RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#1 von UlfHaN , 29.10.2011 00:16

Hallo zusammen,

Möglicherweise kann ich hier auch etwas beitragen.
In meiner Sammlung befindet sich seit knapp einem Jahr ein Güterschuppen, den ich bisher nicht zuordnen konnte:


Der Schuppen ist aus einem Bausatz entstanden, wobei der unbekannte Bastler sich nicht exakt an die Anleitung gehalten hat:


Siggi, Du schreibst in dem von Dir verlinkten Beitrag vom 20.08.10:
"ich glaube mich zu erinnern, dass Graupner in den 60 ? er Jahren zumindest ein Gebäudemodell (Bausatz für einen Güterschuppen) für die HO-Bahn angeboten hat."

Könnte das der von mir gezeigte sein?
Falls ja, weiß jemand mehr über das Teil?

@Wolfgang: Danke für das Katalogbild. Interessant ist u.a., daß auch Bauanleitungen separat ohne Bausatz verkauft wurden.
Manch ein Eigenbauobjekt dürfte auf diesen Grundlagen entstanden sein.

Grüße aus KA
Ulf


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#2 von UlfHaN , 29.10.2011 00:52

...Nachtrag:
Wer kennt diese Holzgebäude?
hier ist auch einiges zum Thema drin

Grüße aus KA
Ulf


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#3 von siggi , 29.10.2011 11:04

Zitat von UlfHaN
Hallo zusammen,

Möglicherweise kann ich hier auch etwas beitragen.
...
Siggi, Du schreibst in dem von Dir verlinkten Beitrag vom 20.08.10:
"ich glaube mich zu erinnern, dass Graupner in den 60 ? er Jahren zumindest ein Gebäudemodell (Bausatz für einen Güterschuppen) für die HO-Bahn angeboten hat."

Könnte das der von mir gezeigte sein?...
Ulf



@ Ulf
1. Ich glaube mich zu erinnern heißt im Klartext: Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts machte die Fa. Stoff & Schröder, ein gut eingeführtes Modellbau-Fachgeschäft in Berlin-Neukölln, einen Totalausverkauf wegen Geschäftsaufgabe. Anläßlich dieses Totalausverkauf habe ich in dem Laden Bausätze für einen Güterschuppen, d.h. Folien-Beutel mit bedruckten Sperrholzplatten unter dem Label Graupner gesehen. Mir ist das nur in Erinnerung geblieben, weil mir bis dato solche Bausätze nicht bekannt waren. Mein Interesse lag damals aber (leider) auf anderen Artikeln. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob das der von Dir gezeigte Güterschuppen war.
2. Vielen Dank für den Nachtrag zu Deinem Beitrag, endlich habe ich eine sichere Zuordnung für meinen damals gezeigten Bahnhof, der ja lt. Katalog nur ein Haltepunkt ist.
Gruß aus Berlin
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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#4 von olli74 , 29.10.2011 18:02

Hallo zusammen,

danke für Eure zahlreichen Beiträge, super das es doch noch einige Infos gibt.
Interessant, das es sowohl Bausätze als auch nur die Bauanleitung zu kaufen gab.

@ Wolfgang, was ist denn noch schönes in dem Katalog und von wann ist Er? 53 oder 54?

Danke,
Gruß Olli


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#5 von pete , 29.10.2011 18:22

Hallo,

muss ich mich wohl mal wieder auf die Suche machen! Ich habe nämlich noch einiges an Bauplänen rumliegen, das war auch mal ein angedachtes Projekt ....! Die Pläne sind teilweise sehr aufwändig gemacht und man muß auch unterschiedliche Holzstärken berücksichtigen.

Es gab aber wohl auch einfache Laubsägebausätze, wobei ich da nicht sagen kann, ob die ebenfalls Graubele sind, sowas:



Gruß,
Peter


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#6 von V 200 180 , 30.10.2011 01:05

Was zu GRAUPNER noch gar nicht gesagt wurde:

Die Firma, die bekanntlich noch heute mit bestem Erfolg im Freizeit-Hobbymarkt tätig ist (Schiffe, Flugzeuge, u.a.), hat ihren Stammsitz im Württembergischen: in Kirchheim unter Teck. Also nicht weit weg von Stuttgart.

