Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#1 von Jerry ( gelöscht ) , 06.05.2010 00:31

... und wie's geht!


Bild 1: Eine 141 hält mit zwei dreiachsigen Umbauwagen vor einem ländlichen Bahnhof. Soweit noch nichts besonderes. In der Epoche IV mag das hundertfach vorgekommen sein. Wenn nicht beim Vorbild, so zumindest doch auf unzähligen sperrhölzernen westdeutschen Modellbahnplatten.


Bild 2: Aus der Vogelperspektive kein wesentlich anderes Bild. Dass eine 141 Fahrdraht benötigt ist zumindest vom Vorbild her bekannt. Worauf will uns der Photograph aufmerksam machen?


Bild 3: Nochmal von oben: Mittlerweile hat sich ein schwerer Magirus hinzu gesellt. Hat er mit der ganzen Sache etwas zu tun, oder ist es nur Zufall?


Bild 4 - die Auflösung: Links im Bild ein baugleicher analoger Märklin Trafo, wie er für die Installation verwendet wurde. Gekauft wurde er um den Jahrtausendwechsel, als die deutsche Währung noch hart war. Rechts daneben eine Primex 141 in Werksausführung (AC), umgestellt auf Oberleitungsbetrieb. Darunter ein 3yg, ebenfalls in Wechselstromausführung (Radsätze!). Daneben ein Märklin Oberleitungsmast mit Befestigung für das K-Gleis-System. Ganz oben ein Stück Piko A Flexgleis, ganz unten ein Fleischmann Modellgleis, ebenfalls "Marke Flex". Nicht im Bild: Schienenverbinder, weitere Oberleitungsmasten mit "passenden" Halterungen, Fahrdraht, Kabel zur Verbindung mit dem Trafo, ein zweiter 3yg, Bahnhof und Wiking-Autos.

Und wozu das ganze? Ich hatte einfach mal Lust, meine Lieblings-Loks und Wagen PuKo-frei zu bewegen! Hat einwandfrei geklappt , keine Kleineisen-Ratterei, kein Taumeln, nichts dergleichen - AC-Radsätze und DC-Gleise haben sich ganz wunderbar miteinander vertragen. Wobei Fleischmann Modell 2,7 und Piko A 2,5 mm Schienenprofilhöhe haben. Weichen könnten aber ein Problem darstellen, das werde ich demnächst mal testen. Ansonsten hätte ich große Lust aus diesem Experiment eine Dauereinrichtung (Anlage) zu machen, wenn da nur das leidige Platzproblem nicht wäre. : Da ich großer E-Lok-Fan bin könnte ich zumindest meine liebsten Märklin-Loks weiterhin einsetzen, die mit einem Phatographen. Das ganz ergänzt um einen schönen Fleischmann Schienenbus (4400), eine Trix international V100 (Ganzmetall, Allradantrieb), und so viele andere Gleichstromschätzchen. Und für Teppichbahn und Vitrine weiterhin die guten, alten und geliebten M-Gleise verwenden. Schizophren? Nein. Zwei Seelen in einer Brust: AC/DC!


Gute Nacht

Jerry


Nachträgliche Editierung: Titel ergänzt (jetzt mit Untertitel in Klammern)


Jerry

Re: Geht's noch!?

#2 von raily , 06.05.2010 00:51

Hallo Jerry,

Zitat von Jerry

Und wozu das ganze? Ich hatte einfach mal Lust, meine Lieblings-Loks und Wagen PuKo-frei zu bewegen! ... Schizophren? Nein. Zwei Seelen in einer Brust: AC/DC!



TOLLE IDEE, auf K-Gleisen wird ja schon länger AC/DC im Wechsel gefahren, gibt auch einige Vereine, die das so praktizieren, aber da wären ja noch die Pukos in der Mitte, auf 2-L-Gleisen bei Beschränkung auf AC-Elloks, hab ich so noch nicht gesehen, jedenfalls wenn du den Schleifer noch demontierst, wirst du sicher auch bei den Weichen keine Probleme bekommen.

Viel Erolg und viele Grüße,
Dieter.


Märklinbahner (H0 AC) mit Pause seit `61, favorisierend die älteren Modelle, Ep. III-IVa. Und neuerdings ein bißchen DC.

wd.


 
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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#3 von Timothy ( gelöscht ) , 06.05.2010 07:43

Schöne Idee. Ich hatte mit meinen wenigen Märklinmodellen aus den 90ern keine Probleme auf dem Piko A-Gleis. Auch nicht bei den Weichen. Bogenweichen und DKW wurden nicht getestet.


Timothy

RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#4 von Heinz-Dieter Papenberg , 06.05.2010 08:34

Hallo Jerry,

das ist ja so alles schon und gut und auch eine nette Idee, aber auch nur solange wie Du kein DC ins Gleis schickst. Wenn Du den GFN SchieBu gleichzeitig mit der Märklin Lok an OL fahren lassen willst, dann gibt es Probleme, bzw. einen saftigen Kurzschluss.

Gruß

Heinz-Dieter Papenberg


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#5 von Jerry ( gelöscht ) , 06.05.2010 11:22

Hallo Heinz-Dieter,

Danke für Deinen Hinweis, aber das war mir schon klar.

Für einen simultanen Mischbetrieb benötigt man mehrere Stromkreise und/oder Blockstrecken.

