ich habe mich jetzt doch einmal aufgerafft, meine Anlage zu beschreiben und zu fotografieren.
"Fertig" ist eine Modellbahn nie. Bei mir fehlen vor allem noch kleine Details und Ausschmückungen. Es sind auch vergleichsweise wenige Fußgänger unterwegs.
Ich bleibe dran.
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Charakter der Anlage Die Anlage im Stil der 60er Jahre ist nach heutigen Gesichtspunkten eher eine Spiel-Bahn, als eine vorbildgerechte Modellbahn. Auf der Anlage sollen möglichst viele noch vorhandene oder damals erträumte Modellbahn-Elemente meiner Jugend gezeigt werden, auch wenn der Platz dafür beschränkt ist. Bild1.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Gesamt-Plan ohne verdeckte Kehrschleifen, Schattengleise und Fiddle-Yard Oben ist „Norden“. Bild2.png - Bild entfernt (keine Rechte)
Blumenau Blumenau ist eine Ortschaft in den 60ern. Sie liegt in hügeligem Gelände und verfügt über den Endbahnhof einer eingleisigen Nebenstrecke. Die Bebauung ist überwiegend Vorkriegs-Architektur, jedoch gibt es bereits einige Neubauten im Stil der 50iger Jahre. Zum Beispiel das neue Hauptpostamt. Der Ortskern von Blumenau liegt wohl östlich der Bahn und ist nicht dargestellt. Auf dieser Seite steht auch das Empfangsgebäude des Bahnhofs. Der Zugang vom dargestellten westlichen Ortsteil zu den Gleisen ist nicht möglich. Aber auch in diesem Ortsteil wird noch neu gebaut. Am nördlichen Ortsrand windet sich die alte Landstraße den Hügel hinauf und an einem Ausflugslokal vorbei. Dem Zeitgeist entsprechend wurde für den zunehmenden Autoverkehr eine neue Stahlbeton-Bogenbrücke schnurgerade am Berghang hinauf gespannt. Eine Tankstelle mit Rundcafe wurde zeitgleich mit der Neubau-Brücke eröffnet. Weiter südlich geht es bäuerlich zu.
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Bahnhof Blumenau Drei Bahnsteiggleise, Auszugsgleise, ein kleines BW für Dampf und Diesel und eine Laderampe lassen einigen Rangierbetrieb zu. Das Hauptgebäude „Blumenau“ und mehrere der Betriebsgebäude habe ich als Kind noch selbst zusammengebaut – daran erinnere ich mich.
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Nebenbahn Die Nebenbahn-Strecke führt von Blumenau am Haltepunkt Birkenweiler vorbei und mündet in ein Tunnelportal unter der Straßenbrücke. Dabei nutzt sie ein kurzes Stück des Überholgleises der Hauptstrecke. Über eine Gleiswendel führt diese Strecke zu einer verdeckten Kehrschleife mit einem kleinen Fiddle Yard.
Hauptstrecke Die eingleisige Hauptstrecke ist mit Vollmer-Oberleitung (ohne Funktion) elektrifiziert. Zusammen mit dem Überholgleis am Abzweig Blumenau bildet sie einen teilweise verdeckten Rundkurs. Verdeckt können eine Kehrschleife und ein Abstellgleis angefahren werden. Die beiden Kehrschleifen bilden das Gleisbild eines „Knochen“, so dass es möglich ist, Züge im Bereich der Paradestrecke hin- und herfahren zu lassen. Die gefahrene Strecke ist dabei überwiegend nicht sichtbar.
Güterbahnhof Von der Hauptstrecke zweigt ganz im Westen ein Gleis zu den Abstellgleisen eines Güterbahnhofs ab. Das Gleis mündet im Süden in einem Tunnel und endet dort unsichtbar stumpf. Es wird damit die Illusion erzeugt, dass es dort mit einem Streckengleis noch weiter geht und der Güterbahnhof wird zu einer weiteren "Paradestrecke".
Industrie Vom Güterbahnhof zweigt mit engem Gleisradius ein Stumpfgleis ab, das ein kleines Industriegebiet erschließt. Mineralöle, Kohle, Schrott.
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Bahnbetriebswerk Im BW können 3 Traktionsarten versorgt werden. Dampf, Diesel und Elektro. Dampf und Diesel steuern den älteren Bereich mit Drehscheibe und Ringlokschuppen an, die Elloks nutzen die doppelständige Halle im 60er-Jahre-Stil.
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Technik Grundfläche: ca. 7,25 m² Gleislänge: ca. 64 m Entwurfsplanung: Wintrack Maximale Steigungen: Hauptstrecke 4 %, Nebenbahn 5 % Steuerung der Fahrzeuge, Weichen und Signale: alan toy-tec per Laptop oder Tablet Leuchtmittel, Drehscheibenantrieb, Kran: konventionell durch Fleischmann Trafos Unterbau auf Rollen: MOBA-UNTERBAU Roeschke
vielen Dank für das Einstellen der Bilder von deiner sehr gut schönen Nostalgieanlage die den Charme der 60er Jahre ausstrahlt. Für mich gibt es viel Interessantes zu entdecken. Das EG. Blumenau hatte ich früher auch, nur halt mit Märklin-Gleisen. Sehr gut gefallen mir auch die Touropa-Wagen, die es damals leider nicht von Märklin gab.