Das Basteln von Zubehör für Modelleisenbahnen war in den 50er Jahren sehr beliebt. Hier stieg auch GRAUPNER mit auf den Zug. Mit seinen Teilebaukästen für H0-Hochbauten aus Sperrholz und auch separat (in einem braunen Umschlag DIN A 5) zu kaufenden Bauplänen mit dem selben Thema.

Der Name >GRAUPELE< für diese Sparte rührt eben aus dem Württembergischen und ist eine Verniedlichung / Verkleinerung des Firmennamens GRAUPNER. So wie im Württembergischen zu einem kleinen Mädchen beispielsweise >Mädle< gesagt wird.

Ich habe ein Graubele-Modell doppelt:








!!

Die Firma GRAUPNER behauptete auf ihren Anleitungen zu den Bausätzen immer, dass diese "kinderleicht" zusammenzubauen wären. Das war wohl schamlos übertrieben. Falls jemand sich schon mal die Mühe gemacht hat, so einen Karton mit bedruckten Sperrholzplatten allein im "geistigen Auge" auszusägen, zusammenzuleimen, mit viel Liebe zu bepinseln und auch noch die Feinarbeiten dazu auszuführen - also ich weiß nicht... Selbst bei einem kleinem Häuschen sind da doch zwei Tage weg! Die Leutchen hatten damals eben wahrscheinlich (??) mehr Zeit .

Beste Grüße
Freddy


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#7 von Heinz-Dieter Papenberg , 30.10.2011 07:12

Hallo Peter,

Zitat von pete
Hallo,

muss ich mich wohl mal wieder auf die Suche machen! Ich habe nämlich noch einiges an Bauplänen rumliegen, das war auch mal ein angedachtes Projekt ....! Die Pläne sind teilweise sehr aufwändig gemacht und man muß auch unterschiedliche Holzstärken berücksichtigen.

Es gab aber wohl auch einfache Laubsägebausätze, wobei ich da nicht sagen kann, ob die ebenfalls Graubele sind, sowas:



Gruß,
Peter



war ja klar das bei Dir wieder eine Bierkiste zu sehen ist Du oller Suffkop Du


Gruß

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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#8 von UlfHaN , 30.10.2011 08:31

Hallo zusammen,

Zitat von Pete
Ich habe nämlich noch einiges an Bauplänen rumliegen


Die würde ich zu gerne mal sehen. Ist da vielleicht (m)ein Güterschuppen dabei?

@Freddy (V200 180):
Däs Kirchle isch herzallerliebst, danke für's Zeigen.

@all:
und nun zu meinem Güterschuppen - ich habe ein Indiz gefunden, wonach er tatsächlich zur Graubele-Familie gehört.
In diesem Beitrag:
Wer kennt diese Holzgebäude?
vom 31.07.2009 15:46 zeigt uns Elaphos dankenswerter Weise folgendes Bild:

Zitat von Elaphos


Man betrachte links unten den Kleinstadt-Bahnhof "Bad Blankenstein".
Der hat links einen Güterschuppen-Anbau, der wie meiner aussieht.
Und im Text unten steht: "Kann mit und ohne Güterschuppen-Anbau gebaut werden."
Es kann also sein, daß mein Güterschuppen als Teil eines solchen Bausatzes verkauft und dann vom Bastler separat zusammengetzt wurde.
Vielleicht gab es ihn aber auch (s.o.) separat zu kaufen.
Also Pete, sei so nett und schau doch mal, ob bei Deinen Bauanleitungen ein Güterschuppen oder auch besagter Bahnhof dabei ist, dann könnte ich diese These überprüfen.