Mir hat es gestern Abend einfach großen Spaß gemacht, dieses Arrangement aufzubauen und auszuprobieren. Dass es Nachteile hat, Märklin, Fleischmann, und vielleicht auch noch Trix Express über ein und das selbe Gleis laufen zu lassen (dann zwangsläufig auf TE-Gleisen wegen der Spurkranzhöhe der TE-Fahrzeuge) ist unbestreitbar. Aber es hat eben auch seinen Reiz!


Schönen Tag

Jerry - Wandler zwischen den Welten!


Jerry

RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#6 von Ralf , 06.05.2010 13:45

Zitat von Jerry
... und vielleicht auch noch Trix Express über ein und das selbe Gleis laufen zu lassen (dann zwangsläufig auf TE-Gleisen wegen der Spurkranzhöhe der TE-Fahrzeuge) ist unbestreitbar.



Hallo Jerry,

wenn Du das mit Trix Express ernst meinst, hast Du noch ein bisschen mehr Arbeit vor Dir, weil Du Probleme mit TE Weichen bekommen würdest. Wenn das Radsatzinnenmass zu klein ist, laufen Dir die Achsen raus. Da wäre es noch nötig, die Weichen zu modifizieren. Das hatten wir hier im Forum aber auch schon mal, ansonsten auch im Forum bei ig-trix-express.de .

Viele Grüße
Ralf


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#7 von Jerry ( gelöscht ) , 06.05.2010 14:25

Hallo Ralf,

Zitat von Ralf
wenn Du das mit Trix Express ernst meinst


nein, meine ich (noch?) nicht! Ich besitze (bislang) keine Trix Express-Fahrzeuge, daher kommt das für mich auch (erst mal) nicht in Frage.

Dass TE-Weichen bei systemübergreifendem Mischbetrieb anpassungsbedürftig sind habe ich zwar schon wiederholt gelesen, trotzdem Danke auch für Deinen Hinweis!


Grüße

Jerry


Jerry

RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#8 von Jerry ( gelöscht ) , 08.05.2010 05:27

Der Spleen geht weiter - der (erste) Weichentest!



Hallo zusammen,

wie angekündigt folgt nun der erste Test einer DC-Weiche unter Verwendung von AC-Loks und -Wagen auf meinen "Teppichbahn-Diorama" Bergheim-alt.

Nachdem sich in meiner Gleichstromsammlung nur Code 83-Weichen befinden (Schienenprofilhöhe 2,1 mm), diese aber mit AC-Rädern nicht harmonieren wie ich schon vor Jahren feststellen musste (Kleineisen-Ratter-Ratter!!!), habe ich mir kurzerhand eine Code-100 Weiche besorgt.

Es handelt sich um Roco Artikelnr. 42317, also eine DKW aus dem "2,5 mm-Programm" (gab es für dieses Gleissystem eigentlich auch mal einen vernünftigen Vermarktungsnamen? ), mit einem Winkel von 12.83°. Bezahlt habe ich dafür 3,- (in Worten drei) €. Das gute Stück - ein Ladenhüter in einem Modellbahnladen im Herzen der Weltstadt mit Herz - war neu in leicht angestaubter OVP! Da soll noch mal einer sagen, München wäre ein teures Pflaster!

Die DKW wurde dann in einer Nachtschicht in das bestehende "Ensemble" eingebaut:



Bild 5: Der Bauzug abfahrbereit nach getaner Arbeit im Bahnhof von Bergheim.



Bild 6: Die neue DKW aus der Vogelperspektive. Die angeflanschten Gleise sind von Fleischmann (Modellgleis) und Piko (A). Die Roco-Übergangsschienenverbinder "2,1 mm <---> 2,5 mm" eignen sich auch hervorragend um den Höhenunterschied 2,7 mm (Fleischmann Modellgleis, Code 110) und 2,5 mm (Roco 2,5 mm und Piko A, Code 100) auszugleichen. Die Montage ist aber etwas "fummelig". Ein paar mehr Schienenverbinder als ansich benötigt vorrätig zu halten kann sicher nicht schaden, obwohl mir keiner kaputt gegangen ist.



Bild 7: Zunächst durfte eine V100 in DC eine Übergabefahrt machen, die erwartungsgemäß reibunslos verlief - alles andere wäre aber auch etwas komisch gewesen!



Bild 8: Nochmal die V100. Es handelt sich um eine Trix international-Maschine mit einem GFN-Kesselwagen, die gerade die DKW passiert hat. Der "Saft" kam standesgemäß aus einem Trix-Trafo (eigentlich ja aus der Steckdose! ).




