Echt ätzend...ein 12 Apostelwagen in Spur1

#1 von weichenschmierer , 28.01.2021 22:31

Hallo Ihr Lieben !

Neues vom Weichenschmierer.

Nach dem Wärterhaus musste wieder was Rollendes her.

Im Fundus gab es Reste eines Märklin 17911, das ist der

DRG Gr (DB G20) als Modellwagen aus den dreißiger Jahren.




Sie waren übrig geblieben aus einem Selbstbau eines

Vierachsers G - Wagen . Märklin hatte ihn als 18560

im Programm und auch wesentlich seltener und

recht teuer in Spur 1. So habe ich mir aus Teilen

von zwei Zweiachsern und dem Fahrwerk eines 33 cm Personenwagen

selber einen Vierachser G Wagen gebaut.

Die Schlitze des Personenwagenbodens wurden zugelötet und die Blechnasen

des neuen Aufbaues durch Schraubverbindungen mit eingelöteten Muttern ersetzt.

Neues Dach drauf und fertig ist der Vierachser..... natürlich nach Lackierung und

Beschriftung..... Da inzwischen die Preise im Tinplate- Bereich teilweise wieder bezahlbar

werden, liegt der Wagen nicht mehr bei 2000 € sondern "nur noch" bei 500 €,.

Deshalb werde ich den Wagen hier als Kühlwagen ausführen (Gab es nur in Spur 0 )

und den braunen dann irgendwann als Original von "aus Göppingen".








So zwei Stirnwände und zwei Fahrwerke (zweiachsig) waren ja nun über.

Was könnte man daraus machen. Hmm naja erst mal weglegen.

Aber da ist ja noch mehr in der Lackierwarteschleife.


Der schöne Märklin Säuretopfwagen 19141 z. B . Der liegt schon lange.

Im fehlten die Flaschen, alle....

Im Frühjahr letzten Jahres dann Volltreffer, der Spur 0 Ersatzteillieferant

aus Nürtigen hat doch tatsächlich diese Dinger in ausreichender Menge

am Lager. Super, 10 Stück geordert...dannach war die Ampel auf rot.

Na ja , wenn man vielleicht aus der gleichen Quelle noch mal

zuschlagen könnte, dann wäre es doch möglich, aus den Resten in

der Kiste, mit etwas Geschick, einen reinrassigen

Modell 12 Apostel Wagen sich zu fummeln.

Das lateinisch/ rheinische Gebot beachtend:

Et sit us vi Märklin, is et ever nit.

Gesagt getan hiermit präsentiere ich Euch einen

Modell Säuretopfwagen vom Weichenschmierer, unter starker

Mitwirkung aus Württemberg...




























Bauanleitung:

Bei den Stirnwänden die Halbrundungen abschneiden.

Untere Längstwinkel kanten und Blechlaschen (für die Befestigung), analog

der G Wagenseitenwände, anarbeiten. Senkrechte Winkel an die Stirnwände löten (Ecken).

Dann obere waagerechte Längstkastengurte mit doppelter Breite auf Kantbank umkanten, so das sie doppelt liegen und

halb so breit sind. Diese zwischen den Stirnwänden einlöten ,wenn die unteren Längstwinkel verlötet sind .

Position, vier Bretter von oben (abzählen),

Blechstreifen in Rungenlänge schneiden und zu U- Profilen Kanten

symetrisch ausrichten und auf Gurt oben und Winkel unten festlöten (erst die Mitte, dann der Rest).

Anschließend die diagonalen Streifen schneiden , ablängen, zurichten (beschneiden) und von innen auflöten.

Noch oben an beiden Stirnwänden (oberste Brettlagen) gleichartige Blechstreifen wie die oberen Längstgurte

als Verstärkung einlöten. Anschließend kommen Schweißdrähte, die U förmig gebogen sind ,

in eine Aluplatte mit passend gebohrten Löchern als Helling.

Die Löcher in der Aluplatte fluchten mittig mit den Rungen .

Die Querdrähte sind mittig auf der Kantbank geknickt und im Schraubstock

so wieder gerade gebogen, das mittig ein kleines A stehenbleibt, in das der mittige

Längstdraht durch geht und das ganze Skelett winklig in allen Ebenen verlötet werden kann.

Das ganze Drahtgerippe könnte man nun ausrichten und im "Wagenkasten" verlöten.

Aber ich habe mit angelöteten Röhrchen das ganze nur gesteckt. So läßt sich später

das Vehikel besser lackieren. Auf die Drähte habe ich mittig noch U- förmig gebogene Reiter gelötet,

auf diese die aus zwei parallelen Blechstreifen mit Schwellen gelötete Laufbohle.

Was fehlt noch? Ach ja die Pötte. Nun, dadurch das der

Wagen breiter und länger ist als der 1914 , hat man nicht nur zwei Töpfe mehr,

sondern auch in den "Drahtkörben " viel mehr Luft. Wie stellt man die sauren

Jungs (12 Apostel ) ruhig ? Nun ja, passende Bleche könnte man auch auf die Drähte

löten, aber ich hatte und habe Angst, das so die schönen Ritter- Fiffies (Lack)Schaden

nehmen....und da kommt wieder der Finescaler (sorry) in mir ... Ich habe Schnittreste

unseres (Bankirai) Garagentores( daher die grüne Farbe) in zugesägter Leisten Form 5x5

geschlitzt und mit Epoxy auf die Drähte und ungeschlitzt auf die Obergurte geklebt.

Und nach Aushärten mit Dremelschleifhülsen in Form gebracht. Als letztes noch

eine Leiter angebracht, Schlußscheiben Halter . .....und fast fertig.

Der old faithfull Piko H0 Wagen stand Pate und so habe ich noch die Knotenbleche

und die Beschriftungstafeln aufgelötet.







Wenn er im Frühjahr fertig lackiert wird zeige ich

ihn wie alle anderen Farbtopf Reinplumskandidaten erneut.....

Nur zur Info es kommt noch mehr, viel mehr......aber was fehlt ist ZEIT

So long

Wolfgang


 
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zuletzt bearbeitet 29.01.2021 | Top

   

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