Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#1 von volvospeed , 20.12.2021 15:37

Der Bericht neu verfasst...

Hallo zusammen,

schon lange schwebt mir eine Nostalgiebahn vor. Das Projekt Reichelsheim sollte eigentlich ja auch mal eine Nostalgieanlage werden, jedoch aufgrund meiner Detailverliebtheit, wurde es eher eine Spieleisenbahn mit Anleihen einer Modelleisenbahn.

Mein neues Projekt, wird nun quasi ein Ausgleich zu meiner Digitalbahn. Hier wird einfachste Technik und nur altes gebrauchtes Material verwendet. Gebaut wird mit dem was vorhanden ist, bzw. von Modellbaukollegen dazu gegeben werden kann. Hier erstmal ein riesiges Danke Schön an unseren Detlef, der mir schon mehrmals mit altem Schienenmaterial, aber auch Häsuer und anderen Kleinigkeiten ausgeholfen hat.

Nun aber zum Projekt:

Vorraussetzung:

  • die Anlage muß ich zu Hause verstauen können, weiterhin soll sie auch ohne weiteres in mein Auto passen und auch dem Publikum auf Vereinsausstellungen gezeigt werden. Die Maße entsprechen einer Kleinstanlage unter 1m².( exakt 0,9775m² ) Die exakte Maße lauten daher nur 1,15 x 0,85m!!!
  • Fleischmann Modellgleise ( weitgehenst 6000er Serie )
  • spielintensiv, eventuell aber auch Automatikbetrieb mit Fleischmann Bauteilen

Was mir noch fehlen wurde wäre der unbeschrankte Bahnübergang Nr. 6499, sowie die Schüttvorrichtung für die Kipploren Nr.6481. Letztere hatte ich gehabt, weiß aber leider nicht mehr wo sich das Teil befindet. Die bisherige Suche blieb leider erfolglos.

Zum Plan:

Bei den Maßen ist natürlich nicht allzuviel machbar, was aber auch nichts ausmacht, denn is wird eine Nostalgieanlage, sowie es eben früher war.
Unklar ist bis dato noch, ob die Gebäude der 60 bis 70iger, oder die Gebäude der 70iger und 80iger Jahre verbaut werden.

Hier der Gleisplan. Durch die Darstellung sieht das hinten mit dem Tunnel auf dem Bild etwas merkwürdig aus, laßt Euch da mal nicht von täuschen. An das Stumpfgleis kommt entweder Die Schüttvorrichtung für die Kipploren, oder aber ein kleiner Güterschuppen.



Der Unterbau:

Nachdem die Planung schon länger im Kopf herumtobte, plante ich gestern Nacht den Rest durch. Heute Morgen um 9 Uhr stand ich bereits im Baumarkt, um das benötigte Holz zu kaufen.

Rahmen 80x20mm Fichte, Deckplatte 13mm Tischlerplatte.

Das Ganze ist veleimt und verschraubt. Hier war ich gerade dabei die vorgebohrten Löcher zu senken



Fertige Ecke



Kurz Nachmittag war die Basis für die neue Anlage geschaffen...

Die Anlage wird übrigens keine fest Füße bekommen, sondern im Heimbetrieb auf die Metallböcke abgelegt. Auf Ausstellungen soll sie entweder auf einen Tisch, oder ebenfalls auf die Metallböcke gesetzt werden.



Hier mal nach meinem Plan, die aufgelegten Gleise. Unschwer zu erkennen, das hier noch zwei Weichen neuerer Bauform, mit ansteckbaren Antrieb aufgelegt sind. Die für den Weiterbau bestimmte Weichen befinden sich noch auf der Anlage Reichelsheim. Sprich Reichelsheim, wird Technisch etwas modernisiert und sie bekommt nun die letzte Generation der Modellgleise mit ansteckbaren Antrieben und diese Anlage die alte Bauform, mit festmontierten Antrieben.



Mein Gedanke, war es eine transportabele Anlage für Zuhause, aber auch für meinen Verein zu bauen. Um Kosten zu sparen, versuche ich nur bestehendes Material, was ich über die letzen Jahre gesammelt habe einzusetzten. Kleinstanlagen, hatten schon immer einen besonderen Reiz für mich, denn eigentlich sind sie schwerer zu bauen, als große Anlagen. Man muß viel mehr Kompromisse eingehen, es gilt weniger ist mehr und dieses umzusetzen ist oftmals auch recht schwer, es erfordert je Menge Disziplin. Man muss mehr tüffteln, um was halbwegs brauchbares herauszubekomen, sei es im Landschaftsbau, bei der Elektrik ( wenn man das wollte ), aber auch den Fahrbetrieb.

Es kommt aber noch ein weiterer Punkt zu meinen Überlegungen. Projekt Reichelsheim war der erste Versuch eine Retrobahn zu bauen, nun ja, abgesehn von der Technik und den Gleisen, ist die Anlage von dem was ich mir als Retro vorstelle weit entfernt. Meine Detailverliebtheit hat mir hier ein Strich durch die Rechnung gemacht. So, ist diese Anlage nun wohl eher als Spielanlage mit Modelleisenbahngenen ( Landschaftstechnisch ) zu sehen.

Mich reizt es nun, in die Vergangenheit zu Reisen und die damaligen Techniken anzuwenden und im Vergleich zu den neuzeitlichen Anlagen auch den Besuchern auf Ausstellungen zu präsentieren. Dazu muß ich nun selbst erst mal viele alte Techniken kennenlernen und erlernen. Auf aktuelle Bautechniken werden ich hier soweit es geht verzichten und wenn überhaupt nur im nicht sichtbaren Bereich anwenden. Auch möchte ich Versuchen, den Flair, welchen man in alten Katalogen und Gleisplanheften sieht, einzufangen.

