Lima Spur N Gleismaterial Erfahrungen ?

#1 von Gelöschtes Mitglied , 03.12.2023 19:42

Hallo Limaisti,

im Gegensatz zu anderen Herstellern war Lima ja leider immer recht sparsam mit Beschreibungen zu seinem Gleismaterial. Zumindest empfinde ich es so, wenn ich mir alte Lima Kataloge anschaue.
Mich würde interessieren, wie das Gleismaterial qualitativ einzuschätzen ist ? Wer kann evtl. aus eigener Erfahrung berichten ?

LG Roy



RE: Lima Spur N Gleismaterial Erfahrungen ?

#2 von Musseler , 03.12.2023 20:40

Servus,
das Schienenmaterial entspricht dem der H0-"Vornickelsilver" Ära. Wenn man es pflegt, klappt es.
Heute würde ich mir das bestenfalls aus nostalgischen Gründen antun. Es gibt auch unterschiedliche Lösungen bei Weichen. Dort genau hingucken. Schön und funktional ist heute aber anderes Material.
PS: Bei Weichen im Rangierbereich immer welche mit leitenden/polarisierbaren Herzstücken nehmen.


Gruß
Eric
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zuletzt bearbeitet 03.12.2023 | Top

RE: Lima Spur N Gleismaterial Erfahrungen ?

#3 von Major Tom , 04.12.2023 11:42

Hallo zusammen,

meine eigene Erfahrung ist leider auf gelegentliches Zusammenstecken und Befahren der in diversen Lima-Zugpackungen mitgelieferten Gleise bzw. Gleisfiguren beschränkt.
Rein technisch sind meine Erfahrungen deutlich besser als die mit dem alten Lima-HO-Gleis. Selbst wenn das Material wirklich identisch sein sollte?:

Zitat von Musseler im Beitrag #2
das Schienenmaterial entspricht dem der H0-"Vornickelsilver" Ära. Wenn man es pflegt, klappt es.

Auf N eigentlich keine besonderen Auffälligkeiten hinsichtlich Kontaktproblemen, Weichenbefahrungen usw. (Allerdings ist mein N-Rollmaterial auch ähnlich alt wie die Lima-Gleise, also keine Erfahrungen mit ganz neuen Produkten.) Rein technisch hätte ich keine Bedenken, das Lima-N-Gleis auch mal auf einer Anlage auszuprobieren.
Was mich zumindest im sichtbaren Bereich davon abhalten würde, ist die Optik. Die limatypische Anbindung der jeweils letzten Schwelle beißt mir mächtig in die Augen. Vielleicht läßt sich das ja wegtarnen, z.B. durch paßgenaues Einschottern, habe ich aber noch nie versucht und ist bestimmt aufwendig.
Aber einen Schattenbahnhof mit (hoffentlich preiswert erworbenen) Lima-N-Gleis könnte man wohl probieren. (Man sollte natürlich für die Pflege rankommen können).

Zusammenfassend funktionieren die N-Gleise bei mir deutlich besser als die HO-Gleise aus der Vornickelsilber-Ära. Die Optik ist (für mich)bei beiden gleich schlecht.

Mit freundlichen Grüßen
Steffen


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RE: Lima Spur N Gleismaterial Erfahrungen ?

#4 von Trainworld , 01.04.2024 18:34

Hi in die Runde,

leider gerade jetzt erst gelesen...

ich hab' hier "irgendwo" auch noch einen Karton Lima N-Gleise, stammte aus einem Anlagenabbau. Kurz und prägnant: Finger weg! Es fängt mit schlechter Leitfähigkeit an, was sie da damals in Vicenza zusammengerührt haben, weiß der Geier. Binnen kürzester Zeit werden die Schienen stumpf, es leidet dabei die Leitfähigkeit. Auf der Oberfläche könnte man ja noch "fleißig putzen", jedes Mal, wenn man nach kurzer Zeit wieder fahren möchte *g*. Aber diese "Korrision" setzt sich ja auch in den Übergängen fort, um eine dauerhafte Versorgung zu gewährleisten, müßte man quasi jedes einzelne Gleisstück einspeisen, ansonsten treibt einen irgendwann die Fehlersuche in den Wahnsinn... - Es läßt sich übrigens auch schlecht löten, nicht unmöglich, aber kein Vergleich zu einem gebräuchlicherem Gleismaterial neuerer Bauart.
Zudem sind die Weichen, na ja, "gewöhnungsbedürftig" und überaus unzuverlässig. Die Idee ist eigentlich eher genial, wenn auch nicht vorbildgerecht. DIe Zungenschienen werden so gestellt, daß sie im Fahrweg jeweils am Herzstück anliegen. Man braucht beispielsweise keine Radlenker und Flügelschienen. Ähnlich der "Schnellfahrweichen", wie sie Fleischmann in H0 im Programm hatte. Aber sowohl die Führung, als auch das Material der Zungen ist so labbrig, daß alles binnen kurzer Zeit aus der Form gerät unter Belastung. Die Zungen liegen nicht mehr genau an, die Räder laufen entweder an den Zungen oder am Herzstück auf und entgleisen! Zudem ist bei der "Lagerung" auch das Höhenspiel katastrophal...

Weiche_Bild2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Weiche_Bild3.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Letztlich sind die fest angeflanschten Antriebe ebenso "Grütze"! Da keine Endabschaltung (ja, ich weiß, die angeblich vorhandene bei anderen Herstellern funktioniert auch nicht immer *g*...) liegt, wenn man Schalter anstatt Tastern nimmt, immer Spannung an. Wie das mit handelsüblichen Spielzeugtrafos und 16 V ~ nach einiger Zeit "aussieht", zeige ich gerne mit einem weiteren Bild:

Weichenantriebe_verschmort.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

von den acht vorhandenen Weichen hatte gerade mal ein elektrischer Antrieb beim Vorbesitzer "überlebt", zwei der acht waren Handweichen *lol*, vier zeigten einen "ungeregelten Wärmeabfluß", bei einer waren "nur" die Drähte an der Spule im Inneren ab, deshalb ist die nicht mit auf dem Foto. Da ich die Spielanlage komplett gekriegt hatte und nur zerlegt, weiß ich, daß da nur eine ordnungsgemäße Stromversorgung, zwei alte Lima-Trafos, benutzt worden waren! Aber eben Kippschalter, um die Weichen zu stellen...

Ich hätte die Teile eigentlich schon längst entsorgt ;-), hätten sie sich nicht erfolgreich in einem Karton "versteckt" und so längere Zeit meinem Zugriff entzogen. Und jetzt können sie bei Bedarf noch immer als Warnung und Beispiel dienen...

meint grüßend
Roland


kilowatt, Lucky Lutz und Major Tom haben sich bedankt!
 
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