Kleinbahn in Wien

#1 von dabbelju , 13.12.2018 10:24

Liebe Freunde, auf mich kommt eine traurige Aufgabe zu:

einen schönen, gepflegten MoBa-Nachlass aufzulösen oder die Nachkommen sachkundig zu unterstützen.
Nach erstem Augnschein sind es drei Kartons Rollmaterial aus den klassischen siebziger Jahren.

Es kommt wohl nicht auf maximalen Erlös an, sondern das Ganze in gute Hände zu übegeben. Die Sachen sind in Wien.
Hat jemand Ideen, ggf. Hilfestellung für uns? Hinweis gern als PN!

"Willhaben" als Österreich-spezifisches Ebay (allerdings besser!) kenne ich.

Grüße aus Wien - Uli (Märklinist, aus Deutschland eingewandert)


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RE: Kleinbahn in Wien

#2 von Gelöschtes Mitglied , 13.12.2018 17:43

Hallo Uli,

Du solltest die Sachen einzeln verkaufen, dann bringen sie mehr Geld als im Konvolut. Der viel größere Aufwand sollte sich dabei lohnen.

Kleinbahn hat feine Sachen und auch in Deutschland seine Fans. Mir fällt allerdings immer auf, dass man österreichische Sachen bei Ebay oft sehr billig bekommt, weil die Deutschen den üblichen österreichischen Auslandsversandpreis von rund 15,- (mit Recht!) als Abzocke empfinden.

Wenn Du also die Möglichkeit hast, solltest Du bei Versteigerungen von Deutschland aus versenden, dann belohnen Dich die Kunden garantiert mit besseren Auktionsergebnissen!

Martin


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RE: Kleinbahn in Wien

#3 von dabbelju , 13.12.2018 23:34

Danke, Martin - natürlich hast Du recht.

Der Auslandsversand per Post ist tatsächlich in beiden Richtungen unglaublich teuer. Ich könnte "als Deutscher" ggf. bei einer nächsten Reise in Deutschland Sendungen aufgeben.

Einzel-Auktion lohnt wegen des unvertretbaren Aufwands kaum, denn die Sachen sind NICHT erste Sahne. Inzwischen habe ich die vier Bananenschachteln mit Material im Haus und habe grob gesichtet. - Unter "Kleinbahn" versteht übrigens ein laienhafter Österreicher (also die Familie des Nachlasses) alles, was H0 ist.

Tatsächlich gibt es:
- viel LIMA (Lima ist prima - in der Werbung!), und viel zwar französisches Material wie Triebwagen, Loks, Waggons
- altes Liliput-Wien (Waggons)
- ROCO bis ca. 1980, vor allem Loks und auch Waggons
- und viel Kleinbahn: Uralt-Material in den historischen hellen Schachteln, bis zu "neuem" bis ca. 1980. Weniges ist ungelaufen, originelle Österreich-Sachen, das meiste in den falschen Schachteln steckend
- Märklin-Guß, wie SK 800 und Bullaugen Lok: Zustand schlecht, als Restaurierungs-Objekt oder ET-Spender, vereinzelt Alt-Fleischmann Loks
- sogar ein kleiner, alter Märklin-H0-Blechgüterzug mit Klauenkupplungen

Wegen unsachgemäßer Lagerung und sorgloser Handhabung ist eigentlich Vieles nur noch "Bastlerware", womit man sich nicht im Detail befassen möchte.
Deshalb scheint mir die Abgabe großer, sinnvoll zusammengestellter Konvolute zweckmäßig - und wenn die Dinge "für'n Appel und ein Ei" weggehen, ist es auch OK. Die heutige Sachwalterin meinte zu einem verbogenen Pantographen einer Fleischmann-Gußlok "vielleicht müssen wir's einfach in die Tonne hauen". Soo ist es aber auch nicht für den Fachmann - das ist das Problem! Es ist übrigens ca. zu 80% Österreich-Material, 15% Frankreich, Rest Deutschland.