Das fängt schon mit den Schienen an, damals wurden die Schienen oftmals gar nicht eingeschottert und imenser Aufwand wie heute betrieben. Man begnügte sich damit, das Holz unter den Schienen einfach Beige, oder in Grautönen zu lackieren.

Genau dies Tat ich heute, nach dem ich meine Gleise auf die Platte übertragen hatte und die Löcher für die Elektrik gebohrt hatte. Ich mischte mir graue Farbe an und pinselte die entsprechende Bereiche vor.



Und hier schon Mal ein kleiner Ausblick in welche Richtung es gehen wird....die Anlage soll den Stil Ende der 60iger, Anfang der 70iger Jahre, kurz nach der Umstellung von gepressten Schienenprofilen/Pappschwellen, auf Messinggleis darstellen.


Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#2 von volvospeed , 20.12.2021 15:38

inzwischen ist meine Anlage auch soweit Verkabelt. Fehlen nur noch die Lampen in den Gebäuden.

An den alten Fleischmann Weichen gibt es ja die Klemmen 1-4, die man zum Schalten von Gleisen, oder anderen Dingen nehmen kann. Obwohl ich die Funktion schon länger kenne, habe ich sie nie benutzt. Bei dieser Anlage sollte sich das nun ändern.

Mein Stellpult sollte so einfach wie möglich gehalten werden und aus diesem Grunde kam mir diese Funktion nun gerade recht. Die Klemmen 1 und 2 kann man zum Schalten des Fahrstroms nehmen.

Hier also mein Schaltplan



FS = meine Fahrspannung von meinem Trafo. Wie man sehen kann habe ich an 3 Stellen den Fahrstrom in die Bahn eingespeist. Zwischen den Weichen, auf der rechten Seite und oben nochmals. Auch wenn die Bahn sehr klein ist, so ist zu bedenken, das das Gleismaterial und deren Schienenverbinder schon etwas älter sind und ggf. nicht mehr so Kontaktfreudig, wie neues Material, Sicher ist Sicher.
Bei W1 habe ich fälschlicherweise die beiden blauen Linien an Klemme 3 und 4 gezeichnet, natürlich ist es hier auch die Klemme 1+2.

Die Weichen werden ganz normal, wie gehabt über die ~ Versorgung und Taster geschaltet, wie das geht brauch ich wohl nicht zu zeigen, daher habe ich mir das einzeichnen auch gespart.

Nun zur Besonderheit der Weichen. Auf Klemme 1 wird immer der Gerade Strang und auf Klemme 2 der Abzweigende Strang mit FS versorgt. Der FS wird direkt von der Schiene der Weiche entnommen und wenn die Weiche umgeschaltet wird, wird entweder die Klemme 1 oder 2, wie ein Umschalter an oder ausgeschaltet.

Die roten X sind die Isolierverbinder.
W1 = Weiche 1
W2 = Weiche 2
W3 = Weiche 3
E = Entkuppler

Steht also W2 gerade und W1 auf Abzweig und ich fahre gegen den Uhrzeigersinn, wird die Lok vor W1 zum stehen kommen. Schalte ich die W1 auf Gerade fährt die Lok weiter. Das selbe Spiel auch in der anderen Richtung und auf beiden Bahnhofsgleisen. Steht W3 auf Gerade ist das Stumpfgleis abgeschaltet, stelle ich W3 auf Abzweig, wird das Stumpfgleis mit Strom versorgt. Man kann sagen was man will, aber die alte Technik ist einfach genial!!!!!

Entsprechend einfach sieht nun auch mein Stellpültchen aus.

Fahrtrafo 2x Weichentaster und ein Schalter ( fürs Licht, leider hatte ich keinen mehr mit dem Lichtsymbol )

Die Beschriftung eindeutig und klar, habe ich hier mit dem Photoprogramm eingezeichnet. Mittels einem Photoprogramm werde ich mir nun entsprechende selbstklebende Schildchen ( Papier ausdrucken, Vorderseite Tesafilm, Rückseite doppelseitiges Klebeband, ausschneiden, ferrtig ) basteln und aufkleben. Fertig ist die Laube. Bei Gelegenheit wird der Lichtsignalschalter gegen einen Schalter mit Lampensymbol ausgetauscht.



Auch wenn die Kabel unter der Anlage sauber verlegt sind, kann es immer mal sein das man darin hängen bleibt. Um dann nicht gleich unbeabsichtigt die Kabel aus den Schaltern bzw. Trafo zu ziehen sichere ich sie einfach zusätzlich mit einem Kabelbinder. So habe ich das schon bei meinem Projekt Reichelsheim gemacht und es hat sich bestens bewährt. Übrigens habe ich die Schalter auf der Vorderseite und auf der Rückseite mit Fleischmann Gleisschrauben befestigt, denn die passen hier auch bestens.




nachdem ich noch einen alten Fleischmann Strecken-Gleichrichter 519 gefunden habe, machte ich mir Gedanken, wie ich das Teil sinnvoll einsetzten könnte.

Zuerst die Schaltung

Auf meiner Bahn habe ich folgende Situation, ein Abstellgleis und ein Streckengleis. Über die Weiche Klemme 1 und 2 hab ich das Abstellgleis automatisch ab und angeschaltet. Ist die Weiche in rechter Lage ist das Abstellgleis stromlos, Steht die Weiche in linker Lage wird das Abstellgleis mit Strom versorgt. Das Lichtsignal mit einem isolierten Abschnitt für die Zugbeeinflussung baute ich nachträglich ein

rotes X = Trennstellen

Mittels dem Signalschalter 6921 wird das Signal geschaltet. Problem war, stand das Signal auf Halt und man wollte in der Gegenrichtung einen Zug fahren lassen blieb dieser im Halteabschnitt stehen, da er ja stromlos abgeschaltet war. Wenn man das Signal auf Fahrt stellt, dann fährt auch der Zug in der Gegenrichtung durch, was aber Signaltechnisch wiederum keinen Sinn macht und optisch auch nicht so gut aussieht.