Grüße aus KA
Ulf

P.S.: Hallo H.-D.: wo hast Du nur immer all die lustigen "Smileys" her, die in der offiziellen Forumsauswahl fehlen?
---------------
Tante Edit hat Schreibfehler korregiert


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#9 von Heinz-Dieter Papenberg , 30.10.2011 08:57

Hallo Ulf,

die "klaue" ich schon mal bei Bedarf aus meinem Chat, da gibt es noch viele ander ganz lustige Bildchen. Ich hatte ja mal eine kurtze Zeit einige davon hier ins Forum eingefügt, aber da wurde ja sofort gemeckert der Kasten ist unübersichtlich usw. Des lieben Friedens willen habe ich die dann wieder entfernt.

Hier eine kleine Auswahl:


Gruß

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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#10 von UlfHaN , 30.10.2011 09:08

Hallo Cheffe,

danke für die Antwort - gibt wohl nichts, was es nicht gibt

Einige Deiner Beispiele wären als Antwort nützlich, wenn mal wieder der ein oder andere Forumsteilnehmer gar zu verbissen verbal entgleist und das Umleitungsschild mißachtet...

Schönen SO noch, Grüße
Ulf


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#11 von Heinz-Dieter Papenberg , 30.10.2011 09:22

Hallo Ulf,

ja da hast Du recht. Es gibt da sogar noch einige andere Schilder die man da gut nutzen kann, denn im Chat sieht das keiner so eng wie hier im Forum.

Einige Beispiele gefällig ??



Übrigens das Schlid "Jammerossi" wurde von einem jungen Mann aus Dresden erstellt und eingefügt, wenn man das hier machen würde gäbe es so glaube ich "Krieg", aber wie schon gesagt sehen wir das im Chat nicht so eng, denn da haben wir richtigen Spass

Ich will stark hoffen, das ich mit dem Zeigen der Schilder hier keinen Krieg ausgelöst habe, Leute seht es einfach locker und geht nicht zum Lachen in den Keller


Gruß

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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#12 von pete , 30.10.2011 10:36

Hallo Heinz-Dieter,

Zitat von Heinz-Dieter Papenberg
... Leute seht es einfach locker und geht nicht zum Lachen in den Keller ..



zum Lachen nicht, aber zum Suchen!

Bis bald ... ?
Peter


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#13 von pete , 31.10.2011 10:07

Sodale, versprochen ist versprochen ...

... dauert halt manchmal länger, wenn man nebenbei im Keller noch die Ausstellungsanlage fertig kriegen muß



Schön finde ich ja immer noch die Behauptung "leichte Bastelarbeit aus Holz"!
Aber irgendwann wird dieses wunderschöne bayerische Dorfensmble mal zum Leben erweckt, aber wartet besser nicht drauf ...

Gruß,
Peter


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#14 von nodawo , 01.11.2011 08:41

Hallo Manfred,

Das mit der Recherche Vorort ist doch eine gute Idee und wäre von Interesse!

Ich bin sehr gespannt.


Grüße

Wolfgang - nodawo - AW Reinheim




Wolfis Modelleisenbahnseiten - http://www.modelleisenbahnfan.de/
Oldtimerfan - http://oldtimerfan.eu/


 
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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#15 von elaphos , 01.11.2011 11:20

Hallo, das mit den unterschiedlichen Geschäftszweigen Graubele - Graupner stimmt nicht. Unter der Firmierung Graubele wurden Flug-, Schiffsmodelle, Eisenbahnzubehör und Bastelarbeiten vertrieben:


Bereits vor dem Krieg gab es Graubele Flugmodelle.
Bis etwa 1955 firmierten die Nachkriegsprospekte unter Graubele, danach unter Graupner. Bemerkenswert der letzte große Katalog ohne farbigen Einband von 1954: Hier war außer dem Druckvermerk "Johannes Graupner" überhaupt keine Firma angegeben.
Gruß, elaphos


 
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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#16 von retep , 01.11.2011 12:57

Boah Leute,
ihr könnt einen "anfixen"...
Will denn keiner - so als Krönung von det Jannze - mal einen Katalog-/Prospektscan einstellen ?
Eine Zusammenfassung der gesammelten Informationen für uns Info-Junkies ?
Also, ich hätte da Interesse dran.
Viele liebe Grüsse
Peter


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#17 von V 200 180 , 01.11.2011 13:35

Moin Ela, grüß Dich Wolfgang,

wie es scheint werde ich mich doch zur Klärung der Fakten nach >unter Teck< aufschwingen müssen und dort hoffentlich 1nen Termin bekommen...

