In einem Konvolut habe ich dieses interessante Teil bekommen. 2 kurzgekuppelte Abteilwagen von Herr. Allerdings sind die Gehäuse verschiedenfarbig. Beim Fahrwerk sieht man jedoch, dass die mittigen Kupplungsdurchführungen deutlich kleiner sind als außen. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Fahrwerke mit der interessanten Klauenkupplung so zusammen gehören, aber jemand mal ein Gehäuse getauscht hat. Was meint ihr zu diesem Wagen?IMG_20240829_072058.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)IMG_20240829_072121.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)IMG_20240829_072235.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)IMG_20240829_072152.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)IMG_20240829_072206.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
Hallo zusammen, hier ist auf jeden Fall eine Veränderung passiert. Im Original gehören 1 Wagen ohne Bremserhaus und einer mit dem höher gesetztem Bremserhaus zusammen . Zwischen den beiden Wagen gehört wohl auch an jeden ein verkürzter "Stummelpuffer" ohne Pufferteller und als Gegenstück die hier sichtbare "Prallplatte". Aber schon so ein Fahrgestell zu finden ist wohl absolute Glückssache, bei mir ist da bisher keines aufgetaucht . Passende Aufbauten, auch in der Farbe passend sind ja absolut kein Problem, die gibts immer wieder auf Flohmärkten oder Börsen.
mit dieser Ausführung hat Herr nicht ausgeliefert. Das ist nun wirklich in der Bastelwerkstatt entstanden. Wie Du nun lesen konntest und Dir die Bilder zeigen , hatten die Bodenplatten der Fahrwerke quadratische Öfnnungen für die Kupplungen aus Guß später dann aus Kunststoff. Die Kupplungsköpfe wurden entfernt oder waren bereits abgebrochen. Aus den Schäften wurde dann die Kurzkupplung hergestellt. An den Außenstirnseiten wurde die quadratischen Kupplungsöffnungen in rechteckige Öffnungen aufgefeilt. Dadurch konnten entsprechend passende Kupplungen verwendet werden. Wenn Du noch ein farblich passendes Gehäuse findest , dann kannst Du es leicht wechseln.
ich grabe mal diesen alten Thread wieder aus, weil ich eine Frage zu den Herr Abteilwagen habe.
Vor Kurzem erhielt ich drei dieser Wagen mit Bremserhaus aus einem Dachbodenfund. Sie sind dem Alter und der, vermutlich etwas feuchten Lagerung entsprechend, in einem restaurierungswürdigen Zustand. Der Staub und Schmutz lässt sich ja noch leicht mit Wasser und etwas Flüssigseife entfernen. Dem Rost aber muss man schon mit etwas Härterem zu Leibe rücken. Also, Achsen raus und die Wagen auseinandergeschraubt. Aber was ist das mit den Achsen? Sieht aus wie spitzengelagert. Die Achsaufnahmen sind aber definitv nicht dafür vorgeshehen.
Deshalb hier meine Frage an die Experten. Welche Art Achsen kamen ursprünglich in diesen Wagen zum Einsatz? Auf dem Bild sind links die zu sehen, die eingesetzt waren als ich die Wagen bekam. Die zwei äußeren mit Sprukranz, der mittlere ohne. Der rechte Radsatz mit der 2-mm-Achse ist, zum Vergleich, definitv von einem Herr Rungenwagen.
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Ich hoffe ein Kenner dieser Wagen kann hier zur Aufklärung beitragen. Kamen die mit den Achsspitzen oder doch die mit der 2-mm-Achse zum Einsatz?
Bei meinen Abteilwagen sind fast immer die Achsen mit den langen Spitzen verbaut. Da der Wagen 3 Achsen hat und sicher durch jede Kurve fahren muss, haben diese genügend Spiel nach jeder Seite und nichts drängt. Der mittlere Radsatz ist manchmal ohne Spurkranz, wie bei dir, damit auch sehr enge Radien befahren werden können. Die Achsen der Herr Flachdachwagen sind übrigens genau so, nur die seitlichen Lagerspitzen sind ein kleines bisschen kürzer und passen deshalb nicht in die Abteilwagen
Danke Mario für die schnelle Aufklärung. Nun muss ich mir keine Gedanken über die Beschaffung der anderen Radsätze machen, sondern kann die vorhandenen weiter verwenden.
Gibt es vielleicht aber noch einen Tipp, wie man die Oberteile der Wagen wieder sicher und fest mit dem Untergestell verbinden kann?