Bilder 9 und 10: Nach der Pflicht die Kür: Eine 140 mit einigen Güterwagen, jeweils in AC-Ausführung (also Lok und Wagen). Anfängliche "Probleme" waren schnell behoben. Die Ursache erwies sich dabei als ebenso banal wie schwerwiegend: Ich hatte vergessen den Mittelschleifer der Lok zu demontieren! Und das, obwohl Dieter mich noch explizit darauf hingewiesen hatte (s. o.). Aber das ganze ist eben so selbstverständlich, dass ich es schlichtweg vergessen hatte ... Anschließend verlief aber alles reibungslos. Fahrzeuge mit AC-Rädern werden beim Überfahren der Herzstücke zwar minimal angehoben (nicht oder nur mit sehr viel Phantasie zu sehen aber zu spüren, wenn man einen Wagon über die DKW schiebt), dafür "plumpsen" DC-Achsen ein wenig in das Herzstück (ebenfalls minimalst und praktisch nicht sichtbar). Das liegt wohl an den unterschiedlichen Spurkranzhöhen von AC- und DC-Radsätzen sowie an der Tatsache, dass DC-Räder nicht immer normgerecht sind (vor allem solche aus dem Hause Fleischmann). Die 140 lief aber samt angehängten AC-Wagons weitaus sauberer über die Roco Weiche als das auf meinen M-Gleisen der Fall ist (OK, keine große Kunst ), und selbst die C-Gleis-DKW ist meiner Erfahrung nach diesbezüglich suboptimal, zumindest bei montiertem Schleifer (mit K-Gleis-DKWen habe ich zwar keinerlei Erfahrung, ich vermute aber mal ähnliche Ergebnisse wie beim C-Gleis; mit einem Ski-Schleifer über ansteigende PuKos zu fahren ist eben immer so eine Sache ...). Die Roco DKW brachte so gesehen keinerlei Verschlechterung des Fahrverhaltens von AC-Garnituren, ganz im Gegenteil! Ob sich alle Code 100-Weichen als so problemlos erweisen kann ich freilich nicht sagen. Man müsste im Zweifelsfall wohl jede einzelne testen. Aus meiner Gleichstrom-Zeit kann ich aber sagen, dass selbst DC-Loks mit DC-Weichen - jeweils nach NEM! - nicht immer problemlos miteinander "können", international hin, Norm her. Ich für meinen Teil fühle mich jedenfalls bestärkt, bei einer künftigen Großanlage (die ich aus Platzgründen wohl nie bauen werde ) wenigstens teilweise Zweileitergleise zu verbauen, und für eine Art AC/DC-Mischbetrieb zu nutzen.



Schönes Hobby-Wochenende,

Jerry


Jerry

RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#9 von Thilo , 08.05.2010 10:52

Hallo Jerry,

in den alten MIBAs in den 60ern gab es eine Artikel-Serie, wie man DC-Gleise mittelleitert (u. a. mit Tackermunition! ). Da dabei die Trennung der Außenschienen bestehen bleibt, dürfte auf diesen Gleisen auch der Betrieb mit DC-Loks problemlos sein.

Ist natürlich nichts für den fliegenden Aufbau.

Viele Grüße

Thilo


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#10 von plastiklok , 08.05.2010 11:45

Moin Jerry,

danke für deine interessante Forschungsarbeit Ähnliche Erfahrungen habe ich auch schon gemacht. Es ist einfacher eine DC Elok auf Märklin Metallgleis zu fahren als umgekehrt. Versuche habe ich mit K-Gleis und Roco (alt) Weichen gemacht. Alles nicht der Hit . Hat mich viel Haare und Mühe gekostet eine Roco Weiche irgentwie mit Pukos zu versehen. Für einen schnellen Aufbau zum Teppichbahning war mir der Aufwand dann doch viel zu groß. Beim Schienenkreis ohne Weichen ist es dann geblieben... Da können sich meine AC und DC Loks so richtig austoben. ...nur Trix Express Loks laufen leider, trotz mit seitlich angebauten Schleifern überhaupt nicht... :

Freue mich schon auf weitere Berichte und Fotos deiner Versuchsreihe

Hallo Thilo
Den MIBA Bericht kenne ich auch. Habe ich auch mal ausprobiert. Mit Klammer von Schwelle zu Schwelle. Sehr viel Aufwand, aber eine gute Idee. ...aber wie du schon erwähnt hast, ist das leider nichts für "schnell mal eben"...

Viele Grüsse von der Küste
Ralph


 
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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#11 von raily , 08.05.2010 12:50

Hallo Jerry,

mmh, ist ja interessant, diese Tests hatte ich noch nicht, nur umgekehrt, also DC-Achsen auf M-, K- und C-Gleis.

Was noch fehlt ist der Abzweigtest unter voller Zuglast im D-Zug-Tempo, kann man hier schön sehen, der Fahrweg läuft über 2 Abzweige, denn die elektrifizierte Strecke läuft nach unten:



Und einmal mit Zug:



Viel Erfolg bei weiteren Tests und
viele Grüße,
Dieter.


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#12 von Jerry ( gelöscht ) , 08.05.2010 13:28

Hallo Leute,

Danke für Eure Rückmeldungen! Schön, dass ich nicht der einzige bin, der sich für dieses "weltenverbindende" Thema interessiert, und dass ich mit meinen mäßig geknipsten Bilder trotzdem auf ein gewisses Interesse stoße.

@Ralph Also auf M-Gleisen habe ich mit DC-Radsätzen bislang leider ganz schlechte Erfahrungten gemacht! Welche Fabikate bzw. Modelle hast Du erfolgreich getestet?

@Dieter: Immer wieder schön Bilder Deiner (Ex-) Anlage zu sehen! Sowas in der Art würde ich mir auch vorstellen, aber das hapert derzeit am Platz.



Grüße

Jerry

P.S.: Heute Nachmittag geht es weiter: Ich habe noch ein paar Profi-Gleise in einer Schachtel entdeckt, eine Bogenweiche ist auch darunter. Und die muss jetzt mit einer original Märklin-Lok (AC) befahren werden. Ich berichte!


