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Russlands Rache: Zinkpest!

#1 von dieKatze , 14.04.2012 21:06

Hallo Mitleidende,

pack nix an, machste auch nix kapott! - haben die Alten immer gesagt, früher in der Lehre. Heute habe ich beim Kramen nach langer Zeit mal wieder den Karton mit den Russenautos aufgemacht: Oh Himmel! Sch... Tja. Mein Vater hat sich immer geweigert, gutes Westgeld für Ostsachen auszugeben, "dem Honecker in den Rachen schmeissen", mit so Russenautos, Wolga, Tschaika und so hätte ich dem als Kind nicht ankommen dürfen. Nach der Wende kamen hier im Rheinland auf die Trödelmärkte häufig Polen mit ihren Ständen. Meistens so Glaswaren, optische Geräte, auch Uhren und manchmal halt so Spielzeugautos, aber eher nicht so häufig. Die waren gar nicht so billig zuerst, so um die zwanzig Mark, später dann so zehn, zwölf Mark, mit viel Handeln auch mal acht Mark. Wenn Du da Interesse zeigtest sprangen die sofort um dich rum, zogen das Modell aus der Verpackung und rissen alle Türen und Klappen auf : Guck mal!
Na ja, ich habe die häufig mitgenommen, später gab es die nicht mehr, so Mitte der Neunziger waren die Bestände wohl erschöpft, und mich hats auch nicht mehr interessiert. Und so liegen die Dinger jetzt in einem Karton im Schrank und bröseln langsam vor sich hin. Weil: Die kriegen Zinkpest, und das nicht zu knapp!

Hier, der sieht doch noch gut aus, frisch aus dem Karton:



Die Fahrertür ist was angefressen, okay, ja, und dann der Blick auf die Heckklappe, unnauffällig, ich schwörs ey, ich habe nicht gedrückt, der kam so aus dem Karton, das fehlende Stück klappert da einfach im Kofferraum rum, einfach weggefault:





Der nächste, den fand ich immer schön wegen der Aufmachung:



Kannste vergessen, die Karre:






Noch so eine Eierfeile, da sah mans schon im Karton, Totalschaden, krumm und schief, aber super Chrom...:



Die Kotflügel:







Ich glaube die echten Wolgas waren besser. Tja wat soll ich machen? Ich habe dann den blauen repariert, sagen wir mal:






Der wird nicht lackiert, der bleibt so. Übrigens haben die einen schönen Motor verbaut, war mir noch überhaupt nicht aufgefallen, den habe ich mir aus den zerstörten Modellen aber noch gesichert:




Der rote hat es leider überhaupt nicht überlebt, beim Versuch ihn wieder irgendwie zusammenzustecken ist er mir in der Hand zerbröselt:





Schönen Gruß,

Ralf


 
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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#2 von pete , 14.04.2012 21:13

Hallo Ralf,

das ist zeitgerechte Werterhaltung deine Reparaturmethode

Gruß,
Peter


rot geschrieben=Adminaussage,grün geschrieben=Moderatorenhinweis,ansonsten Usermeinung ...

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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#3 von toy-doc , 14.04.2012 21:45

Moin Ralf!
Da hilft nur die Russen-Reparatur, leider!
Lackieren lohnt nicht.
toy-doc


Gruß
toy-doc


 
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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#4 von martin67 , 14.04.2012 21:55

Hallo Ralf,

Du machst mir Angst! Ich hab grad mal geschaut, die greifbaren in der Vitrine haben nichts, nicht mal Schnupfen. Den Wolga hat mein Bruder um 1985 in Ungarn gekauft. Die beiden Moskwitch sind etwas jünger (Mitte 90er).