Nach dem Lösen und Säubern der angerostetet Gehäusechrauben sitzen diese nun leider sehr locker in den Bakelit-Schraublöchern. Erste Versuche mit Zwei-Komponenten-Kleber das Gewinde "nachzubilden" oder auch Hin-und-Weg von Noch waren leider nicht erfolgreich.
Meine nächste Überlegung ist die Löcher etwas aufzubohren, um einen rauhen Untergrund zu schaffen. Diese dann mit Pattex Stabilit-Express auszufüllen und nach Aushärtung mit einem Gewindebohrer M2,5 aufzubohren.
Geht es um diese Schrauben? Vorschlag: M 2,5 Gewindestifte einkleben u. mit Muttern Wagenkasten u. Fahrgestell verbinden. Es gibt Schrauben u. Muttern aus Kunststoff. Da kannst Du die Schraubenköpfe u. überstehen Gewinde abkneifen. https://www.kunststoffschraube.de Schrauben-1.jpg - Bild entfernt (keine Rechte) Schrauben-2.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)
das geht noch einfacher und alles bleibt original : Du nimmst die Original-Schrauben und machst etwas Öl oder Fett an das gesamte Gewinde . Danach nimmst Du das einzelne Gehäuse und füllst das Loch mit dem defekten Gewinde mit dünnflüssigen Sekundenkleber . Schraube sofort bis Anschlag hineinschrauben und fest werden lassen - rausgequollenen Kleber sofort abwischen . Durch das Öl am Gewinde hält der Sekundenkleber nicht an der Schraube aber das Gewinde wird nachgegossen . Die Schraube lässt sich nach aushärten problemlos wieder raus drehen . So habe ich auch schon oft ausgeleierte Gewinde in Radsätzen von Dampfloks repariert , das hält .
manchmal sind die Lösungen so einfach. An Deine habe ich tatsächlich einfach nicht gedacht. Hab ich ausprobiert und funktioniert für's Erste.
Deine Lösung, Frank, werde ich beim nächsten Wagen versuchen. Mit Öl und 2-K-Kleber hatte ich es ja schon probiert. Da war aber die Kleberschicht vermutlich zu dünn und das Loch zu glatt. Der Kleber hat nicht gehalten und sich beim Herausdrehen der Schraube wieder mit entfernt.
Mit dem Sekundenkleber geht das sicher besser. Ich werde berichten...
Das mit dem "Gewindebolzen" und der Mutter ist mit Sicherheit auch eine brauchbare Lösung. Daran gefällt mir persönlich aber die Veränderung gegenüber dem Original nicht so gut. Funktionell ist es aber mit Sicherheit allemal.
Mein Versuch die "ausgeleierten" Schraublöcher der Herr-Wagen mit Sekundenkleber zu reparieren war teilweise erfolgreich. Die Schrauben sitzen, trotz Ölung, nach dem Aushärten des Sekundenklebers recht fest in den Löcher. Sie wieder zu lösen ist im spröden Bakelitmaterial beschädigungsfrei nicht ganz einfach. Bei den meisten ist es mir gelungen. Bei einem leider nicht. Da die Löcher aber ja im Normalfall nicht zu sehen sind, ist das kein großes Problem. Es ließ sich mit einem weiteren Tropfen Sekundenkleber wieder reparieren. Zur Sicherheit habe ich dann aber das Schraubenloch doch lieber mit einem Stück Papier/Pappe aufgefüllt und die Schraube vorsichtig angezogen. Einn allgemeingültige Lösung des Problems scheint es also nicht zu geben. Man sollte sich jedesmal individuell für eine der dargestellten Lösungen entscheiden. Meine wird wohl zukünftig sein: zunächst mit Papier/Pappe versuchen Halt zu bekommen. Klappt das ist gut. Wenn nicht bleibt noch die Sekundenkleberlösung.
Übrigens: bei der Restaurierung mussten einige Puffer und Räder erneuert werden. Kurzerhand habe ich welche für 3D-Druck konstruiert und gedruckt. Für den Fall, dass Bedarf besteht - ich könnte welche abgeben. Bilder der "Repliken" kann ich gern später zeigen.
Was nun leider noch fehlt sind ein paar Kupplungen. Die von Herr aus Ganzmetall wie an den Abteilwagen und welche ebenfalls von Herr aus Kunststoff mit Metallbügel. Gibt es sowas eventuell irgendwo?