Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#1 von Siegstrecke , 27.05.2020 01:16

Hallo zusammen,

nun eröffne ich doch einen Thread mit Umbauten und Restaurationen der Baureihe 103. Es gibt zwar schon so einen ähnlichen Thread, doch dieser ist auf eine bestimmte Artikelnummer bezogen und dort lag der Schwerpunkt mehr auf einem Streitgespräch eines unzufrieden Mitgliedes.
Die Überschrift habe ich so gehalten, dass auch nachfolgende Mitglieder ihre Reparaturen hier einstellen können.

Ja, was soll ich sagen. Die Baureihe 103 hat mich seit Kindertagen auf Bahnhöfen und Reisen geprägt. Vermutlich ist auch das der Grund, warum ich bei dieser Baureihe bereit bin ein wenig mehr zu investieren (Geld und Arbeitszeit).

Nach meiner Entscheidung, mich auf die Epoche IV zu konzentrieren hatte ich mir die erste Lok in den damaligen IC-Farben (mit rotem Rahmen) beschafft (circa 1996). Es war die Lok 103 150-9 (Art.-Nr. 4376). Dann brachte Fleischmann im Jahr 2001 das Set 4802 mit Lok 103 110-3 heraus. Da gefiel mir dann auch der graubraune Rahmen besser (er war auch für die Lok typischer). In den 2000er Jahren beschaffte ich mir dann auch noch eine gebrauchte Lok 103 142-6 (Rahmen graubraun, Art.-Nr. 4375). Im Vergleich zu den anderen beiden wirkt sie durch das alte Produktionsverfahren etwas hochbeinig. Fleischmann wurde verkauft und die Modelleisenbahn Gmbh brachte doch noch eine weitere Lok mit graubraunem Rahmen heraus (Lok 103 122-8, Art.-Nr. 437602). Sie passt im baulichen Vergleich sehr gut zur 103 110-3. Nun waren das eigentlich meine beiden bevorzugten Loks und die anderen beiden lagen mehr in ihren Kartons. Mit einer weiteren Lok habe ich gar nicht mehr gerechnet (hergestellt wird wohl keine mehr werden). Da habe ich mich an die Artikelnummer 7 4375 erinnert (103 163-2, Soundlok mit graubraunem Rahmen). Nun befindet diese sich auch in meinem Sortiment. Da Fleischmann bei verschieden Loks mit den Zierstreifen geschludert hatte (auch bei der Soundlok), benötigte ich aber noch ein Gehäuse einer Lok mit "makellosen" Zierstreifen. Somit beschaffte ich mir eine weitere Lok 103 110-3.
Nun habe ich sechs 103er. Daraus habe ich drei identische für meinen Planbetrieb umgebaut, Die anderen werde ich wohl "ausmustern"

Lokomotiven zur Ausmusterung:
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103 110-3: Das Gehäuse, Motor und Drehgestelle gingen an Lok 103 163-2. Von dieser Lok bekam sie die angesprochenen Bauelemente auch wieder zurück.

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103 142-6: Sie trat ihre Pantographen in mein Ersatzteillager ab. Sie bekam die Stromabnehmer mit Wanisch-Wippe von der zweiten Lok 103 110-3.

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103 150-9: Bei dieser Lok wurden andere Traversen angebracht (ich hatte noch zwei schwarz lackierte - ihre roten gingen zu einer anderen Lok.

Lokomotiven im zukünftigen Bestand:
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103 110-3: Die Schürze wurde entfernt, um beidseitig zu kuppeln. Sie bekam Einholmstromabnehmer und einen Selectrix-Decoder.

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103 122-8: Die Schürze wurde entfernt. Sie bekam Einholmstromabnehmer und einen Selectrix-Decoder.

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103 163-2: Die Schürze wurde entfernt. Das Gehäuse, Motor und Drehgestelle gingen an Lok 103 110-3. Das Soundmodul wurde entfernt. Die Lok bekam schwarze Einholmstromabnehmer (vorher rot) und einen Selectrix-Decoder.

