EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#1 von Altbahnfan , 22.05.2022 13:57

Hallo,

kundige Egger-Bahn Kenner kennen sie ja, die erste Egger-Bahn Anfangspackung.
Meine ist auch komplett und schön erhalten, wenn man einmal von den Klebebandresten der "Transportsicherung" absieht.
Bei dem beiliegenden Prospektblatt bin ich mir nicht sicher, denn hier ist schon eine Beilage der Messe-Neuheiten von 1964 beigelegt.
Es gab die gleiche Packung auch mit den bekannten Drehschemel (Holz-) Loren. Für das Ausland wurde ggf. ein anderer Trafo (rot), abhängig von der vorherrschenden Spannung, beigelegt.
Hier ein paar Bilder, vielleicht hat ja jemand den Originalprospekt von 1963 und kann ihn hier evtl. zeigen...



















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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#2 von Altbahnfan , 23.05.2022 13:56

Ergänzung:

Das 1963iger und 1964iger Faltprospekt sind nahezu identisch (...vom Einlegeblatt der Messeneuheiten 1964 einmal abgesehen), einziger Unterschied:
Der Hinweis auf Seite 3 unten rechts:





Hier ist beim 1963iger Faltblatt der Hinweis u. a. auf einen "automatischen Lorenabkipper", welcher aber meines Wissens nie produziert wurde.
Gab es da vielleicht irgendwo einmal eine Abbildung/Handmuster/etc. ???

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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#3 von Petz , 23.05.2022 14:11

Hallo Allerseits !

Ich seh da in den Blättern auch einen Zweizugfahrregler für unabhängigen Betrieb zweier Züge. Weiß jemand auf welcher technischen Basis der die Loks unabhängig steuert nachdem ich keine Pukos oder Mittelleiter am Gleis erkennen kann ???

Many thanks in advance.


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#4 von RailFun , 23.05.2022 15:36

Hallo Markus,

Zitat von Petz im Beitrag #3
Zweizugfahrregler für unabhängigen Betrieb zweier Züge.


ich schätze, dass sich der "unabhängigen Betrieb" auf zwei unabhängige Stromkreise bezieht und nicht auf eine Mehrzugsteuerung auf dem gleichen Gleis/im gleichen Stromkreis.

So etwas (auf analoger Basis) gab es damals zwar, aber zum einen wäre das Gerät dafür sehr, sehr günstig, und zum anderen gibt es nirgendwo eine Erwähnung für eine dafür notwendige "Dekodierung" z.B. bei Steuerung mit unterschiedlichen Frequenzen die dafür nötigen Bandpass-Komponenten. Der dafür nötige Raum war in den Egger Loks auch überhaupt nicht vorhanden.

Schöne Grüße
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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#5 von weichenschmierer , 23.05.2022 15:38

Grüß Dich Markus !

Kein echter Zweizugbetrieb!

Zweikreisbetrieb mit zwei galvanisch getrennten Stromkreisen !

Egger hatte doppelt isolierende Trenngleise im Fundus.

Zweifachfahrregler =ein Trafo mit zwei Poties....

Unabhängiger Zweizugbetrieb nur digital oder wenn man die Elloks umbaut mit

Fahrleitung.....

Gruß

Wolfgang


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#6 von telefonbahner , 23.05.2022 16:08

Hallo zusammen,
ich könnte mir vorstellen das dieses Gerät die gleichen Funktionen hat wie dieser hier:

Heine Regler

Wenn der Hinweis auf das DDR Gerät hier unerwünscht oder fehl am Platz ist lässt sich dieser Beitrag ja ganz einfach wieder löschen

Gruß Ede + Gerd aus Dresden


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#7 von Eisenbahn-Manufaktur , 23.05.2022 16:14

Ede, hier ist nix unerwünscht. Danke für den Beitrag!


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#8 von Georg , 23.05.2022 16:41

Hallo, bitte nehmt den Text im Egger-Prospekt ganz genau.

Da steht Zweizugfahrpult F2, Ausführung wie F1 - das heißt, die elekterische Leistung des Fahrpultes entspricht auch nur dem F1. Also Gleichstrom 9 Volt 0,3 Ampere. Das reicht für zwei kleine Motörchen in den Loks.

Dann kommt der Text:
"... gestattet jedoch den Betrieb zweier Züge unabhängig voneinander mit einem Gerät"

Da steht nicht auf einem Gleis! Es funktioniert wie das Heine-Gerät nur auf zwei getrennten Stromkreisen.

Richtigen Zweizuggbetrieb ohne Oberleitung konnte man damals nur mit Trix Express-System verwirklichen. Oder eben mit einer funktionierenden Oberleitung.

Findige Bastler haben das Märklin-Wechselstromsystem zu einem Zweizugsystem umgepfrimelt, als preiswerte Dioden auf den Markt kamen. Eine Lok fuhr mit der positiven Halbwelle eines Fahrpultes, die zweite Lok fuhr mit der negativen Halbwelle eines zweiten Fahrpultes. Die Bestimmung der Fahrtrichtung erfolgte in bekannter Manier mit dem Umschalter in der Lok.

Serienmäßig gab es nur nur das Trix EMS-System für zwei Züge.
... und das Salota-Sytem für 5 Züge, das mir der Erfinder und Produzent mal vorführte und in einem Fiasko endete. Aber das ist eine Geschichte für sich.

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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#9 von Petz , 23.05.2022 17:57

Hallo Leute !

Vielen Dank für die umfagreichen Infos; Petz´s technische Neugierde ist somit restlos befriedigt...


