Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#1 von Dietmar , 14.07.2008 20:59

Hallo

Hier nun die langen D-Zugwagen von Trix. Unter Ade, Röwa, Roco wurde das Thema und einige Wagen schon mal angesprochen, aber der Übersicht und Vollständigkeit möchte ich es hier noch mal angehen.

1966 sorgte Trix auf der Nürnberger Spielwarenmesse für aufsehen. Willy Ade hatte wohl schon länger die Idee, die 26,4m langen Schnellzugwagen unter Beibehaltung der korrekten Fensterzahl im Maststab 1 : 100 herzustellen. Die 26,4 bzw. 27,4 cm langen Wagen stellten alles Bisherige in den Schatten. In punkto Details, Optik und Vorbildtreue waren die Wagen ihrer Zeit weit voraus und lange ein Maßstab bei den 1:100 Wagen. Nicht nur die TEE und D-Zugwagen sondern auch die Preußischen Nebenbahnpersonenwagen und die DB, SBB und NS Güterwagen können auch heute noch Optisch überzeugen. Den Anfang machten die 5 TEE-Wagen. Neben dem 1.Kl. Großraumwagen, 1.Kl. Abteilwagen und Aussichtswagen mit der Glaskuppel in 26,4 cm Länge, gab es auch noch den 1.Kl. Bar-Wagen und den Speisewagen in 27,4 cm Länge. Als Speisewagen wählte Ade nicht den in nur 5 Exemplaren beschafften Doppelstockspeisewagen des Rheingolds, sondern den damals neuen 27,4 m langen Vollspeisewagen WRmh 135 den es außer in den TEE-Farben auch in rot gab. So konnte die Form auch für den roten F-Zug oder Schnellzug- Speisewagen verwendet werden. Als weitere Schnellzugwagen bot Trix noch den blauen Aüm an, der aber nur ein blauer TEE-Abteilwagen ohne Schürze war und somit nicht dem Vorbild entsprach. Für den 1/2.Kl. Schnellzugwagen nahm man leider nur den Prototyp ABüm 226 mit dem steilen Dachenden der ein Einzelstück blieb. Einen Packwagen oder 2.Kl. Wagen gab es leider wieder nicht nur noch einen 26,4 cm langen Postwagen. Die zwei 27,4 cm langen Liegewagen in blau als Touropa und in grün als Scharnow- Wagen ergänzten 1967 die 1:100 Wagenreihe.
Wenn man bedenkt, was die Mitbewerber zu dieser Zeit anboten, waren diese Wagen das absolut beste was es in Großserie gab. Selbst Märklin, die einige Jahre Später auch Wagen in 1: 100 herstellte, hat die Optik bei weitem nicht so getroffen. Im Gegensatz zu Trix hat Märklin die Fenster und Abteillänge in maßstäblicher Länge ausgeführt, mit dem Resultat, das bei jedem Wagen 2 Fenster/Abteile fehlen. Geraden beim 1.Kl. Am fällt das besonders störend auf. Trix/Herr Ade hat auf die korrekte Anzahl der Abteile wird gelegt was Ade hervorragend Umgesetzt hat. Nach der Trennung von Trix mit Herrn Ade vermarktete dieser die Modelle unter seiner Firma Röwa weiter und baute das Programm mit den noch fehlenden Modellen aus. Später landeten die Formen bei der Firma Roco, die so ohne teuere Entwicklung gleich günstig ein komplettes Sortiment anbieten konnte. Noch heute werden abgesehen von der KKK die Modelle unverändert weite gebaut.
So, nun viel Spass beim betrachten der Modelle.
Dietmar






















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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#2 von modellbahner , 21.07.2008 19:39

Hallo Dietmar,
diese Wagen finde ich auch sehr schön. Sie sind einfach zeitlos und passen noch heute recht gut zu den Modellen neuerer Produktion.

Was die Übernahme durch Roco angeht, so möchte ich anmerken, dass Roco bei der Farbwahl sich etwas vergriffen hatte. Das Grün war nämlich zu dunkel.

Ansonsten wäre die Industrie heute gut beraten, wenn sie das Masstabskonzept von früher beibehalten hätte. Der 1:87 Wahn führt doch dazu, dass man keine vernünftigen Züge in Bezug auf den Platzbedarf bilden kann.

Übrigens die Überraschung mit den grossen Weichenlaternen habe ich seinerzeit auch erlebt.