Nun bin ich (hoffentlich) endlich am Ziel (meiner Träume) und habe drei Edelrenner, die bei mir den hochwertigen Reisezugverkehr abwickeln.
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Gruß Martin


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Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#2 von Siegstrecke , 28.05.2020 10:07

Hallo,

es mag bei meinen, im vorherigen Beitrag beschriebenen, Umbauten dekadent erscheinen, so viel Wert auf den Zierstreifen zu legen und die Gehäuse deswegen auszutauschen. Doch sind diese ein Schwachpunkt in der Produktlinie der Baureihe 103 von Fleischmann. Bei manchen Gehäusen sitzt der Zierstreifen absolut passend an der Lok. Doch leider hat es Fleischmann auch geschafft, die Lok mit dem Zierstreifen zu entfremden (Schnittigkeit und Detailtreue gingen verloren). Allerdings ist mir auch unverständlich, warum dies bei der Produktion nicht beachtet wurde.

Ein Negativbeispiel ist die Artikelnummer 437601 (der Zwischenraum zwischen dem Zierstreifen ist schon breiter als der Zierstreifen selbst):
IMG-20200528-WA0001.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

zum Vergleich Artikelnummer 437602:
IMG-20200528-WA0002.jpg - Bild entfernt (keine Rechte)

Die leider oftmals verzogenen Zierstreifen bei manchen Artikeln dieser Produktlinie werde ich nicht im Detail ansprechen. Aber es gibt sie (leider).


Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#3 von tane , 29.05.2020 10:06

Das mit den Zierstreifen finde ich eher unauffällig, aber die Pufferhöhe wurde mal deutlich nach unten korrigiert. Das ist dann aber natürlich das Chassis. Weiß jemand ab wann?

Nebenbei: Fleischmann-Artikel mit 6-stelliger Katalognummer werden von mir ignoriert ;-)


Gruß von Tane


 
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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#4 von Siegstrecke , 03.07.2020 14:44

@tane

Hallo Tane!

Zitat von tane im Beitrag #3

Weiß jemand ab wann?

Die Frage ist wohl völlig untergegangen (auch bei mir - Pardon).

Im Katalog 1992/93 ist Artikelnummer 4378 mit niedrigerer Pufferhöhe abgebildet. Die nachfolgend aufgelegten Modelle der Baureihe 103 hatten diese dann ebenso.


Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#5 von Siegstrecke , 31.07.2020 15:56

Hallo zusammen,

Zitat von Siegstrecke im Beitrag Übersicht Pantographen?

Nächsten Mittwoch weiß ich mehr.

Nun weiß ich leider heute schon mehr.
Ich hatte gehofft, für meine Baureihe 103 noch zwei schwarze Einholmstromabnehmer (mit blanken Schleifstücken) zu bekommen. Leider bekomme ich die wohl nicht mehr bei der Modelleisenbahn GmbH. Ich hatte auf Restposten oder Lagerbestände gehofft. Vor ein paar Jahren (mein Händler musste zwar telefonieren) ging das noch. Beim alten Unternehmen Fleischmann (Anfang der 2000er Jahre) wurde auf den Bestellschein hinter die Bestellnummer einfach der Vermerk "bitte in schwarz" notiert. Ein fähiger oder kundenorientierter Fleischmann-Mitarbeiter hat dies dann bearbeitet und man bekam die Stromabnehmer dann auch in schwarz - die damalige Artikelnummer bezog sich schon auf rote SBS 65 (Fleischmann-Artikel 4376 war serienmäßig mit roten ausgestattet).
Ich weiß nicht wer oder warum man auf die Idee kam, die Schleifstücke zu brünieren oder zu lackieren. Es ist zwar kein Drama, doch ich hätte den zusätzlichen Arbeitsschritt (wenn es einer ist) nicht gebraucht.


Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#6 von Siegstrecke , 25.05.2021 18:12

Hallo,

hier habe ich einen Film gefunden, der den Umbau einer Baureihe 103 von Fleischmann auf Decoderbetrieb und LED-Beleuchtung zeigt:


Ich bin leider keineswegs so geschwind und firm, wie dieser Modellbauer. Bevor ich es wage, Kabelstränge zu entlöten, brauche ich immer ein Vergleichsmodell als Muster vor Augen. Verwundert bin ich auch von der Größe der Decoder (hier ESU). In einer großen Fleischmann-Lok mit Rundmotor, wie die Baureihe 103, bekommt man diese Decoderart natürlich verbaut. Allerdings wäre ich bei kleineren Fahrzeugen schon skeptisch.

Ich bin nicht bei Youtube registriert und kann dort keine Bewertungen abgeben. Unverständlich ist es mir, dass es immer wieder Hanseln oder Trolle geben muss, die so eine Bastelarbeit mit dem Daumen nach unten bewerten.


Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#7 von tane , 29.05.2021 07:38

Daumen nach unten würde ich jetzt auch nicht vergeben, aber es tut schon weh zu sehen, wie eine neuwertige sauber gefertigte Fleischmann-Lok verbastelt wird. Ganz abgesehen davon, dass Wert und Lebensdauer der Lok drastisch sinken durch diese Aktion.


Gruß von Tane


 
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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#8 von Siegstrecke , 29.05.2021 09:32

Hallo Tane,

ich vermute einmal, dass der Wert der Lok für den einen sinkt und für den anderen steigt. Der Analogbahner oder Sammler wird mit so einer umgebauten Lok nichts mehr anfangen wollen. Ein DCC-Fahrer wird den Umbau der Lok möglicherweise als Bereicherung empfinden.
Eine eingebaute Rücklichtfunktion würde ich persönlich störend finden und nicht haben wollen. Aber wenigstens wirken seine Modelle gewartet und gepflegt. Wenn ich mir auf dem Gebrauchtmarkt (ob Ebay oder Börse) so manches Modell ansehe... Da frage ich mich, ob die Lok auf dem Teller stand, als es halbe Hähnchen gab?


Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#9 von *3029* , 29.05.2021 15:56

Zitat von tane im Beitrag #7
Daumen nach unten würde ich jetzt auch nicht vergeben, aber es tut schon weh zu sehen, wie eine neuwertige sauber gefertigte Fleischmann-Lok verbastelt wird. Ganz abgesehen davon, dass Wert und Lebensdauer der Lok drastisch sinken durch diese Aktion.


Hallo zusammen,

teilweise unangemessen niedrige Verkaufspreise animieren leider dazu.
Das für den Sammler wertvolle Modelle vernichtet werden, berührt diese Leute nicht ...

Viele Grüsse

Hermann



 
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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#10 von Siegstrecke , 29.05.2021 19:07

Hallo Hermann, hallo zusammen,

ein Grinsen konnte ich mir bei Deinen Aussagen nicht verkneifen (ganz bestimmt nicht böse gemeint).

Zitat von *3029* im Beitrag #9

... teilweise unangemessen niedrige Verkaufspreise animieren leider dazu.
Das für den Sammler wertvolle Modelle vernichtet werden, berührt diese Leute nicht...

Die Verkaufspreise sind wohl nur so niedrig, da es so wenig Käufer (Sammler) gibt. Im Fall einer Zerstörung eines meiner Modelle, bin ich nicht traurig über diese Preisentwicklung. Dann könnte man sich zeitnah wieder Ersatz besorgen. Einen Weiterverkauf meiner Modelle mit etwaiger Gewinnabsicht, strebe ich nicht an. Ich möchte sie eigentlich bis zum Ende meines Daseins als mein Eigentum genießen.
"Für den Sammler wertvolle Modelle..." - der Sammler soll sich doch dann bitte reichlich bedienen (bei den den niedrigen Verkaufspreisen).
"Diese Leute..." - das klingt so vorwurfsvoll.😉
Was haben "diese Leute" denn gemacht bzw. nicht gemacht? Sie haben ihr Eigentum verändert. Was soll sie dabei berühren? Sie werden wohl Spaß am betreffenden Umbau haben. Ich möchte nicht die vielen tausend Fleischmann-Artikel sehen, die schon Bekanntschaft mit der Müllpresse oder der Müllverbrennungsanlage gemacht haben. Da hat das Bastelmodell es meiner Ansicht nach ganz klar besser. Ja, es ist richtig, sie haben nicht den Fortbestand der Firma Fleischmann gesichert und zu wenig gekauft. Die Sammler hatten das Unternehmen allerdings ebenfalls nicht gerettet (wohl auch zu wenig gekauft😕).


Generell stellt sich für mich die Frage, ab wann ein Bastelmodell denn "verbastelt" ist?
Ich gehe davon aus, dass eine Bastelarbeit ohnehin eine individuelle Arbeit des Bastlers ist. Sollte dieser sich vertun, kann er das Modell als misslungen oder verbastelt bezeichnen. Entspricht die Bastelei jedoch seinen Vorstellungen, ist doch sein Ziel erreicht. Ob dies nun anderen in dieser Form gefällt, ist eigentlich nebensächlich.


Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#11 von tane , 30.05.2021 06:14

Das ändert ja nichts an der eigenen Gefühlslage beim Anblick der Schändung. Hätte er wenigstens Roco genommen . Klar kann man auch in seinen Mercedes-Classic-Car LED-Scheinwerfer und elektrische Fensterheber einbauen, und unter der Motorhaube ist die neue Zündsteuerung mit Klebeband festgemacht, aber es ist nunmal stillos und wird nicht besser dadurch, sollte es auch davon viele zum kleinen Preis geben.


Gruß von Tane


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#12 von telefonbahner , 30.05.2021 07:42

Hallo zusammen,
es soll ja sogar "Banausen" geben die solch wertvollen Sammlerstücke ihren Kindern einfach so zum spielen überlassen und dabei einfach den Wiederverkaufswert missachten.

Was hat denn der Bastelfreund so schlimmes getan ?
Wenn ich diese Beiträge so lese ist es wohl besser keine Bilder mehr einzustellen um nicht Leib und Leben der anderen FAM Leser zu gefährden.

Gruß Ede + Gerd aus Dresden


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#13 von Siegstrecke , 30.05.2021 11:04

Hallo,

ich bin bei Umbauten (wie z. B. im Beitrag #1 beschrieben) bestrebt, Originalteile des Unternehmens zu nutzen. Beim Pantographenwechsel hatte ich noch vorhandene Fleischmann-Artikel genutzt. Somit sind die Lokomotiven noch vollwertige Fleischmann-Lokomotiven. Die Decoder sind Fremdfabrikate. Das war vom Unternehmen aber auch so vorgesehen. Die Pantographen sind heute noch als Artikel der Firma Sommerfeldt erhältlich und ich müsste bei einem etwaigen Schaden auch auf diese zurückgreifen. Da würde sich dann die Frage stellen, ob die Lokomotiven keine Fleischmann-Lokomotiven mehr sind. Wenn sie keine mehr sind, dürften sie nie welche gewesen sein, da diese Stromabnehmer schon von der Firma Fleischmann bei der Firma Sommerfeldt eingekauft wurden.

Letztendlich steht es natürlich jedem frei, was er aus seinem Eigentum macht. Zumal es in diesem Unterforum um Umbauten geht. Jedoch muss ich gestehen, dass ich den Charakter einer Lok beibehalten möchte. Das schlägt sich auch bei der Verwendung von Originalteilen nieder, um eine Fleischmann-Lok weiterhin als Fleischmann-Lok zu bezeichnen. Irgendwie kann auch ich mich nicht so richtig von der Katalogprägung aus frühen Jahren lösen.


Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#14 von *3029* , 30.05.2021 12:00

Hallo zusammen,

es soll niemand eingeschränkt werden was er mit seinem Eigentum macht.

Aber es gibt genügend abgewirtschaftete Loks am Markt die für Umbauten verwendet werden können,
sodass neuwertige Exemplare nicht unbedingt verhunzt werden müssen.

Ich, für meinen Teil, bevorzuge den " ladenneu " - Zustand, der nicht immer leicht zu beschaffen ist.
Fast alle Loks stammem aus einer Zeit als diese regulär zu kaufen waren

Die angesprochenen OL-Stromabnehmer sollten dem ursprünglichen Originalzustand entsprechen.
Ein evtl. temporärer Austausch sollte reversibel sein.

Viele Grüsse

Hermann



 
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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#15 von Siegstrecke , 04.02.2022 11:21

Hallo zusammen,

hier habe ich ein Video, welches den Umbau des Ursprungsmodells der Baureihe 103 von Fleischmann zeigt (Art.-Nr. 4375). Es ist vom gleichen Bastler, der von mir auch im Beitrag #6 vorgestellt wurde.
Ich stehe mit der Person in keinem persönlichen Verhältnis, muss aber gestehen, dass ich seine Art Videos zu produzieren und Umbauten zu präsentieren, hilfreich und informativ finde.
Auch eliminiert dieser Bastler nicht den Charme seiner umgebauten Modelle. Hauptsächlich liegt sein Augenmerk wohl auf einer zeitgemäßen Lichttechnik (LED). Diesen Weg müsste ich noch nicht einmal mitgehen, da mir es absolut nicht wichtig wäre, ob die Beleuchtung über LED oder Glühlampen erfolgt.
Dieses Modell der Baureihe 103 ist schon etwas älter und technisch "mitgenommen". Es macht allerdings Spaß, seinen Erklärungen zuzuhören und seinem Umbau zuzusehen. Am Ende erstrahlt das Fleischmann-Modell wieder im alten Glanz und sieht es auf seiner tollen Anlage seine Runden drehen (kein Sound - nur das saubere Surren des langlebigen Rundmotors).




Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#16 von Siegstrecke , 04.02.2022 11:59

Hallo,

ich bin ja selbst ein absoluter Purist in der Digitalisierung. Das ist auch so gewollt. Der Mehrzugbetrieb (inklusive Anpassung der Beleuchtung) hat meine Spielmöglichkeiten gewaltig erweitert. Ich möchte meine Digitaltechnik nicht mehr missen, aber trotzdem erlebe ich meine Lokomotiven mit sonorem Surren und die Waggons mit althergebrachten Betriebsgeräuschen.

Auf anderen Modellbahnanlagen (Ausstellungen, Videos) habe ich mitunter schon sehr schöne Soundumsetzungen gehört. Bei der Baureihe 103 (von Fleischmann) ehrlich gesagt noch nicht. Schon wenn ich die Lokpfeife höre, weiß ich, eine gute Entscheidung getroffen zu haben, keinen Sound zu verwenden. In vielen Vorführungen und Videos scheint der Lokpfiff wohl zur Abfahrt zu gehören. Mit dem Lokpfiff des Vorbildes hat er jedenfalls nichts gemein.
Gelungen finde ich viele Soundumsetzungen nicht. Aber das möge jeder für sich selbst entscheiden, da jeder seine eigene (!) Modellbahn attraktiv finden muss.


Gruß Martin


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#17 von anj4de , 16.04.2022 23:15

Zitat von tane im Beitrag #7
Daumen nach unten würde ich jetzt auch nicht vergeben, aber es tut schon weh zu sehen, wie eine neuwertige sauber gefertigte Fleischmann-Lok verbastelt wird. Ganz abgesehen davon, dass Wert und Lebensdauer der Lok drastisch sinken durch diese Aktion.


Warum soll die Lebensdauer einer Lok sinken wenn sie digitalisiert wird?

Gruss
Uwe


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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#18 von tane , 17.04.2022 10:20

Zitat von anj4de im Beitrag #17


Warum soll die Lebensdauer einer Lok sinken wenn sie digitalisiert wird?

Gruss
Uwe



Allein dadurch, dass jetzt digitale Bauteile drin sind. Diese haben eine durchnittliche Haltbarkeit von vielleicht 10-20 Jahren, je nach Hersteller und Betriebsbedingungen. Solche Bauteile kann man auch nicht gut lagern, d.h. ein Decoder, der 20 Jahre nicht betrieben wird, ist dann höchstwahrscheinlich hinüber. Grund sind hygroskopische Eigenschaft der Bauteile und daraus resultierende Korrosion im Inneren.


Gruß von Tane


 
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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#19 von Pikologe , 19.04.2022 12:10

Tach,

inzwischen nehme ich für Umbauten lieber neue oder neuwertige Fahrzeuge, was den Fahrwerks- und Antriebsbereich betrifft, als mich ewig herumzuärgern, alte Krücken immer wieder und wieder nachbessern zu müssen. Da wird schon mal eine komplette Lok zerlegt, die eigentlich fahrbereit ist.
Ich erinnere mich noch an den Aufschrei, falls ich an einer TT800 Hand anlegen würde:
Märklin Umbau-Unikate (15)
(Nein, ich habe noch keine Märklin TT800 zerlegt, werde es auch nicht machen, da es nicht passt.)


Viele Grüße in die Runde
vom Pikologen


 
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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#20 von volvospeed , 19.04.2022 22:54

Hallo zusammen,

hm, ich kenne auch seine Videos, habe sie mir auch schon sehr oft angeschaut.
Grundsätzlich erstmal zu dem Schleifer ohne Kabel ist zu sagen, das diese Seite Schleifer nicht isoliert ist. Die Schleifer dienen als Masseschleifer und übertragen über die Befestigungsschraube den Strom ans Fahrgestell. Da am zweiten Schleifer ein Kabel angelötet ist, wird das dann auch weiter geführt. Somit ist an dem ersten Schleifer auch kein Kabel notwendig.