Bis dann,

Martin


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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#5 von Feniliro , 14.04.2012 22:02

auf jeden fall schöne vorbilder :)

und wenn die modelle ganz bleiben auch schöne modelle :)



 
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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#6 von einviertel ( gelöscht ) , 14.04.2012 23:08

Grundgütiger! Absoluter Zerfall!
Zu den Spaltmaßen der Türen fällt mir ein doofer Witz ein.
Streiten sich ein Japaner, ein Ami und ein Ostler über die Dichtigkeit ihrer Autos.
Sagt der Japaner: "Wir sperren über Nacht eine Katze ins Auto, wenn die am nächsten Tag tot ist, ist der Wagen dicht!"
Sagt der Ami: "Wir sperren eine Katze für 1 Stunde ins Auto, wenn sie dann tot ist, ist der Wagen dicht!"
Sagt der Ostler: Wir sperren eine Katze über Nacht ins Auto, wenn die am nächsten Morgen noch drin ist, ist der Wagen dicht!"
Gruß
Martin


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#7 von Charles , 15.04.2012 10:22

Hallo,

die Reihenfolge von Japaner und Ami deckt sich überhaupt nicht mit meiner Lebenserfahrung.


Grüße aus dem Odenwald

Charles


 
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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#8 von dieKatze , 15.04.2012 10:51

Hallo,

ein paar gute habe ich auch noch, tatsächlich. Die Farben sind ja auch häufig so graublaubraun, ein paar wenige habe ich auch in knallig, wie dieser Transporter in 1980er Olympia-Verpackung:




Wie bei Martin hat dieser, meine einzige intakte Wolga Limousine, bemalte Blinker und Lampen:




Mein einziger Moskvich 403, und leider ist der auch todgeweiht, die Karosserie bröselt bereits:




Sowas kenne ich nicht, nie in echt gesehen, Moskvich mit Schrägheck, zum Glück pestfrei:




Und der ist auch mal nicht grau:





Schönen Gruß,

Ralf


 
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RE: Autokatzen

#9 von dieKatze , 15.04.2012 10:53

Zitat von Charles
Hallo,

die Reihenfolge von Japaner und Ami deckt sich überhaupt nicht mit meiner Lebenserfahrung.




In Amerika stirbt die Katze ja nicht an Luftmangel sondern weil sie eine Stunde nichts zu fressen kriegt...




Schönen Gruß,

Ralf


 
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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#10 von Lastra 38 , 15.04.2012 11:04

Hallo,

aufgeschreckt durch diesen Beitrag habe ich gleich mal meine Modelle vom Boden geholt und kontrolliert. Von den ca. 30 verschiedenen Modellen ist nicht eines von der Zinkpest befallen. Ich weiss, das nach der Wende Replikas von diesen Modellen auf dieversen Märkten und Börsen angeboten wurden. Diese Replikas hatten aber nicht die Qualität der Orginale. Man erkennt diese Replikas zum Beispiel daran, dass sich nicht mehr alle Türen und Hauben öffnen lassen. Beim orginal Modell des Moskvich 403 lassen sich die vorderen Türen und der Kofferaum öffnen. Im Kofferraum befindet sich auch noch ein Reserverad. Beim Replika dagegen lassen sich weder die Türen noch der Kofferaum öffnen. Ich denke mal, dass es sich bei den Wolgas auch um Replikas handelt. Bei meinen bis zu über 30 Jahre alten Modellen habe ich jeden falls keine Zerfallserscheinungen festgestellt. Somit stimmt auch die Überschrift "Russlands Rache: Zinkpest", denn die alten Orginalmodelle kamen aus der Sowjetunion. (Made in CCCP)

MfG Lastra



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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#11 von Lastra 38 , 15.04.2012 14:07

Hallo,

hier mal ein paar Bilder von weitestgehend unbekannten SU Modellen


Moskvich 408 IE Kombi (Moskvich 434)


Moskvich 2141 (Moskvich Aleko)


ISCH, Moskvich 412 mit Fliessheck, wurde nur in der SU verkauft

Bei den Moskvich Modellen wurden nicht nur die unterschiedlichen Fronten mit dem Kühlergrill nachgebildet, sondern auch die verschiedenen Motoren.