Gruss
Oswin



 
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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#3 von Epoche IV UIC ( gelöscht ) , 21.07.2008 20:48

Zitat von modellbahner
Ansonsten wäre die Industrie heute gut beraten, wenn sie das Masstabskonzept von früher beibehalten hätte. Der 1:87 Wahn führt doch dazu, dass man keine vernünftigen Züge in Bezug auf den Platzbedarf bilden kann.



sehe ich auch so. allerdings habe ich da wenig hoffnung, da bestimmte foren und mit ihnen bestimmte interessengruppen zu stark vertreten sind und die moba-industrie, anscheinend davon ausgeht, dass diese leute die meinung der mehrheit darstellen.

mir war es schon immer egal, ob der maßstab 1:87,3217864 oder 1:98,874521 betrug. mir muss ein modell gefallen und wie du schon sagst, muss es auch auf die anlage und die radien passen. und die sind nun mal nicht wie beim original möglich.

bei denjenigen, die die modelle zum ansehen und abstauben kaufen, kann ich es ja noch verstehen, aber bei denjenigen, die ihre modelle auch bewegen, hört die maßstäblichkeit ja meist im bahnhofsbereich schon wieder auf, geschweige denn bei den strecken, wiesen, feldern, orten, straßen und landschaften.


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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#4 von modellbahner , 22.07.2008 21:37

Zitat von Epoche IV UIC
sehe ich auch so. allerdings habe ich da wenig hoffnung, da bestimmte foren und mit ihnen bestimmte interessengruppen zu stark vertreten sind und die moba-industrie, anscheinend davon ausgeht, dass diese leute die meinung der mehrheit darstellen.


Hallo Caesar,
so sehe ich das auch. Obwohl die Industrie schlecht bereaten ist, sich von diesen wenigen aber sehr laut schreienden Nietenzählern beeinflussen zu lassen.
Wenn man sich in den Geschäften umhöhrt, dann stellt man sehr schnell fest, dass die wenigsten sich Gedanken um Maßstäbe und Nieten machen.
Diese Leute nehmen das Hobby nicht so ernst und schreiben ihren Frust nicht in's Internet oder sonst wo hin. Die wenden sich irgendwan frustriert ab und dann ist gut.
Schade eigentlich.
Die Industrie bräuchte nicht so viel Geld in die Entwicjklung der Modelle zu stecken und könnten somit mehr Käufer erreichen.
Was soll's.
Irgend wer hat an anderer Stelle mal geschrieben, dass es ihm egal sein kann, wie es um die Firmen steht. Er hat seine Modelle ja schon gekauft.



Gruss
Oswin



 
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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#5 von raily , 22.07.2008 23:18

Hallo zusammen,

ja, der "1:87 WAHN" ich bezeichne es auch so, ist schon erschreckend. Es betrifft ja nicht nur die 26, 4m-Wagen, die dann im Modell die 30cm-Marke überschreiten und durch fast keinen Radius auf bestehenden Anlagen laufen, geschweige denn die Wirkung des nur 4-Wagen-FD am Bahnsteig, es betrifft ja auch die vielen öfters abbrechenden angesetzten Kleinteile bei den Loks, die man kaum noch anfassen kann.

Das hat für meine Begriffe nicht mehr viel mit unserem Hobby zu tun, wenn man die Modelle fast nur noch in die Vitrine zum bestaunen, was im Modellbau möglich ist, stellen kann.

Viele Grüße,
Dieter.


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wd.


 
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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#6 von pepinster , 23.07.2008 00:09

Hallo zusammen,

wer 1:87 Wagen mag, lebt eben mit anderen Kompromissen als einer, der 1:100 bevorzugt. Ich finde die richtig langen Wagen toll, und durch 360mm Radien laufen solche Wagen technisch sicher.

Verkürzung bringt so viele optische Probleme, was macht man denn mit schrägen Lok- oder Steuerwagenfronten, die würden durch Verkürzung doch steiler? Oder soll man für Front und Kasten unterschiedliche Massstäbe schon in einer Dimension anwenden?
Verringert man die Zahl der Fenster, ändert man ihre Proportionen oder macht man nur die Fensterzwischenräume schmaler? Zu Recht fordert auch niemand verkürzte Schlepptenderdampfloks (mit ovalen Kaminen und Domen? : ). H0 meint 1:87, es gibt auch noch TT und N und Z! OK, über 1:93,5 kann man reden, das ist ein Kompromissmassstab, bei dem die Wagen kaum noch erkennbar verzerrt sind. Leider ist hier wahrscheinlich nicht mit Wagen nach internationalen Vorbildern zu rechnen, es ist ein deutscher Alleingang (langfristig in die Sackgasse).