Nach über 50 Jahren wird es wohl schwierig sein, vor Ort noch Wissende zu finden. Wenn die Firma sich die Zeit nimmt und mir einen MA zuweist und mich in ein Archiv (?? soll es dort geben, aber ich weiß nicht, ob das auch für "Dritte" zugänglich ist?? Zeit kostet Geld, die Mitarbeiter müssen ja bezahlt werden) läßt, dann könnte vielleicht noch richtige Aufklärung erarbeitet werden. Eine solche war für mich in diesem Bereich seither eigentlich nicht wichtig, da mein Hauptgebiet bei Eisenbahnen bis 1960 (1:1, DDR, MÄRKLIN & TRIX und Fleischmann) liegt. Und das ist schon mehr als genug. Die Tage könnten 48 volle Stunden haben...

Mir hat jedenfalls mal ein JG-Mitarbeiter auf der Nürberger Spielwarenmesse erzählt, dass der Vertriebsname GRAUBELE "früher" als Name für kindgerechte (??) Bastelarbeiten bekannt war und unter >GRAUPNER< Modelle - wie auch heute - für den so genannten Freizeitsport (also NICHT für die Pants!) vertrieben wurden.

Nun denn, ich hoffe, dass sich jemand bei der Firma die Zeit für mich nimmt und ich mal dahin fahren kann. Persönlich geht das alles immer besser als per mail. Nur muss auch meine Zeit passen. Wenn was dabei rauskommt schreib ich wieder, versprochen!

Jetzt aber nix wie raus, die Sonne scheint.
Freddy


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#18 von elaphos , 02.11.2011 22:35

Halo Freddy,
die Sonne ist jetzt schon eine Zeit "untergegangen" (eigentlich nicht, nur unsere Seite der Erde hat sich von ihr weggedreht), so dass Du wieder etwas lesen kannst.
Graubele war sicher nicht (nur) die Bezeichnung für kindliche Bastelarbeiten. Die Graubele Flugmodelle aus der Vorkriegszeit waren recht anspruchsvoll. Auch die unter Graubele vertriebenen Artikel aus der ersten Hälfte der 50er Jahre waren keine "Kleinkindersachen", sonder zum großen Teil schon fast für Erwachsene.
Die Graubele-Prospekte sind jedenfalls sehr interessant. Bei Deinem Vorsprechen in der Firma solltest Du auch nach Veröffentlichungsgenehmigung fragen, damit nicht derselbe Ärger wie bei Märklin eintritt, nachdem hier schon eine Verbreitung angeregt wurde.
Grüße von elaphos


 
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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#19 von olli74 , 02.11.2011 22:46

Hallo zusammen,

Freddy, Du hast einen großen Güterschuppen angesprochen, hast Du, oder einer der anderen Mitschreiber hier ein Bild von dem Teil? Ein Modellbahnkollege von mir hat einen großen Güterschuppen, den wir bis heute nicht zuordnen können. Ich werde die Tage mal ein Bild von dem Gebäude machen, vielleicht ist ja hier jemand schneller.

Gruß Olli


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#20 von elaphos , 03.11.2011 13:54

Hallo,
falls er von Graupner/Graubele ist, kann ich eine Prospektabbildung liefern:


Gruß, elaphos


 
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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#21 von Billettle , 03.11.2011 14:16

Hallo zusammen,

die Marke "Graubele" ist beim Deutschen Patent- und Markenamt noch immer auf die Fa. Graupner in Kirchheim/Teck eingetragen. Der Name ist also jederzeit von Graupner reaktivierbar.