WOLGA M24 als Krankenwagen mit Inneneinrichtung


LADA 2101 (Limusine) und LADA 2102 (Kombi)


LADA NOVA


LADA 2121 NIVA, das Modell besitz u.a. eine lenkbare Vorderachse und eine richtige Federung


UAZ 469, mit Stoffverdeck


UAZ 469, Stoffverdeck abgenommen


MAS 503 Kipper

Dies war mal ein kleiner Querschnitt durch die 1:43 Modelle aus der SU. Die Orginalmodelle brauchen sich nicht hinter den Modellen anderer Hersteller verstecken.

MfG Lastra



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zuletzt bearbeitet 15.04.2012 | Top

RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#12 von Dampfmaschinenjoe , 16.04.2012 20:35

Ein Freund von mir hat einen Wolga in Rot in seiner Modellvitrine stehen, der sieht auch noch pestfrei aus. Es scheint tatsächlich einen Qualitätsunterschied der "Russenautos" zu geben.

immer freie Fahrt
Joe


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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#13 von bastler ( gelöscht ) , 16.04.2012 23:24

Zitat von Dampfmaschinenjoe
Ein Freund von mir hat einen Wolga in Rot in seiner Modellvitrine stehen, der sieht auch noch pestfrei aus. Es scheint tatsächlich einen Qualitätsunterschied der "Russenautos" zu geben.

immer freie Fahrt
Joe



Ja, den gibt es, den Qualitätsunterschied !

Denn diese wurden in unterschiedliche Firmen produziert, also in total anderen Klimazonen in der ehemaligen UdSSR bzw. auch in anderen Ostblockstaaten.
Ursprünlgich wurden die Autos bzw. die Technik zum Automobilbau in 1/43 von ehemaligen Technikern aus England bzw. Frankreich von Dinky Toys Mitarbeitern ( Intenieure ) entwickelt und auch die Urformen gebaut.
Die Technik des Modellbauens wurde auch gern an interessierte Modellbauingenieur vermittelt und weitergereicht !
Anfangs gabs nur eine kleine handvoll von diesen Wagen und Formen ( diecast ),
dann wurde gerne abkopiert,
so gelangten dann auch den unterschiedlichsten Länder ( Klimazonen ) diese schönen Wagen immer mal wieder hier im Westen auf,
die Fahrzeuge die Zinkpest haben sind entweder in einer Klimazone mit sehr feuchten Jahreszeiten entstanden
oder wurden von anfangs flasch gelagert.

Ein ehemaliger Modellautofreund erzählte mir in den 1980 Jahren diese Geschichte, weil er selber aus Halle ( DDR ) kam und auch dort in der Schule russisch gelernt hatte, so kam er desöfteren auch in die ehemalige UdSSR.
Diese Fahrzeuge hatte er u.a. auch damals bei Bäckern kaufen können,
er kam mit ihnen ins Gespräch, weil die immer seinen deutschen Akzent heraus gehört haben
und er erzählte dem Bäcker und auch anderen,
daß er Modellautos sammle
und um mal eben nur Brot vom Bäcker für seine Freundin in der UdSSR Brot zu holen,
kam er auch mit Modellautos in 1/43 wieder.
"Die bekommst Du überall !" - so er damals zu mir,
er nahm an, daß man diese gerne eingetauscht hatte - gegen alles, so wie man auch bei uns in den Jahren nach 1945 bis zur Einführung der DM gerne Zigaretten im Ländle gerne gegen alles eintauschen konnte.

In den späteren 1980 Jahren bekam man diese Modellautos aus Metall ( diecast ) auch bei uns auf den Trödel- und Flohmärkten von Polen und Russen zu kaufen.
Und selbst in den 1990 Jahren auch beim Modellfachhandel gleich um die Ecke,
die bezogen die damals von dem Importeur Kager.
Dieser hatte in seinem eigens herausgebrachten Modellautokatalog, und dies war ein recht umfangreiches Werk, dort sah mal alles, was KAGER früher
im Import - Programm hatte,
so auch eine Listenaufstellung in Wortschriftdruck über alle Varianten und Farben diese schönen Modellautos,
wie auch viele Abbildungen von diesen diecasts in 1/43.
Selbst ich bekam einen solchen Katalog von meinem Modellbaufachhändler als Werbegeschenk eines Tages mit in die Tüte.
Ich gab zu jener Zeit viel Geld bei meinem Modellbaufachhändler aus, und "nur gute Kunden" bekamen so einen Modellautokatalog geschenkt, sagte man mir dort.