Was die Umbauerrei auf Digital angeht:

Aus Sicht eines Betriebsbahners, wie ich es bin:
Ein Umrüsten auf Led mache ich auch in vielen Fällen gerade bei Fleischmann eigentlich auch nicht, es sei denn es sind neuere Maschinen die auch für Lichtwechsel vorbereitet sind, z.B. BR 218, oder 111. Hier kann man ohne großen Aufwand 3mm Leds verwenden. Die Leds kann man einfach statt den Birnchen von unten einstecken und mit einem Punkt Sekundenkleber sichern.
Als eine Schändung sehe ich es auch nicht an, da man in den aller meisten Fällen die Fahreigenschaften, sofern man die Dekoder richtig einstellt, wesentlich verbessern kann. Ist ein Dekoder optimal eingestellt, hat man auch nicht mehr Verschleiß ! Auch kann man in gewissen Fällen Sonderfunktionen einbauen, im Fall der 103 zuschaltbare Maschinenraumbeleuchtung. Die Sonderfunktionen und bessere Fahreigenschaften werten meiner Meinung nach ebenfalls die Modelle auf. Wenn die Digitalisierung ordentlich gemacht ist, ist das eine Aufwertung, des Modells. Vor allem für den Betrieb.

Aus Sicht eines Sammlers ( bin ich eher nicht ):
Da mag es stören wenn nicht alles Original ist, ok, aber Sammler kaufen sich in der Regel auch gleich 100% Topmodelle, die neuwertig mit Schachtel, Waschzettel und was weiß ich dabei ist. Ein Modell das schon in Betrieb war und Betriebsspuren hat, welche nicht ausbleiben, ist da ja schon fast ein no go. Der Preis spielt eher eine untergeordnete Rolle. Vor allem wenn ich sehe, was manch Sammler alleine für nen Verpackungskarton ausgeben.

Aus der Sicht als Betriebsbahner und Sammler, so wie ich es bin:
Ich bin kein reiner, oder klassischer Sammler, ich lege weder Wert auf Verpackung, noch auf Waschzettel, ich möchte meine Modelle Fahren sein. Nach Möglichkeit, sollten sie komplett und nicht beschädigt sein. Wenn mal ein Teil fehlt, versuche ich das passende Ersatzteil zu bekommen und die Lok wieder zu komplettieren, ist es beschädigt wird repariert. In manchen Fällen hilft auch eine Alterung weiter, oder ich erstelle eben selbst ein Ersatzteil. Generell lege ich aber Wert darauf das alle Modelle technisch in Schuß sind. Selten das mal in meinem AW eine Lok länger als 3 Monate stehen bleibt, und noch seltener das ich mal eine Lok tatsächlich ausmustere. Sollte ich mich dann tatsächlich mal dazu überwinden eine Lok z zu stellen, dann wird sie in Form von Ersatzteilen in anderen Modellen weiterleben. Ich glaube in den 43 Jahren habe ich vielleicht wenns hoch kommt 10 Loks z- gestellt. Da war dann aber tatsächlich auch nichts mehr zu retten und höchsten ein paar Ersatzteile zu gewinnen.

Anders sehe ich es inzwischen bei alten Fleischmann Modellen vor ca. 1985, die lasse ich Original und digitalisiere sie nicht und wenn dann nur wenn ich zwei baugleiche Exemplare habe, so das ich ein Modell davon immer noch im Originalzustand habe. Bei den ganz alten Schätzchen, rentiert es sich oftmals nicht umzubauen, vor allem dann nicht, wenn die alten überbreiten Radsätze auf meinen Piko Gleisen für Kurzschluß an den Weichenherzen sorgen. Meine Weichen sind zwar alle modifiziert, aber bei über 2,5mm Radauflagefläche ist die Grenze erreicht. Alte Maschinen, wie V100, BR 211, 211, 221, VT 614 kann man noch recht günstig auf neuere Radsätze ( alle vorgenannten Maschnen habe ich umgerüstet ) umrüsten, aber z.B. eine 01 220 oder eine 64 389-0 nicht, es sei denn man würde ihr ein Fahrwerk der 01 164, bzw ein Nachfolger BR 64 mit neuen filigranen Radsätzen spendieren. Das rechnet sich aber auch nur, wenn man das neuere Modell extrem günstig bekommen kann. Aus Ersatzteilen nachgerüstet rechnet sich das dann definitiv nicht mehr. Alle Lok Modelle die nicht 1/87 sind rüste ich auch nicht mehr um, für solche Modell habe ich bereits andere Bahnen gebaut. So das sie auch Zeitgemäß dazu passen.