Obwohl ich direkt bei Kirchheim wohne, war mir "Graubele" auch noch nie ein Begriff...

Grüßle,
Thomas


Grüßle aus em Schwobaländle!

> 's isch, wie's isch - ond wenn's net so wär, wär's ganz gwiis anderscht <


 
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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#22 von Charles , 03.11.2011 14:54

Zitat von V 200 180
Der Name >GRAUPELE< für diese Sparte rührt eben aus dem Württembergischen und ist eine Verniedlichung / Verkleinerung des Firmennamens GRAUPNER. So wie im Württembergischen zu einem kleinen Mädchen beispielsweise >Mädle< gesagt wird.



Hallo,

Johannes Graupner übernahm 1930 die Abteilung Cannstatter Laubsägearbeiten seines bisherigen Arbeitgebers Rössler & Weissenberger und machte sich selbstständig. Der erste Segelflieger kam 1935 auf den Markt und hieß GRAUBELE. Auch heute gibt es im Graupner Programm noch einen GRAUBELE Segelflieger.

http://www.graupner.de/de/products/885ee...05/product.aspx


Grüße aus dem Odenwald.

Charles


 
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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#23 von schwabenwikinger , 03.11.2011 17:59

Die Menschen müssen vor 50 Jahren mehr Zeit gehabt haben, wenn ich mir die Geduldssägerei vorstelle. Das wäre heute nicht mehr zu verkaufen.
Klasse Info, v.a. für einen Schwaben. (Der vor rd. 35 Jahren das ganze Fernsteuergedöns von Graupner (variophon, varioprop) mitgemacht hat.)

Gruß, Götz


"Der Verzicht auf Nebensächlichkeiten hat verblüffende Natürlichkeit zur Folge" (Friedrich P.)


 
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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#24 von olli74 , 03.11.2011 19:09

Hallo elaphos,

danke für das Katalogbild, das ist der Schuppen meines Kollegen. Wenn ich Ihn das nächste Mal besuche mache ich mal Bilder von dem Gebäude. Das ist wirklich ein Riesenteil. Danke fürs schließen einer Wissenslücke.

Danke auch an alle anderen für die tollen Infos und Bilder.

Gruß Olli


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RE: Kennt jemand die Firma Graubele?

#25 von V 200 180 , 15.11.2011 12:58

Moinmoin Lutz, hallo Hochbaumodellfans,

ja, das sind mühsam ausgesägte und tatsächlich im Bastlerstil fertiggestellte GRAUBELE Teile die Du da hast, lieber Lutz. Das Brückenstellwerk ist sehr schön, das Empfangsgebäude Bad Türkheim hat der Bemühte eben seinerzeit nicht besser hinbekommen...

Fertige Gebäude findest Du heute kaum und wenn dann eben meist in einem "Bastelfertigzustand" der 50er Jahre, siehe auch mein Stellwerk, das ich vor einigen Tagen hier veröffentlicht habe.

Letzte Woche war ich nach vorheriger Anmeldung bei der Firma GRAUPNER in Kirchheim. Das dortige Archiv ist leider stark vernachlässigt seitdem der Leiter im Ruhestand ist. Das war wohl eine kw-Stelle... Dieser ehemalige Leiter war sogar noch nach seiner Zuruhesetzung dort tätig. Heute ist er laut Auskunft der Firma leider nicht mehr ansprechbar. Jammerschade, denn er hätte alles zum Thema gewußt!

Ich wurde dann an einen andern alten GRAUPNER-Mitarbeiter verwiesen. Er zeigte mir das GRAUPNER Jubiläumsbuch >75 Jahre Graupner Modellbau< von Friedhelm Krause aus dem Jahre 2005 (ISBN 3-00-014995-3). Hier wird sehr viel zum Kernbereich des Hauses GRAUPNER geschrieben, dem Flugmodellsport. Der Untertitel heißt denn auch >Innovative Technik für die Freizeit<.