Zu hause hatte ich die von dem Modellautofreund gehabt und vom Händler dann die Liste inkl. der vielen schönen farbigen Abbildungen.

Mein Modellautofreund erzählte mir auch noch, daß diese Modelle nicht die Haupteinnahmequelle der Firmen seien, wo diese produziert wurden,
sie wurden hauptsächlich in Uhrenfirmen produziert.
Und wenn jedesmal das Material für die Uhren habe gefehlt, dann hätten ie sdiese die Modellautos hergestellt.
Wenn man jung ist glaubt man jede Menge, besonders wenn es von drüben her erzählt wird,
aber nein, selbst in England habe ich einen ähnlichen Fachartikelbericht lesen können in den 1980 Jahren
auch dort wurde in gemäß in dem Bericht beschrieben,
daß die in Uhrenproduktionstätten hergestellt würden,
wenn man dort kein Material mehr zu Uhrenherstellung hätte !

In den 1990 Jahren konnte ich dann auch mal selber den Importeur Herrn Kager persönlich bei meinem Modellautofachhändler fragen,
ob dies immer noch so sei,
er darauf,
aber nein,
sein bezogenen Modelle kämen von einer besonders ausgesuchten Quelle, da wo am von morgens bis spät in die Nacht die Modellautos bauen würde.

Und wenn ich mich noch erinnere sind auch nur die Modelle aus einander gebröselt von mir, die ich damals von dem Modellautofreund gekauft hatte. - Die anderen habe ich mir dann ab und an doch noch vom Wühltisch bei meinem Fachhändler geholt.

Die bröseligen habe ich vor Jahren noch gut in der Bucht als Ersatzteilspender für Bastler anbieten können und habe auch immer in den Artikelbeschreibungen geschrieben, daß diese schon die Zinkpest hätten und wo genau ihre Felher und Fehlteile waren,
allertrotzdem sind diese Bruchteile immer gut über die Bucht noch weggegangen.
Sachen gibts die gibts fast garnicht, hätte nie gedacht, daß selbst Zinkpestmodelle einen Absatzmarkt haben.

Der Ralley Sport und die Ambulance sind die seltsten = Raritäten.

Und der Maz 503 ( Kipper / dumper / tipper ) und der rundliche Moskwitsch sind meine lieblings Modelle davon.

Lg Roland


bastler
zuletzt bearbeitet 16.04.2012 23:48 | Top

RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#14 von Swiss-Tinplater , 17.04.2012 14:27

Hallo
Ja, die "Zinkpest-Reportage" hat auch mich aufgeschreckt, da ich einige der vorgestellten Modelle besitze. Glücklicherweise haben sich aber alle als kerngesund erwiesen. Ich habe mir sagen lassen, dass auch die Lagerung von Zinkspitzguss-Modellen einen Einfluss auf die Auslösung der Zinkpest haben könne. Eine möglichst konstante, nicht zu tiefe Temperatur sei anzustreben. Starke Temperaturunterschiede, vor allem auch im Nullgradbereich könne bei unsauberen Legierungen den chemischen Prozess auslösen. Ob diese Theorie wirklich stimmt kann ich nicht beurteilen.

Die Geschichte der russischen Modellautos ist echt spannend. Die abgebildete Tschaika-Limousine ist von einem weiteren Hersteller.




Interessant finde ich auch die Entstehung dieser Alfa Romeo 2600 Limousine. Ursprünglich wurde das Modell von Mebetoys in Italien mit der Kat.-Nr. A4 ab 1966 gefertigt. Das hier abgebildete Modell ist ein russischer Abguss aus einem grausligen Babyrosa-farbenen Kunststoff. Ich habe das Auto deshalb zerlegt und neu gespritzt. Dabei habe ich festgestellt, dass auf der Inneneinrichtung noch der Schriftzug "Mebetoys" vorhanden ist. Die Felgen und Reifen scheinen ebenfalls Original von Mebetoys zu stammen. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Formen nach Russland verkauft wurden, weil auch das Vorbildauto in Italien nicht mehr aktuell war. Allerdings weiss ich nicht, in welchem Zeitrahmen die Produktion in Russland stattfand.