Nebenbei: wenn man bedenkt, wie hier vor 60 ... 40 Jahren jemand gesammelt hat, dann ins "ewige BW" eingefahren ist, und wie dann seine Sachen heruntergekommen sind - da kann einem mulmig werden wenn man dran denkt, was mit der eigenen Sammlung mal künftig passieren könnte. Anderes Thema, hatten wir andernorts im FAM schon öfters.

Also, den Märklin-Schatz im Sinne von Koll & Schiffman habe ich nicht in den drei alten Koffern mit Zeitungspapier und Schachteln gefunden, leider. Aber z.B. die ROCO Loks könnten gut auf Vereinsanlagen passen, um bei Schau-Vorführungen "Kilometer runter zu reißen".

Traurige (weil-wenn-ich-sowas-sehe) Grüße aus Wien - Uli


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RE: Kleinbahn in Wien

#4 von Gelöschtes Mitglied , 14.12.2018 08:35

Moin Uli,

der geschilderten Situation nach wird es hier tatsächlich besser sein, z.B. nach Marken getrennt Konvolute zu verkaufen.

Bei dem von Dir geschilderten Zustand stellt sich halt die Frage, ob die Erben einfach eine Anlage mit dem Hammer aufgelöst haben oder ob der ursprüngliche Besitzer nicht ganz pfleglich mit den Sachen umgegangen ist. Wenn solch ein Fund quer durch viele Marken, viele Themen und Epochen geht, irgendwie kein roter Faden erkennbar ist, dann überlege ich , was es wohl für ein Sammler war. Vllt. hat hier jemand einfach nur
jedwedes Schnäppchen auf Trödelmärkten mitgenommen? Gut erhaltene Raritäten scheinen eher nicht dabei zu sein.

Aber egal, bei dieser Menge sollten in jedem Fall doch einige Silberstücke herausspringen. Eine abgehalfterte SK bringt schon noch 150- 200 Euro, die Klauenkupplungsblechwägelchen bringen durchschnittlich immer rund 20 Euro. Ist ein Güterwagen 381 SB mit der Schlußbeleuchtung dabei? Der ist nämlich auch im miserablen Zustand noch recht wertvoll!

Martin



RE: Kleinbahn in Wien

#5 von dabbelju , 14.12.2018 19:09

Halo Martin,
ein Schlußwagen ist nicht dabei.
Der Modellbahnerist vor ca. 35 Jahren in der österreichischen Provinz verstorben - da konnte man nicht auf MoBa-Märkte gehen. Seitdem wurde das Material "pietätvoll" in Koffern gelagert oder weitergereicht - zum Schluß ein Bahn-Stückgutversand nach Wien-Westbahnhof.

Ich nehme an, bei einem solch einem Eisenbahnfreund landete früher vieles, was irgendwo in seinem Umfeld herunkugelte. Die eigentliche Sammlung ist durchweg 2L-Gleichstrom, wie in Österreich üblich. Aus erster Nachkriegszeit ist auch die eine oder andere, für 3L-WS verbastelte Kleinbahn Lok dabei.

Übrigens, MEINE Sammlung hat für außenstehende auch kein klares Profil: miniclub (aktuel), Spur N, Alt-Märklin (aus meiner Kindheit) und Märklin Digital ab 1985 (Anlage), sowie NEUE 1 und wenig Anderes (2L-Gleichstrom) . Da spielen viele persönliche Erinnerungen hinein. Spur 1 kam, als ein großes Zimmer frei wurde, nach Trennung von der Partnerin :-/
Und die problematische Parole eines verstorbenen Kollegen war: "ein wirklicher Eisenbahnfreak kann von allem etwas haben - Hauptsache, schön!". Das stimmt ja irgendwie.