Jerry

RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#13 von Heinz-Dieter Papenberg , 08.05.2010 13:57

Hallo Jungs,

also ich habe da nichts gegen, denn die MIBA 1948, 1949 und 1950 sind schon drin Nur alle MIBA`s kann ich nicht einstellen dafür würde der Platz nicht reichen.

Gruß

Heinz-Dieter Papenberg


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#14 von raily , 08.05.2010 14:50

Hallo Jerry,

ich bin zwar nicht der Ralph, aber hier kann ich dir auch von meinen Erfahrungen berichten:

Die 1:87-Postwagen von Sachsenmodelle sind bei mir nach Radsatzinnnenmaßkorrektur und der Korrektur der Radlenker bei den älteren M-Weichen und Tausch von abgefahrenen M-DKWs gegen etwas neuere als Zugverband entgleisungsfrei gelaufen, lediglich beim Zurückdrücken mußte man etwas aufpassen, das mochten sie nicht so.
Bei den Piko-Vierachsern und von Dingler gab es auch keine Probleme, lediglich die Zweiachser Sachsenmodelle und Piko haben alle Radsätze getauscht bekommen, die mochten absolut die Bogenweichen und DKWs mit den kleinen Abzweigradien nicht. Zu Roco- und Flm-Wagen habe ich keine Erfahrungswerte, da alle Radsätze bei meinen gleich vor der ersten Testfahrt beim Händler schon getauscht wurden.

Und ja, EX -Anlage, die nie fertig wurde und leider vorher schon wieder demontiert werden mußte, auch wenn etwas OT, noch eine Impression vom Postzug mit den Sachsenmodellen, es führt die 216 025-7 (3075) und gleich donnert der Zug über die doppelte Weichenverbindung vom Bild aus meinem letzten Beitrag mit der "Lollo":



Viele Grüße,
Dieter.


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#15 von Thilo , 08.05.2010 20:21

Hallo Heinz-Dieter,

Ich mache mich auf die Suche nach den Artikeln und melde mich danach bei dir (kann aber etwas dauern, die Suchfunktion ist vergleichbar mit der von Foren-City : ).

Viele Grüße

Thilo


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#16 von Jerry ( gelöscht ) , 09.05.2010 02:09

@Dieter: Danke für den Erfahrungsbericht "DC-Achsen auf M-Gleisen"!
______________________________________________________________________



So Leute, es ist jetzt etwas später geworden als geplant (von wegen Nachmittag, s. o. ) , dafür sind die nächsten Testfahrten absolviert, und was soll ich sagen - ich bin begeistert!

Das von mir in den letzten Jahren verschmähte um nicht zu sagen stiefväterlich behandelte Fleischmann Profi-Gleis, mit dem übrigens vor ca. sechseinhalb Jahren meine Gleichstrom-Karriere begann, hat sich für meine "AC over DC"-Fahrtests als bestens geeignet erwiesen - bestens!

Zwar "stolpern" die AC-Radsätze mit ihren höheren Spurkränzen etwas über die Herzstücke. Aber dieses "Wackeln" ist wirklich absolut minimal. So minimal, dass ich es in Gänsefüßchen setze. Die DC-Radsätze dagegen fallen etwas in das Herzstück hinein (im Test befand sich diesmal ein Wagen von Roco). Dieses "plumpsen" ist allerdings noch minimaler als die besagte Aufwärtsbewegung bei den AC-Rädern. Geringfügiger Vorteil also für DC-Fahrzeuge - wen wundert's, wir fahren ja auch über DC-Gleise! Absolut beanstandungsfrei waren aber letztlich beide Achstypen nicht; wirklich zitterfreie Weichenfahrten ermöglichen eben nur bewegliche Herzstücke, das ist letztlich in beiden Systemen so.

Aber nochmal zum Verhalten der AC-Fahrzeuge am Herzstück, schließlich war das ja auch der eigentliche Sinn und Zweck des Tests: Als Märklin-Fahrer ist man diesbezüglich ohnehin nicht sonderlich verwöhnt, die schlanke DKW des K-Gleises alter Bauart mit ihrem beweglichen Herzstück wie gesagt ausgenommen. Ich habe nach den Fleischmann Profi-Testfahrten nochmal eine C-Gleis-Weiche zur Hand genommen. Und da stolpern sowohl AC- als auch DC-Wagons über das Herzstück, die AC-Wagen mit ihren höheren Spurkränzen naturgemäß sogar noch mehr. D. h., und jetzt bitte festhalten: Meine Märklin AC-140 fährt über die Fleischmann Profi-Bogenweiche sauberer als über original Märklin-Weichen! Ich bin begeistert! Mal abgesehen von der Optik des mittlerweile schon etwas betagten Fleischmann Profi-Gleises, über das man streiten kann (ich würde es aufgrund seines niedrigen Schotterbetts und seiner antiquierten Weichenradien heute nur noch für Straßenbahnen einsetzen bzw. kaufen, für diesen Zweck kann ich es mir aber sehr gut vorstellen), lief mein AC-Zug (besagte 140 mit einigen älteren Märklin-Güterwagen, alle mit den serienmäßigen AC-Achsen ausgestattet) darüber einwandfrei, es war ein Genuss!