die Grundfunktionen, die ich einsetze funktionieren im Prinzip. Es ist faszinierend, wie die Züge auf Signale reagieren und wie die Blocksignale die Fahrwege sichern - ohne weitere Verkabelungen. Leider blieb die Entwicklung des Systems aber früh stecken. Ich habe hier im Forum nach weiteren Anwendern gefragt, aber leider wenig hilfreiche Antworten erhalten. Du kannst die Beiträge ja mal aufrufen. Mit einem Anwender 'außerhalb' tausche ich mich intensiv aus. Dabei haben wir z.B. festgestellt, dass das System sehr sensibel reagiert - was ja nicht per se ein Fehler ist. So muss z.B. die Isolierung der Gleise fehlerfrei auch im Kriechstrom-Bereich sein. Der MoBa-Freund musste die ganze 'Einschotterung' überprüfen, weil der verwendete Kleber minimale Ströme leitete und dadurch für 'Phantomzüge' auf der Anlage sorgte. Solange man Ursachen wie diese nicht erkennt, kann man natürlich verzweifeln. Blöd ist auch, dass die Neigungs-Funktion in den Smartphones abgeschafft wurde. Mit alten Telefonen konnte man die Fahr-Geschwindigkeit durch Neigen regulieren - dann musste man nicht aufs Display schauen. Kurz gesagt: es war eine Fehlinvestition, aber jetzt habe ich das System nun mal und lebe damit. Etwas Ehrgeiz spielt auch mit, weil ich den Ansatz, auf Industriestandard zu setzen, grundsätzlich gut finde. Viele Grüße Norbert
Zitat von Pogo1104 im Beitrag #5Ich sehe, der Trend geht bei vielen von Digital wieder auf Analog zurück.
wobei ALAN mit alten analogen Steuerungen in etwa so viel zu tun hat, wie eine alte Radio-Röhre mit einem gängigen Transistor oder IC ;-). Die Steuerung ist eben etwas "anders digital"; im Prinzip etwa wie MpC von G&R, auch Toy-Tec kann das Rad nun mal nicht neu erfinden... Der Unterschied besteht eher darin, daß es ein "Abfallprodukt einer industriellen SPS-Steuerung ist. Während man bei G&R eine explizit für die Bedürfnisse der Modellbahner entwickelten Steuerung bekommt/bekam, sie wird ja auch nicht mehr weiterentwickelt und ist irgendwo bei DOS als Betriebssystem und paralleler Schnittstelle hängen geblieben. Klaus Gebhardt aus Röslau hatte ja über Jahre ein ähnliches System, leider nur nie so bekannt, mit dem zum Beispiel die Anlage der Wunsiedler Modellbahnfreunde betrieben wird. Aber auch er hat sich aus dem Geschäft zurückgezogen. Und wenn man ehrlich ist... - ich denke, niemandem würde heute mehr einfallen, selbst bei einer Retro-Anlage dann auch z.B. Fleischmann Relais, wie 6956, einzusetzen. Es sei denn, sowas ist schon aus älterem Gebrauch vorhanden. Und selbst dann würde ich sie schon vom Platzverbrauch heutzutage in Zeiten von Printrelais nicht mehr einsetzen. Von Preisen, die da zuweilen dafür ausgerufen werden, ganz zu schweigen... - letztendlich sieht man es ja nicht im Gegensatz zu den Schaltern beispielsweise. Auch wenn die Anlage im Sichtbereich authentisch gebaut wird, kann man ja "unter Haube", durchaus Zeitgemäßes einsetzen. Ich habe sogar schon ausgeräumte Trafos gesehen, wo nur Gehäuse und Regleraufsatz erhalten blieben. Im inneren werkelt dann eine moderne Impulsbreitensteuerung, die den alten Möhrchen "ganz neue" Fahreigenschaften verpasst. Etwas kritischer wird's meist bei Märklin Anlagen *g*, da mögen ja viele gerade die alten "Bocksprünge", wenn beim Umschalten die Laternen den ganzen Raum ausleuchten...
dieser Tage habe ich wieder einmal in diesem immer interessanten 'Wälzer' gestöbert:
Cieslik - Lexikon der deutschen Blechspielzeug-Industrie.
Auf Seite 152 zum Stichwort 'Fleischmann, Gebr.' findet sich ein kleines Reprint einer 'Anzeige 1959'. Es zeigt einen farbigen Anlagen-Ausschnitt, in dem ein kleiner Zug mit einer T3 (1315) auf einem Viadukt eine Straße und eine Bahnstrecke mit V 200 überquert.
Im Vordergrund finden sich Wiking Fahrzeuge. Zwei Planen der LKW sind dabei rot mit einem 'Fleischmann' Schriftzug versehen. Dieses Detail hat es mir angetan. In einer kleinen Bastelei habe ich dem Büssing LKW meiner Jugend einen ähnlichen Schriftzug 'verpasst'.
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So gewinnt meine kleine Nostalgie-Anlage auch nach Jahren immer weiter an Details...
Frage: Besitzt jemand ein Original dieser Anzeige und kann es evtl. in das Archiv einstellen?