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Kupplungen 60 er Jahre

#1 von sead , 01.10.2014 19:09

Guten Abend Gentlemen,

gerade liegt eine neu erworbene Startpackung 1316 in Superzustand vor mir.
Die musste ich mir einfach leisten, da ich die gleiche 1965 zu Weihnachten geschenkt bekam und dies mein erster Kontakt mit Modelleisenbahnen war.
Nun frage ich mich allerdings und Euch nun mangels Erinnerung, wie ging das denn mit dem Lokwechsel?
Die Wagen haben nur auf einer Seite einen Bügel an der Kupplung, die 80 er gar keinen. Auch wenn man die Wagen so zusammenstellt, dass eine bebügelte Kupplung immer einer unbebügelten gegenübersteht und der Bügel des ersten Wagens hinter der Lok, ist spätestens beim Richtungswechsel nach dem Umlaufen der Lok ans andere Zugende Schluß.
Oder fehlt an der Lok ein Bügel? Auf Fotos und in meinem 1964 er Trix Katalog ist allerdings an keiner Lok ein Bügel zu sehen.
Um Aufklärung und Hilfe zur Abhilfe wäre ich dankbar.

Grüße von einem Rückfälligen,
Curt


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RE: Kupplungen 60 er Jahre

#2 von Dialo , 01.10.2014 19:54

Hallo Curt,

in der von Dir angesprochenen Herstellungszeit war es tatsächlich immer nur ein Bügel je
Kupplung, Trix hat das auch in dem früheren TE-Dienst mal begründet. Ich meine, es ging
um das Benutzen der alten Entkuppler, was ja mit 2 Bügeln schon etwas fummelig ist.

Die Bügel kann man zurüsten, kein Problem. Beschaffung ist auch nicht schwierig. Das gilt
auch für die Lok. Es gibt aber gerade bei den Startpackungen einige 80er, die im Laufe
der Jahre z. T. sehr vereinfacht wurden, z. T. mit angearbeitetem Kupplungshaken und
m. K. auch ohne Ausheber. Ich meine aber, auch da kann ein Bügel eingehängt werden.

Viele Grüße - Dirk


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RE: Kupplungen 60 er Jahre

#3 von noels , 01.10.2014 22:12

Hallo Curt,
zu der Zeit hätte die Lok auch vorn einen Bügel haben sollen. Neben den Entkupplern spielte damals auch noch das "Zweizugsystem" mit eine Rolle. Wenn Fahrzeuge mit Beleuchtung im Zug waren, war es sinnvoll, diese in eine Richtung zu drehen. Dann gab es keine Probleme. Bei den Kupplungen mit Kipphebel hatte Trix auch selbstgefertigte Vorentkupplungsbügel propagiert. Auch von da her war es richtig, nur auf einer Seite einen Kupplungsbügel zu haben.
In den Startpackungen gab es aber sogar mal eine BR80, die vorne gar keine Kupplung hatte. Die stammte auch aus der unseligen Serie mit dem Scheibenkollektor- Motoren.
VG
Heiko



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RE: Kupplungen 60 er Jahre

#4 von sead , 05.10.2014 19:14

Guten Abend,

und danke an Dirk und Heiko für die Mitteilung.
Dann werde ich mal versuchen, die 80 er vorn mit Bügel auszustatten, damit ich auch rangieren kann.
Wenn man zwei Wagen mit der Kupplung gegeneinander kuppelt, steht eine störend nach oben. Ich hoffe, dass gibt kein Problem auf dem Entkupplungsgleis.
Testen kann ich das noch nicht, da ich noch keines habe.
Gibts da vielleicht Erfahrungen?

Grüße aus Rheinhessen

Curt


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RE: Kupplungen 60 er Jahre

#5 von Dialo , 05.10.2014 21:45

Hallo Curt,

die Kupplungsbügel sollten jeweils auf der anderen Kupplung flach aufliegen, das
gilt auch bei 2 Bügeln. Ob sich diese Verbände dann durch den elektrischen Ent-
kuppler noch trennen lassen, kann ich so pauschal nicht sagen. Bei meiner Anlage
mit Pappgleisen und entsprechenden Entkupplern gibt es bei den neueren Kupplungen
konstruktionsbedingt Probleme, aber das ist normal.

Zu Neusilbergleisen von TE und ich denke auch den passenden Entkupplern kann Dir
Heiko mehr sagen.

Viele Grüße - Dirk


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RE: Kupplungen 60 er Jahre

#6 von noels , 05.10.2014 23:03

Hallo,
auch die Entkuppler der Neusilbergleise mögen lieber nur einen Bügel pro Kupplungspaar. Aber man muß wissen, daß etwas anders funktionieren,als die alten:
Alt: Der Ausheber ist kurz und betätigt daher nur eine Kupplung. Bei der Überfahrt wird einer der beiden Kipphebel betätigt und dieser hebt den einzelnen Bügel aus, auch wenn es der der anderen Kupplung ist. Bei zwei Bügeln funktioniert das nicht.
Neu: Hier ist der Ausheber länger und kräftiger. Beide Kupplungen haben keinen Kipphebel, sondern einen Schieber. Deshalb funktioniert es besser, wenn der Zug nicht darüber fährt, sondern beide Kupplungen direkt auf dem Entkuppler STEHEN. Dazu hilft der Mast mit der Nummerntafel. Dann werden beide Schieber nach oben bewegt und auch zwei Bügel werden entkuppelt. Kat man die alten Kupplungen mit Kipphebeln, funktionieren die Entkuppler genauso, wie die alte Version, denn die Kipphebel streiken eher, wenn der Zug auf dem Entkuppler steht.
Ganz schlecht funktioniert es, wenn eine alte mit einer neuen Kupplung zusammen kommt. Für mich sind die Entkupplungsgleise eher ein Ärgernis. Am besten geht es noch, mit normalen NEM- Kupplungen im Stand zu entkuppeln
VG
Heiko



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RE: Kupplungen 60 er Jahre

#7 von ecki , 06.10.2014 00:31

Zitat von noels im Beitrag #6
...Bei der Überfahrt wird einer der beiden Kipphebel betätigt...



Hallo zusammen,
das ist so nur bei Vorwärtsfahrt richtig. Darin liegt der (theoretische) Vorteil der neuen Kupplung: Sie funktioniert in beiden Fahrtrichtungen.

Detaillliertere Infos zu den TRIX EXPRESS Kupplungen gibt es auch im Nachbarforum:
zB hier
und
hier.

TRIX EXPRESSionistische Grüße
ecki


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RE: Kupplungen 60 er Jahre

#8 von sead , 09.10.2014 18:27

Guten Abend

und vielen Dank für die übermittelten Erfahrungen.
Ich werde mir also Kupplungsbügel besorgen und die Lok beidseitig ausstatten.
@ ecki: Danke für die Links, da steckt noch mehr Interessantes drin, Lesestoff für die verregneten Abende.

Grüße aus Rheinhessen
Curt


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