Die Roco DKW hatte ich übrigens auch nochmal eingebaut. Zum verbinden mit den Profi-Gleisen nutzte ich die original Roco Schienenverbinder (sind für die Roco 2,5 mm-Gleise und Roco Line übrigens identisch), was einwandfrei geklappt hat. Ein absolut sauberer, ebener Übergang zwischen den Gleisen der beiden Hersteller, die mittlerweile unter einem Dach firmieren, war damit gegen. Im Grunde nicht weiter verwunderlich, sind ja beides Code 100-Gleissysteme. Aber man weis ja nie ...
Da die schotterbettlose DKW allerdings etwas in der Luft hing und daher unter dem Gewicht der 140 leicht nach gab habe ich sie für die Testfahrten kurzerhand mit etwas Toilettenpapier unterfüttert. Jedenfalls ist das das schöne am internationalen System: Man kann problemlos Gleise unterschiedlichster Hersteller miteinander kombinieren! Die bevorzugte Modellbahnmarke liefert eine bestimmte Weichentype nicht? Kein Problem, irgendein Hersteller hat schon etwas passendes im Programm! Fleischmann, Peco, Piko, Roco, Tillig, Trix, Weller, usw. - in all diesen Sortimenten wird sich schon was finden! Optisch sind natürlich nicht alle Zweileiter-Gleissysteme gut miteinander kombinierbar, aber wer selbst schottert und farblich nachbehandelt bekommt das auch hin!

Bei der Oberleitung musste ich diesmal noch mehr improvisieren als bei der Kombination von Schwellenbandgleisen unterschiedlicher Hersteller weiter oben im Thread: Ich verwendete zwar wieder die alte Märklin-Oberleitung, jetzt aber mit den Mastfundamenten des C-Gleises. Auch das hat gut geklappt, so gut sogar, dass ich diesmal auch den Abzweig der Weiche mit Fahrdraht versah, und die Tests "voll-elektrisch" fahren konnte (und damit weniger auf "Handbetrieb", also schieben, angewiesen war).

Genug geredet - hier noch ein paar "Beweisbilder":



Bild 11: Bergheim aus der Hubschrauberperspektive!




Bild 12 und 13: Gleise und Oberleitung aus der Nähe betrachtet.


Ach ja: Während ich für den Aufbau der veränderten Teststrecke so in meinen Modellbahnschachteln nach Gleisen gesucht habe sind mir auch noch ein paar Trix C-Gleise in die Hände gefallen. Ansich Code 83 (2,1 mm Schienenprofilhöhe) und damit - vermeintlich - ungeeignet für AC-Räder (zumindest haben das meine Tests mit Roco Line, ebenfalls Code 83, schon vor einigen Jahren ergeben, s. o.) habe ich doch ein paar zusammen gesteckt und die Mütter meiner Test-Loks darüber geschoben - besagte 140! Ergebnis: Bei Trix rattert nix!

Offensichtlich hat sich Märklin beim Trix C-Gleis für sehr niedrige Kleineisen entschieden. Da ich auch eine Trix C-Gleis-Weiche besitze werde ich später also auch dieses DC-Gleissystem auf seine AC-Tauglichkeit testen - und berichten!


Einstweilen aber eine Gute Nacht!

Der nimmermüde Jerry, Testfahrer in Sachen "AC over DC"!


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#17 von Thilo , 09.05.2010 11:46

Hallo,

die Suche nach den Artikeln hatte ein Ende bevor sie begann: Ich hatte sie mir vor längerer Zeit für spätere Versuche komplett auf meiner Festplatte im Ordner "MIBA-Pukos" deponiert.

Und werde bei nächster Gelegenheit meinen MoBa-Secondhand-Händler um ein paar DC-Gleise (Fleischmann (nicht Profi ), Piko A usw.) erleichtern und auch ein paar (halbstationäre) Puko-Versuche machen.

Viele Grüße

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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#18 von plastiklok , 09.05.2010 12:01

Hallo Jerry,

danke für die weiteren Ergebnisse deiner erfolgreichen Testserie. Zu deiner Frage, mit welchen Fahrzeugen ich auf M-Gleis gefahren bin. Sehr gut laufen die Wagen von Jouef und Lima. Mässig, die Wagen von Roco. Habe den Eindruck, der Achsdurchmesser spielt eine Rolle. Kleinbahnwagen mit Metallachsen laufen auch recht gut. Allerdings müssen die Gleise sauber verlegt und ggf. mit einer Zange an den Schienenstössen nachjustiert werden.

Einen schönen Sonntag wünscht
Ralph


 
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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#19 von Jerry ( gelöscht ) , 09.05.2010 12:44

Hallo Thilo,

Zitat von Thilo
Und werde bei nächster Gelegenheit meinen MoBa-Secondhand-Händler um ein paar DC-Gleise (Fleischmann (nicht Profi ), Piko A usw.) erleichtern und auch ein paar (halbstationäre) Puko-Versuche machen.


Habe ich also jemanden angefixt! Da bin ich schon mal sehr gespannt, zu welchen Ergebnissen Du kommst! Aber Puko-Versuche? Willst Du Pukos nachrüsten, oder wie ich nur AC-Oberleitungsbetrieb machen?

Würde mich über Deine Testergebnisse jedenfalls so oder so sehr freuen , gerne auch hier im Thread!



@Ralph: Danke auch für Deine Rückmeldung!




Schönen Sonntag allerseits mit viel MoBa!

Jerry


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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#20 von Thilo , 09.05.2010 13:07

Hallo Jerry,

ich möchte Puko-Versuche machen.

Womit soll ich bitte schön AC-Oberleitungsbetrieb machen?

