Reaktivierung einer ur-alten Jouef-Rangierlok

#1 von Oldtimerfan87 , 05.11.2019 23:43

Guten Abend, werte Kollegen,

nun komme ich schon wieder mit einer älteren Jouef - Rangierlok! Meine kleinen Rangier-
Wiesel, äh, - Diesel, vom Typ Y51130, haben ein Schwesterchen bekommen, siehe ganz links
auf dem 1. Foto:



Es ist eine ganz alte Variante von ca. 1964, Kat.-Nr. laut Philippe Galaups Liste = 840 B.
Sie hat nur Einachsantrieb, keine gelben Zierstreifen, keine Beleuchtung. Es ist eine Variante
mit dem kurzen Chassis, wo dessen Enden an der Unterkante serienmäßig angeschrägt sind. Es
gibt hier keinerlei Geländer an dieser Bauart. In dieser sehr alten Variante in Deutschland ( zu-
mindest in der Bucht ) nicht zu bekommen. Also bin ich mal mutig gewesen und habe sie direkt
bei Ebay France für € 12.- bekommen. Trotz mangelhafter Sprachkenntnisse hatte ich bei der
Beschreibung verstanden, daß der Motor nicht dreht. Für noch mal € 12.- Versandkosten
hätte ich wenigstens eine Versandschachtel erwartet - die Lok kam aber nur eingewickelt in
Noppenfolie und eingetütet in einem Polsterbeutel , mit entsprechenden Folgen! ( Wie auf den
folgenden Fotos zu sehen ). Für den Geldbetrag wollte ich jetzt keinen größeren Krakehl los -
lassen, aber bei der Bewertung habe ich mich dann "erkenntlich" gezeigt.
Foto 2.):



Die angebrochene hintere Dachkante konnte ich kleben. Wo der rote Farbstrich herkommt, weiß
ich nicht. Foto 3.):



Die Druckstelle an der rechten "A-Säule" kann wohl mit etwas Farbe weggetarnt werden.
Nun Foto 4.):



Der fehlende Puffer läßt sich ersetzen ! Die Loks ohne Beleuchtung haben, wie man sieht, nicht
offene Lampen. ( Hier mit kleinem Durchmesser).
Die Motorwelle war tatsächlich fest, das Lökchen lag wohl Jahrzehnte im feuchten Keller ? Aber
mit reichlich Rostlöser und Öl drehte sie sich bald wieder. Außerdem war die Verklebung zwischen
Motor und Chassis lose, auch das Problem war leicht zu lösen. Nur eine aus der Halterung gelöste
Schleifkohle machte mir Kummer. Mit Hilfe von original Trix-Express- Schleifkohlen aus der
Trix-V100, zusammengelötet mit Fragmenten der Jouef-Kohlenhalter, konnte ich auch da eine gute
Lösung herbeizaubern ! Nun habe ich eine weitere, sehr ruhig und geschmeidig laufende Rangierlok!
Was noch fehlt, ist ein Zusatzgewicht im hintersten Gehäusebereich, sowie eine Welle mit 2 Ritzeln
zwischen Vorder- und Hinterachse mit Lagerung. ( Eine 2. Treibachse mit Kronrad konnte ich bei
Ebay France ergattern und bereits einbauen. Außerdem habe ich die Spurkränze nach NEM abge-
dreht. Der Eine oder Andere wird sich bestimmt wundern, warum ich bei diesen Loks so einen Auf-
wand treibe - nun, ich habe halt an diesen Kleinloks " einen Narren gefressen" , trotz ihrer kleinen
Unzulänglichkeiten- wenn ich das alles mit den kleinen Gußklötzchen von NPE treiben sollte,
dabei würde ich ja arm werden! So, das war es an dieser Stelle ! Nähere Bastel-Tips mit Skizze zu
der Neuerschaffung der Schleifkohlen in der Rubrik Workshop ! Bis dann!
Schöne Grüße

Wolfgang aus dem Sauerland


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Die Jouef-Loks der DB-BR 184 in grün und blau

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