Um nun ohne Beeinflussung einen Zug in der Gegenrichtung fahren zu können wird eben ein Strecken-Gleichrichter gebraucht ( neue Nummer 6950, alte Nummer 519 ). Der Streckengleichrichter ist eigentlich nichts anderes als eine Diode. In einer Richtung läßt sie den Strom durch, in der anderen Richung sperrt sie.
Normalerweise wird der Fahrstrom ja vom Trafo an die Schalter geleitet und von dort aus an die Schiene. Problem hierbei ist, würde ein Zug vor dem Signal stehen und ich würde einen Wagen in die Abstellung schieben wollen, würde der Zug vor dem Signal durch die Diode ebenfalls fahren. Damit das nicht passiert, nutze ich die Weichenpolarisierung Klemme 2. Die Fahrspannung kommt nun nicht aus dem Trafo, sondern die Weiche fungiert nun als zusätzlicher Schalter in Abhängigkeit der Weichenstellung. Steht die Weiche in der linken Lage, also in die Abstellung, wird der Abschnitt vor dem Signal ebenfalls abgeschaltet. Nun kann ein Zug vor dem Signal stehen bleiben, ohne weg zu Fahren. Um trotzdem eine ordentliche Stromversorgung zu gewährleisten, sollte auf jeden Fall vor und hinter dem betreffenden Bereich die Hauptschiene Fahrstrom eingespeist werden. In dem Bild gelb/braun dargestellt. Leider wird das in den Fleischmann Handbüchern so nicht dargestellt.



Die Situation auf der Bahn
Rot eingekreist der alte Strecken-Gleichrichter 519 ( es geht auch der neuere 6950 )




Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#3 von volvospeed , 20.12.2021 15:39

heute gings nur ein kleines Stückchen an der Anlage weiter. Im Prinzip eigentlich nur Stellproben der vorhandenen Gebäude. Um aber nicht die ganze Spannung herauszuholen, präsentiere ich heute mal nur ein paar Schnappschüsse

Ein alter Wiking Autotransporter, beladen mit Schuco Piccolo. Während der Lkw noch ein echtes Modell von damals war, sind die Pkw´s Replikas. Das macht aber nichts, sie passen erstmal dazu und können ja bei Gelegenheit auch gegen zeitgenössische Modelle ausgetauscht werden. Im Hintergrund Faller Ladengeschäft, die Kapelle stammt von Vaupe. Links, das desolate Gebäude Hersteller ist mir nicht bekannt. Es gibt weder einen Stempel, noch eine Marke.



links ein Vaupe Modell, rechts ein Faller, beide Gebäude stammen von ca. 1960



und meine Inspiration



Es gibt neben der inzwischen fertig gestellten Elektrik auch optisch was zu sehen, daher nun mal aktuelle Bilder!!!

Erst mal eine Gesamtübersicht

Die meisten Häuser haben nun ihren Platz gefunden und eine Grundierung in Farbe ist nun auch schon aufgetragen. Unten rechts ist noch ein Tunnel geplant, welcher noch gebaut werden möchte. Dazu bräuchte ich nun aber erstmal zwei alte Faller Portale. Eventuell könnte aber auch ein zeitgenössischer Fertigtunnel aus den 60iger Jahren da hin kommen. Mal sehen was sich ergibt.



Mal ein paar Detailansichten

Gleich das erste Gebäude in leicht desolaten Zustand gibt mir ein Rätsel auf, denn leider ist weder eine Marke, noch ein Stempel oder irgendwas an dem Gebäude, so das ich den Hersteller entziffern könnte. Das wäre jedoch sehr hilfreich zu wissen, um es richtig restaurieren zu können, weiß jemand von Euch was dazu ?

Ich denke es handelt sich um eine kleine Fabrik, zumindest würde ich es als solches einsetzten.

Auf dieser Seite fehlen Fensterläden, sowie ein Schornstein und so wie das aussieht noch ein Bauteil an dem Anbau seitlich



Auf dieser Seite gibt es nämlich eine Rampe



Auch bei diesem Gebäude kann ich leider kein Hersteller ausfindig machen. Es handelt sich um ein Gasthaus " zur Post"



links daneben ein kleines Wohnhaus von Vaupe, Nr. 102 ( 1956/57 ) und der Faller Pilz Kiosk ( B-135, 1967 )



Der Bahnhof selbst ist ebenfalls ein Vaupe, jedoch konnte ich hier die Artikelnummer nicht genau bestimmen. Ich fand zwar einige die ähnlich aussahen, aber eben nicht exakt so. Am Boden ist ein Stempel Vaupe vorhanden, ich schätze mal das er zumindest auch aus den 60iger Jahren stammt. Im Vordergrund ein Wiking MB Postbus



Dieses kleine Haus ist auch von Vaupe, Nr. 1028 ( 1956/57). Leider fehlt die Bodenplatte und auch die Türe.