Die einzige E-Lok in meinen Bestand, die sich auf Oberleitungsbetrieb umstellen läßt ist Märklins GG-1 und die paßt nur mit runtergeklappten Stromabnehmern unter eine europäische Oberleitung.

Meine anderen vier E-Loks fahren ihre Dachstromabnehmer nur zur Verzierung durch die Landschaft (Insider-103, Lima-110, Mehano GG-1 und Replika-RS700).

Gucken wir mal was da raus kommt. Schließlich vermisse ich immer noch die schlanke DKW beim C-Gleis.

Und Märklin K-Gleise kommen mir nach meinen damaligen Umstiegsfiasko nicht mehr ins Haus, obwohl ich inzwischen vermute, daß meine damaligen (fabrikneuen) Probeexemplare aus einer Montagsserie kamen.

Viele Grüße

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RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#21 von Heinz-Dieter Papenberg , 09.05.2010 13:08

Hallo Leute,

ich habe die Artikel von Thilo erhalten, vielen Dank dafür. Lest bitte in der off Topic Plauderecke unter Faller Kataloge und Broschüren, wo Ihr die finden könnt.

Gruß

Heinz-Dieter Papenberg


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Das "herzlose" Herzstück!

#22 von Jerry ( gelöscht ) , 10.05.2010 00:04

Hallo Leute,

Wenn Ihr glaubt, dass ich bei dem schönen Wetter heute hier in München nur draußen unterwegs war , mich nur mit schönen Frauen getroffen habe , lediglich in Straßencafés gesessen bin , und es mir ausschließlich habe gut gehen lassen , also wenn Ihr das glaubt, dann seid Ihr schief gewickelt! Weil selbstverständlich habe ich mich in den Abendstunden auch meinem aktuellen "Projekt" gewidmet, der Tauglichkeitsprüfung von Zweileitergleisen für original Märklin-Fahrzeuge ohne Umbau bzw. Achstausch.




Und wie angekündigt war heute das Trix C-Gleis d'ran. Vorab habe ich nochmal einen Rolltest über Roco Line-Gleise gemacht, die bezüglich der Schienenprofilhöhe mit dem Trix C-Gleis "auf Augenhöhe" sind: 2,1 mm (Code 83). Aber da war es wieder, dieses häßliche Rattern der AC-Spurkränze über die Kleineisennachbildungen. Beim Trix C-Gleis, wie schon am Vorabend ausprobiert, dagegen nichts dergleichen. Offensichtlich hat sich Märklin für moderatere Kleineisen entschieden, um auch den Betrieb von älteren DC-Fahrzeugen zu gewährleisten (übrigens der Grund, warum sich Piko mit dem A-Gleis für Code 100/2,5 mm entschieden hat). An AC-Betrieb wird jedenfalls niemand gedacht haben! Aber das kann einen Jerry nicht abhalten.


Bild 14: Bergheim aus der Luft: Oben das Trix C-Gleis, unten das für meine derzeitigen Zwecke ungeeignete Roco Line; aber auch das C-Gleis sollte noch Überraschungen bereit halten ...


Die einzige Weiche, die ich aus dem Trix C-Gleis-Programm besitze, wurde in den Test selbstverständlich mit einbezogen. Für die Oberleitung, die ältere Märklin-Bauart in der Version für das Märklin C-Gleis, war es natürlich ein Heimspiel, denn die "Schuhe" für die Masten passen selbstverständlich perfekt unter den C-Gleis Böschungskörper, was auch nicht anders zu erwarten war, sind die Gleiskörper der beiden C-Gleis-Versionen (also Märklin und Trix) doch bis auf die Farbgebung identisch. Auch ein Märklin Signal ließ sich problemlos "anflanschen".

Problematisch erwies sich aber die Weiche - insbesondere beim Befahren des abzweigenden Astes! -, oder genauer gesagt das Herzstück: Dieses ist für AC-Räder offensichtlich zu eng gebaut. Zwar kommt es nicht zu Entgleisungen, aber die Wagen werden im Schiebe-/Rollbetrieb deutlich abgebremst. Besonders betroffen war ein Fleischmann Güterwagen mit original GFN-Wechselstromradsätzen, der nur sichtlich holpernd durch die Weiche fuhr, und manchmal sogar beinahe entgleiste. Aber auch die Märklinwagons kamen bei manuellen Durchfahrten mehr oder weniger ins stocken. Das auf DC-Fahrzeuge abgestimmte Herzstück hemmt die AC-Räder mit ihren stärker ausgebildeten Spurkränzen. Mit Schmackes war es zwar für die meisten Wagen kein Problem, und auch die 140 hat ihre Testfahrten mit und ohne Anhänger nahezu problemlos bewältigt. Aber bei genauer Begutachtung ist eben doch festzustellen, dass es etwas hakt, die Weiche für "AC over DC" nicht optimal geeignet ist.

Glück im Unglück: Das Trix C-Gleis ist bekanntlich das einzige Zweileiter-Gleis mit "Quasi-PuKos", sind doch die Stanzstellen für die weitgehend baugleiche Märklin-Variante bei näherer Betrachtung durchaus erkennbar. Damit würde es aber meinem Ziel, in meinem Märklin Fuhrpark zumindest die E-Loks PuKo-frei bewegen zu können, ohnehin nicht ganz gerecht. Aber wenn man diese Gleise schon mal zu Hause hat, dann probiert man sie freilich auch aus.


