Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...

#1 von Flanders , 07.03.2021 13:56

Hallo zusammen,

mal eine eher "philosophische" Fragestellung...

Sammeln???
Original verpackte Werkstoffpackungen? Warum? Die sehen wirklich nicht schön aus und sind auch nicht vitrinentauglich. Wenn ich die weißen Kartons zu einem Stapel auftürme, sieht es aus wie beim Lieferdienst einer Pizzeria. Brauche ich die wirklich? Müssen die einfach versteckt im Schrank eingelagert werden, damit ich sagen kann: "Ich habe sie!" ??? Tja, ich weiß nicht...



Es gibt meines Wissens nur zwei bunt bedruckte Kartons. Neben dem Bahnhof "Neuhausen" die "Verladestation für Kies und Kohle". Diese Kartons machen sich in einer Vitrine präsentiert ganz gut. Besonders in Verbindung mit den passenden Gebäuden und etwas Zubehör.



Natürlich sind die kompletten Werkstoffpackungen zum Bauen zu schade. Bleibt also der Ausweg über die separat erhältlichen Baupläne.



Auch hierbei stelle ich mir die Frage: Brauche ich die im Original? Ich denke eher nicht. Mittlerweile besitze ich viele Baupläne als pdf-Datei.

Bauen???
Finde ich gut! Datei ausdrucken und los geht es! Ich verbrauche keine historisch wertvollen Rohstoffe, sondern baue mit modernen Methoden nach historischen Vorbildern. Also "echter" Modellbau. Es kommt hierbei auf die Freude an der Herstellung und auf den Stolz über das Ergebnis an.

Restaurieren???
Eine verbastelte Ruine aus den 50'er Jahren retten? Toller Ansatz! Historische Bausubstanz wird gerettet und bekommt eine zweite Chance! Hier im FAM sind ja schon viele gelungene Beispiele gezeigt worden. Ich kenne nur sehr wenige Beispiele, wo sich in den 50'ern gebaute Graubele Gebäude auf so einem handwerklich hohen Qualitätslevel und in einem Erhaltungszustand präsentieren, dass ich sie ohne Überarbeitung in die Vitrine oder auf die Anlage stellen würde.

Für mich ist der Weg das Ziel! Also das Bauen! Am Ende möchte ich stolz auf "mein" Ergebnis sein und daher betreibe ich auch entsprechenden Aufwand! Ich möchte später eine kleine Sammlung "meiner" Graubele Gebäude besitzen, die "meine" individuelle Handschrift tragen und dabei nutze ich den Gestaltungsspielraum den der historische Entwurf bietet.

Wie haltet ihr es mit Graubele Modellen? Präsentation in der Vitrine? Einsatz auf der Anlage? Im Schrank eingelagert? Oder...???

VG, Frank


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...

#2 von SJ-Express , 07.03.2021 14:51

Hallo Frank,
ein kompletter alter Bausatz mit Anleitung ist eine hervorragende Hilfe zum Neubau mit neuen Materialien, da man die bedruckten Orriginal Holz-Platten als Kopiervorlage hat.
Das gleiche gilt für die Aufarbeitung eines Modells. Denn teils gibt es Abweichungen zwischen Bauplan, Deckelbildern/Katalogbildern und auch den vorgezeicheten Teilen.
Hat man sein selbst gebautes oder restauriertes Gebäude fertig, benötigt man den Bausatz im Grunde nicht mehr zwingend und kann ihn an Interessierte abgeben.

Mein Bausatz Bad Blankenburg ist zur Zeit bei diesem Projekt in Verwendung.
Danach wird er wieder mit einen ungebautem alten Fallerbausatz und einigen Kartonbogen als Anschauungsmaterial für Ausstellungen aufgehoben.

Direkt sammeln tue ich die Graubele Bausätze aber nicht, es wäre jedoch schade, wenn daß keiner mehr tun würde.
Für den einfachen Nachbau reicht heute aber auch ein PDF des Bauplans.

Viele Grüße Manfred


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...

#3 von Jofan 800 , 09.03.2021 18:51

Hallo Frank,

ich stand vor der gleichen Frage wie Du und bin zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Sammeln kommt für mich nicht in Frage. Zu teuer und nur für den Schrank. Wenn mir mal eine schöne Packung zufliegt werde ich bwstimmt nicht nein sagen aber auf die Suche, verbunden mit einem tiefen Griff ins Portemonaie begebe ich mich nicht.
Etwas anders ist es mit Orginalplänen. Die finde ich sehr attraktiv und da bin ich schon auf der Suche auch wenn für den Bau vernünftige Scans voll ausreichen. Bei Gelegenheit werde ich mal ein oder zwei einrahmen und an die Wand hängen.
Ziel meiner Sammlung ist es von jedem Graubele Bausatz ein schön gebautes Modell in der Vitrine oder auf der Anlage stehen zu haben.

Viele Grüße,
Joachim


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...

#4 von timmi68 , 10.03.2021 11:59

Hallo zusammen,

ich würde jetzt auch nicht aktiv nach ungebauten Werkstoffpackungen suchen. Eine ist mir mal zugelaufen und steht jetzt
in der Vitrine. Wenn der Preis stimmt, würde ich auch weitere nehmen. Bauen würde ich sie aber nicht - nur als Vorlage nutzen.
Mir würden die Bauanleitungen reichen, um mich selbst an den Modellen zu versuchen.
Wie Joachim auch, hätte ich gerne nach und nach von jedem Modell ein schönes fürs Regal.
Das schöne ist, dass ich überhaupt kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich ein verbasteltes Modell restauriere.
Es sind ja keine Werksfertigmodelle.
Jedenfalls kann ich mich sehr an den hier vorgestellten "Supermodels" freuen. Weiter so Leute!