Die drei Pkw´s sind Schuco Piccolo Replica´s. Sie passen aber recht gut dazu, auch wenn sie eigentlich viel zu neu aussehen. Aber so lange ich nichts anderes passendes habe tun es die auch ;-)



Hier mal die Szene von der Gleisseite. Passend zum Stil der alten Gebäude werde ich mir demnächst einen Bahnsteig schnitzen und den Hausbahnsteig mit einem Bogenteil anpassen ( ohne das Originalgebäude zu verändern ! )



Faller Ladengeschäft Nr. 216 ( 1960 ), mein absolutes Lieblingsgebäude. Links daneben eine Wiking Garage, sowie zwei alte Wiking Fahrzeuge



Die Kapelle stammt ebenfalls von Vaupe Nr. 1069 ( 1956/57 )
Das dahinter stehene Alpenhaus ( Hersteller unbekannt ) , werde ich wahrscheinlich nicht verbauen, es steht derzeit als Platzhalter da. Vielleicht läuft mir da noch ein anderes schönes Griesputzhäuschen über den Weg.



und noch ein paar Impressionen









Bis dahin war es noch recht einfach, nun gehts aber an die weitere Landschaftsgestaltung und das wird nicht ganz so einfach. Erstmal muß ich noch auf Materialsuche gehen und dann mich noch in die Modelllandschaftstechniken von damals hineindenken. Vielleicht kann mir der ein oder andere bei den Gebäudefragen weiterhelfen. Weiterhin, suche ich noch passendes Zubehör, solltet Ihr also was passendes haben, ich wäre ein dankbarer Abnehmer ;)


Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#4 von volvospeed , 20.12.2021 15:40

und hier mal ein paar bewegt Bilder der ertsen Probefahrten



Im Übrigen konnte mir ein Kollege aus dem Nachbarforum www.alte-bahnen.de bei der Auflösung des Fabrikgebäudes, welches eigentlich eine Molkerei ist, sowie auch bei dem Gasthaus "Zur Post" helfen.

Das Gasthast, Modell Nr. 338 im Creglinger-Katalog von 1955.
Die Molkerei Modell Nr. 450 im Creglinger-Katalog von 1955.

Hier einfach mal ein wenig herunterscrollen

http://www.conradantiquario.de/ca/conten...dellarchiv.html

Da bin ich megahappy, solche außergewöhnlichen Modelle zu besitzen.

bei altem Material ist halt auch mal was kaputt oder fehlt.

In unserem Nachbarforum " alte-Bahnen" hatte ich nach recherchiert und natürlich auch einen passenden Beitrag gefunden. Es geht um das Vaupe Haus Nr. 1028

Hier ein Link zum passenden Beitrag:

http://alte-modellbahnen.xobor.de/t29266f134-Vau-Pe.html

Mein Häuschen befindet sich leider in einem sehr desolaten Zustand, aus dem Grund hatte ich beschlossen es zu Restaurieren.

Es fehlt die Bodenplatte, die Eingangstreppe, die Sitzbank, sowie die Türe.

Aus einer 5mm MDF Platte, selbe stärke wie Originalboden, fertigte ich eine passende Bodenplatte an. Die Maße habe ich aus den Bildern des Berichts ausgerechnet.
Die Ecken der Platte brach ich mit der Feile, ähnlich des Originals



Das 16mm Loch für den Beleuchtungskörper wurde eingearbeitet. Da ich keinen 16mm Bohrer habe, bohrte ich erst mit 5, dann mit 10mm nach. Mittels Kreisschablone wurde zuvor das 16 mm Loch exakt aufgezeichnet. Den Rest erledigte ich mit Dremel und Fräser



Das Haus konnte sodann, nach dem auch die anzufertigende Türe gefärbte und eingeklebt wurde auf der Grundplatte aufgeklebt werden.



Aus dünnen Flugzeugbalsaholzm bzw. auch Sperrholz und Apachiholz fertigte ich die Türe, die Eingangstreppe, sowie die Bank



Hier im Rohbau



Im nächsten Step beizte ich die Bank, sowie auch die Eingangstreppe ähnlich dem Original. Durch die Rustikal-Beize Moorbraun, wird der Originallook fast 100% wieder entstehen.

Im Bild die Bank noch im nassen Zustand. Nach dem ablüften, wird die Maserung des Holzes wieder etwas mehr sichtbar und im gesamten etwas heller



Es ist wirklich sehr interessant auch mal die alten Techniken zu lernen, bzw. mal wieder aufleben zu lassen.

Da bei den meisten alten Häuschen das Grünzeugs braun und unansehnlich geworden ist und das umso mehr auffällt wenn man sie in eine neu gebaute Anlage integrieren möchte, sollte man da was tun. Aber bitte Stilecht, denn Lasercut, oder Plastikpflanzen ala Busch haben da nichts verloren.

Meistens ist das gefärbte Sägemehl, je nach Anwendung, z.B. Rasen am Haus doch zu grob. Mit einem Küchensieb, trennte ich daher die zu groben Späne.

vorher



nacher



Möchte man eine Blumenwiese haben und hat kein fertig gemixtes Zeugs da, dann mixt man eben selber, rot und gelb, eventuell auch blau in das gesiebte Grün




Hier habe ich bereits dezent rot eingemischt und nun folgt noch ein wenig gelb



Lange habe ich überlegt, wie man damals überhaupt den Blumenschmuck an die Fenster gemacht hatte, denn das würde auch aktuelleren Häusern sehr gut stehen.
Die Lösung fand ich erstmals in einer der Faller Baubroschüren 840 und 841 aus den 60iger Jahren.
Da es aber die Materialien die Faller damals verwandte z.T. heute nicht mehr gibt, überlegte ich mir was man ersatzweise nehmen kann und so kam ich auf Ponal Classic ( längere Aushärtungszeit, als Express ). Diesen Kleber verdünnte ich zuerst mit Wasser und dann gab ich die Sägespäne nach Wunsch hinzu.