Bild 15: Oberleitung und Signal fühlen sich zu Hause, aber die Weiche spielt nicht ganz mit; als letzter Wagen der besonders problematische Fleischmann-Wagon aus einer früheren Startpackung



Bild 16: Die Problemzone der Weiche: Das Herzstück als Engstelle



Bild 17: Und weil's so schön ist gleich nochmal: Perfekte Passform von Oberleitung und Signal



Bild 18: Bergheim mit Trix C-Gleisen


Nachdem mein Vorrat an Zweileitergleisen mittlerweile erschöpft ist, und meine "AC oder DC"-Tests damit zwangsläufig enden, kann ich ein erstes Fazit geben:

Am besten gefallen haben mir die Schwellenbandgleise von Fleischmann (Modellgleis, Code 110/2,7 mm), Piko (A, Code 100/2,5 mm) und Roco (ebenfalls Code 100/2,5 mm), bzw. deren vollkommen unproblematische Kombination.
Hier stimmt für mich Optik und AC/DC-Tauglichkeit. Allerdings konnte ich mangels persönlicher Verfügbarkeit gerade mal eine einzige Weiche testen. Ob ich das ändern soll, darüber bin ich noch unschlüssig, denn ansich ist bei mir aus Platzgründen momentan ohnehin kein Anlagenbau möglich, daher erübrigt sich eigentlich auch der Kauf von Gleisen, die für Teppichbahnen wie ich sie derzeit sporadisch betreibe nicht wirklich geeignet sind.

Platz zwei geht an das Fleischmann Profi-Gleis (wieder Code 100/2,5 mm). Im Grunde genommen genauso AC-/DC-tauglich wie die Gleise die sich Platz eins teilen, zumindest die von mir getestete Profi-Bogenweiche, aber die Optik vermag mich persönlich einfach nicht mehr zu überzeugen. Teppichgeeignet sind die Profi-Gleise aber!

Bedingt geeignet ist das Trix C-Gleis (Platz 3), wobei mir auch hier nur eine Weiche zur Verfügung stand. Aber genau die war es auch, die etwas gemuckt hat. Dazu kommt eine Optik, die mich persönlich nicht mehr anspricht. Teppichbahnereien sind aber problemlos möglich, sogar in Verbindung mit älterer und aktueller Märklin-Oberleitung sowie den alten und den aktuellen Märklin Hobbby-Signalen.

Platz vier sei nur nachrichtlich erwähnt, denn eigentlich stand dieses Gleis gar nicht mehr auf meiner Testliste: Das Roco Line-Gleis ist und bleibt für AC-Räder ungeeignet, egal wie oft ich es noch ausprobiere!


Zum Schluss möchte ich noch den Hinweis geben, dass ich für die von mir getesteten Gleise keine "AC-Freigabe" erteilen kann, da ich im Grunde mangels Verfügbarkeit viel zu wenige Weichen getestet habe um verbindliche Aussagen zu treffen. Dazu kommt, dass ich nur mit einer überschaubaren Anzahl an Loks und Wagen getestet habe. Wir alle wissen aber, dass Wechselstrom-Radsatz nicht gleich Wechselstrom-Radsatz ist, selbst innerhalb eines Herstellers. Dennoch bin ich mit den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden. Es hat mir unglaublichen Spaß gemacht. Und so wie ich mich kenne, werde ich auch noch die eine oder andere Weiche auftreiben, und weiter testen. Daher sage ich schon mal Forsetzung folgt!




Bis bald und gute Nacht

Euer treuer AC/DC-Fan Jerry


Jerry

Bergheim rüstet auf!

#23 von Jerry ( gelöscht ) , 11.05.2010 22:59

Hallo Leute,

Bergheim hat aufgerüstet: Nachdem es mir gestern gelungen ist eine Roco 2,5 mm Weiche 42311 aufzutreiben (neu, 9,- €, laut Hersteller nicht mehr lieferbar) musste ich mich natürlich sofort wieder ans Werk machen!

Kurzerhand wurden die nackerten Zweileitergleise nochmal aufgebaut:



Bild 19: Bergheim jetzt zweigleisig; Weichen Roco 2,5 mm, Flexgleise links im Bild 3 x Piko A, rechts 2 x Fleischmann Modellgleis



Bild 20: Die brave 140 mal wieder auf Testfahrt

Hat wieder fast reibungslos geklappt. Fast? Ja, leider nur fast. Trotzdem selbst 24cm-Blechwagen und auch ältere Güterwagen die Weichenkombi ganz problemlos passierten ist mir zum ersten mal aufgefallen, dass die alten 3yg-Umbauwagen (Artikelnummern 4079 und 4080) mit ihren dicken, fetten Spurkränzen nicht durch die Herzstücke passen. Das Problem ist noch ärger als der gleich gelagerte Sachverhalt bei der Trix C-Gleis-Weiche (s. o.). Obwohl ich meine Testreihe mit genau diesen beiden 3yg begonnen habe (siehe Bilder 1 bis 4, zu finden auf Seite 1 ganz oben) war mir das bisher nicht aufgefallen. Warum? Weil ich diese Garnitur für die späteren Weichentests gar nicht mehr heran gezogen habe. Ich habe dann vor allem mit der 140, einem Speisewagen 4087, und ein paar älteren sowie teilweise auch jüngeren Güterwagen getestet. Den Gleichstrom-Part übernahm stets eine Trix V100 mit Fleischmann-Güterwagen.