Schöne Grüsse
Swiss-Tinplater


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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#15 von bastler ( gelöscht ) , 17.04.2012 15:23

WOW ! Und Glückwunsch zu diesem sehr sehr raren und seltenen Alfa Romeo Modell, was ich bis jetzt immer nur aus der Bucht kannte und es leider bis dato nie geschafft hatte mal einen davon zu ersteigern, da war immer einer über mir gewesen mit seinem höchst Gebot, - na wer dies wohl war.

Habe mir gleich mal die Fotos runter geladen für meinen privaten Sammlungs-Ordner i.S. Alfa Romeo und Mebetoys.

Lg Roland


bastler

RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#16 von martin67 , 17.04.2012 18:30

Hallo,

ich hab jetzt noch mal geschaut. Meine beiden KAMAZ Sattelzüge sind ohne Makel.



Her die zwei Zugmaschinen, gut zu erkennen zwei verschiedene Kühlerpartien.



Der folgende Lada hat ebenfalls keine Macken.



Aber hier, der andere Lada, der schöne Kombi. Der wird's wohl nicht mehr lange machen. Auf den ersten Blick sah er eigentlich noch ganz gut aus, der Blitz der Kamera aber offenbart, daß da wohl nichts mehr zu retten ist. Bin mal gespannt, wie lange er noch lebt....





Schöne Grüsse,

Martin


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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#17 von Lastra 38 , 17.04.2012 19:37

Hallo,

sehr interessanter Bericht über die Herstellung und den Vertrieb dieser Modellautos. Bei dem Bäckler wird es sich sicherlich um einen Tannte Emma Laden handeln.
Den MAS Kipper gab es auch in Spielzeugläden in der DDR. In der SU wurden weitaus mehr Modellautos nach westlichen Vorbildern, auch in anderen Massstäben, hergestellt, als allgemein bekannt ist. Ich habe einige dieser Autos in den 1980ger Jahren in der CSSR für meinen Sohn gekauft.
Ich habe mal auf den OVP`s nach den Herstellern geschaut. Leider ist der Hersteller nicht vermerkt. Nur bei den LKW Modellen bin ich fündig geworden. Das Modell des MAS 503 kommt aus dem Elektromechanischem Fabrik der Stadt Kostroma und der SIL 4331 aus der Fabrik "Arsenal". Es gab also verschiedene Hersteller dieser Modelle.
Zum Schluss noch einige weitere Modelle


LADA 2101 MILIZ (Polizei)


Wolga M24 Taxi


Wolga M24 Taxi


Wolga M24 in neuer Ausführung


SIL 4331


Moskvich 403, das Orginalmodell mit den zu öffnenden Türen und offenem Kofferaum so wie dem Ersatzrad.

Dieses Moskvich Modell ist das Älteste in meiner Sammlung. Ich habe es vor ca. 30 Jahren von einem Sammlerkollegen bekommen.

MfG Lastra



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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#18 von martin67 , 17.04.2012 20:14

Hallo,

der ZIL 4331 schaut fast aus wie ein Magirus.... Ich hab noch mehr Modelle, muss mal etwas suchen. Hoffentlich sind die von Zinkpest verschont! Die Machart der Autos ist absolut einwandfrei. Vielleicht ersetze ich das Opfer....

Bis dann,

Martin


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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#19 von Hacki , 17.04.2012 20:59

Hallo Russische Gemeinde

ich habe mal mein Lada 2107 überprüft, keine Zinkpest. Immer noch top Zustand.



MfG Detlef


 
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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#20 von Dampfmaschinenjoe , 17.04.2012 23:37

Ein Stück Geschichte auf Rädern: So etwas liebe ich, Modellautos, die ausserdem eine "Geschichte" erzählen können.
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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#21 von toy-doc , 18.04.2012 00:00

Solange sie das als Modellautos noch können!
Als 3D-Puzzle sind sie so schlecht zu verstehen.