Sicher sind auch viele besonders ältere verkürzte Wagen schön, aber dann gerade wegen ihres Charakters als "interpretierte" Nachbildung des Vorbildes. Dieser Charakter darf sich dann auch noch in Materialwahl und Bedruckung äussern.

Aber ein Kunststoff-Wagen à la Märklin DB Aüm 4291 oder SBB Bpm 4366 ist doch nix halbes und nix ganzes (finde ich).

Gruss von
Axel


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1: 100 und/oder 1: 87

#7 von Dietmar , 23.07.2008 17:04

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Re: 1: 100 und/oder 1: 87

#8 von pepinster , 23.07.2008 18:34

Zitat von Dietmar
... verkürzen an sich muss nicht zwingend schlecht aussehen, es kommt darauf an, das das Gesamtbild bestehen bleibt und nichts fehlt...
Wenn man mal die 1: 100 Wagen von Trix/Röwa/Roco, Fleischmann, Lima und Märklin vergleicht, fällt mir interessanterweise auf, die ältesten Modelle sind am besten getroffen. Die von Herrn Ade entwickelten Trix/Röwa Wagen, die später zu Roco kamen, wurden bis auf die Verkürzung auf 1: 100 ohne Kompromisse und Rücksicht auf Kompatibilität perfekt nach dem Vorbild umgesetzt. Da wurden keine Abteile/Fenster weggelassen, keine Batteriekästen verstümmelt um nicht an Weichenlaternen zu stoßen, oder alle wagen mit geraden Dachenden ausgerüstet, weil man ja schon einmal die Form hat. Deshalb wirken die Rocowagen für mich auch heute noch stimmig...



Hallo Dietmar,

das die Roco Wagen die optisch gelungensten 1:100 Wagen sein dürften, findet meine Zustimmung. Nur liegt das daran, dass Roco eben nicht einfach die Röwa/Trix-Modelle weitergebaut hat. Auf der Fotos der Röwa Wagen ganz oben sieht man ja: Aüm aus TEE Wagenkasten ohne Übersetzfenster mit nur 9 Abteilen, ABüm als Prototyp mit Steildach, einen (richtigen, nicht aus dem Liegewagen abgeleiteten) Büm gab es zunächst garnicht. Insofern sind nicht die Ade-Entwicklungen, sondern das, was Roco letztendlich daraus gemacht hat, also die neueren Wagen, die besten.

Gruss von
Axel


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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#9 von Dietmar , 23.07.2008 19:08

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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#10 von Epoche IV UIC ( gelöscht ) , 23.07.2008 19:30

ich sage ja immer, erlaubt ist, was gefällt. mir gefallen die meisten 1:87 wagen ehrlich gesagt nicht. diese aussage bezieht sich auf den betrieb auf engen, zwangsläufig nicht mal annähernd maßstäblichen anlagen.
und das sind nun mal alle anlagen, die nicht in alten farbikhallen oder sonstwo gebaut werden können.

einzeln irgendwo stehend auf einem gleis oder in einer vitrine sehen "die langen" sicherlich gut aus.
auf der modellbahn gefallen sie mir meist nicht. dann muss man schon ausschließlich radien haben wie bei 24912 und unglaublich lange strecken. aber selbst dann muss noch eine passende lok dazu. und gerade bei unseren alten schätzchen war keine maßstäblichkeit gegeben. aber sie hatten flair. sie waren schön und sie funktionierten.

mir gefallen z.b. die 4achsigen umbauwagen immer, egal auf welcher anlage und bei welchem radius. ich habe mich aber noch nie dafür interessiert, ob sie im maßstab 1:87 oder 1:93,425 sind. sie gefallen mir. und das ist für mich der einzige maßstab.

gleiches gilt für die meisten güterwagen. wer aber nachmisst und sich beschwert, dass der maßstab nicht genau 1:87 ist, sondern 1:87,9573682, den bezeichne ich dann wirklich als nietenzähler.
und es gibt diese leute in den meisten foren, die den maßstab hinterm komma ausrechnen.

wie gesagt, da ich kein vitrinensammler bin, zählt für mich persönlich nur ein maßstab: 1: anlage und optik.


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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#11 von raily , 23.07.2008 20:18

Hallo zusammen,

Zitat von Caesar
wie gesagt, da ich kein vitrinensammler bin, zählt für mich persönlich nur ein maßstab: 1: anlage und optik.