Im Buch wird der Beitrag von >Charles< bestätigt: Johannes Graupner, der übrigens wie so viele Spielzeughersteller aus Sachsen - geboren am 20.April 1895 in Chemnitz - stammt, war Verkaufsleiter bei der Cannstatter Firma Rössler & Weissenberger. Er hatte die für die Firma zur "Bedeutungslosigkeit" gewordene Abteilung >Cannstatter Laubsäge-Arbeiten< übernommen, um sich selbstständig zu machen. Er siedelte mit seiner Familie, seine Frau mit der er seit 1924 verheiratet war stammte aus einer Esslinger Weingärtnerfamilie, 1932 nach Kirchheim unter Teck. Hier eröffnete er am 02. Juli seine erste eigene Fabrikation in angemieteten Räumen der ehemaligen Harmoniumfabrik.

Zuvor hatte Johannes Graupner in Cannstatt bei Rössler & Weissenberger schon 1930 unter eigenem Namen die sog. >Bereits auf Holz vorgezeichneten Laubsägearbeiten< mit eigenen Prospektmaterial und Werbeanzeigen vertrieben. Der Eintrag in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart erfolgte zum 31.09.1931. Johannes Graupner war nun als eigenständiger Kaufmann mit dem Ziel der Fabrikation und Handel von Holzwaren tätig.

Der Eintrag des Warenzeichens >GRAUBELE< erfolgte zum 10. Mai 1935 beim Reichspatentamt Berlin. Zuvor wurde am 23. Februar ein Segelflugzeugmodell in die Gebrauchsmuster-Rolle des Deutschen Reiches eingetragen.

Dieses wurde als >Neuheit für das Sommergeschäft< mit dem Namen >GRAUBELE 1< beworben. Die Modellfliegerei bleibt dann auch bis heute das Hauptgeschäft der Firma, die sich als Familienunternehmen bis heute sehr erfolgreich behauptet. Wer mehr über zur Firma erfahren möchte, der kann (übrigens recht günstig, mehr darf ich hier wohl nicht sagen wegen der Zensierung!) das schon erwähnte Buch dort erwerben.

Nun zum Kernthema: Der Bereich >Baupläne und Werkstoffpackungen für Gebäude und Anlagen von Modelleisenbahnen< wurde zur Nürnberger Spielwarenmesse 1950 dem Fachpublikum vorgestellt. Im bezeichteten Graupner-Buch wird dies nur sehr kurz mit einigen Zeilen auf der Seite 152 oben erwähnt. Wie wir anhand der bereits hier gezeigten Prospekte gesehen haben, wurde das Sortiment des öfteren gewechselt bzw. mit weiteren Modellen ergänzt. Die "Werkstoffpackungen" waren aber sicher nicht der große Renner. Das Empfangsgebäude von Bad Türkeim soll es beispielsweise nur ein Jahr (1955) gegeben haben.

Die Sparte >Gebäude für Modelleisenbahnen< schlief dann um 1956 schlichtweg ein. Es gab mangels Nachfrage keine weiteren Kirchheimer Holzbausätze mehr. Ich vermute, dass die wenigen verkauften Teilesätze, die heute noch existieren, in nicht gebautem Zustand meist in irgend welchen Schränken und Truhen vor sich hin träumen.

Mir haben diese Packungen einfach in Ergänzung zu meinen Fertighäusern vom Dr. Spitaler, vom August aus Creglingen und den Modellen vom Voigt Theodor aus Barntrup gefallen und ich schätze diesen Kirchheimer Versuch, die damalige Modellbahnszene zu bereichern, sehr.

Das war nun in Ergänzung wie versprochen alles recht ausführlich. Die Forschung hat mir doch gefallen, obwohl mein Thema ja eigentlich Eisenbahnen sind...

Beste Grüße von
Freddy


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Jofan 800 hat sich bedankt!
 
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Graupner (Graubele) Stellwerk Fischbach No. 3426 / 3427
Graubele: Liste aller Modelle für die Modelleisenbahn

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