Dann vermischte ich das zu einem schönen Brei´chen... Im Moment sieht das noch etwas seltsam aus. Mittels Pinsel, Zahnstocher, und Schraubenzieher kann man den Brei nun an die gewünschten Stellen des Gebäudes aufbringen. Mischt man noch Schaumstoffflocken dunkelgrün unter kann man sogar kleinere Hecken damit zaubern.



So lange das Material noch feucht ist, sieht es etwas seltsam aus, nun heißt es Geduld und das Ganze ordentlich trocknen lassen.



Nach 12 Stunden warten....

Mein erstes Teilrestauriertes und begrüntes Modell.

An der Konsistenz der Büsche muß ich noch ein wenig fehlen. Mit rot und weißer Farbe hab ich mit einem Pinsel noch Blüten aufgetupft.

Zugegeben, an die alten Materialien muß ich mich nicht nur von den Techniken, sondern auch von der Optik wieder dran gewöhnen. Hier merkt man aber mal wie sehr man von den aktuellen Materialien verwöhnt ist. Aber, ich bin sehr zufrieden und es macht irre Laune, mal wieder zu den Wurzeln des Modellbaus zurückzukehren!!!!










Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#5 von volvospeed , 20.12.2021 15:40

das nächste Gebäude ist bereits auch fertig restauriert. Hierbei handelt es sich um ein Modell von Creglingen, Nr.450 Molkerei aus dem Jahr 1957.

Die Basis, war leider nicht mehr so gut im Zustand, es fehlten Glasteil auf dem Anbau, großer Kamin, Fensterläden, Fensterbänke, sowie die Überdach der Rampe





Zuerst fertigte ich die Fehlteile an. Angefangen mit dem Glasteil auf dem Anbau, in einem Bericht in dem Forum von HD, fand ich gerade mal ein einziges Vergleichsmodell, dessen Bilder ich zum Nachbau annahm. Nach kurzer Überlegung, fand ich in meiner Restekiste 2 Bauteile Glaskuppeln, vom ehm. Faller Bausatz Dachser Speditionshalle. Natrülich paßten die so nicht und mußten erst angepaßt werden.

Hier das Original Faller Teil



Aus 2 mach 1 und das möglichst so das man es nicht sieht. Als Schnittkante nahm ich den Fensterrand, trennte die beiden Glasteile passend ab. Anhand des Daches konnte man bei genauem Hinsehen noch erkennen, wo das ursprüngliche Teil mal befestigt war.



und hier bereits das neue Fertigteil bereits an seiner Position aufgeklebt. Die Schnittstelle ist nur bei ganz genauem Hinsehen zu erkennen



Aus Buchenholz fertigte ich dann das Vordach, sowie den hohen Kamin



Hier das Vordach, mittels gesiebten Vogelsand ( ist aber immer noch einen Tacken zu rauh ) bestreut und in passender Fabre lackiert. Der Lack ist hier noch feucht.



Um die selbe Oberfläche wie das Original zu erhalten, wurde die Farbe auf die Oberfläche aufgestuppt.



Die fehlenden Fensterläden erstellte ich aus Karton. Nun haben die Läden aber Sicken, um sie darstellen zu können nahm ich einen in der Breite passenden Schraubenzieher und prägte den Karton auf diese Weise. Die Stärke der Prägung ist hierbei Gefühlssache.



Zum Schluß fertigte ich noch die fehlenden Fensterbänke aus Holz an und beizte diese dunkel, so das sie den Originalteilen möglichst ähnlich kommen.



Nun konnte ich das Modell vervollständigen und wo wir schon dabei sind, erneuterte ich auch gleich das Grünzeugs. Nur unter der Rampe ließ ich es so wie es war.













Fertig für den Einbau auf der Anlage ;-)


Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#6 von volvospeed , 20.12.2021 15:41

bei der Recherche nach meinem Bahnhof, bin ich auf diesen interessanten Thread gestossen. Die ganze Zeit war ich eigentlich der Meinung bei dem Bahnhof handelt es sich um ein Vau-Pe Modell und suchte in deren Kataloge herum. Zumal die Optik ja sehr dafür sprechen würde. Es gibt zwar Bahnöfe die ihm ähnlich sind, aber eben nur ähnlich. Heute kam ich dann auch mal auf die glorreiche Idee, man könnte ja mal unter das Gebäude schauen und da fand ich dann auch den Stempel Bub. Na, kein Wunder das ich ihn bei Vau-Pe nicht finden konnte.

Hier also mein Exemplar, 1252 Bahnhof "Eichforst"mit Schuppen, ca 1960!!

Da das Modell noch in sehr ansehnlichen Zustand ist, wird es auch Original belassen und verbaut.













Die Tage ist mir ein ganz besonderes Schmuckstück zugelaufen. Recht herzlichen Dank dafür ;-)
Das möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten, daher präsentiere ich nicht ganz ohne Stolz ein ganz besonderes Schmuckstück

Es handelt es sich um eine Preiser Figur, Nr. 480 Fuhrwerk. Das Modell stammt von ca 1955/56 und befindet sich in sehr gutem Zustand, lediglich die Marke am Unterboden des Fahrzeugs fehlt.

Hier hat Egon gerade eine Milchkanne zur Molkerei gebracht










als Beifang noch einige sehr schöne Autos passend zu meiner Nostalgiebahn, die ich nun vorstellen möchte.

Wiking Autos

3 schöne unverglaste Wiking Käfer, nur bei dem hinteren ist die vordere Staßstange etwas lediert. Naja, wird er vorwärts in die Garage eingeparkt.