Ich werde Firmen-mäßig und Qualitätsmäßig sortierte Konvolute im österreichischen "Willhaben" einstellen, historisch interessante Sachen oder LIMA für deren Fans dann auch hier im FAM. Mit eBay kenne ich mich als Verkäufer nicht aus, ich bin da skeptisch.

Jetzt muß ich erst mal ein paar Bilder knipsen.
Uli


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RE: Kleinbahn in Wien

#6 von Gelöschtes Mitglied , 14.12.2018 19:41

Hallo Uli,

ich habe auch Märklin, Trix und Fleischmann, jeweils von Anfang bis in die mittleren 70er konsequent durchgesammelt, dazu N Spur. aber hiervon und davon 3 oder 4 Loks und dann noch wild verbastelt, das führt zu nichts und bei einem Verkauf ist die Enttäuschung hinterher groß.

Ebay ist so schlimm nicht. Habe mir neulich eine HR 800 von 1940 gegönnt. Da fehlten Teile, also habe ich aus Italien 2 weitere baufällige Exemplare ersteigert (die Leute haben sich nicht getraut) und noch ein weiteres 800er- Wrack. Zusammen waren es bis dahin 1130 Euro mit 4 Achsen von Ritter für den Tender. Hinterher habe ich alles, was ich nicht gebraucht habe, wieder bei Ebay vertickt. Die Leute haben begeistert zugegriffen, so kamen fast 800 Euro zurück. Meine HR ist nun im Topzustand und bis auf die Tenderachsen aus originalen Teilen konfiguriert. Für nicht einmal 350 Euro! So macht man das! Crowdfunding -- lass' doch die anderen bezahlen!

Martin


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RE: Kleinbahn in Wien

#7 von dabbelju , 14.12.2018 21:03

Ja, Martin, so macht man das - Glückwunsch zur HR 800! Wenn man's kann. - Uli


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RE: Kleinbahn in Wien

#8 von dabbelju , 23.12.2018 15:45

Hallo Freunde,
zu Weihnachten soll ja aufgeräumt sein: das "lose Material" (war in Zeitung gewickelt) lag zunächst auf meiner Anlagenplatte ausgebreitet. da stört es natürlich beim weihnachtlichen Spielen mit dem Enkel! Also habe ich das in Obststeigen einsortiert, in Bläschenfolie gewickelt:

Von Märklin-Guß (original 3L-WS) ist ein einigermassen passables Krokodil dabei, und zur SK 800 fand sich sogar der Tender! Dann die blaue Bullaugen-Lok, eine irre schwere BR 18 in grün, und eine grüne ÖBB-Ellok. - Von Lima eine sehr lange, silberne CoCo - Lok "Née cassée" (Knicknase) der SNCF und eine italienische Doppel-Diesellok der FS Italia.

Eine schwere Ellok der SBB, ohne Marke, aber mit vielen Schleifen an der Unterseite: muß wohl TRIX-Express sein. Auch wegen der hohen Spurkränze.

Und von Kleinbahn Vieles in ÖBB, die ex-deutsche BR 94 in orangerot und (verbastelt) in grün, die kurze Vorkriegs-Ellok mit den kleinen Vorbau-Köfferchen, und "übliche" Elloks. Eine Roco BR 111, deutsch-türkis/elfenbein.

Die Loks in OVP kommen noch hinzu - sind derzeit raumsparend in Bananenschachteln verstaut.

Nach Weihnachten kommen Listen und Fotos.

Schöne Festtage! Uli


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RE: Kleinbahn in Wien

#9 von dabbelju , 30.12.2018 23:34

Hallo Kleinbahner,
jetzt habe ich erste Fotos:
Hier schöne Alt-Wagen in der historischen 50er-Jahres-OVP mit Stülpdeckel. IMärklinNachlass 064.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
MärklinNachlass 039.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)
MärklinNachlass 040.JPG - Bild entfernt (keine Rechte)

Unfd noch eine bekannte Ellok, ohne OVP


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