Aber Spß beiseite, das Problem ist ernst genug!

Leider ist mir das mit Märklin H0, Trix Express und Fleischmann Dampfmaschinen auch schon so gegangen.
Gekauft - alles ok.
Zu Hause Verformungen, innerhalb von 12 Std Zerfall.


Wenn ein Modell z Zt nicht betroffen ist, heißt das nicht, daß es nicht noch passieren kann.
Vermeidet hohe Luftfeuchte, Temperaturschwankungen, Temperaturen unter etwa 14° C, direkte Sonneneinstrahlung und viel Bewegung.
Das können Auslöser der Zinkpest sein.
Die Ursache liegt viel tiefer: auf molekularer Ebene. Meist ist die Legierung nicht sauber und es kommt im Mikrobereich zum Zerfall.
Der ist dann nicht zu stoppen.

Gruß
toy-doc


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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#22 von Blech , 18.04.2012 11:37

toy-doc,
das mit der "Zinkpest" liegt etwas anders, wissenschaftlich betrachtet.
Der Chemiker und Sammler Dr. Wolfgang Papenroth hat dies nun kürzlich in der Zeitschrift "Figuren Magazin" (Heft 1/2012) erklärt:
Es gibt keine "Zinkpest" -also der Zerfall kommt nicht vom Zinkanteil her, sondern vom ZINN-Anteil.
Die Zinnpest kennt jeder Zinnfigurensammler.
Deshalb -so Dr. Papenroth auch schon mal in "Altes Spielzeug"- sollte man von "Gusspest" sprechen. Weil wir sonst dem guten Zink Unrecht antun. Sagt er.
Letztlich ists egal -das Zeug bröselt. Leider.
Allerdings gibts die Hoffnung, dass künftig nichts passiert, wenn das Teil bislang untadelig im Schrank steht. Auch das sagt er als langjähriger Sammler. Ich kenne den Herrn seit gut 30 oder mehr Jahren. Er nennt "um 20 Grad C" als bestmögliche Aufenthaltstemperatur -nur: wer weiß, ob das immer so gewesen ist?
Und trotzdem tun wir uns das an, kaufen Loks und Autos...und warten auf den Knacks.
Übrigens ist das nicht "vorbei" -also kein Zeichen von "verunreinigtem Material aus Notzeiten" -auch Arnold-N bröselt und sogar ziemlich junge Märklin-Lokgehäuse!
Schöne Grüße aus Hessen
Blech


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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#23 von toy-doc , 18.04.2012 12:46

Moin Botho!
Du hast natürlich Recht!
Ich habe aber die Bezeichnung "Zinkpest" gewählt, weil sie schon in der Überschrift dieses Threads so genannt wird und landläufig unter dieser Bezeichnung bekannt ist.
Als Sammler von Antiquitäten kenne ich natürlich auch die Zinnpest!
In der Sache und an meiner grundsätzlichen Erklärung bzgl der Legierung und den Auslösern ändert das (leider) nichts, denn
wie Du schon sagst, letztendlich ist es egal!
Hauptsache, wir ärgern uns die Pest an diesem Phänomen! Morgens hui, schon abends pfui!
Gruß
toy-doc


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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#24 von Lastra 38 , 18.04.2012 14:05

Hallo,

hier noch drei Bilder von SU Modellen. Alle sind kern gesund. Ich werde sie jetzt etwas sorgfältiger lagern.


Tschaika


ZIL 115


ZIL 117

Ich bin sehr erfreut, dass in den letzten Jahren weitere Modelle nach sowjetischen oder polnischen Vorbildern auf den Markt erschienen sind.

MfG Lastra



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RE: Russlands Rache: Zinkpest!

#25 von Feniliro , 18.04.2012 14:13

man die alten sowjetschmetten sind aber auch schöne vorbilder gewesen,

bin in zwei wochen mit kind und kegel drüben, werde mal in den geschäften oder auf flohmärkten ausschau halten :)



 
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