Wiking VW Karmann und Borgward Isabella







Wiking VW T1 Bus und Mercedes L319






Mit freundlichen Grüßen
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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#7 von volvospeed , 20.12.2021 15:42

natürlich bleibt die Platte nicht nur einfach Grün und Grau. Daher fing ich gestern an meinen Tunnel zu bauen, daber war es mir wichtig auf traditionelle Art und Weise zu Bauen, ich wenn man später nichts mehr davon sieht. Bei meinen aktuellen Anlagen baue ich ja fast ausschließlich die Landschaften mit Styrodur.

Hier jedoch die klassische Variante, mit einem Spantenwerk, aus Holz, sowie Drahtgaze. Zwar ist mir die Kartonmethode und Kartonkistenversion überspannt mit Krepppapier auch geläufig, aber ich mags halt gerne etwas stabiler. Die Tunnelröhre selbst ist, da der Tunnel selbst recht kurz ist komplett durchgängig ausgeführt. Als Tunnelportale kamen natürlich Faller Produkte zum Einsatz. Da ich aber leider nicht die uralten Versionen bei Hand hatte, ich auch nicht riesig große Scheunentore haben möchte, nahm ich die einer etwas jüngeren Produktion. Ab wann die genau ins Programm kamen, weiß ich nicht.



Tunneleingang Süd



Tunneleingang Nord



Rückseite



Auf diesen Step verzichte ich bei meinen aktuellen Bahnen ebenfalls, hier aber mache ich es so, weil es damals auch so gemacht wurde. Statt, die Drahtgaze mit Krepp zu überziehen, nahm ich hier stärkere Papiertücher ( Industriespender ), statt Wasser / Leimgemisch nahm ich Tiefengrund, der durch das Acrylat noch wesentlich besser klebt und die Geländehuat schon so stärkt, das man theoretisch direkt auf ihr aufbauen könnte.




Mittels einem alten Pinsel wird das Acrylat direkt aufs Papier übertragen und satt angefeuchtet. Insgesamt hab ich so auf die Art und Weise mindestens 6-8 Schichten aufgebracht. Wenn das nach 12-15 Stunden komplett durchgetrocknet ist, ist das Küppelhart.



Nun heißt es erst einmal Warten, derweil kann man ja schon was anderes basteln



Der leichte Faltenwurf macht nichts, denn daran kann sich der spätere Gipsauftrag richtig festkrallen. Feinheiten z.B. an den Portalen werden dann mit Gips ausgearbeitet



Nach ca 12 Std Trocknungszeit vergipste ich den "Berg" mit Decofill außen, dieses Material wird ebenfalls härter als die Innenputz Versionen, zudem ist der nicht so empfindlich gegen Feuchtigkeit. Kleiner Nachteil, ist der mal ausgehärtet, lassen sich kam noch Gravierarbeiten ausführen. Das sollte man dann besser beim Aushärten erledigen.

Tip am Rande: Gegebenenfalls kann man feuchte Küchentücher über Nacht auf die entsprechende Passage legen und am nächsten Tag weiter arbeiten. Durch die Feuchtigkeit trocknet er dann auch nicht ganz so schnell.

Natürlich durch den weißen Gips ist auf dem Bild kaum was zu erkennen. Naja, ich stelle sie der vollständigkeitshalber mit ein.






Heute kam mich Detlef ( Obelix ) zu meiner Freude Besuchen, während des Klönens fing ich dann an, den Gips entsprechend mit Abtönfarben zu färben.

Hell- und Dunkelgrau tönte ich mir selbst ab. Desweiteren kam Schokobraun, Lederbraun, Frühlingsgrün und Laubgrün zum Einsatz.

1. Hellgrau grundiert
2. Dunkelgrau Washing
3. Grüne und Braune Töne naß in naß verarbeitet
4. nach dem Trocknen mit Weiß dezent graniert

Ergebnis:












Wie schon im Update zuvor beschrieben, mußte ich ja Warten.... und Warten.... und Warten, bis Acrylat, Gips, Farbe etc. durchgetrocknet war,
also gut basteln wir eben wo anders. Ich nutzte die Wartezeit, um die genauen Standorte der Häuser festzulegen und entsprechende Beleuchtung einzubauen.

> Bitte bedenken, die Anlage ist im Bau befindlich, die Bäume haben nicht ihren endgültigen Standort, außerdem werden gerade die Laubbäume noch ausgetauscht. Ebenso fehlt die Begrünung und andere Details!

Nachfolgend, ohne weiteren Kommentare ;-)






























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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#8 von volvospeed , 20.12.2021 15:42

nun ist es soweit, das erste Grünmaterial wurde verarbeitet, natürlich passend zum Stil der 60iger mit gefärbten Sägemehl.
Es ist eine ganze schöne Umstellung wenn man eigentlich nur mit den heutigen Materialien arbeitet und plötzlich nur noch mit den einfachsten Mitteln.
Hier merkt man ganz gewaltig, wie sehr uns die modernen Materialien mit ihrem natüröichen Aussehen verwöhnen.

Es erfordert schon ein wenig Übung, um trotzdem was halbwegs vernünftiges auf die Platte zu bekommen.

Kleben / Versiegeln
Zum Kleben des Grünmaterials ist es sinnvoll Ponal Classic mit Wasser zu verdünnen, um eine etwas längeren Öffnungszeit zu bekommen. Somit hat das Sägemehl mehr Zeit den Klebstoff aufzusaugen und damit auch sicher zu fixieren. Zum Schluß wenn alles fertig bestreut wurde und der Leim durchgetrocknet ist, befreite ich die losen Teile der Fläche mit dem Staubsauger. Sinnvoll ist es weiterhin, den Bereich mit mattem Klarlack zu überziehen. Hiermit wird das Grünzeugs nochmal fixiert und die Farben des Sägemehls kommen nochmals besser zur Geltung.