Viele Grüße
Jörg


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...und die farbigen Deckel

#5 von tug_baer , 03.05.2021 01:12

Moin Jungs,
soweit ich das aus der Graupner Firmenhistorie (für Schiffsmodelle mal zusammengestellt) beurteilen kann,
vollzog sich der Wandel zu den ganzflächig mehrfarbig bedruckten Kartondeckeln um das Jahr 1955/56 herum, also nach dem (frühen) Tod des Firmengründers Johannes Graupner (1954).
Zu dieser Zeit wurde der Bereich "Modellbahnzubehör" bereits nicht mehr sonderlich gepflegt / ausgebaut.
Im ersten Komplettkatalog aus dem Jahr 1958 sind dann überhaupt keine Artikel für die Modellbahn mehr zu finden.

So weit 5 Pfennig von mir zum Thema.
Gruß Gerrit

P.S. An einem Austausch der alten Baupläne bin ich sehr interessiert


soweit nichts abweichendes angegeben ist, stammen alle Bilder in meinen Posts aus eigener Cam,
weitere Bilder gerne im DSO - HiFo unter gleichem Nick


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...und die farbigen Deckel

#6 von Profi-Cappel , 29.05.2021 20:51

Hallo zusammen,

gibt es eine Möglichkeit, die Baupläne evtl. ins Katalogarchiv einzustellen? Ansonstne würde ich mich natürlich asuch über Scans freuen.

Gruß aus dem Lipperland
Dirk


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...und die farbigen Deckel

#7 von Flanders , 30.05.2021 14:58

Hallo Dirk,

Scans im Katalogarchiv sehe ich kritisch! Das wird wohl nicht möglich sein. Soweit mir bekannt, hat der VTH-Verlag die Rechte an den Graupner-Plänen erworben. Im VTH-Shop kann man u.a. viele historische Graupner-Pläne kaufen. Leider bisher nur Flugzeuge und Schiffe. Die Eisenbahnbauten fehlen bisher im Angebot. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der VTH-Verlag eine Genehmigung zur Veröffentlichung erteilt. Solltest Du eine schriftliche Genehmigung erhalten, fände ich das toll. Ein Archiv mit Bauplänen wäre super!

VG, Frank


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...und die farbigen Deckel

#8 von Barrycharly , 30.05.2021 16:43

Hallo zusammen,

hat der VTH-Verlag dann automatisch auch die Rechte an den Graubele-Katalogen?
Oder Conrad-Antiquario, der schon einige Kataloge veröffentlicht hat?
Oder können diese Kataloge evtl. wenigstens bei uns im Katalog-Archiv veröffentlicht werde?
Fragen über Fragen .
Gruß
Rainer


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...und die farbigen Deckel

#9 von Flanders , 30.05.2021 18:24

Hallo Rainer,

ein Geschäftsbereich des VTH-Verlages ist das gewerbsmäßige Reproduzieren alter Baupläne. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der VTH-Verlag einer Veröffentlichung zustimmt. Schließlich verdienen die ja ihr Geld damit.

Ob der Verlag wirklich die Rechte an allen alten Graubele-Plänen hat, weiß ich nicht. Es kann jeder Interessierte privat eine Anfrage als E-Mail an den Verlag schicken oder dort mal anrufen. Wer weiß, ob die alten Pläne überhaupt noch im Graupner bzw. VTH-Archiv vorhanden sind? Wer fragt, bekommt ja normalerweise auch Antworten...

Bitte KEINE Anfrage an den Verlag im Namen des Forums schicken. Das sollte auf jeden Fall vorher mit Heinz-Dieter und seinem Admin-Team geklärt werden. Das ist ein sehr sensibles Thema.

Wie es rechtlich um die Veröffentlichungen von Conrad Antiquario aussieht, kann ich nicht beurteilen. Natürlich würde mir eine Sammlung Graubele-Kataloge auch in unserem Archiv gefallen.

Juristisch bin ich absoluter Laie und kenne mich in dieser Thematik nicht aus. Daher versuche ich mich sehr vorsichtig und zurückhaltend zu verhalten. Dankenswerterweise hat bisher Heinz-Dieter und sein Admin-Team darüber gewacht, dass im Archiv nur Material mit Erlaubnis der Rechteinhaber veröffentlicht wird und alles korrekt und rechtssicher abläuft.

VG, Frank


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RE: Graubele: Sammeln, bauen, restaurieren...und die farbigen Deckel

#10 von Gleis3601 , 30.05.2021 18:29

Zitat von Flanders im Beitrag #9
Hallo Rainer,

ein Geschäftsbereich des VTH-Verlages ist das gewerbsmäßige Reproduzieren alter Baupläne. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der VTH-Verlag einer Veröffentlichung zustimmt. Schließlich verdienen die ja ihr Geld damit...

...Daher versuche ich mich sehr vorsichtig und zurückhaltend zu verhalten. Dankenswerterweise hat bisher Heinz-Dieter und sein Admin-Team darüber gewacht, dass im Archiv nur Material mit Erlaubnis der Rechteinhaber veröffentlicht wird und alles korrekt und rechtssicher abläuft.

VG, Frank


Hallo zusammen ,

das sehe ich aber auch so ... und Fehlverhalten kann da richtich teuer werden .


Gruß
Andreas


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