallo!
Das im Handel noch erhältliche H0-Bürstenpaar E600300 von Märklin ist für Loks der 700er und 800er sowie für die 3000er Loks verwendbar. Nur liegen halt keine Federn bei, was bei den Bürsten von Ritter der Fall ist.
Das ist der einzige Unterschied.
Man nehme ein Stück Blech, und schneide alles weg, was nicht nach Lokomotive aussieht.