Materialmix
Die Farben der gefärbten Späne sind zumeist sehr schrill. Abhilfe schafft hier ein behutsames Mixen der Materialien, um feinere Nuancen herauszubekommen. Zum Teil erfolgt das Mixen direkt auf der Platte, öfters jedoch aber vor dem Bestreuen. Bevor man aber die Materialien mixt, habe ich je nach Verwendungszweck die zu groben Sägespäne ausgesiebt. Gröberes Material habe ich für Waldboden und Bereiche die verwuchert sind z.B. Nähe Tunnelportale verwendet. Das feinere ausgesiebte Material findet dabei, eher im Dorf statt, oder wo eben nicht so viel Gestrüpp und Wildwuchs herrscht.
Wichtig ist auch, das man keine scharfen Kanten bei den Farbübergängen streut. Man sollte schon darauf achten, das alles möglichst Ton in Ton ohne zu große Abweichungen verarbeitet, je besser das gelingt, um so harmonischer wird später die Landschaft wirken.

Am Tunnel habe ich nun mal mit der Begrünung begonnen. Die Tannen stehen nur mal fürs Bild drauf, allgemein fehlen mir noch spezielle alte Laubbäume, falls jemand sowas loswerden möchte, ich würde mich sehr freuen ;-) Ich könnte zwar neuere einfach Produkte kaufen, die den alten Bäumen von damals recht ähnlich sehen, aber es würde die entsprechende Patina fehlen, daher ist mir gebrauchtes Material natürlich in dem Fall lieber.

Das Streckenhäuschen hab ich auch nur mal fürs Bild dahin gestellt.

verwendete Farben :

-Hellgrün
-Dunkelgrün
-Grau
-Beige
-Hellgrau
-Dunkelgrau
-Gelb
-Rot
-Naturbelassene Späne

Hier im Bild überhalb des Portals ungesiebte Späne, ebenso direkt neben dem Gleis und stellenweise auf der freien Fläche auf dem Tunnel. Der Bereich wirds später bewaldet.
Am Fuß des Berges ebenfalls wieder ungesiebtes grobes Material, da hier Hecken etc hinkommen, der Farbenmix ist hier sehr gut sichtbar.



etwas helleres grün, für frischen Bewuchs auf den Felsen



noch fehlt weiteres Grünzeugs
beiges bis hellbraunes Material habe ich bis an die Schienen herangestreut, die Schienen selbst werden jedoch nicht geschottert.



Aber es gibt Licht am Ende des Tunnels ;-)
Verwöhnt von neuen und modernen Material der aktuellen Modelleisenbahn war ich sehr skeptisch, normalerweise bin ich nicht so der Fan von gefärbten Sägemehl, allerdings bin ich überrascht, wie gut das wirkt, wenn man sich ein wenig Mühe gibt.



Leider sind die Lichtverhältnisse in meinem Wohnzimmer alles andere als Moba und Fotografiertauglich. Ich hoffe man kann trotzdem was erkennen. Ich hab heute mittag mal ein bisschern weiter begrünt. Wenn da mal Büsche ( Islandsmoos ) und Bäume ergänzt sind, denke ich kann man das so schon lassen.



Die kleine Faller Bude steht derzeit als Platzhalter, gerne hätte ich da auch ein passendes Holzhäuschen. Muß allerdings mal recherchieren wer da was passendes hergestellt hatte, damit ich mich auf die Suche machen kann, oder aber ich verwende ein besser gebautes Faller Häuschen der selben Art ( hab noch ein ungebautes Exemplar ).



Rein Eisenbahntechnisch gesehen, ist das Abdrücksignal da natürlich absoluter Nonsens, aber wie ich inzwischen aus Erzählungen meiner älteren Mobakollegen weiß, war man froh, wenn man überhaupt mal soetwas hatte. Also, warum nicht.

Die Molkerei in die Landschaft eingebettet.



Wie man im Hintergrund erkennen kann, bin ich schon ein klein wenig weiter, aber noch nicht so weit, das ich es vorstellen mag.



So der vordere Bereich in der Draufsicht. Hier und da habe ich gerade gesehen, muß ich noch Schwellen nachbessern. Warhscheinlich werde ich auf dieser Seite, wie im Bild zu sehen noch ein Einfahrsignal installieren. daher habe ich unten auch schon mal den 4. Schalter angesteckt ( ist aber noch nicht angeschlossen ). Es würde da Sinn machen das Gleis der Einfahrt abschaltbar zu machen, damit könnte ich einen Zug vor der Einfahrt stehen lassen und hätte den kompletten Bahnof auch frei zum Rangieren ( Umsetzen )


Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#9 von volvospeed , 20.12.2021 15:43

es ging mal wieder ein Stück weiter.

Weiterhin, habe ich die gesamte Begrünung nochmals überarbeitet, da mir das vorhergehende Material doch etwas zu grob ausfiel. Also, wieder das große Küchensieb geschwungen und Material gesiebt, sortiert, vorgemischt etc. Die grobe Beflockung ließ ich hierbei bestehen, strich die Fläche nochmals mit verdünnten Weißleim ein und bestreute die Flächen dieses mal mit meinem verfeinerten Material nach. Damit es aber nicht so gestreut aussieht, klopfe ich zuerst mit dem Finger das Material etwas fest und dann verreibe ich es noch mal mit den Fingern in leichten kreisförmigen Bewegung. Das Material nimmt den Kleber auf, verklumpt leicht und stellt sich dabei etwas auf. Die Fläche sieht dadurch nicht mehr so glatt aus. Zum Schluß wird das Ganze nochmal mit mattem Klarlack fixiert und versiegelt.
