Und genau da liegt auch der berühmte Hase im Pfeffer, deswegen stimmte ich ja auch der Bezeichnung "Wahn" zu, denn im Prinzip geht es ja nur um die Modelle der 26, 4m-Wagen, die anderen sind ja alle in etwa 1:87. Sicher macht es bei einem 10-Wagenzug keinen Unterschied, ob da nun wirklich 10 oder nur 9 hinter der Lok hängen, aber ob bei beengteren Platzverhältnissen dann 6 oder nur 5 Wagen den FD bilden, ist schon ein erheblicher Unterschied. Wenn ich noch die 24 cm Blechausführung mit berücksichtige, dann wäre das Verhältnis 7 zu 5 Wagen. Außerdem sollte man auch berücksichtigen, das größere Bestände schon existieren, die nicht so ohne weiteres ersetzt werden können und genau deswegen halte ich auch gegen die allgemeine Meinung, die einem ständig propagiert wird, eben der WAHN, es muß exakt 1:87 sein.
Ich bin für ein miteinander, denn auch für mich ist allein die Optik entscheidend und wenn der FD mit 6 1:100-Wagen durch den Bf rauscht, kann ich eh nicht die Fenster zählen.

Viele Grüße,
Dieter.


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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#12 von modellbahner , 23.07.2008 21:31

Hallo Leute,
was denn Sinn dieser Diskussion angeht, so würde ich sagen, dass wir das nicht so eng sehen,so dass wir uns auf die übelste Art beschimpfen.
Hier gilt schleisslich das Motto :Es ist erlaubt was gefällt.

Die Situation ist doch diese.
Die Preise der heutigen Modelle sind sehr hoch.Wenn man bei der Detailtrue Abstriche hinnehmen würde, dann könnten wieder bezahlbare Modelle
gebaut werden.

Es geht eigentlich nicht so sehr um die Maßstäbe.Die verkürzten Wagen stellten oder stellen einen vernünftigen Kompromiss dar, der von der
Industrie leider nicht ernsthaft fort geführt wird. 1:100 mag zwar nicht ganz tot sein. Es wird aber nicht im richtigen Masse bedient.

Ich selber habe seinerzeit auf Meiner 2-Leiteranlage 1:87er Wagen eingesetzt. Bis zu sieben Stück mussten es schon sein. Das ging aber nur, weil ich einen einigermassen grossen Raum zur Verfügung hatte. Rückblickend finde ich aber, dass die Züge zu lang waren und die Landschaft war zu klein dafür.

Wenn die Landchaft stark verkleinert ist, warum sollen die Züge nicht auch verkleinert dargestellt werden können? Man hätte mit dem 1:87er Maßstab gar nicht erst anfangen sollen. Obwohl H0 für einen Maßstab von 1:87 steht, so hat die Industrie früher in einem kleineren Maßstab gebaut.
Sowohl die Fahrzeuge als auch die Gebäude waren in ihren Dimensionen an die geringen Platzverhältnisse bei den Modellbahnern angepasst.
Heute sind die Modellbahnanlagen nicht grösser geworden. Es wäre besser gewesen, wenn man den den Maßstab für die Bezeichnung H0 von 1:87 auf 1:90 oder 1:100 herabgesetzt hätte.
Ich verstehe selber nicht, warum ich damals diese 1:87er Modelle gekauft habe. Man hat sich einfach so mitreissen lassen.
Ein gut detailiertes Modell lässt sich auch in einem kleineren Maßstab bauen.


Gruss
Oswin



 
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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#13 von Ulrich A , 01.08.2008 11:53

Das Hauptproblem des Einsatzes der 1:87 Wagen auf einer bestehenden Anlage ist der Ueberhang der Wagen in der Kurve. Solange man keine Oberleitung hat, wird es wohl noch gehen. Aber stehen Oberleitungsmasten im Innern eines Bogens, dann knallt es meistens. Bis zu einem Radius von 50cm wuerde ich entweder die 1:100 oder 1:93.5 Wagen einzusetzen, nur bei Radien ueber 50cm die 1:87 Wagen.

Hier ist eine gute Abschaetzung fuer den Ueberhang H eines Wagens in der Kurve:

H = (D*D)/(8*R)

wobei D der Abstand der Drehgestelldrehpunkte, und R der Kurvenradius ist. Dies ergibt fuer einen 1:100 Wagen (D = 20cm) auf R2 = 42cm einen Ueberhang von 12mm. Um den gleichen Ueberhang bei einem 1:87 Wagen (D = 23cm) zu erreichen, muss der Radius 55cm betragen.

Ulrich


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RE: Die „langen“ D-Zugwagen 1: 100 von Trix Express

#14 von knuldes , 01.08.2008 22:21

Hallo Ulrich
Na, da sieht man mal, was so eine Mathe-Prof alles drauf hat. Gelernt ist gelernt.
Danke und Tschüss, bin jetzt im Urlaub.
Gruss
Rei


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