Also Pauschal kann man es nicht sagen, das es verhunzt ist, sondern man muß auch betrachten, was man mit dem Modell machen möchte.


Mit freundlichen Grüßen
Manuel

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RE: Fleischmann: Umbauten und Reparaturen Baureihe 103

#21 von Siegstrecke , 20.04.2022 19:46

Hallo zusammen,

ich habe hier nun einige Beiträge aufmerksam studiert. Ich versuche zum Digitalumbau etwas konkreter zu werden, muss mich allerdings auf meine Erfahrungen des Selectrix-Systems beschränken. Unterstützen werde ich es aber mit Aussagen aus dem Umfeld der alten Firma Trix und der Firma Doehler & Haass (>hier klicken<). Als Beispiel nutze ich meine Lokomotiven der Baureihe 103 von Fleischmann, um deren Umbau es hier in diesem Thread handelt.

Die Baureihe 103 von Fleischmann gab es immer nur mit klassischem Rundmotor. Dieser war bei seiner Entwicklung bestimmt nicht für den Digitalbetrieb gedacht. Laut verschiedener Autoren (siehe Link), gibt es eine höhere Motorbelastung durch die Impulssteuerung. Es gibt einen schnelleren Verbrauch des Öls in den Motorlagern. Kohlenstaub kann sich unter dem Motor ansammeln und eine leitende Verbindung zwischen Gehäuse und Kollektor herstellen. Das sind Dinge, die bei Benutzung des Selectrix-Systems zur Kundschaft offen kommuniziert wurden. Solche und andere Hilfestellungen habe ich immer benutzt und befolgt. Gerade weil meine "alten Fleischmann-Schätzchen" für mich nicht austauschbar sind. Bei mir werden nicht zig Ersatzexemplare beschafft, da jede meiner Loks für mich ein Stück Geschichte und Vergangenheitsliebe darstellen. Ich möchte, dass meine Lokomotiven bis zum Lebensende für mich da sind. Somit gehört eine regelmäßige Wartung dieser Lokomotiven dazu. Es mag sein, dass ich vielleicht etwas häufiger als der Analogfahrer Wartung betreiben muss - es muss aber nicht sein, da dies auch auf das Einsatzspektrum ankommt. Aber darum sollte es auch nicht gehen, denn wer seine Loks liebt, der wartet und pflegt sie (dem Einsatz entsprechend - ob analog oder digital).

Von meinen heutigen drei Lokomotiven der Baureihe 103 bekam ich die erste (Art.-Nr. 4802) im Jahr 2001. Sie hatte bis zum Jahre 2011 einen regelmäßigen Einsatz auf einer Modellbahnanlage. Sie ist einiges gefahren, sie ist aber auch nicht übermäßig gefahren. Die folgenden Jahre hatte sie sporadische Fahrten. Die Schleifkohlen mussten noch nicht erneuert werden. Reinigungen und Ölungen erfuhr die Lok von mir. Eine Verschlechterung von Motorleistung oder Ausfall des Decoders haben nicht stattgefunden. Die Lok schafft minimalste Langsamfahrt. Aufgrund der Motordrosselung durch den Decoder wird die maximale Motorleistung nicht abgerufen (circa umgerechnete Vorbildgeschwindigkeit). Sie fährt wie am ersten Tag.
Ich gehe davon aus, dass die beiden später erworbenen Maschinen es nicht schlechter machen werden.

Ich möchte aber einen Digitalumbau nicht generell schönreden. Zu anderen Systemen und ihren Decodern kann ich nämlich nichts sagen. Ob Probleme, die in anderen Beiträgen erwähnt wurden, so auftreten können, vermag ich absolut nicht zu beurteilen. Ich fahre aber nun seit 1994 mit dem Selectrix-System und dem Fleischmann-Rundmotor (Artikelnummern 4230, 4238, 4326, 4348) störungsfrei.
Meine beiden Modelle aus den 1970er Jahren (Artikelnummern 4046 u. 4236) wurden erst ein paar Jahre später digital umgerüstet. Auch sie fahren ohne Beanstandungen.


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