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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#10 von volvospeed , 20.12.2021 15:44

So langsam komme ich mit dem Projekt "Nostalgiebahn der 60iger Jahre" leider auch schon wieder zum Ende. Zu machen ist eigentlich nur noch den Unterbau zu beizen und ggf. eine Hintergrundkulisse anzufertigen. Die Bahn selbst ist aber nun fertiggestaltet.

Für mich war und ist dieses Projekt sehr interessant und vor allem lehrreich gewesen. Nicht nur die Anlagengröße als solches, sondern vielmehr die verwendeten Materialien stellten mich vor eine Herausforderung. Im Prinzip benutzte ich nur Abtönfarbe, gefärbte Sägespäne, Islandsmoos, zeitgenössichsche Bäume, sowie ganz wenig Schaumstoffflocken für die Ausgestaltung. Mit diesen einfachen Materialien, eine brauchbar Landschaft zu Bauen, ist im Vergleich zu den heutigen Produkten gar nicht so einfach!
Auch bei der Gestaltung ansich mußte ich mich stark zurück nehmen, um die Anlage nicht zu überladen, bzw. nicht wieder den selben Fehler, wie bei Reichelsheim zu machen und zu viele Details herauszuarbeiten, mit Materialien die es zur damaligen Zeit eventuell noch gar nicht gab. Gut das ich in einem völlig anderem Raum mit nur den einfachsten Mitteln gebaut hatte.

Und hier die Gesamtansicht der kleinen Anlage. Vorne links die Fläche ist nur begrünt, hier kann man z.B. wenn man möchte auch mal ein Kleindiorama,welche es mal von Noch, Preiser und wie sie alle heißen und hießen präsentieren. Klein, aber fein, paßt die Anlage in jeden Kofferraum hinein. Vor allem aber, habe ich es diesesmal geschafft eine stilechte Nostalgieanlage zu bauen!














































































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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#11 von telefonbahner , 20.12.2021 18:03

Hallo Manuel,
da bin ich aber gespannt was du als Ersatz für die FALLER Bude nehmen willst.
Die von der Bauart, dem Material und dem Herstellungs- u Gestaltungszeitraum passenden Scheffler, TEMOS oder OWO Modelle von "hinter dem großen Zaun" kommen da ja leider nicht in Frage...

Gruß Gerd aus Dresden


 
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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#12 von Bergstolz , 20.12.2021 18:39

Hallo Manuel,

jetzt habe ich es auch geschnackelt. Entscheidend war dieser erste Satz

Zitat von volvospeed im Beitrag #1
... Der Bericht neu verfasst...




den ich erst überlesen habe. Dieser Faden ist wohl die Wiederbelebung hiervon:
Nostalgieanlage, der zweite Versuch

Habe mich schon gewundert, dass auf den ersten Bildern in Beitrag 2 noch kein Streumaterial aufgebracht ist, dann aber auf den letzten Bildern dieses Beitrages. In den folgenden Beiträgen war das Streumaterial dann erst mal wieder weg.

Viele Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, den Faden wieder "lesbar" zu vervollständigen. Sehr schöne Kleinanlage. TOP!

Gruß
Christian


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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#13 von volvospeed , 20.12.2021 19:00

Hallo zusammen,

ja, ich habe den Bericht neu verfasst, da ja alle Bilder verloren gingen , zudem wollte ich die Anlage auch in dem neuen Fleischmann Anlagenfaden haben. Die Anlage ist leider inzwischen verkauft ( ehm. Vereinskollegen ). Aber weil immer wieder der Wunsch nach einer alten Anlage in mir schlummert, siehe auch meine Arnold / Lünenschloss und mir das erkunden alter Modellbautechniken auch immer wieder Spaß macht, baue ich aktuell ja wieder eine Nostalgieanlage.


Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#14 von Joannes , 02.01.2022 03:01

Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )
Guten Tag, Manuel,
Nur heute habe ich diese kleineNostalgiebahn 'entdeckt'...Wunderbar und sehr treu am Stil den 60s.
Joannes


Metallschienen? 50er Jahre Märklin Nostalgie-Anlage
Pappschienen? (Nostalgie-anlage mit den alten 1600 Gleisen)


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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#15 von longjohn , 02.01.2022 10:38

Hallo Manuel,

mir ginbg es wie Joannes - ich habe den Beitrag gerade erst entdeckt. Toll!!! Ich freue mich immer über solche Kleinanlagen. Vielleicht baust Du mal was in Trix Express?

Herzlich

Frank


 
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RE: Fleischmann Nostalgieanlage im Stil der 60iger Jahre ( Messinggleis )

#16 von volvospeed , 02.01.2022 19:45

Hallo zusammen,

danke Euch. Die Anlage ist inzwischen aber nicht mehr in meinem Besitz, sondern gehört jetzt einem ehm. Vereinskollegen bei dem sie sehr häufig bespielt wird. Also, sie kam an den richtigen Mann.
Derzeit bin ich ja auf dem noch älterem Gleismaterial eine Nachfolgeranlage am bauen.

@Frank

Mit Trix Express hatte ich bis dato noch nie was mit am Hut, obwohl mir das die letzte Zeit auch des öfteren mal über den Weg läuft. Durchaus könnte ich mir so in ähnlich kleines Projekt, wie dieses hier vorstellen. Damit hätte ich dann zumindest in jedem H0- System mal was gebaut. Irgendwo hab ich sogar noch einen Trix Trafo, ein El. Entkupplungsgleis und ein paar Schalter. Jetzt baue ich aber erstmal meine Fleischmann Vintage Anlage fertig. Dann schauen wir mal ;-)


Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Pappschienen?

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