Trotzdem muss ich sagen, dass das ganze wieder enorm Laune gemacht hat! Die Preise der Roco 2,5 mm-Gleise sind zudem erfreulich günstig (9,- € für eine Standardweiche ist wohl ein normaler Preis für Neuware, die Dinger waren auch zu Leb-, ähh, Bauzeiten nicht teurer). Als Märklinist kann man da nur neidisch werden wenn man bedenkt was das Pendant, also das K-Gleis, kostet. Dazu kommt, dass die Roco-Normalweiche ziemlich exakt die Geometrie hat, wie die schlanke des K-Gleises (dabei allerdings sogar eine Idee länger und schlanker als die Göppingerin ist). Und dann gibt bzw. gab es von Roco sogar noch eine richtig schlanke Weiche (Länge 304,8 mm; Radius 1010 mm; Winkel 9.5 °).


Was ich bisher übrigens ganz vergessen hatte zu erwähnen:

Vor einiger Zeit habe ich mal den genau umgekehrten Test gemacht: "DC-over-AC". Nun mag manch einer denken, dass das gar nichts besonderes ist, da K- und C-Gleis bekanntlich durchaus zweileitertauglich sind. Ja, klar. Aber ich hatte mich für einen AC/DC-Simultantest entschieden: Die Wechselstromlok wurde über den Mittelleiter versorgt, die Gleichstrom-(E)-Lok über die Oberleitung. Ergebnis: Hat einwandfrei geklappt, die Loks fuhren gleichzeitig am selben Gleis!
Vorher hatte ich mich freilich bei diversen "Elektro-Experten" kundig gemacht - nicht, dass beim Testen etwas kaputt geht. Die Meinungen fielen zwar unterschiedlich aus, aber die herrschende Meinung besagte: Kein Problem! Und so war es dann tatsächlich auch. Als Basis diente mein bescheidener Vorrat an Märklin K-Gleisen. Aber wie immer bei Plaudereien aus Jerrys Nähkästchen gilt: Angaben ohne Gewähr, Nachahmung auf eigene Gefahr!



Gute Nacht Freunde

Jerry


Jerry

RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#24 von raily , 11.05.2010 23:26

Hallo Jerry,

ich verfolge deine Tests mit Interesse und Freude an der fortschreitenden Gleisentwicklung dazu, denke, ehe du dich versiehst, hast du eine kleine komplette Anlage auf dem Teppich...

Vom Grundgedanken klappt's ja prima und das der eine oder andere Wagen Probleme macht läßt sich nie ausschließen, bei mir z.B., noch auf der alten Anlage, war es ein Piko Güterwagen, obwohl schon mit AC-Radsätzen ausgerüstet, mochte er eine bestimmte K-Bogenweiche absolut überhaupt nicht, die anderen schon und sprang im Herzstückbereich meistens heraus, während ein zweiter Wagen des gleichen Modells, ebenso ausgerüstet, selbige problemlos in an allen Lagen passierte. Ich habe seinerzeit es nicht herausgefunden woran es lag und es schließlich unter Fertigungstoleranzen abgehakt.

Viele Grüße,
Dieter.


Märklinbahner (H0 AC) mit Pause seit `61, favorisierend die älteren Modelle, Ep. III-IVa. Und neuerdings ein bißchen DC.

wd.


 
raily
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Registriert am: 30.05.2007


RE: Geht's noch!? (Oder: Der "AC over DC"-Thread)

#25 von Jerry ( gelöscht ) , 12.05.2010 07:07

Hallo Dieter,

Danke für Deine Rückmeldung!

Und Du hast natürlich recht: Es gibt in jeder Konstellation Problemfahrzeuge. Vor Jahren musste ich in meiner (aktiven) Gleichstromphase feststellen, dass meine Brawa 216 mit der Roco Line EKW nicht kann. In einer Richtung hüpfte die Lok stets beherzt aus den Gleisen. In der anderen war es dagegen überhaupt kein Problem. Da ich sowohl auf Brawas V160, als auch auf Roco Line damals große, ach, größte Stücke hielt war meine Enttäuschung erheblich!
Ich habe denn in der DSO ein Thema eröffnet, dem Forum für alle "Gleichgestromten". Und prompt haben sich mehrere Betroffene gemeldet, die vor dem gleichen Problem standen. Ich hatte also nicht ein Montagsmodell erwischt. Nein, die - oder zumindest eine - ganze Serie der Brawa V160 vertrug bzw. verträgt sich einfach nicht mit der Roco Line EKW (jeweils nur in einer Richtung ). Dagegen nahm meine olle Trix V100 diese Weiche mit Bravour!

Die beiden Märklin 3yg, die mein derzeitiges "AC-oder-DC-Layout" boykottieren, laufen übrigens auch auf M-Gleisen nicht berauschend. Aber Spurkranzverdickung ist heilbar! Das macht ja unser schönes Hobby aus, dass wir ab und an beherzt herumdoktern müssen. Nur kaufen/sammeln wäre auf Dauer doch etwas eintönig.


In diesem Sinne einen schönen Tag mit viel MoBa wünscht

Jerry

P.S.: Leider werde ich auf absehbare Zeit "auf dem Teppich" bleiben müssen. Ein weiterer Ausbau mit schotterbettlosen Gleisen ist dort allerdings schwierig. Vielleicht wären daher Module doch die Lösung.


Jerry

   

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