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#10 von Altbahnfan , 24.05.2022 09:40

Hallo,

ergänzend zum vorher gesagten noch ein Ausschnitt aus dem MIBA-Messebericht von 1964:



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Bernhard


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#11 von weichenschmierer , 25.05.2022 09:45

Moin !

Danke Bernhard für den Miba Auszug !

Schmunzeln mußte ich über Dein "generelles" Motto (die Unterschrift),

welches ich natürlich selber auch so befolge, aber hier zum Cartoon mutiert.

Einfach ja!, solide ???, wertig ja , aber Recht auf Selbstreparatur, beim Trafo ?

Hm, der ist ja verschweißt....was nicht heißt das ich die Dinger nicht auch schon geöffnet hätte ,

aber spätestens jetzt kommt Heini mit seinem Index....

Die Trafos sind halt Netzteile mit Einfachpotientiometer und sehr überschaubarem Regelbereich....

Fakt ist, das die Eggerloks nur bei bester Pflege und gutem Zustand mit den Plastikdöschen fahren.

Regeln kann man da nix ... halt eben nur fahren. Rangieren mutiert zum Loren kegeln, was ja schließlich

auch der Grund war, das es so kam wie es kam.....

Wertig sind seit Ende der Siebziger die Dinger allemal und ein geschlossenes Sammelgebiet auch.

Mit Schwungscheiben auf der Motorwelle und richtigem Trafo mit vernünftigem Regelbereich

kommt man auch zum rangieren....

Gruß
Wolfgang


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#12 von Altbahnfan , 25.05.2022 11:33

Hallo Wolfgang,

das Thema Orig. Trafo ist wohl eher für den Sammler interessant, weniger für den "aktiven" Spielbahner...
Es sei denn, er versieht (natürlich mit entsprechenden Kenntnissen und Fertigkeiten!) das alte Gehäuse mit moderner Technik. Bei mir kommt, wenn überhaupt, nur ein TITAN-Trafo zum Einsatz.

Etwas OT:
Der Ausspruch "...Recht auf Selbstreparatur" bezieht sich auf Produkte, welche mit Minimalst-Schaden entsorgt werden müssen, weil der Hersteller konstruktiv eine Reparatur verhindern will (Wegwerfgesellschaft).
Z. B. hier:
https://www.germanwatch.org/sites/defaul...ation/22035.pdf

Schöne Grüße!


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#13 von Eisenbahn-Manufaktur , 25.05.2022 12:35

Hallo!

Die grottenhaften Fahreigenschaften der an sich extrem reizvollen Eggerleins waren bei mir der Ablaß, irgendwann alles zu verscheuern ..

Heute wüßte ich es anders, aber damals waren Umbausätze oder gar Minitrains und schweizer Präzisions-Eggerbahn noch lange nicht sichtbar (und auch nicht vorstellbar).

Aber jetzt auch noch (wieder) mit Egger anzufangen (oder deren Nachkommen)? Ich glaube eher nicht. Dafür baue ich mir jetzt meine persönliche Eggerbahn in groß....


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#14 von Petz , 25.05.2022 12:55

Zitat von Altbahnfan im Beitrag #12
Ddas Thema Orig. Trafo ist wohl eher für den Sammler interessant, weniger für den "aktiven" Spielbahner...
Es sei denn, er versieht (natürlich mit entsprechenden Kenntnissen und Fertigkeiten!) das alte Gehäuse mit moderner Technik. Bei mir kommt, wenn überhaupt, nur ein TITAN-Trafo zum Einsatz.
Hallo Zusammen !
Ich würde für den analogen Fahrbetrieb einen der Märklin Miniclubelektroniktrafos verwenden bei dem der Spannungsbereich stimmig ist aber er außerdem über eine wirksame Halbwellenregelung verfügt die im unteren Geschwindigkeitsbereich die Fahreigenschaften deutlich verbessern kann.


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#15 von weichenschmierer , 25.05.2022 13:23

Lieber Bernhard !

Das habe ich natürlich so erkannt und einfach mal

dumm auf die Spitze getrieben. Und das das für Deine Aktivitäten

ganz allgemein gilt....ist ja bei uns Schraubern irgendwo ja überall ähnlich...

.....Wie schon Klaus schreibt, man muss und musste schon Hardcore verliebt sein,

um bei der Technik bei der Stange zu bleiben und nicht die Brocken an die Wand zu werfen..

Gott sei Dank kam ich via Manfred Linden auf die Nummer mit den Schwungscheiben

Anfang der Achziger (Manfred war in Spur 0 unterwegs und hat

Pola Loks mit Selbstbau Fauliantrieben mit Schwungscheiben umgerüstet...)

Und Markus, mit Halbwelle anstatt oder zusätzlich zur Schwungscheibe ist auch ein

sehr guter Weg. Der Fahrregler von Minitrains arbeitet auch so und ist prima.

Aber wir wiederholen uns...

Wie sagte Botho mal :

Egger ist lecker....

Gruß
Wolfgang


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RE: EGGER-BAHN Anfangspackung (1963)

#16 von rapido200 , 25.05.2022 17:01

Als Egger mit dem 9 mm Gleis kam, hat das die Leute von Arnold rapido natürlich neugierig gemacht. Und so kam der folgende Prospekt nach Mühlhausen. Er blieb dort bis 2001. Und ich bekam ihn dann von einem ehemaliegen Arnoldmitarbeiter.
Der werbende junge Kerl müsste Hansi Kraus sein, der in den 60-er Jahren durch allerlei Schul-Klamauk-Filme als Lausbub bekannt wurde.




Christian


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